Pastinaken-Nuss-Wähe und 5 Fakten über mich

Pastinakenwähe

Überall lese ich schon von der Lust auf Frühling. Ich habe heute nochmal ein richtiges Winteressen für euch. Aber vorher zu etwas anderem…

Einige von euch wissen bereits, dass ich Blogger Awards eher etwas kritisch betrachte. Viele davon sind für mich Kettenbriefchen, die immer wieder auftauchen. Wenn man etwas länger bloggt, dann wird man irgendwann ziemlich oft „nominiert“ und soll dann wieder andere Blogs nominieren, und so weiter. Ich freue mich dann zwar sehr, dass der Nominierende meinen Blog offenbar mag und dafür an mich denkt. Aber auf meinem Blog reiche ich die Awards nicht weiter, da ich euch auch nicht ständig Frage-Antwort-Spielchen zu meiner Person präsentieren möchte. Soviel zum „eigentlich“. Heute muss ich eine kleine Ausnahme machen, denn der liebe Michael hat mich nominiert für den „One Lovely Blog“-Award, und zwar für meine Fotografie! Vielen Dank dafür! Da das für mich ein Punkt ist, an dem ich in den letzten Monaten viel gearbeitet und gefeilt habe, habe ich mich über das Lob gefreut wie Bolle. Das konnte ich nicht so unbeantwortet stehen lassen. Und immerhin waren dieses Mal 5 Fakten gefragt. Die bekommt ihr also heute von mir zusätzlich zum Rezept, auch wenn ich nicht weiter nominieren möchte.

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1. Meine Fotografie: Dafür wurde ich von Michael nominiert und er hat anklingen lassen, dass ich dazu in meinem fünf Fakten auch etwas erzählen könnte…hmmm, also: Ich fotografiere seit einigen Jahren, auch vor meiner Blogger-Zeit, mit einer Canon Eos 1100d, eine sogenannte „Anfänger-Spiegelreflex“. Mit ihr bin ich immernoch sehr zufrieden und erst durch das Bloggen und regelmäßige Fotografieren habe ich angefangen, mich mit ihren manuellen Funktionen zu beschäftigen. Ich besitze dazu nur zwei Objektive, das 18-55mm-Standard-Objektiv und ein 50mm-Festbrennweitenobjektiv. Letzteres hat sich für die Food-Fotos wegen des besseren Lichteinfalls bewährt. Seit dem Workshop im Mai achte ich verstärkt auf meine Bilder und bin so langsam auch zufriedener damit. Trotzdem gibt es noch viel zu verbessern. Ich versuche, meine Shootings vorher ein wenig zu planen, merke aber immer wieder, dass ich spontan dann andere Ideen habe. Am allerwichtigsten, damit ich am Ende mit meinen Bildern zufrieden bin, sind diese Punkte: 1. Ich plane nach dem Zubereiten der Rezepte noch genug Zeit zum Knispsen ein, besonders im Winter. Wenn es um 15.00 Uhr dunkel wird, muss ich morgens gleich wissen, was ich machen will und loslegen. So ist auch noch genug Zeit für ein paar Foto-Variationen, falls mir die ersten Bilder nicht gefallen. 2. Ich überlege mir bereits beim Backen oder Kochen, welche Stimmung ich auf meinen Bildern vermitteln möchte und was bei euch ankommen soll. Ganz besonders wichtig sind dabei die Farben, die man für das Bild auswählt. Ich konzentriere mich meist auf ein bis zwei Farben, die vielleicht sogar im Gericht selbst zu finden sind (oder manchmal auch damit in Kontrast stehen!).

So viel zu meinem längsten Punkt. Wenn ihr dazu Fragen habt, immer raus damit. Dann noch ein paar andere kleine Fakten über mich.

