Mein Asien in Bildern – Teil 2

Letzte Woche habt ihr Teil Eins meiner Asienbilder von Bangkok und einigen kürzeren Reisen gehen. Heute kommt Teil Zwei.

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Reisbauer mit traditionellem Ochsengespann bei der Feldarbeit auf einer kleinen Insel im Mekong

Die Bilder, die ich euch heute zeigen möchte, sind vor allem von einer knapp dreiwöchigen Reise, die ich mit einer guten Freundin durch Thailand, Laos und Kambodscha unternommen habe.

Wir flogen von Bangkok nach Chiang Mai in den Norden Thailands. Dort startete unsere Tour. Durch die grünen Hügel des Nordens über das winzige Dorf Pai und Chiang Rai ging es schließlich mit kleinen Langbooten über den Mekong, nächster Halt: Laos. Hier erwartete uns nach dem überqueren der Grenze erst einmal eine einzige Tortur, 18 Stunden mit dem Nachtbus bei strömendem Regen über unbefestigte Straßen im steilen, kurvigen Norden Laos‘. Die erste Stadt, die wir erreichten, war Luang Prabang. Diese Stadt war einer meiner Lieblingsorte in ganz Asien. Schließlich weiter Richtung Süden, ein Stopp in der Hauptstadt Vientiane. Und noch weiter südlich, an der Grenze zu Kambodscha, verbrachten wir einige Tage in Si Phan Don, auf den Thousand Islands mitten im Mekong. Dieser Ort war einfach paradiesisch ruhig, wenn man das laute und anstrengende Bangkok gewohnt ist. Weiter ging es über die Grenze nach Siem Reap mit den weltberümten Tempelanlagen von Angkor Wat. Und dann, nach einer halben Ewigkeit und gleichzeitig nur einem Wimpernschlag Asien-Abenteuer, zurück nach Bangkok.

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Kleiner Laden in Luang Prabang, Laos.

Meine liebsten Stationen der Reise waren definitiv Pai, Luang Prabang und die Thousand Islands. Alles Orte, die ich irgendwann wieder besuchen werde. Aber die komplette Reise war traumhaft und ich zehre immernoch von den Erinnerungen, den Farben, den Menschen, wenn ich einmal Fernweh habe.

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Junge Mönche im Kloster in Luang Prabang, Laos.

Pai ist ein winziges Dörfchen. Man erreicht es von der Stadt Chiang Mai aus mit Minibussen, durch stundenlange Serpentinen und eine Fahrt von ca. 3-4 Stunden. Angekommen, ist Enspannung Pflicht. Backpacker sind überall und die Hälfte davon wohnt gefühlt schon ein halbes Jahr in einem der vielen Guesthouses, weil es ihnen so gut gefällt. Kleine Essensstände und jede Menge toller Hipster- und Ethnosouvenirs gibt es überall. Komischerweise ist es in diesem Dorf nicht unangenehm, dass es solch ein Backpacker-Hort ist. Stattdessen fällt man in einen Zustand, in dem man einfach in den Tag hineinlebt und es sich gut gehen lässt, ein bisschen herumläuft oder mit anderen Leuten redet.  Unsere Bleibe war ein Bungalow in einer Art großem Garten mit kleinen Bächen, Palmen und Farnen. Den Tag verbrachten wir hauptsächlich mit einem Buch in süßen Kaffees, oder mit dem Stöbern in Souvenirs und Kunsthandwerk. Pai ist übrigens auch ein hervorragender Ausgangspunkt für eine Weiterreise in die berühmten Bergdörfer an der Grenze zu Myanmar, zum Beispiel die Dörfer des Karen-Volks. Dafür hatten wir leider nicht genug Zeit.

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Junge auf den Thousand Islands, über dem Mekong auf einer Palme sitzend.

