{Rezension} Ein richtig leckeres Nussbrot und das allerbeste Brotbackbuch

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Ich habe vor etwa einem Jahr angefangen, mit dem Brotbacken zu experimentieren. Mittlerweile macht mir das richtig viel Spaß, auch wenn lange nicht immer alles gelingt. Was mir noch fehlte, war ein richtig gutes Backbuch mit Brotrezepten. Die Anforderungen waren: Brote, die bodenständig und in nicht allzu langer Zeit umzusetzen sind. Für die man nicht jedes Mal fancy Zutaten einkaufen muss. Und die trotzdem zumindest ansatzweise mit einem Brot vom Bäcker vergleichbar ist. Ich weiß, das ist ziemlich anspruchsvoll, aber wer will denn weniger leckeres Brot?

Da ich ein solches Backbuch jetzt gefunden habe, wollte ich es unbedingt mit euch teilen. Aus „Brot genießen“ von Oliver Brachat und Tobias Rauschenberger habe ich jetzt schon eine größere Anzahl Rezepte ausprobiert, einige Brote habe ich auch schon mehrmals gebacken. Und bisher bin ich total begeistert. Besonders hat es mir das Nussbrot angetan, denn Nussbrot liebe ich schon immer. Deswegen gibt es für euch heute eine Rezension eines wirklich tollen Allround-Brotbackbuchs, ein oberleckeres Brot und auch noch ein Aufstrich, den ich mir dazu habe einfallen lassen. Klingt gut, oder?

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Zunächst einmal zum Buch. Es ist im Hölker Verlag erschienen und mit 19,95 € finde ich es auch preislich total in Ordnung. Es beginnt mit einigen grundsätzlichen Informationen und Tipps der Autoren zur Ausstattung, zu den wichtigsten Zutaten und zum Ziehen und Falten, Sauerteig und so weiter. Anschließend gibt es drei thematische Kapitel:

Herzhafter Genuss mit allerlei tollen Broten vom klassischen Roggenbrot über San Francisco Sourdough, Kürbisbrot und Baguette. Am Ende gibt es noch Rezepte für herzhafte Aufstriche.

Süßer Genuss mit zum Beispiel Sonntagsstuten, Schokobaguettes, Müslistangen oder Kalifornischem Pflaumenbrot. Am Ende gibt es noch ein paar süße Aufstriche.

Besonderer Genuss mit etwas außergewöhnlicheren Rezepten rund ums Brot, wie etwa einen Dinkelring mit Bärlauchbutter, Toastbrot aus der Dose, Hefeschnecken mit Olivencreme oder Grissini.

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Ich habe aus dem Buch schon folgende Rezepte ausprobiert: das Sauerteig-Grundrezept, Schwarzwälder Bauernbrot, Französisches Landbrot, San Francisco Sourdough Bread, Nussbrot Ciabatta, Italienisches Landbrot, Auberginencreme, Focaccia, Grissini aus Sauerteig, Bierstangen. Wie ihr seht, habe ich mich hauptsächlich bei den klassischen Broten ausgetobt, weil ich das Buch dafür ja gekauft habe. Aber die süßen und besonderen Rezepte reizen mich auch noch sehr. Insgesamt hat mich selten ein Buch insgesamt so überzeugt und selten wollte ich so viele Rezepte aus einem Buch ausprobieren. Einzig die Bierstangen haben mich nicht so richtig überzeugt – sie haben geschmeckt, aber die Konsistenz war etwas bröselig. Die Brote waren allesamt super in Konsistenz und Kruste. Die Rezepte sind in der Umsetzung meist recht unkompliziert und verzeihen es auch, wenn man die Gehzeit eventuell mal verkürzt (weil man so ungeduldig auf frisches Brot wartet…).

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Und hier sind noch ein paar kleine Eindrücke aus dem Buch. Ich finde auch die Aufmachung insgesamt wunderbar. Man merkt, dass die Autoren wirklich gern tun, worüber sie da schreiben und alles mit viel Liebe ausgewählt haben. Die Bilder sind toll und rücken trotzdem nur das Wichtige, das Brot, in den Fokus. Außerdem ist in diesem Buch keine Spur von dem Über-Styling der Foto-Objekte, das man aus manchen Werken kennt. So, wie die Brote auf den Fotos abgebildet sind, werden sie mit einem kleinen bisschen Muße und Übung auch bei jedem Hobbybäcker.

