Zimt + Anis + Apfel + Rum + Spekulatius = Weihnachtsdessert

Dies ist nun gezwungenermaßen wirklich der letzte Weihnachtspost in diesem Jahr. Ich hätte noch ewig so weitermachen können. Dieses Jahr gehört nicht zu denen, in denen ich Weihnachten am Ende der Feiertage gründlich satt habe. Vielleicht liegt das auch gerade daran, dass unsere Umgebung kein bisschen weihnachtlich ist und wir uns nur Zuhause unsere kleine „Weihnachtshöhle“ gebaut haben. Wir waren nicht dem alljährlichen Werbungs-Wahnsinn in Deutschland ausgesetzt und hatten nicht einmal die Möglichkeit, Weihnachtsmärkte oder Kaufhäuser zu besuchen. Wenn es fernab der Heimat auch recht ungewohnt ist: Das war auch ganz angenehm.
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Umso mehr Mühe habe ich mir mit dem Weihnachtsessen für meinen Schatz und ein paar im Land gebliebene Freunde an Heiligabend gegeben. Es gab:

1. Zum Knabbern vorweg: Mediterrane Cracker mit Tahini-Granatapfeldip (Rezept kommt!)

2. Vorspeise: Filo-Pies von hier, aber in einer edleren Form mit Ziegenkäse und einer Aprikosen-Rosmarinsauce

3. Hauptgericht: Klassische Rinderfilets mit Champignonsauce, Kartoffelklößen, Kroketten und Rotkohl

4. Dessert: Dieses Bratapfel-Tiramisu

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Dieses Dessert ist gleichzeitig herrlich festlich und nicht zu schwer nach einem üppigen Essen, da es anstatt mit Mascarpone mit Quark und Frischkäse zubereitet wird. Ich habe kein genaues Rezept dafür gehabt, sondern mir eine Mischung aus verschiedenen Rezepten nach meinen Wünschen zusammengebastelt. IMG_4789

Für 6 kleine Gläser oder Schälchen braucht ihr:

Etwa 20 Gewürzspekulatius, 2 süßliche Äpfel, 200g Frischkäse, 200g Magerquark, 1 EL Zitronensaft, ca. 3 EL +/- Zimtzucker, 2 EL Zucker, 1 Sternanis, 1 Zimtstange, einen guten Schuss Rum (oder Calvados), ein paar Tropfen Vanilleextrakt (oder das Mark einer Vanilleschote), 1 EL ungesüßter Kakao, gestiftete Mandeln nach Belieben

Der Frischkäse und der Quark werden mit dem Zitronensaft und dem Zimtzucker cremig gerührt. Wenn die Masse zu fest ist, einen Spritzer Vanilleextrakt zugeben. Die Äpfel vollständig schälen und sehr klein wüfeln. Die Würfel in einen kleinen Topf geben und mit dem Rum, Sternanis, der Zimtstange und der Vanille köcheln lassen, bis sie etwas weich sind.

In sechs Gläser Sepkulatiuskekse bröseln, sodass der Boden bedeckt ist. Je einen Esslöffel der Quarkcreme darauf schickten. Dann einen Esslöffel der Rumäpfel hinzugeben. Noch einmal die drei Schichten wiederholen. Bis zum Servieren kaltstellen. Kurz davor durch ein Sieb den ungesüßten Kakao darauf sieben und mit Mandelstiften dekorieren. IMG_4796Das Dessert hat klasse geschmeckt und nicht mehr so „aufgetragen“ wie ein richtiges Tiramisu. Eigentlich wollte ich dazu noch Glühweinkirschen servieren, habe aber nach den anderen drei Gängen kapituliert. Außerdem wäre das einfach zuviel geworden. Stelle ich mir aber auch lecker vor, wenn man ein leichteres Hauptgericht serviert…vielleicht im nächsten Jahr.

Nun sind die Feiertage also schon dabei. In ein paar Tagen beginnt schon 2014! Ich werde meinen Blog also in den kommenden Tagen etwas „entweihnachten“ und mal wieder Rezepte zeigen, die ohne Zimt auskommen 😉 Das wird gut!

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4 Gedanken zu “Zimt + Anis + Apfel + Rum + Spekulatius = Weihnachtsdessert

  1. Der Wahnsinn – was für ein perfektes Dinner! Also wenn wir mal wieder zu Weihnachten in deiner Nähe sein dürfen, dann würde ich mir wünschen, das wir so ein super creatives Essen probieren dürften. Hört sich echt sehr lecker an und vor allem ist es auch mal was ganz anderes.
    Hut ab junge Frau vor deinen vielseitigen Talenten.
    In diesem Sinne genießt den 2. Weihnachtstag – GLG Eva

  2. Da ist alles drin was nach Weihnachten schmeckt.. würd ich nur zu gern gleich ein Löffelchen probieren! Ich hoffe du hattest eine schöne Weihnachtszeit.
    ♥ Sarah

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