{Christmas is near…} Wölkchen-Donuts und Weihnachtsmarkt-Feeling

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Donuts haben mich noch nie gereizt, aber viele Menschen die ich kenne, würden für einen Donut weit laufen. Es gab sie oft als schnelles Frühstück, als ich als Austauschschülerin in den USA war. Wenn meine Gastgeschwister und ich Freunde für Übernachtungspartys im Haus hatten, dann fuhr meine Gastmum morgens zur Tankstelle und kaufte frische Donuts. Die mochte ich schon ganz gern, aber wohl eher, weil es bei mir Zuhause niiiiiiemals zuckrige Donuts zum Frühstück gegeben hätte. Und es hat dort eben einfach gepasst. Viel weniger verstehe ich den Drang, in einem Laden, der sich mittlerweile in Deutschland ausbreitet wie Unkraut, gleich mal ’ne Zwölfer-Packung zu kaufen und zu verschlingen. zu viel Zuckerguss, zu viel von allem ist da drauf!

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Aber irgendwie…warum auch immer…hatte ich letzte Woche auf einmal Lust, selbst Donuts zu machen. Und zwar keine gebackenen, nein! Die Vollfett-Variante! Mu-ha-ha! (Evil Laughing). Die Neugier trieb mich. Und irgendwie will man ja als Hobby-Bäcker alles mal ausprobieren. Also schnell Hefeteig geknetet, gewartet, gewartet, und dann ein bisschen mit heißem Fett gespritzt – der letzte Teil scheint nicht mein Ding zu sein (AU-A!).

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Diese Donuts heißen oben Wölkchen-Donuts, weil mir der Name spontan beim ersten Hineinbeißen in den Sinn kam. Die noch warmen, frischen Donuts (das Fett lassen wir dabei mal außer acht) mit dick Puderzucker waren so saftig, fluffig und weich, dass sie mich sofort an Mutzen auf dem Weihnachtsmarkt erinnert haben. Mein Favorit eines jeden Weihnachtsmarktes. Und deswegen kam ohne Vorwarnung bei mir ganz wunderbare Weihnachtsmarktstimmung auf – alles nur von einem Donut 😉 Eigentlich sind sie aber mit Chai-Geschmack.

Der Chai kommt in meinerVariante eher leicht zum Vorschein, man könnte ihn durch längeres Sirup-Kochen wahrscheinlich noch intensivieren. Dann die Menge der Milch etwas erhöhen! Meine Donuts habe ich mit Puderzucker und dem leckeren Schwarztee-Zimt-Guss von den Blaubeer-Muffins von neulich getoppt. Der hat es mir irgendwie angetan…

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Die Donuts, die wir nicht auf der Stelle verputzt haben, habe ich am Wochenende auf einer kleinen Party serviert. Mannomann, waren die aber gern gesehen! Kann ich nur jedem für die nächste Sause empfehlen. Zu einem Gin Tonic greift man abends scheinbar sehr gern zum Fettgebäck.

Das Rezept stammt übrigens etwas abgewandelt aus dem Buch der lieben Jeanny „Zucker, Zimt und Liebe“. Für mein erstes Donut-Adventure brauchte ich einfach ein gelingsicheres Rezept!

Für ca. 14-15 Donuts:

250ml Wasser
1 EL loser Chaitee
3 EL Zucker
1 Pck. Trockenhefe
60ml lauwarme Milch
Mark von 1 Vanilleschote
etwas Zimt
100g Butter
500g Mehl

Raps- oder Sonnenblumenöl

150g Puderzucker
4-5 EL starker schwarzer Tee
Zimt

Das Wasser mit dem Zucker und dem Chai in einem kleinen Topf erhitzen und ca. 10 Minuten etwas reduzieren lassen. Dann ein kleines bisschen abkühlen lassen, durch ein Sieb gießen und mit Milch, Honig und Trockenhefe verrühren. 5 Minuten warten, bis sich an der Oberfläche kleine Bläschen bilden. Dann Vanille, Zimt nach Belieben, Mehl und Butter gut verkneten. Der Teig ist recht weich. Den Teig 45 Minuten abgedeckt gehen lassen. Dann auf einer bemehlten Arbeitsfläche noch einmal kurz kneten, auf ca. 1,5cm Dicke ausrollen und mit einem großen und einem Schnapsglas (oder professioneller, mit einem dafür bestimmten Ausstecher den ich nicht besitze) Donut-Ringe ausstechen. Diese auf einem Backblech platzieren und noch einmal 30 Minuten abgedeckt gehen lassen. Das Öl einige cm hoch in einem Topf erhitzen. Wenn an einem Holzlöffel-Stiel Bläschen aufsteigen, ist die Temperatur richtig. Dann einen Donut nach dem anderen in das Öl geben und golbraun ausbacken. Dabei sehr vorsichtig sein mit dem heißen Fett! Am besten wenden und herausnehmen lassen sich die Donuts mit einer Schaumkelle. Wenn sie dunkel genug gebacken sind, die Donuts kurz auf einem Küchenkrepp abtupfen lassen. Dann entweder gleich mit Puderzucker bestäuben, oder aus Puderzucker, Schwarztee und Zimt einen dicken Guss anrühren. Alle Donuts damit toppen und eventuell mit Zuckersternen verzieren. Unbedingt einen Donut noch warm essen!

Chai Donuts

Apropos Weihnachtsmarkt – morgen nach fliege ich mal wieder gen Heimat. Sozusagen „Flying home for Christmas“. Ich habe vor, jeden Weihnachtsmarkt im Umkreis von 100km unsicher zu machen und die verpassten 16 Tage des Dezembers aufzuholen! Und zwar auch mit Muzen. Donuts wird’s trotzdem auch mal wieder geben…denn selbstgemacht sind die viel besser als vom Laden mit dem doppelten D!

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2 Gedanken zu “{Christmas is near…} Wölkchen-Donuts und Weihnachtsmarkt-Feeling

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