Achja, hätte ich fast vergessen: Sie schmecken!! Es geht einfach nichts über ein frisch gebackenes Brot. Nussbrot7

Für 2 kleinere Nussbrote: 

300g Weizenvollkornmehl
200g Weizenmehl (Type 405)
10g Salz
10g Frischhefe
350ml lauwarmes Wasser
75g gehackte Haselnüsse
75g gehackte Walnüsse
50g Rosinen (wer mag)
1 TL Honig

Beide Mehle uns Salz vermischen. Die Hefe in dem lauwarmem Wasser auflösen, zum Mehl geben und zu einem glatten Teig verkneten. Die anderen Zutaten dazugeben und nochmals verkneten. Alles bei Zimmertemperatur eine Stunde ruhen lassen. Danach auf einer bemehlten Arbeitsfläche in zwei Portionen teilen. Jeweils zu einem runden Laib wirken und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Nochmals ca. 40 Min. gehen lassen. In dieser Zeit sollte sich das Volumen fast verdoppeln.

Den Backofen auf 230°C vorheizen und ein feuerfestes Gefäß mit Wasser auf den Boden des Ofens stellen. Für 10 Minuten die Brote auf dieser Stufe backen. Dann die Temperatur auf 210°C senken und die Brote noch 25 Minuten zuende backen. Aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen.

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Für ein Schälchen Möhren-Feta-Creme:

200g Möhren
1 Knoblauchzehe
Kräuter, Salz und Pfeffer
100g Feta
etwas Olivenöl

Die Möhren schälen und dabei den Ofen auf 160°C vorheizen. Die Möhren in etwas kleinere Stücken schneiden und auf ein Backblech mit Backpapier verteilen. Die Knoblauchzehe schälen, grob hacken und mit aufs Blech geben. Mit Salz, Pfeffer und Kräutern (zum Beispiel Rosmarin und Thymian) würzen und ca. 20 Min. im Ofen weich rösten. Anschließend etwas abkühlen lassen. Mit dem Stabmixer oder im Multizerkleinerer alles zusammen mit dem Feta und dem Olivenöl fein pürieren. Auf frischem Brot genießen.

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Kennst du noch ein richtig gutes Brotbackbuch? Dann immer raus damit ! 🙂

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12 Gedanken zu “{Rezension} Ein richtig leckeres Nussbrot und das allerbeste Brotbackbuch

  1. Jeder Versuch von mir, Brot zu backen, endete bisher mit… einem sehr gut schmeckendem, aber meist recht unförmigen „Ding“. Da fehlt mir noch der letzte kick zum Bäcker… Burgerbötchen und so krieg ich aber schon hin! 🙂
    Vielleicht sollte ich das Buch mal in Betracht ziehen, oder ich krieg Tipps von dir! Alternative: Ich bleib einfach ‚Koch‘ und werd kein Bäcker…
    Grüße, Michael

    1. Hihi, das mit den unförmigen Ergebnis kenne ich auch. Aber wenn man das Ziehen und Falten tatsächlich berücksichtigt, geht es meist irgendwann besser. Kochen macht Spaß, aber Brot backen möchte ich auch nicht mehr missen. Vor allem weil selbstgebackenes, frisches Brot einfach das Allerbeste ist! Vielleicht machst du ja nochmal einen Versuch 🙂 Lg Carina

  2. Dein Brot sieht sehr lecker aus! Mmmhhh… 🙂 Und die Fotos sind total schön! Mir macht es auch grade ziemlich viel Freude, verschiedene Brotrezepte auszuprobieren. Ich hab auch ungefähr vor einem Jahr mit dem Brotbacken mit Sauerteig angefangen (davor hab ich manchmal diese Mischungen für die Brotbackmaschine im Ofen gemacht…;), weil mir ein Bekannter ein Buch mit Brotrezepten geschenkt hat. Das heißt „Omas beste Brotbackrezepte“ und ist auch bestimmt schon ewig alt. 😀

    1. Danke! Ja so ähnlich hat es bei mir auch angefangen, die Backmischungen fetzen einfach irgendwann nicht mewhr 😉 Nach dem Buch werde ich mal Ausschau halten, vielleicht gibt es das noch. Danke für den Tipp! Lg, Carina

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