Ich back’s mir im Juni: Omas Butterkuchen

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Eigentlich sollte ja diese Woche der zweite Dänemark-Beitrag folgen. Dann habe ich es wegen des Lebens 1.0 nicht geschafft, alle Bilder zu bearbeiten. Und plötzlich merke ich gestern Abend auf der Couch: Morgen ist schon wieder Claretti-Zeit mit „Ich back’s mir!“ Dieses fröhliche Virtuell-Miteinander-Backen habe ich schon richtig lieb gewonnen und klicke mich immer mit Begeisterung durch das Pinterest Board. Heute zeige ich euch zum Thema Familienrezepte den Klassiker überhaupt: Jeder kennt Butterkuchen!

Ein leckerer, zuckriger Butterkuchen war bei uns auf der Kaffeetafel früher einfach der treuste Begleiter. Meine Oma hatte eigentlich immer einen da. Auch, wenn es zu Geburtstagen mal eine Torte gab, durfte er nicht fehlen. Besonders wir Kinder, die damals noch recht krüsch waren, wie man in Norddeutschland sagt, haben ihn gern gegessen. „Krüsch“ heißt nichts anderes, als das wir sehr mäkelig und wählerisch waren, was das Essen betraf. Mein Bruder und ich mochten eigentlich überhaupt keine Früchte im Kuchen (Heute kann ich das überhaupt nicht mehr nachvollziehen!) und wie Kinder so sind, war Neues eher eine Grauzone. Das hat sich zum Glück geändert.

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Als Teenie war Butterkuchen dann eher out. Zu oft gegessen, zu wenig cool. Da musste schon etwas Außergewöhnlicheres her, um Begeisterungsstürme auszulösen.

Als nun erwachsene Bäckerin aus Leidenschaft muss ich sagen: Der Butterkuchen hat definitiv wieder an Sympathie gewonnen und ich kann gar nicht fassen, dass ich ihn jetzt erst das erste Mal gebacken habe! Er gehört nicht zur hohen Kunst, aber ist eben wunderbar: bodenständig, butterig-süß, rustikal und voller Erinnerungen. Und Hefegebäck liebe ich sowieso in allen Formen!

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Was sich auch geändert hat: Heute lade ich meine Oma zu Kaffee und Kuchen ein. Und sie genießt es! Mit selbstgebackenem Kuchen kann ich ihr immer eine Freude machen.

Übrigens habe ich euch auch schon andere Familienrezepte gezeigt, weswegen ich dieses Mal erst überlegen musste, was ich backen könnte. Die üblichen Verdächtigen findet ihr nämlich bereist auf dem Blog: Beste Eierlikörtorte und Haferflockenkuchen.

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500g des Mehls in eine Schüssel geben. Die Trockenhefe, 1 TL Zucker und das Salz unterrühren, dann mit der lauwarmen Milch verkneten. Den restlichen Zucker, die weiche Butter in Flöckchen, das Ei und die Zitronenschale dazugeben. Alles gut verkneten und abgedeckt an einem warmen Ort 45 Min. gehen lassen. Danach den Teig mit dem restlichen Mehl noch einmal kräftig durchkneten, ausrollen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Noch einmal 10 Min. zugedeckt gehen lassen. Den Backofen auf 180°C vorheizen.

Nach dem Gehen mit dem Finger in die Teigoberfläche kleine Mulden drücken und jeweils mit einem Flöckchen Butter füllen. Dann die Mandelstifte auf dem Teig verteilen. Anschließend mit dem Zucker-Vanillezuckergemisch bestreuen.Auf der mittleren Schiebe ca. 20-25 Min. backen. Danach herausnehmen und mit einem Holzspießchen gleichmäßig überall einstechen. Am Ende 100ml Sahne über den Kuchen gießen, wenn gewünscht (dann kann der Kuchen erst nach ca. 1 Stunde verzehrt werden).

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Lasst es euch schmecken! Mein Butterkuchen kam beim letzten Public Viewing auf jeden Fall super an. So einiger hat sich da an seine Kindheit erinnert. Und lustigerweise hat Claretti auch einen Butterkuchen gebacken…

 

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13 Gedanken zu “Ich back’s mir im Juni: Omas Butterkuchen

  1. ich liebe liebe liebe Butterkuchen 🙂 bei uns Zuhause wurde er allerdings nie selber gebacken, sondern immer eine Platte davon (und eine Platte Zuckerkuchen) von „Frau Höhner“ geholt 😉 ein Hoch aufs Dorfleben, wenn man die Bäckersfrau noch beim Namen nennt 😀 aber nun wird es wohl Zeit, dass ich mich selber mal an den Kuchen heran wage 🙂 danke, für das schöne Rezept! Liebste Grüße, Kiki

    1. Das hört sich auch sehr gut an, Dorfleben hat wirklich was für sich 🙂 Und eine ganze Platte Butterkuchen umso mehr…probier es unbedingt mal aus, ist wirklich schnell gemacht! Liebe Grüße, Carina

  2. Ohhhh, Butterkuchen ist toll! Die zuckrigen Mandelstifte oben drauf… und dann das Ganze noch mit Sahne tränken – hach! Da können alle Cupcakes, Modetorten und Cakepops einpacken, wenn Omas Butterkuchen auf den Tisch kommt. Ich kann mir richtig vorstellen, wie toll der duftet. Und da ich bis heute nicht wirklich Früchte im Kuchen mag, ist der Kuchen für mich perfekt 🙂 (auch wenn er ohne Schokolade ist 😉 )

    1. Ja, Omas Kuchen sind einfach die besten und brauchen gar nicht viel Schnickschnack 🙂 Und ganz bald gibt es hier sicher auch mal wieder was richtig Schokoladiges 😉

      1. Schokolade ist natürlich immer gut -ich bin gespannt! Aber mit Nuss-, Streusel-, Mohn-, Butterkuchen und ähnlichem kann man mich auch schon recht glücklich machen 🙂

    1. Hallo Anja, deine Wortschöpfungen mandelknusprig und sahnesaftig gefallen mir sehr und treffen es bei diesem Kuchen ganz genau 🙂 ❤ Liebe Grüße, Carina

      1. hallo carina ! freut mich zu hören.das ist mir tatsächlich zum ersten mal bei deinem kuchen eingefallen.sozusagen premiere. viele grüsse momentan im urlaub auf sylt- meiner allerliebsten insel. anja

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