Simples Glück: Haferflockenkuchen

Haferflockenkuchen5

Nachdem ich denk letzten Beitrag mit dem Frage – Antwort- Teil veröffentlicht hatte, musste ich seit langer Zeit mal wieder daran denken, wie das bei mir überhaupt angefangen hat mit der Liebe zum Backen. Ich glaube, jede(r) von uns, der gern in der Küche werkelt, kann sich an seine ersten Versuche oder irgendwie erinnern.

Haferflockenkuchen2.jpg

Bei mir startete das sogar ziemlich früh, im Sandkasten. Kein Witz! Eine Zeit lang fand ich es super cool, mit meinen Freundinnen draußen „Kuchen“ zu backen oder andere Mixturen zusammenzurühren, und dabei auch einige echte Backzutaten zu benutzen. Nur Sand ist ja langweilig! Meine Mutter musste vor allem Speisefarben und Backpulver vor mir in Sicherheit bringen. Backpulver sprudelt so schön es war wirklich soooo spannend, damit zu experimentieren. Wie ein kleiner Chemiebaukasten im Sandkasten. Nur die Eltern fanden es nicht so toll wie wir…

Außerdem habe ich natürlich gern geholfen, wenn bei uns im Haus gebacken wurde. Außer zu Familienfeiern (da gab es auch mal tolle Torten) hat meine Mutter meist schnelle und leckere Kuchen gebacken, wie zum Beispiel einfach Sandkuchen, Zitronenkuchen, Marmorkuchen oder eben diesen Haferflockenkuchen, um den es heute geht.

Als ich schon etwas älter war, so acht oder neun, und ein wenig Backerfahrung beim Mitbacken gesammelt hatte, kam diese Phase, die ich neulich schon erwähnte. Die, in der ich meine Mum in den Wahnsinn trieb (heute kann ich es verstehen…), weil jeder zweite Kuchen ungenießbar im Müll landete. Trotzdem war ich überzeugt, dass meine Backversuche ohne Rezept viel toller waren, als einfach nach Anweisung zu backen. Manchmal hat es wirklich geschmeckt, aber, nun ja…selten.

Haferflockenkuchen3

Wenn doch mal ein Rezept im Spiel war, begleiteten mich vor allem die Bücher der „Zwergenstübchen“-Backbuchreihe durch meine Kindheit, die ich immernoch wunderbar finde. Kennt ihr die? Davon gibt es ganz viele Bände zu verschiedenen Themen. Ich mag sie vor allem wegen der vielen süßen Illustrationen und der sehr leckeren und gut umsetzbaren Rezepte. Wenig Schischi, aber trotzdem viele tolle Ideen. Irgendwann werde ich euch davon auch mal eines vorstellen. Das habe ich schon länger im Hinterkopf.

Auch dieses Rezept stammte irgendwann einmal aus einem Buch der Zwergenstübchen-Reihe, aus welchem, kann ich euch gar nicht mehr genau sagen. Es wurde über die Jahre ein bisschen von mir angepasst. Obwohl dieser Kuchen so einfach und unspektakulär ist, mache ich ihn immer wieder gern. Er ist einfach ein Klassiker bei uns und hat durch die Haferflocken schön viel „Biss“. Dieses Mal habe ich ihn für ein Geburtstagskind gebacken, das sich etwas mit Haferflocken gewünscht hatte, und auch dort kam er super an.

Haferflockenkuchen4

Haferflockenkuchen:

180g Butter
200g Zucker (ich habe diesmal nur 180g genommen, hat auch gereicht!)
2 TL Backpulver
150g Mehl
etwas Vanilleextrakt
4 Eier
1 Prs. Salz
100g Haferflocken
Puderzucker

Haferflockenkuchen6

Haferflockenkuchen

Aus allen Zutaten außer Puderzucker und Haferflocken einen Rührteig herstellen. Alles gut vermischen. Dann zum Schluss die Haferflocken unterheben. Die Teigmasse in eine gefette Kastenform füllen und im vorgeheizten Backofen bei 180°C ca. 60 Minuten backen. Nach dem Erkalten mit viel Puderzucker bestäuben (und vielleicht noch ein paar süße Fähnchen einstecken 🙂 )

Haferflockenkuchen1

Erinnert ihr euch auch an eure ersten Backerfahrungen? Und gibt es da auch so einen Klassiker, den ihr immernoch gern backt?

Advertisements

5 Gedanken zu “Simples Glück: Haferflockenkuchen

  1. Wie witzig, einer meiner ersten Kuchen war auch einer mit vielen Haferflocken darin, allerdings zusätzlich noch mit einer Marmeladenfüllung – auch sehr lecker, sollte ich mal wieder machen… Und die Zwergenstübchen-Bücher sind wirklich gut!
    Liebe Grüße, Becky

  2. Ha das ist ja lustiger Zufall, meine Mama hat mich vor einigen Tagen darum gebeten ihr ein Buch zum Thema „Aufläufe/Gratins“ zu besorgen (Stichwort Muttertag) und beim stöbern im Internet bin ich dann auch auf die „Zwergenstübchen“-Bücher aufmerksam geworden, die sind ja sowas von niedlich illustriert, dass ich überlege es mir zuzulegen.

    Haferflockenkuchen kenne ich auch noch aus meiner Kindheit, nur dass die Mama ihn immernoch mit einer Schokiglasur überzogen hat (damit sie es Schokokuchen nennen konnte ^^) und ich fand den immer mega lecker – da sie aber nie mit dem Rezept rausrückt, werde ich mir einfach deines abspeichern! 🙂

    Das allererste was ich in meinem Leben gebacken habe, waren kleine Baisers. Da war ich glaube ich 11 oder 12 Jahre alt… 🙂

    Ich wünsche Dir ein schönes Osterfest.
    Viele Grüße 🙂

  3. […] Übrigens habe ich euch auch schon andere Familienrezepte gezeigt, weswegen ich dieses Mal erst überlegen musste, was ich backen könnte. Die üblichen Verdächtigen findet ihr nämlich bereist auf dem Blog: Beste Eierlikörtorte und Haferflockenkuchen. […]

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s