Luang Prabang ist eine wunderschöne kleine Stadt. Das Stadtbild ist geprägt von ein wenig verfallenen Überresten der französischen Kolonialzeit. In den Cafés frühstückten wir bei tropischem Wetter typisch französisch mit Tartines au beurre, Confiture und Café au Lait. Es gibt viele kleine Klöster und einen Tempelberg, den man unbedingt besteigen sollte. Von dort hat man einen tollen Ausblick über den Mekong. Von Luang Prabang aus unternahmen wir auch zwei Ausflüge. Einen mit Langbooten, die schließlich an einer Höhle hielten. Diese Höhle stand voller goldener Buddhas in allen Größen und hatte etwas Mysthisches. Der andere Ausflug führte uns zu Wasserfällen etwas außerhalb, unter denen man sogar in dem Becken baden konnte. Als wir ankamen, fing es gerade an zu schütten – es war Monsunzeit. Habt ihr schon einmal in einem Becken gebadet, während ein Wasserfall neben euch niederrauscht und der Himmel alle Schleusen öffnet? Trotzdem war es nicht kalt – irre! Auch gefallen hat mir an Luang Prabang der tolle Nachtmarkt. Ich habe dort meine absoluten Lieblingsohrringe aus silber und ein paar andere tolle Mitbringsel gekauft. Unser Hotel war ebenfalls niedlich, sehr günstig und mit laotischer Webarbeit auf den Betten geschmückt.

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Tempel in Luang Prabang, Laos.
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Schnappschuss einer Mutter mit Kind beim Übersetzen mit einer wackeligen Fähre über den Mekong

Si Phan Don, oder auch „Thousand Islands“ genannt, ist so abgeschnitten von der Welt, wie man es sich nur vorstellen kann. Man setzt wieder einmal mit Langbooten über und findet sich dann auf einer der Inseln wieder. Wir nahmen einen kleinen Bungalow, den ich so süß fand mit seinen hübschen Holzbetten und seinen türkisfarbenen fröhlichen Wänden, dass ich ihn am liebsten nicht mehr verlassen hätte. Auf der Mini-Veranda hing eine Hängematte mit Blick auf den Mekong, der ungelogen zwei Meter entfernt vorbeirauschte – das Paradies! Der Bungalow stand in einer Ansammlung von Hütten, zwischen denen Hühner und auch einmal ein Wasserbüffel vorbeilief. Man konnte das Leben im Dorf beobachten und es waren auch nur so wenig Touristen da, dass die Bewohner kaum davon Notiz nahmen. Es gab kein Internet und ab abends um zehn wurde der Strom abgeschaltet. Man konnte nichts tun als in der Hängematte liegen oder ein Fahrrad mieten und an abertausenden Reisefelder vorbei die Insel zu erkunden. Wirklich traumhaft. Auf den Feldern bestellten die Bauern noch mit Ochsen, statt Maschinen. Alles war einfach herrlich langsam und die Menschen vermittelten mehr innere Ruhe, als ich es jemals irgendwo anders erlebt habe.

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Blick auf das beschauliche Pai in den nördlichen Bergen von Thailand

Einen aufregenden Trip unternahmen wir aber doch auf den Thousand Islands: Define beobachten! Es gibt nämlich dort oben im Mekong-Delta zwischen Kambodscha und Laos noch einige der vom aussterben bedrohten Flussdefine. Mit einem kleinen Paddelboot, Schwimmwesten und vor allem Kamera bewaffnet ging es raus. Und wir mussten wirklich nicht lange warten, da kamen ein paar von den quirligen Tieren. Wir konnten Sie eine ganze Weile beobachten. Das absolute Highlight war, als einer der Delfine „Anlauf“nahm, immer schneller wurde und dann unter unserem kleinen Bötchen hindurchtauchte. Das werde ich garantiert nie vergessen.

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Schild in Pai, das das Dorf perfekt beschreibt.

Das sind nur ein paar Eindrücke und Anekdoten einer dreiwöchigen, erlebnisreichen Reise. Sonst wird das vielleicht ein bisschen lang. Vielleicht hat es euch ja gefallen oder ihr nehmt sogar ein paar Inspirationen für eine geplante Asienreise mit?

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Strahlend grüne Reisfelder im Norden von Thailand
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Auf den Thousand Islands, wo Wasserbüffel einfach mitten am Weg stehen und die Hühner überall herumlaufen
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Bergland, mitten im Nirgendwo von Nord-Laos
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In Luang Prabang
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Plötzlicher Gewitterschauer in Angkor Wat.
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Nochmal Luang Prabang, schöne Farben.

 

 

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