{Ich back’s mir} Supersaftige Möhrentorte mit Mascarponecreme

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Manche Dinge ändern sich nie, so sehr man sich als Mensch auch verändern mag.

In der Eisdiele immer Vanilleeis wählen. Die Bettdecke immer so hoch unters Kinn ziehen, dass man kaum noch zu sehen ist. Bei starkem Regen und Gewitter am liebsten drinnen hocken und lauschen. Im Frühling beim ersten Sonnenstrahl die Lederjacke anziehen und tapfer frieren. Beim Fahrradfahren sofort gute Laune bekommen, vor allem im Sommer. Im Supermarkt immer die Himbeeren mitnehmen, auch wenn das schlechte Gewissen mahnt, dass keine Saison ist. Postings, die lange geplant waren, spontan für eine viel bessere Idee umwerfen.

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Es ändert sich wohl auch nie, dass dieser Kuchen für mich zum Frühlingsanfang und besonders zu Ostern dazugehört. Möhrenkuchen und -törtchen gibt es natürlich gerade zuhauf, aber ich musste dieses Rezept einfach mit euch teilen, da ich es so gern mag. Meine Mutter hat es schon jahrelang immer wieder gebacken und irgendwann habe ich es dann auch mal in mein Rezeptbüchlein abgeschrieben. Dieses Jahr habe ich es zum ersten Mal ein wenig verändert, aber eben nur ein wenig.

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Zum einen wird das Törtchen in der 26cm-Springform, in der es sonst gebacken wurde, nicht so hoch. Aber so finde ich es gerade hübscher. Zum anderen habe ich an ein paar Mengenangaben geschraubt. Am wichtigsten ist jedoch, dass das Törtchen meiner Mutter mit Baby-Möhrenbrei (2 Gläschen) gebacken wird. Ich habe keine Ahnung, wie viel Gramm zwei Gläschen sind, da sind die Mütter unter euch im Vorteil. Aber so stand es im Rezept. Außerdem muss ich gestehen, dass ich schon seit ich denken kann eine ziemliche Abneigung gegen Babybrei aus dem Glas habe, warum weiß ich nicht (man schmeckt ihn im Törtchen nicht irgendwie komisch raus oder so, aber verwenden wollte ich ihn selbst trotzdem nicht…). Manche Freundinnen haben diese Gläschen mit Vorliebe gegessen, als ihre Weisheitszähne gezogen wurden. Ich nicht…ooooh nein. Deswegen habe ich mir lieber selbst Möhrenpüree gekocht.

Möhrentorte mit Mascarponecreme

Und die Menge, die habe ich mangels Vergleichsmengen („Verdammt, wieviel sind bloß 2 Gläschen?!“) einfach nach Gefühl bestimmt. Hat bestens geklappt. Das Törtchen war wie immer zum Reinlegen lecker und schneller verputzt, als irgendwer „Törtchen“ sagen konnte.

Achja, falls euch jetzt der Gedanke kommt, dass ich es mit Möhren(püree) nun etwas übertreibe, nachdem es vorgestern schon Carrott Cake Waffeln gab: Probiert es selbst und werdet süchtig! Und verdreht nicht die Augen, wenn hier vor Ostern noch ein drittes Möhrenrezept erscheint…ich habe euch vorgewarnt!

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Achja, noch etwas, das sich nicht ändert: Ich finde nach wie vor Claras „Ich back’s mir“ wunderbar und es macht so viel Spaß. Deswegen ist dies auch mein Rezept für die Runde im März zum Thema Osterkuchen. Leider musste ich in der letzten Runde das allererste Mal aussetzen, aber jetzt bin ich wieder dabei…

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Für eine 20-26cm-Springform:
(Das Originalrezept wird in einer 26cm-Sprinform gebacken, ich fand das Törtchen in höher süßer. Alles dazwischen geht, aber achtet dann auf die Backzeit!)

