Mürbeteig-Pizzetten mit Ratatouille

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Wooooooow, wir sind Weltmeister! Ist das nicht unglaublich? War das ein Fest. Bei uns lief das Spiel noch später als in Deutschland, nämlich um 23:30 Uhr. Nach Verlängerung, Feierei, letztem WM-Bier und ein bisschen Autokorso war ich dann um 04:00 Uhr im Bett, um nicht einmal zwei Stunden später wieder zur Arbeit zu gehen. Ein echt harter nächster Tag, aber immerhin hat es sich gelohnt. Das war schließlich Geschichte! Und vor dem nächsten Turnier muss wohl ein neues Trikot her. Is‘ ja jetzt mit den drei Sternen nicht mehr aktuell, näch? Am nächsten Tag sind der Liebste und ich nach der Arbeit sofort für zwei Stunden weg gewesen. Dann kurz wieder wach, was gegessen, eine folge der derzeitigen Lieblingsserie geguckt, und wieder ins Bett. Das war echt nicht unnötig!

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Ohne dass ich eine voll gute Überleitung parat habe, komme ich jetzt zu meinen kleinen Pizzatalern. Die sind beim Ratatouille-Kochen entstanden. Zu dem Ratatouille hat mich einmal mehr Yvette van Bovens „Homemade Sommer“ inspiriert. Allerdings habe ich meine Variante ein bisschen angepasst. Und dann hatte ich auf einmal Lust auf knackigen, salzigen Mürbeteig. Der ist ja ganz schnell zusammengeschmissen und fertig waren die Tarteletts. Richtig lecker, sag ich euch. Und mal eine Alternative zur normalen Pizza. Bei uns kommt nach einem langen Arbeitstag auch oft genug der fertige Pizzateig zum Einsatz, der für Faulheitsanfälle  Notfälle immer im Haus ist. Muss ich an dieser Stelle auch mal eingestehen. Diese Pizzetten haben jetzt aber Chancen, den fertigen Teig öfter zu ersetzen. Dazu ein knackiger Salat und fertig ist das perfekte Essen. Wenn ihr Mürbeteig gern mögt, werdet ihr die Pizzetten lieben!

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Für die Ratatouille kann ich mir übrigens noch unendlich viele andere kulinarische Einsätze vorstellen. Keine Angst, da bleibt auf keinen Fall was über. Ich habe sie zum Beispiel in Nudelsoße, auf Frischkäsebrot und in Blätterteig (als kleine gefüllte Täschchen, riiiiichtig lecker!) verbraucht. Als Suppen-Topping, auf Bruschetta, im Tortano oder als Füllung für Ravioli wären sie auch spitze. Ich war dann traurig, weil sie schon leer war. Ich plane eine baldige Nach-Produktion. Nom nom. Und dann am besten gleich in größerer Menge, ooooohja!

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Meine Ratatoiulle hatte durch grüne Chilis und Harissa eine leichte Schärfe, das darf bei uns Zuhause gern so sein. Wer etwas empfindlich auf Schärfe reagiert, lässt die Chilis weg und nimmt nur die Harissa-Paste. Die ist nicht besonders scharf, hat aber eine tolle Würze!

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Für ca. drei bis vier Schraubgläser Ratatouille:

1 große Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 rote Paprika
2 Auberginen
4-6 Tomaten je nach Größe
2 grüne Chilischoten
1 EL Harissa
1 EL gehackter Rosmarin
1 EL italienische Kräutermischung
Salz und Pfeffer
1 ordentlicher Schuss Olivenöl

Zwieben und Knoblauch fein hacken und das restliche Gemüse in kleine Würfel schneiden. Das Olivenöl in der Pfanner erhitzen und Knoblauch und Zwiebeln einige Minuten anschwitzen. Das restliche Gemüse dazugeben und bei mittlerer Hitze etwa 20 Minuten garen, bis alles weich ist. Mit den restlichen Zutaten nach Geschmack würzen.

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Für ca. 6 Pizzetten, je nach Größe: 

120g Weizenmehl
80g Roggenmehl
100g kalte Butter
1 Ei
1/2 TL Salz
50g Mascarpone oder Crème Fraîche
6 EL Ratatouille (z.B. nach dem Rezept oben)
50g Parmesan

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Für den Mürbeteig die Mehle mit dem Salz vermischen und die kalte Butter in Flöckchen hineinreiben. Das Ei und ggf. einen kleinen Schuss Olivenöl dazugeben, bis der Teig nicht mehr bröselt. Gut verneten und in Frischhaltefolie gewickelt 20 Minuten im Kühlschrank liegen lassen. Anschließend den Mürbeteig auf wenig Mehl ausrollen ( er sollte recht dünn sein) und mit einer Schüssel oder einem Glas Minipizzen ausstechen. Die Pizzetten auf ein Backblech legen, mit Mascarpone oder Crème Fraîche bestreichen und je 1 El Ratatouille daraufsetzen. Mit ordentlich Parmesan besträuen und im Backofen bei 190°C ca. 20 Minuten backen.

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6 Gedanken zu “Mürbeteig-Pizzetten mit Ratatouille

  1. Das klingt ja wirklich lecker! Und deine Bilder sind so schön, da läuft einem das Wasser im Mund zusammen.
    Wo lebst du denn, dass du 2,5 Stunden Zeitverschiebung hast? Ich glaube ich muss mal schnell, deine „Über mich“ Seite durchlesen 🙂

    Liebe Grüße aus Stuttgart,
    Miri

  2. Liebe Carina,
    ganz herzlichen Dank für Deine lieben Worte! Das freut mich wirklich sehr. Rosmarin liebe ich auch sehr und muss dabei eigentlich immer an die Toscana denken. Dort wächst er wie Unkraut und wenn man daran vorbei geht, duftet es so schön!

    Dieses Rezept von Dir sieht himmlisch aus. Ratatouille esse ich sehr gerne und als Pizzabelag kann ich mir das sehr gut vorstellen!

    Liebe Grüße,
    Caro

  3. oh, die sehen aber sehr sehr lecker aus 🙂 und ich als der wahrscheinlich größte Pizzafan der Welt (die offizielle Titelverleihung steht allerdings noch aus 😉 ) fühle mich beinahe schon verpflichtet, dein Rezept einmal zu testen 🙂 und ich freue mich jetzt schon! Liebste Grüße, Kiki

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