Gebackene Bananen mit Honig und ein Skiausflug

Ich schulde euch noch einen Bericht vom Skiausflug vor einer Woche, ich habe es nicht vergessen. Wie gesagt, ich habe vorher noch nie auf den Brettern gestanden. Wir sind früh aufgebrochen, dick eingepackt in diverse Lagen Klamotten. Wir waren eine Gruppe von acht Leuten, außer Deutschen auch noch eine Dänin, ein Schwede und eine Holländerin. Aber außer mir und einem Mitfahrer konnten alle bereits gut bis sehr gut fahren.

Angekommen, ging es erst einmal zum Leihstand. Wir brauchten Ski und Schuhe, außerdem eine Brille. Das Gefühl in den Skischuhen war erstmal furchtbar. Sie müssen natürlich eng sitzen, aber drückten eben deswegen auch sehr und man kann nicht mehr normal gehen. Das wiederum sieht bei einer größeren Gruppe sehr lustig aus.

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Das Wetter war wunderbar. Kalt, aber nicht zu kalt, und sehr sonnig. Wir nahmen den wohl einzigen Lehrer der Piste, der englisch sprach und schon ging es los. Auf dem Babyhügel übten wir den ganzen Tag: Bremsen, seichte Hügel, etwas höhere Hügl, Slalom, Bremsen im Slalom, Schlepplift-Fahren…und es klappte nach ein paar Mal echt gut. Ich fühlte mich immer sicherer.

Mittags wollten wir dann mit dem großen Lift auf den Berg fahren, um dort mit den anderen zu essen. Diese Idee stellte sich als glänzend heraus. Dort saßen wir inmitten weißer Berggipfel in strahlendem Sonnenschein. Um uns heurum Leute in coolen Klamotten und House-Musik dröhnte aus der Skihütte. Es fühlte sich an wie mitten in Österreich, nicht in einer islamischen Republik. Traumhaft! Wir ließen uns zum Abschluss des Essens sogar noch eine Shisha kommen. Es war einfach perfekt.

Mein Plan war es, heute einfach mit dem Lift wieder runter zu fahren. Aber mein Mitfahrer vom Babyhügel war durch die coolen Leute auf der Abfahrt offenbar motiviert worden. Er bearbeitete den Skilehrer, dass wir die Abfahrt mit viel Bremsen schaffen könnten. Ich sagte zwar, ich wolle das nicht, aber sie waren dann beide von der Idee angetan. Also runter da. Ich hatte eine wahnsinns Angst. Der Weg war zwei Meter breit und daneben kam der Abgrund, steil wechselte sich ab mit etwas seichter. Zwischendurch hatte ich solche Muskelschmerzen, dass wir pausieren mussten. Es waren schließlich die ersten paar Stunden Skifahren für mich!

Am Ende sind wir unten angekommen, und ich war völlig fertig. Die Abfahrt hätte ich am ersten Tag nicht gebraucht, aber wir haben es geschafft. Der Muskelkater hat mich noch Tage lang daran erinnert…IMG_4701

Da es Kaiserschmarrn ja schon gegeben hat, zeige ich euch einen absoluten Favoriten aus unserem Haus: Gebackene Bananen. Mein Freund liebt sie abgöttisch. Und während die meisten Menschen sie wahrscheinlich eher als Dessert essen würden, möchte er sie regelmäßig zum Frühstück. Das kommt vielleicht auch von unserer Zeit in Thailand, dort hat er sie zu jeder Tageszeit gegessen. Ich selbst esse eher selten welche davon, da ich kein großer Bananen-Fan bin. Aber da sie immer allseits beliebt waren, wenn ich sie gemacht habe, möchte ich sie euch nicht vorenthalten.

Da ich nun schon eine Weile damit experimentieren, kann ich wohl auch zu recht sagen, ich habe die perfekte Zusammensetzung für einen fluffigen, goldbraunen Teig gefunden. Deswegen wundert euch nicht über die laienhaften Mengenangaben, das kommt eben vom ausprobieren und der Routine..IMG_4694

Gebackene Bananen à la Carina (eine große Portion):

1 EL Mehl, 1 Banane, 1 TL Vanillezucker, 1 gestrichener TL Backpulver, 1 Ei, etwas Milch und evtl. Mineralwasser

Das Mehl mit Backpulver, Vanillezucker und dem Ei mit einer Gabel verschlagen. Dann mit Milch und evtl. einem Schuss Mineralwasser (mit Kohlensäure, das macht den Teig besonders locker) verrühren. Nicht zu viel Flüssigkeit zugeben, der Teig sollte etwa die Konsistenz eines Pfannkuchenteigs haben. Wenn er zu flüssig ist, noch etwas Mehl einrühren.

Die Banane in dünne Scheiben schneiden und vollständig mit dem Teig bedecken. In eine große Pfanne so viel Pflanzenöl (z.B. Sonnenblumenöl) eingießen, bis es ein paar Milimeter hoch steht und erhitzen. Wenn es so heiß ist, das ein Tropfen Teig sofort beim reintröpfeln brät, die Bananenscheiben vorsichtig mit der Gabel hineingeben. Vorsicht, es kann spritzen! Nun müsst ihr genau beobachten, wann der Teig eine goldbraune Farbe annimmt, und die Scheiben dann wenden.

Wenn alle Bananenscheiben von allen Seiten goldbraun ist und der Teig etwas aufgegangen ist, diese mit der Gabel oder einem Schaumlöffel rausfischen und auf einem Küchenkrepp abtropfen.

IMG_4695Zum Schluss die Bananenscheiben auf einem Teller mit eurem Lieblingstopping anrichten. Mein Freund isst dazu immer viel Honig, aber Puderzucker, Apfelmuß, Zimtzucker oder Vanilleeis sind sicher auch gut. Noch warm genießen. Guten Appetit!

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3 Gedanken zu “Gebackene Bananen mit Honig und ein Skiausflug

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