Mein erstes Roggenbrot

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Ich habe Feuer gemacht Brot gebacken! Man bekommt hier vor Ort leider nicht wirklich gutes Brot, habe ich ja schon erzählt. Deswegen sind gute Brotrezepte, möglichst auch mal mit dunklem Mehl, für mich Gold wert. Bisher habe ich aus Zeitgründen, aber auch aus Respekt vor den meisten wirklich sehr kompliziert klingenden Brotrezepten mit Roggenmehl, hauptsächlich fertige Backmischungen im Brotbackautomaten zusammengerührt. Das war extrem einfach, aber nach einer Zeit möchte man auch mal was anderes. Ich finde vor allem, dass die Brote aus dem Automaten immer eine ähnliche, sehr kompakte Konsistenz besitzen.

Ich habe ja neulich schon die Bagels aus meinem derzeitigen Lieblingsbackbuch von Cynthia Barcomi, „Let’s Bake“ vorgestellt. Nachdem die so gut gelungen sind, habe ich mich nun an das Roggenbrot von Cynthia gewagt. Es hat mich vor allem motiviert, dass nur ein sehr einfacher Vorteig mit kurzer Gehzeit vonnöten ist. Die vielen Rezepte, für die man Sauerteig benötigt (den ich hier nicht bekomme) und bei denen man quasi 25 Tage 3x rechtsrum und 5x linksrum rühren und dabei um die Schüssel tanzen muss, sind mir echt zu kompliziert und aufwändig. Ich will doch nur gutes Brot! Diesen Wunsch hat Cynthia offensichtlich erhört.
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Roggenbrot nach Cynthia Barcomi (2 mittlere Laibe):

Vorteig: 180g Roggenmehl (Type 1150), 325ml Wasser, 2g Trockenhefe

Teig: Vorteig (ca. 500g), 200g Roggenmehl (Type 1150), 12g Trockenhefe oder 36g frische Hefe, 580g Weizenmehl, 40g Zucker, 20g Salz, 325ml Wasser, 3 EL Planzenöl, 1 EL Pflanzenöl für die Schüssel, (optional: 15g Kümmel)

1. Für den Vorteig die drei angegebenen Zutaten mischen und 1-2 Stunden oder über Nacht in den Kühlschrank stellen.

2. Für den Brotteig das Roggen- und Weizenmehl, die Hefe, den Zucker, Salz und den Kümmel, falls gewünscht, abwiegen und gut vermischen. Ich habe den Kümmel weggelassen. Wasser und Öl verschlagen, beiseitestellen. Die Mehlmischung zu dem vorbereiteten Vorteig geben. Dann die Ölmischung dazugeben und alles gut verkneten. Auch wenn der Teig weich ist, nicht mehr Mehl zufügen.

3. Auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche danach von Hand verkneten, zur Kugel formen. Eine große Schüssel leicht mit 1 EL Öl fetten, den Teig hineinlegen und einmal wenden, sodass es komplett mit Öl bedeckt ist. Mit einem leicht feuchten Geschirrtuch abdecken und 45 Minuten gehen lassen.

4. Den Teig in der Schüssel etwas niederboxen und auf der Arbeitsfläche halbieren, einige Minuten ruhen lassen. Nun können daraus zwei Brotlaibe oder Brötchen geformt werden. Cynthia Barcomi streut ihre Backbleche noch mit etwas Polenta aus, ich habe das nicht getan und es hat trotzdem alles geklappt. Die Laibe nun auf das Backblech legen, nochmals abdecken und 30 Minuten ruhen lassen.

5. Die Laibe mit einem schafen Messer an der Oberfläche ein paar Mal einritzen. Im vorgeheizten Ofen bei 205°C 20 bis 25 Min backen. Damit sich eine schöne Kruste bildet, wird eine kleine feuerfeste Form mit Wasser oder Eiswürfeln auf den Boden des Ofens gestellt. IMG_4951Das Brot ist auf Anhieb super gelungen, hat eine tolle Kruste und geht wunderbar auf. Innen ist es weich, aber kompakt, wie ein Roggenbrot es sein soll. Ich habe es gleich noch einmal in Brötchenform für meinen Brunch am Freitag gebacken, auch da kam es super an und ich wurde direkt nach dem Rezept gefragt. Man muss natürlich nur die Backzeit anpassen. Das ist das zweite ausprobierte Rezept aus Cynthias Buch, das mir definitiv gefällt und das sicher ab und zu wieder gebacken wird.

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