{Neuerscheinung} What Katie Ate At the Weekend

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Die Neuerscheinungen gehen in die zweite Runde! Nachdem ich euch vor einigen Wochen „Frühstücksglück“ von der lieben Jeanny vorgestellt habe, wird es jetzt mal international. Dass ich mir das zweite Buch von Katie Quinn Davis, „What Katie Ate at the Weekend“ zulegen muss, war gar keine Frage. Ihr erstes Buch „What Katie Ate“ habe ich auch bereits, und schon allein die wunderschönen Bilder daraus rechtfertigten für mich den Kauf des zweiten. Dieses habe ich jetzt mal etwas genauer unter die Lupe genommen. Es ist mit einem Erscheinungsdatum vom Oktober 2014 zwar nicht mehr ganz brandneu, aber geht bei mir noch als Neuerscheinung durch.

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Fakten und Äußerliches:

Wie gesagt, es handelt sich bei dem Buch um die zweite Veröffentlichung der bekannten Food Bloggerin und Fotografin Katie Quinn Davies aus Sydney. Das neue Buch soll hauptsächlich eine Inspirationsquelle mit vielen unterschiedlichen Rezeptarten für kleine Feiern, Familientreffen und Partys darstellen. Es ist daher vom Überthema ein wenig spezifischer als Katies erstes Buch. Auf insgesamt 314 Seiten kommen 100 neue Rezepte für jeden Anlass. Das Buch hat einen hochwertigen Hardcover-Umschlag und ist ziemlich großformatig (ca. 22x28cm). Es nimmt deshalb auf einer Arbeitsplatte recht viel Platz weg und auch das Gewicht ist nicht ohne. Sieben Kapitel enthalten Rezepte, daneben gibt es noch fünf Kapitel, in denen ausschließlich Fotos von verschiedenen Anlässen und Unternehmungen von Katie mit Freunden zu sehen sind. Diese nehmen ebenfalls jeweils einige Seiten ein. Das Buch ist im Neuen Umschau Verlag erschienen und kostet 24,95 Euro. Aus meiner Sicht sind Kochbücher für über 20 Euro schon ziemlich happig, aber wenn man Katie’s erstes Buch mochte, macht man für den Preis nichts falsch.

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Design und Fotos: 

Das Design spielt eine große Rolle in dem Buch. Alle Fotos sind in Katies bekannten Vintage-Stil mit hohem Wiedererkennungswert. Wer nur ein Buch möchte, in dem möglichst viele Rezepte dicht an dicht stehen, ist mit diesem Buch falsch bedient. Es werden vor allem diejenigen Freude daran haben, die sich neben den bloßen Rezepten gern von tollen Bildern und Farben inspirieren lassen, oder die sich gar für ihre eigene Fotografie ein wenig abgucken möchten. Dabei muss man immer bedenken, dass die Gerichte extrem gestylt sind und das eigene Ergebnis sich davon im Normalfall unterscheiden wird.

Das Cover gefällt mir besser als das vom ersten Buch, da es hell und fröhlich wirkt. Insgesamt ist mein Eindruck, dass das zweite Buch ein wenig heller und weniger „moody“ ist, als das erste. Alle Gerichte sind auf einem ganzseitigen Bild zu sehen und auf der Seite daneben befindet sich das Rezept.

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Kategorien und Rezepte:

Die sieben Rezeptkapitel gliedern sich in „Breakfast und Brunch“, „Salate und Suppen“, „Geflügel, Fisch und Fleisch“, „Gemüse“, „Pizza, Pasta und Brot“, „Party-Snacks und Drinks“ und „Süsses“. Dazwischen befinden sich die fünf Bilder-Kapitel, in denen man Katie zum Beispiel ein Wochenende nach Italien begleitet oder bei einem Wochenendlunch mit Freundinnen Mäuschen spielt. Bei den Rezepten gefällt mir dieses Mal sehr gut, wie vielfältig die Kapitel sind und das ich einen Frühstücksmuffin darin genauso finde, wie einen Cocktail und eine Knabberei für den Abend. Die Anzahl der Rezepte in den Kapiteln sind unterschiedlich. Zu den Rezepten gibt es zuerst eine kleine Anekdote, dann die Zutatenliste (die leider manchmal ein wenig unübersichtlich ist) und dann eine ausführliche Beschreibung. Die Anweisungen sind sehr präzise und deswegen auch etwas länger, sodass einfache Rezepte auf den ersten Blick etwas kompliziert wirken. Im Gegensatz zu Katie’s erstem Buch gibt es aber hier auch einige schnellere und einfachere Rezepte mit wenigen Zutaten. Viele Gerichte erfordern aber auch etwas Übung und Genauigkeit. Für Kochanfänger dürfte es etwas störend sein, dass in vielen Rezepten Zutaten vorkommen, die man nicht immer im Haus hat oder im nächsten Supermarkt bekommt. Ich habe zumindest auch als Hobby-Köchin keinen japanischen Reiswein, Cidre-Essig, Nori-Flocken oder Granatapfeldicksaft Zuhause. Solche Zutaten benötigt man zum Glück aber nicht in jedem Rezept. Nicht empfehlen würde ich das Buch für Vegetarier, denn Fleisch oder Fisch sind in sehr vielen Rezepten enthalten. Die Pasta-Rezepte sind dieses Mal leider überhaupt nicht nach meinem Geschmack, dafür finde ich aber die Brunch- und Süßkram-Ideen ganz toll.

