Ein Original aus dem Norden mal anders: Franzbrötchen mit Kürbiskernen

IMG_5905Schon lange wollte ich einmal selbst Franzbrötchen backen. Wie ihr mittlerweile wisst, bin ich Gebäck und Desserts mit Zimt ganz pauschal verfallen, egal, um was es sich handelt. Zimtschnecken (und eben die „artverwandten“ Franzbrtötchen) sind aber noch eine Spur verschärft. Will sagen: Himmel auf Erden, wenn gut gemacht.

Mit dem ersten Themen-Aufruf für ihre Aktion „Ich backs mir“ hat die liebe Claretti von Tastesheriff deswegen genau meinen süßen Zahn getroffen und ich habe dies zum Anlass genommen, selbst einmal mit Hefe und Zimt diese tollen Teilchen zu machen. Franzbrötchen1Da es bei der Aktion darum geht, eine Menge verschiedene Rezepte für einen Klassiker zu sammeln, habe ich natürlich überlegt, was ich Besonderes machen könnte. Da ich aus dem Norden Deutschlands stamme, war ich Feuer und Flamme für Franzbrötchen. Dazu fiel mir als erstes ein, dass mein allerliebstes Lieblings-Franzbrötchen von einem Bäcker in der verschlafenen Kleinstadt verkauft wird, in der ich zur Schule gegangen bin. Diese Teilchen waren immer riesig (und ich meine: riiiiiesig!), herrlich saftig und vor allem mit einer großzügigen Ladung Kürbiskerne bestreut. Ja, Kürbiskerne! Man glaubt es kaum, aber diese Kombi ist wahnsinnig gut. Deswegen habe ich mich für eine Version eines klassiches Franzbrötchens entschieden, die ich am Ende dann mit meinen Kürbiskernen gepimpt habe. Tadaaaa!Franzbrötchen2Das Grundrezept habe ich aus dem formidablen „Daylicious“ (gibt es hier) mehrerer sehr toller Bloggerinnen, von denen ich wohl einige auch Blogger-Vorbilder nennen könnte. Über das Buch wurde schon viel geschrieben, aber noch lange nicht genug! Seit meinem Urlaub habe ich es auch endlich und es ist schon mit imaginären Klebezetteln gespickt (nur imaginär! in meinen Bücherschätzen darf niemand kleben, malen, Eselohren machen…Grauen lass nach!). Nun also als erstes Rezept daraus die Echt Norddeutschen Franzbrötchen von Rike vom Blog Lykkelig, die ich nur ein wenig angepasst habe. Ich habe die Buttermenge ein wenig reduziert und eben die Kürbiskerne als Topping verwendet.
Franzbrötchen3

Für ca. 10 Franzbrötchen:

1 Würfel Hefe
70g weiche Butter
70g Butter
200ml lauwarme Milch
1 Ei
500g Mehl
1 Prise Salz

Füllung:
50g Zucker
1 EL Zimt
100g Butter
ca. 5 EL Kürbiskerne

Franzbrötchen4Hefe, Butter und Zucker in der Milch auflösen und das Ei damit verquirlen. In einer anderen Schüssel zunächst Mehl und Salz vermischen, dann dazugeben. Zu einem glatten Teig verkneten. An einem warmen Ort mindestens 60 Minuten gehen lassen, bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat. Ich decke dafür die Schüssel immer mit einem leicht feuchten Handtuch ab und lasse sie im warmen Wasserbad in der Spüle stehen.

Noch einmal kurz kneten und auf der bemehlten Arbeitsplatte zu einem 2cm dicken Rechteck ausrollen. Für die Füllung Zucker, Zimt und weiche Butter gut vermischen. Alles bis auf ca. 1 EL auf dem ausgerollten Teig verstreichen. Den Teig von der langen Seite her einrollen und die Rolle in 10 gleich große Stücke schneiden. Diese in der Mitte mit dem Stiel eines Kochlöffels eindrücken, damit die Franzbrötchen ihre typische Form erhalten. Auf ein Backblech legen. Mit dem Rest der Zimtzucker-Füllung die Franzbrötchen oben und an den Seiten etwas einpinseln, sodass die Kürbiskerne anschließend darauf gut haften bleiben. Noch einmal abgedeckt 30 Minuten gehen lassen. Zuletzt bei 190°C ca. 20-25 Minuten backen.IMG_5900Und wie musste das Ergebnis präsentiert werden? Natürlich mit einem anderen Hamburger Original. Ein bisschen Lokalpatriotismus ist okay wie ich finde 😉

Das nächste Monatsthema wurde vom Tastesheriff auch schon ausgerufen: Käsekuchen! Das ist ja mal wirklich ein Klassiker. Ich werde da sicher wieder dabei sein…

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3 Gedanken zu “Ein Original aus dem Norden mal anders: Franzbrötchen mit Kürbiskernen

  1. Ich komme ja auch aus dem Norden Deutschlands und ich lieeeebe Franzbrötchen. Auch Zimtschnecken sind super, aber nichts geht über ein frisches lauwarmes Franzbrötchen. Hach, ich möchte am Liebsten gleich in die Küche laufen und welche machen…
    Liebe Grüße aus Norddeutschland, Becky

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