Tasting Singapore: Der Kaya-Toast

Kaya6Im September 2012 wohnte ich noch in Bangkok. Da man von dort wunderbare Reisen unternehmen konnte, ergriff ich die Gelegenheit, eine Freundin in Singapur zu besuchen. Ich blieb mit meinem Liebsten ein langes Wochenende in dieser Stadt, die der komplette Gegensatz von Bangkok (sauber, reich, europäisch) und meiner Meinung nach nicht besonders asiatisch ist.

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Singapur ist ein Schmelztiegel, das merkten wir schnell. Richtige, waschechte Singapuris (-purer, puresen?!) gibt es nicht viele. Dafür umso mehr Zugewanderte, vom Gastarbeiter bis zum Finanzmagnaten. Da dies die singapurische Kultur ausmacht, ist es schwierig, wie ich erfuhr, ein Nationalgericht auszumachen. Da es viele Chinesen und Inder gibt, die ihre jeweilige Küche mitgebracht haben, kann man überall entsprechende Gerichte essen. Aber richtig Singapurisch essen?

Laut meiner Freundin gab es da vor allem den Kaya-Toast. Auch wenn dieser eher ein Snack als eine Mahlzeit ist, wollten wir ihn unbedingt probieren. Danach habe ich Kaya erst einmal wieder vergessen, denn sie schmeckte vor allem süß. Und Toast ist auch nicht mein absoluter Liebling.

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Durch eines meiner neuen Kochbücher inspiriert, entdeckte ich nun Kaya wieder. Das Rezept in diesem Buch verlangte jedoch nach Pandan-Blättern, die ich zwar kenne, aber die absolut nur in einem guten Asia-Laden zu bekommen sind. Aber Herr Internet hatte wie immer die Lösung. Tadaaaa: Kaya-Creme und ihre Verwendung, der Kaya-Toast. Selbstgemacht und viiiel besser als gekauft!

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Für zwei mittlere Weckgläser Kaya-Creme:

200g Zucker

5 Eier

1 Dose Kokosmilch

Die Eier und den Zucker verschlagen, bis sich der Zucker fast vollständig aufgelöst hat. Die Kokosmilch unterrühren. Dann die Mischung in einen Topf gießen und auf dem Herd bei mittlerer Hitze zum köcheln bringen. Dabei ständig rühren, damit nichts anbrennt. Der Zucker soll auch nicht karamellisieren. Nach ein paar Minuten ist die Masse eingedickt. Dann den Topf vom Herd nehmen und die flüssige Kaya-Creme in sterilisierte Gläser umfüllen. Diese zunächst einige Stunden offen stehen lassen, damit die Kaya erkalten und etwas fest werden kann. Dann im Kühlschrank lagern. Sie hält sich dort etwa zwei Wochen.

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Für einen Kaya-Toast:

4 TL Kaya-Creme

Brot nach Wunsch (Toast oder festeres helles Brot)

2 TL Butter

optional: 1 TL Kokosraspel

Das Brot rösten. Noch warm mit der Butter bestreichen und dann direkt die Kaya-Creme darüberstreichen. In Singapur, wenn man es als Snack in einem Metro-Kiosk kauft, wird das Brot meist zusammengeklappt und direkt auf die Hand gegeben. Ich mag meins lieber „offen“. Außerdem habe ich entdeckt, dass die leichte Kokosnote der Creme mit ein paar extra Kokosraspeln noch viel besser ist. Das ist meine eigene Variante und gehört nicht aufs Original, aber es schmeckt grandios!

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Die selbstgemachte Kaya-Creme hat mir noch besser geschmeckt, als die in Singapur. Vermutlich durch die frischen Zutaten hat sie einfach etwas mehr Geschmack als die fertige aus dem Glas. Außerdem kann ich so mein Lieblingsbrot dafür nehmen. Das hat etwas mehr Biss, als ein normaler Toast. Ich habe ein Weißbrot mit etwas Dinkel-Anteil genommen. Nach diesem Rezept würde ich sie auf jeden Fall wieder machen.

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