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Nachmachliste und ausprobierte Rezepte:

Ich habe bereits die Mandarinen-Pistazien-Muffins mit Mohn und das Walnussbrot ausprobiert. Beides war sehr besonders im Geschmack. So ist das Walnussbrot im Gegensatz zu vielen anderen Rezepten mit Buchweizenmehl, Chiasamen und Weizenkeimen gemacht. Es war sehr saftig und ein paar Tage haltbar. Die Muffins waren eine tolle Abwechslung. Ich habe noch nie mit Mandarinen gebacken und die Kombination mit den Pistazien war sehr lecker. Als Frühstücksmuffins machen sie sich sehr gut.

Auf meiner To-Do-Liste sind derzeit ganz oben: Katies Müli mit Heidelbeerkompott und Joghurt, der Super-Smoothie, die Linsen-Kichererbsen-Suppe mit Schmortomaten, die Chorizo-Tomaten-Tarte, die Regenbogenforelle mit Zitronen-Champagner-Sauce und die Rosa-Grapefruit-Friands mit Estragon und Zimt. Das ist schon eine Menge, und ich könnte noch weitermachen. Da gibt es Brownies mit Kirschen und Salzkaramell…also lassen wir das! Ihr merkt, die Neugier ist geweckt und mit diesem Buch wird gelegentlich noch weiter ausprobiert, auch wenn es nichts für die schnelle Feierabendküche ist.

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Zusammenfassung und Wertung:

Das Buch ist definitiv ein wenig anspruchsvoller und man kann ohne einen Einkauf eher wenige Rezepte direkt umsetzen. Da es allerdings hauptsächlich darum geht, wie man fantasievoll liebe Gäste bewirtet, ist aus meiner Sicht wiederum in Ordnung, dass die Rezepte ein wenig Planung erfordern. Für Vegetarier ist das Buch nicht zu empfehlen. Für alle anderen, die gern Familie und Freunde bewirten und immer auf der Suche nach Inspiration sind, ist es dagegen genau richtig. Ich könnte allein aus diesem Buch ein ganz tolles Buffet zusammenstellen, auf dem alles zu finden ist, was zu einem Abend mit Freunden kulinarisch dazugehört. Die Gestaltung und die Rezeptauswahl gefallen mir noch besser als im ersten Buch. Ein kleiner Minuspunkt ist so manche ausgefallene Zutat, die auftaucht. Aber ich bin da ganz schmerzfrei und würde vielen einfach irgendwie ersetzen. Auf Kochneulinge könnten die Anforderungen ein wenig einschüchternd wirken und das Ergebnis (da weniger durchgestylt) optisch ab und zu etwas enttäuschend. Ein weiterer kleiner Minuspunkt sind für mich persönlich die doch sehr vielen Fotos zwischendurch, die mit den Rezepten nichts zutun haben. Das erinnert sehr an einen Bildband. Teilweise 10 Seiten am Stück von einem Wochenendausflug treiben die Sache ein wenig zu sehr auf die Spitze und man muss etwas blättern, bis wieder ein Rezept kommt. Das ist aber nur mein persönliches Empfinden. Das Buch ist für mich eine rundum gelungene Inspirationsquelle, aus der ich nicht immer alles haargenau wie beschrieben nachkochen werde. Wer es so sieht, wird damit viel Freude haben und dem kann ich den Kauf empfehlen.

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Übrigens: Ab heute gibt es für euch auch eine kleine Übersicht über alle bisherigen Rezensionen. Dafür geht ihr im Menü auf den Punkt „Rezensionen„.

Und, was sagt ihr zu dem Buch? Wer hat dieses, wer hat Katies erstes Buch im Regal?


Carina

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2 Gedanken zu “{Neuerscheinung} What Katie Ate At the Weekend

  1. Liebe Carina,
    Ich finde das Buch auch total klasse, im Moment mein Lieblingsbuch! Viele Leckereien die sicherlich noch ausprobiert werden. Die Kürbis- Apfelsuppe mit Speck mit Ziegenkäse schmeckt total klasse und die Schoko- Brownies mit Salzkaramel und Kirschen schmecken genial! Liebe Grüße Simone

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