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2. Meine Props: Ich drücke das mal vorsichtig aus…ich bin vollkommen Geschirr- und „Küchen-Tüdelü“-süchtig. Ich kann an keinem kleinen Lädchen vorbeigehen, in dem es etwas geben könnte, das ich noch nicht kenne oder habe. Aber auch Flohmärkte haben sich als sehr ergiebig erwiesen. In Zusammenarbeit mit meiner Ma, die ja mittlerweile für mich auch schon nach schönen Stücken die Augen offen hält, habe ich dort schon die tollsten Käufe für kleinstes Geld gemacht. Zum Beispiel diesen tollen alten Handrührer auf den Bildern. Meine Props nehmen mittlerweile eine kleine Kommode ein (und dazu gehört noch nicht das Geschirr im täglichen Gebrauch). Besonders liebe ich die Greengate Serie „Audrey Indigo“. 

3. Herzensstadt: Ich habe mein Herz an Berlin verloren. Auch als Norddeutsches Deern habe ich mich in Berlin vom ersten Tag an Zuhause gefühlt. Ich weiß, dass es mich auch irgendwann wieder für länger dorthin verschlägt. Bis dahin begnüge ich mich mit ein bis zwei Mini-Urlauben pro Jahr in der Stadt, die ich bereits so gut kenne.

4. Improvisation: Aufgrund der Auslandsaufenthalte und unterschiedlichen Verfügbarkeit von Lebensmitteln bin ich in den letzten Jahren beim Kochen wohl zu einem echten Improvisationstalent geworden. Das hilft besonders, wenn der Kühlschrank leer ist, und noch ein Essen auf den Tisch muss. Außerdem habe ich gelernt, dass nicht an jedem Ort auf der Erde einfach immer alles verfügbar ist. Da geht man nicht mit einem Einkaufszettel in den Supermarkt, sondern schaut erstmal, was da ist. Dann wird daraus hinterher kreativ ein Speiseplan gemacht.

5. Schlafrhytmus: Ich gestehe jetzt mal, ich bin eine riesige Schlafmütze. Meinen Schlaf brauchte ich schon immer und wenn ich müde bin, dann gibt es kein Aufschieben und keine Kompromisse. Mich Wachhalten ist nicht drin. Ich gehe früh ins Bett und schlafe lange, und das finde ich gar nicht schlimm, so! Mein Liebster hat zum Glück viel Verständnis dafür und bezeichnet Schlafen manchmal als mein liebstes Hobby. Ist es, aber erst nach dem Backen und Bloggen natürlich!

Hoffentlich haben euch diese Fakten über mich ein wenig gefallen. Für alle, die schnell gescrollt haben, hier endlich das Rezept! Die Winter-Quiche ist mit ihrer Pastinaken-Füllung wunderbar saftig. Die Idee mit den Haselnüssen im Boden fand ich sehr interessant. Ich würde aber beim nächsten Mal etwas weniger Haselnüsse nehmen und durch normales Mehl ersetzen, da mir der Boden etwas zu sehr nach Nusskuchen minus Zucker schmeckte. Im Rezept findet ihr die von mir für diese Quiche verwendete Menge, reduziert sie einfach nach Bedarf oder probiert es mal aus! Den Schinken kann man hier getrost weglassen, denn die Pastinaken sind der Star des Gerichts in dieser etwas ungewöhnlichen Erscheinungsform.

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Für eine Pastinaken-Nuss-Wähe in der 26cm-Springform
(Rezept etwas abgewandelt aus dem Büchlein „Quiches – Ofenfrisch verführerisch“ von Tanja Dusy)

150g Weizenvollkornmehl
50g Weizenmehl
80g gem. Haselnüsse
100g weiche Butter
1 Ei
1/2 TL Salz
600g Pastinaken
1 grüner Apfel
1 Zwiebel
30g gewürfelter Schinken
etwas Zitronensaft
50g Emmentaler
2 Zweige Thymian
2 EL Butter
50ml Gemüsebrühe
3 Eier
150ml Milch
150ml Sahne
Salz + Pfeffer