4 Eier
220g brauner Zucker
1 TL Zimt
300g Möhren-Püree*
100ml trüber Apfelsaft
170g gem. Mandeln
100g (Dinkel-)Mehl
250g Mascarpone (oder: 150g Mascarpone, 100g Frischkäse)
1 Pck. Bourbon-Vanillezucker

Den Ofen auf 180°C vorheizen. Die Eier trennen und die Eiweiße steif schlagen. Die Eigelbe mit dem Zucker und Vanillezucker cremig schlagen. Zimt und Möhrenpüree untermischen. Dann die Mandeln und das Mehl unterrühren. Zum Schluss den Eischnee vorsichtig unterheben. Eine Springform der gewünschten Größe einfetten, bemehlen und den Teig hineinfüllen. Den Kuchen im Ofen ca. 35 Minuten backen, je nach Größe auch etwas länger. Stäbchenprobe nicht vergessen! Während des Backens aus Mascarpone, evtl. Frischkäse und Apfelsaft (ersatzweise Orangensaft) den Guss anrühren und kalt stellen, bis der Kuchen etwas abkühlen konnte. Dann großzügig auf den Kuchen streichen.

Ich habe meinen Kuchen mit einer zweiten Frischkäsecreme garniert, in das ich etwas rote Grütze gerührt habe. Davon hatte ich noch etwas von einem anderen Rezept übrig. Ihr könnt ihn auch mit Kakaopulver, Eierlikör o.ä. verzieren oder nur mit der Mascarponecreme bestreichen.

*Die Möhren erst weich kochen und dann pürieren. Alternativ kann bei Zeitmangel auch Babybrei aus dem Gläschen verwendet werden.

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Carina

 

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11 Gedanken zu “{Ich back’s mir} Supersaftige Möhrentorte mit Mascarponecreme

  1. Ich habe mich bei dem Punkt mit der Lederjacke definitiv ertappt gefühlt! 😀 Ich bekenne mich schuldig, sobald die Sonne rauskommt und es nach Frühling riecht, muss es auch wieder warm genug für die hübsche Lederjacke sein… 😉
    Dein Törtchen kann einem sicher den ein oder anderen Frühlingstag versüßen, so toll wie es aussieht! 🙂
    Liebe Grüße, Mia

  2. Ach so ein tolles Törtchen und so wundervolle Bilder! Möhren würde ich auch immer selber pürieren, ich finde die Gläschen riechen oft ekelig (auch wenn nur Möhre drin ist). Das Rezept kommt auf meine Pinnwand, ich habe nämlich immer noch nicht entschieden, was ich an Ostern backe 🙂
    Liebe Grüße,
    Daniela

    1. Danke liebe Daniela! Da bin ich ja froh, dass nicht nur ich die Gläschen sehr suspekt finde. Selber machen ist einfach immer besser. Ich wünsch dir ein tolles Osterwochenende! Liebe Grüße Carina

  3. Also bei der ein oder anderen deiner Ausführungen (eigentlich allen) sass ich nickend vor dem PC – ich finde es aber schön, wenn man so seine „Macken“ hat 🙂
    Die Idee mit dem Möhrenpüree finde ich spannend – kann ich mir echt super vorstellen, dass dadruch der Kuchen saftig wird! Lecker!!!!
    Liebste Grüße,
    Sandra

  4. Huhu 😉

    Der Kuchen sieht mal wieder herrlich lecker aus! Bin seit langem auch mal wieder bei Ich backs mir dabei. Und auch wenn dieses mal mega viele Karottenkuchen dabei sind, ist es doch unglaublich interessant wie unterschiedlich die Rezepte sind 😉 Und wie viele verschiedene Variationen es gibt ^^ Besonders das mit dem Püree ist eine sehr interessante Idee. Dass dr Kuchen dadurch saftig wird kann ich mir gut vorstellen 😉
    Außerdem freue ich mich, dass ich deinen Blog durch die Aktion entdeckt habe 😉

    Ganz liebe Grüße Chrissi
    von chrissitallys.blogspot.de

    1. Hey liebe Chrissi, ja das finde ich bei Ich backs mir auch immer toll – so viel unterschiedliche Rezept-Inspiration! Freut mich sehr, dass du mich darüber gefunden hast. Ich wünsch dir schöne Ostertage und ein tolles Wochenende! Carina

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