New Love: Pflaumenmus mit Tonkabohne

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Ihr Lieben, Marmelade und ich, das passt einfach gar nicht zusammen. Mochte ich noch nie, zum Leidwesen beider Omas, die mit Vorliebe für die ganze Familie verschiedenste Marmeladen einkochen. Bis vor einigen Jahren habe ich einfach nie welche gegessen, denn ich bin eher der Herzhafte Frühstücker. Ein gutes Stück Käse hätte ich immer vorgezogen. Seit etwa zwei Jahren esse ich aber genau eine Sorte Himbeermarmelade. Immerhin.

Pflaumenmus

An Pflaumenmus hab ich mich im Leben nicht herangetraut. Der aus dem Glas sieht einfach bäääh aus, finde ich. Irgendwie schlammig. Meine Ma hat mir aber vor zwei Wochen ganz stolz erzählt, dass sie Pflaumenmus eingekocht hat, mit Marzipan. Das gefiel mir irgendwie und ging mir nicht mehr aus dem Kopf. Als Foodblogger ist man ja stets interessiert an Neuem und Unbekanntem. Und dann kam dieses wunderbare Rezept von Joanna. Es braucht dafür nicht einmal Gelierzucker, was ich ziemlich super finde. Also habe ich es mal auf einen Versuch ankommen lassen. Meine Version habe ich nach der Methode von Joanna gemacht, aber noch einiges an Gewürzen dazugegeben. Unter anderem Tonkabohne, die ich mal ausprobieren wollte.

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Das Einkochen verlangt etwas Zeit und viel Rührerei, aber es lohnt sich eindeutig. Das Ergebnis ist wunderbar geworden. Man muss das Mus nur ganz kurz pürieren und es wird ganz samtig. Auch, wenn es mir selbst noch ein bisschen komisch vorkommt: Ich esse jetzt tatsächlich jeden Morgen Pflaumenmus, und das mit Genuss! Und freue mich diebisch, dass ich noch zwei weitere Gläser eingekocht habe. Der Liebste mag es auch, also werden die wohl nicht lange reichen. Falls es noch Pflaumen gibt, schlage ich vielleicht noch mal zu…vielen Dank, liebe Joanna, für das Knaller-Rezept! Wer hätte gedacht, dass ich irgendwann mal Pflaumenmus esse? Ich am allerwenigsten.

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Das Mus macht sich auch ganz klasse als Geschenk. Dafür habe ich einfach aus einem Stück Stoff einen Kreis ausgeschnitten (darf ruhig ein bisschen unregelmäßig sein). Ein kleines Etikett aus Packpapier und Bäckergarn sowie Paketschnur machen das Ganze etwas rustikal, aber auch sehr hübsch. Wer würde sich darüber nicht freuen (wenn er denn Marmelade mag, hihi!)?

Die Bagel sind übrigens mal wieder nach diesem Rezept, das ich schon vor langer Zeit gepostet habe. Die Fotos sind alt, das Rezept aber immernoch lecker und absolut gelingsicher. Da hatte ich mal wieder so richtig Lust drauf und habe es dieses Mal mit hohem Vollkorn- und Roggenanteil gebacken. Passt wunderbar zu dem Pflaumenmus!

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Für 3 kleine Gläser Pflaumenmus mit Tonkabohne und Gewürzen: 

1 kg Pflaumen
200g brauner Zucker
1/2 TL Zimt
2 Tropfen Bittermandelarmona
Mark von 1 Vanilleschote
Abrieb von 1/2 Tonkabohne
1 kl. Schuss Rum (z.B. Captain Morgan)

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Die Pflaumen waschen, entsteinen und vierteln. Mit dem Zucker in einen großen Topf geben und aufkochen. Nach und nach die anderen Zutaten hinzufügen. So lange unter gelegentlichem Rühren köcheln lassen, bis die Pflaumen zerfallen (das dauert ca. 1-2 Stunden). Am besten nicht zu lange zwischen dem Rühren verstreichen lassen, dass das Mus  anbrennt (so wie ich….düm düm….schmeckt man zum Glück nicht!). Wenn alle Pflaumen zerfallen sind, alles noch einmal kurz pürieren. Gläser sterilisieren und das Mus abfüllen. Die Gläser einige Stunden auf den Kopf stellen.

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20 Gedanken zu “New Love: Pflaumenmus mit Tonkabohne

  1. Hmmm das sieht sooo lecker aus! Ich bin auch grad im marmeladen-koch-wahn :p vielleicht sollte ich mich auch mal an Pflaumen ran trauen 😉
    LG
    Rebecca

    1. Also ich bin ziemlich begeistert! Kann ich nur empfehlen…ich hoffe, wir bekommen von deinen Marmeladen auch noch mehr auf dem Blog zu sehen. Vielleicht entdecke ich ja noch mehr Sorten, die mir schmecken 🙂 Lg Carina

  2. Schönes Mus…. 🙂 Tonkabohne, eine Geheimwaffe… kann mir wirklich gut vorstellen das „Vanilligkeit“ mit gleichzeitiger „Würzigkeit“ der Tonkabohne sehr gut zur Pflaume passt!

    1. Ich habe das erste Mal mit Tonkabohne experimentiert, bin aber vollkommen deiner Meinung, klasse Zeug! Das kommt jetzt bestimmt öfter irgendwo mit rein, besonders im Herbst 🙂

  3. Hmm.. Das hört sich lecker an. Habe letztens auch meine erste Pflaumen/Apfel/Birnen-Marmelade eingekocht, kann auch auch wärmstens empfehlen.. besonders zur Winterzeit (obwohl ich auch absolut kein Marmeladen-Fan bin)
    Deine werde ich aber auch mit Sicherheit noch probieren 🙂

    1. Hallo Kathi, hihi, zum Glück gibt es noch mehr Marmeladen-Antis außer mir 🙂 Macht aber Spaß, diese neue ganz langsam neu zu entdecken. Deine Marmeladen-Kombi hört auch wirklich spannend an, Apfel geht bei mir immer. Liebe Grüße und viel Spaß beim Nachkochen, Carina

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