Für den Boden aus den Mehlsorten, Haselnüssen, Butter, Ei und Salz einen homogenen Teig kneten. Eventuell einige Spritzer kaltes Wasser hinzugeben. Den Teig in Frischhaltefolie gewickelt 30 Min. im Kühlschrank lagern. Die Pastinaken komplett schälen und dann in feine Würfel schneiden. Dazu sofort etwas Zitronensaft geben und vermischen. Den Apfel ebenfalls schälen, entkernen, fein würfeln und mit den Pastinaken vermischen. Die Zwiebel schälen und fein hacken. Die Butter in einer Pfanne zerlassen und die Zwiebel andünsten. Den Schinken (falls gewünscht) ca. 2 Minuten anbraten und dann Pastinaken und Apfel hinzugeben. Gut salzen und Pfeffern, Gemüsebrühe angießen und den gewaschenen und zerzupften Thymian unterrühren. Offen bei mittlerer Hitze garen, bis die Flüssigkeit verdunstet ist. Die Pfanne vom Herd nehmen. Den Backofen auf 200°C vorheizen. Den Teig für den Quiche-Boden aus dem Kühlschrank nehmen, auf der bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und in die Springform drücken. Dabei einen Rand formen. Die Masse aus der Pfanne auf dem Boden verteilen. Aus Eiern, Sahne, Milch, Salz und Pfeffer den Guss verquirlen und gleichmäßig über die ganze Form verteilen. Den geriebenen Käse darüber streuen. Die Quiche im Ofen ca. 40-45 Min. backen. Sie hält sich etwa 2 Tage im Kühlschrank und lässt sich gut einfrieren.

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Guten Appetit!

Carina

Geschirrtuch grau: Greengate
Geschirrtuch weiß-rot: Ikea
Tortenplatte: Tchibo
Handrührer: Flohmarkt
alles andere: kleine Lädchen

 

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4 Gedanken zu “Pastinaken-Nuss-Wähe und 5 Fakten über mich

  1. Liebe Carina, herzlichen Dank für diesen wunderschönen Beitrag, du hast den One lovely blog Award stilsicher und äusserst appetittlich verpackt mit untergebracht 🙂 ! Der Abschnitt aus dem Nähkästchen bzw. Fotoköfferchen gefällt mir sehr, und die Bilder sind natürlich wieder mal der Hit (nicht nur die Bilder selbstverständlich). Deine Grundeinstellung zu den Awards kann ich gut nachvollziehen, als noch sehr junger Blog freut sich michasfoodblog natürlich immer noch sehr über jede Anerkennung… kurz nach dem „OLBA“ schneite mir schon der „Very Inspiring Blogger Award“ ins Haus http://wp.me/p4CvXs-pL … aber auf Dauer, werde ich sicher auch nicht zum zweiten oder dritten mal teilnehmen und mich ebenfalls nur noch höflichst bedanken 😉 Danke schön für dein Einblicke, weiterhin viel Spaß mit Tüdelkrams für die Küche, kochen und schlemmen, schreiben und fotografieren! LG, Michael

  2. Obwohl ich heute schon frühlingsmäßig mit Sonnenbrille in die Arbeit gestartet bin und es grade neun Uhr morgens ist, hätte grade sehr viel Lust auf ein Stück von deiner Quiche…

  3. Liebe Carina,
    ich kann Dich gut verstehen, mir geht es mit diesen Awards ähnlich. Ich finde jedoch, Du hast das sehr charmant gelöst und so verpackt in eine herzhafte Leckerei und so informativ ist das doch eine ganz tolle Sache.
    Jetzt kann der Frühling aber auch wirklich kommen. 😀
    Liebe Grüße
    Sarah

  4. Liebe Carina,
    vielen Dank für deine Fototipps -ich bin gerade noch auf der Suche nach einer neuen Kamera und bei dem riesen Angebot kann man ein paar Tipps gut gebrauchen. Und beim nächsten Flohmarkt mach ich mich auf die Suche nach ein paar schönen Utenslien – ich brauch dringend einen hübschen Tortenheber!!

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