Mini-Krapfen

Mini Krapfen

Auf die Gefahr hin, mir hier Feinde zu machen: Ich stehe nicht so auf Karneval. Ich verstehe es zwar, dass es Spaß macht, sich zu verkleiden. Aber dafür muss bei mir nicht Karneval sein, denn eine Motto-Party tut es auch. Trotzdem gönne ich allen den Spaß, den sie in den nächsten Tagen hoffentlich auf der Straße beim Feiern haben!

Ich mag allerdings gern Backen und auch mit Karneval gibt es ja klare Gebäck-Verbindungen. Meistens sind die frittiert und schön zuckrig, wie zum Beispiel Quarkbällchen oder Berliner. Ich bin ja mit Hochdeutsch im Norden der Republik aufgewachsen, da heißen die Berliner. Allerdings mag ich einfach das Wort „Krapfen“. Krapfen ist ein viel schöneres Wort als „Berliner“. Irgendwie niedlich. Es klingt genau so fluffig und süß, wie es auch ist. Deswegen heißt mein Rezept heute „Krapfen“, auch wenn ich dieses Wort normalerweise nicht unbedingt benutzen würde.

Mini Krapfen2

Ganz ehrlich, eigentlich esse ich die Krapfen/ Berliner nicht mal selbst. Den Teig mag ich, die Marmelade nicht. Aber mein Liebster findet sie göttlich. Er könnte sie jeden Tag essen. Wenn ich ihm eine besondere Freude machen möchte, mache ich also Krapfen. Apropos Bezeichnung: Der Liebste kommt aus dem Nordosten der Republik und nennt sie Pfannkuchen. Noch ein anderes Wort. Es soll ja sogar noch mehr regionale Bezeichnungen geben. Aber Pfannkuchen, das sind für mich flache, in der Pfanne gebackene Eierkuchen. Das geht also mal gar nicht.

Mini Krapfen3

Das Gute am Selbermachen: Man kann es genau machen, wie es einem selbst schmeckt. Deswegen lasse ich auch immer ein paar Krapfen ungefüllt. Das sind dann meine, mhmm! Und deswegen mache ich sie in mini. Mini ist einfach toller als die großen Dinger, die man beim Bäcker bekommt.

Als ich die Bilder gemacht habe, hatte ich leider noch nicht diese tolle Tülle mit der Spitze. Damit kann man die kleinen Dinger ganz einfach füllen. Wenn man sie flach drückt und um einen Klecks Marmelade herum von Hand schließt, so wie ich vorher, gehen sie beim Frittieren eventuell auf, so wie auf den Bildern. Geschmacklich kein Abbruch, optisch hat es mich aber gestört. Und schließlich kann man mit der Tülle ja auch andere Sachen (ein)füllen: Vanillepudding, Nutella, Pflaumenmus…

Mini Krapfen1

Wie wäre es mit selbstgemachten Krapfen zu Karneval, oder einfach danach in Ruhe? Die gehen einfach immer, auch jederzeit ohne Feier!

Mini Krapfen4

Mini Krapfen5

Für ca. 12 Krapfen: 

100ml lauwarme Milch
1 Pck. Trockenhefe
250g Mehl
90g Butter, zerlassen
1 Pck. Vanillezucker
30g Zucker
1 Prs. Salz
1 Ei
optional: 2 Tropen Butter-Vanille-Aroma

80g Lieblingsmarmelade
Zucker oder Puderzucker zum Wälzen

1/2 Liter Pflanzenöl zum Frittieren

Milch lauwarm erwärmen. Mehl in eine Schüssel geben, eine Mulde formen und die Hefe hineingeben. Milch und 1 Prise Zucker hinzugeben, dann alles mit etwas Mehl vom Rand verrühren. Abgedeckt an einem warmen Ort 10 Minuten ruhen lassen. Butter zerlassen und kurz abkühlen. Ei, Salz, Butter, übrigen Zucker und Vanillezucker und Vanillearoma dazugeben. Alles gut verkneten, bis ein homogener Teig entstanden ist, der sich vom Schlüsselrand löst. Noch einmal auf der bemehlten Arbeitsfläche durchkneten. An einem warmen Ort noch einmal abgedeckt 1 Stunde gehen lassen. Danach noch einmal kneten und dann in 12 etwas gleich große Portionen teilen, zu Bällchen formen (falls ihr keine Tülle habt, müsst ihr an dieser Stelle den Teig erst flach drücken, einen Klecks Marmelade in die Mitte geben und dann darum eine Kugel formen. Gut festdrücken!). Auf ein Backblech legen, abdecken und noch einmal 15 Minuten gehen lassen. Öl in einem Topf erhitzen, 4-5 Kugeln zugleich darin goldbraun frittieren und mit einer Schaumkelle herausheben. Seid bitte vorsichtig mit dem heißen Öl! Auf Küchenpapier ablegen. Wer eine Tülle hat, lässt die Krapfen abkühlen und spritzt dann die Lieblingsmarmelade hinein. Alle Krapfen noch in  Zucker oder Puderzucker wälzen.

Mini Krapfen6

Carina

Advertisements

3 Gedanken zu “Mini-Krapfen

  1. ich liebe krapfen allerdings nicht die klassischen sondern nur die außergewöhnlichen, die es in der karnevalszeit gibt. mein absoluter liebling ist der germknödelkrapfen in einer münchner bäckerei. ein traum…
    deine ungefüllte version mag ich auch gerne. hier kann man sie unter dem namen „quarkbällchen“ beim bäcker auch kaufen 🙂

    1. Hallo Susi, Germknödelkrapfen kenne ich noch gar nicht. Hört sich aber richtig toll an! Quarkbällchen sind ja noch ein bisschen anders, denn meine Krapfen haben keinen Quark im Teig. Aber die liebe ich auch sehr! Dir noch einen schönen Abend 🙂 Lg Carina

  2. Da oute ich mich doch gleich mit, liebe Carina, dann stehst du nicht alleine da 😉 … ich bin auch kein Fan von Karneval oder Fasnet, wie es bei uns im Süden so schön heißt. Für Krapfen kann man mich allerdings schon haben, die esse ich auch ohne Kostümierung gerne, da brauch ich keine alberne Perücke auf dem Kopf. Mit der Marmelade steh ich allerdings seit je her auf Kriegsfuß, denn die tropft doch egal was ich mache immer gerne mal raus und macht eine Sauerei. Vielleicht sollte ich doch mal ins Indianerkostüm schlüpfen und mit ihr eine Friedenspfeife rauchen. Hihihi!

    Kennst du Ausgezogene Küchle, die gibt es hier zu Fasnet auch immer und die sind mega lecker und ganz ohne Marmelade. Werden auch aus Hefeteig gemacht und im Fett ausgebacken.

    Ganz liebe Grüße.
    xo.mareen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s