{Rezension} Wiener Küche

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Hey, ihr Lieben! Ich hoffe, ihr hattet ein schönes Wochenende? Wir haben heute Nachmittag das erste Eis des Jahres gegessen…mhmm. Heute habe ich die angekündigte Rezension für euch: Es geht nach Wien. Wer liebt nicht österreichische Mehlspeisen? Also los geht’s!

Fakten und Äußerliches:

Wer kennt nicht Frau Zii? Ich muss leider gestehen, dass ich erst vor Kurzem auf Susanne Zimmels tollen Blog gestoßen bin. Und ihn wunderbar fand. Jetzt hat sie ihr erstes Buch geschrieben: „Wiener Küche: Wirtshausgulasch & Topfenpalatschinken – Klassiker und neue Inspirationen„*. Darin verrät Frau Zii Rezepte für ihre liebsten Wiener Klassiker vom Frühstück bis zum Dessert, manche ganz klassisch und manche mit einer eigenen, modernen Interpretation. Das Buch ist aber auch ein Buch über die Wiener Esskultur und enthält immer wieder hilfreiche Exkurse in die Zutatenkunde.

Das Buch hat durch Prägungen am Einband eine ganz tolle, wertige Haptik und sieht in gold und weiß edel, aber auch modern aus. Das Format ist mit 25,6×19,8cm etwas kleiner als viele meiner Kochbücher und nimmt deshalb in der Küche nicht so viel Platz weg, sehr angenehm. Das Buch ist im DK Verlag erschienen und kostet 24,95 €.

Design & Fotos:

Wie oben geschrieben, finde ich das äußere Design schon mal top. Auch innen bleiben die Grundfarben gold, schwarz und weiß erhalten. Nur die Food Fotos bringen immer wieder richtig Farbe rein. Die Seitengestaltung ist übersichtlich gehalten. Unter dem Titel findet sich je eine Anekdote oder Erläuterungen der Autorin zum Rezept, darunter steht die Zubereitung. Am äußeren Seitenrand finden sich die Zutaten. Ganz unten gibt es oft noch weitere Tipps oder Anmerkungen zu den Zutaten und Wissenswertem. Zu jedem Rezept gibt es mindestens ein Foto, meist ganzseitig. Die Fotos sind ansprechend unaufgeregt und stellen das Wesentliche in den Mittelpunkt: Das Essen. Mir gefällt, dass viele Bilder wie aus dem Leben geknipst sind. Hier schneidet gerade jemand das Gefüllte Huhn, dort ist ein Teller schon aufgegessen, es greift jemand ins Glas mit den Fleckerln (Nudeln) und die Oma knetet Knödelteig. Das Buch wirkt dadurch sehr lebendig. Mehrere Doppelseiten widmen sich außerdem in vielen Bildern und kleinen Exkursen verschiedenen kulinarischen Orten und Traditionen Wiens.

Topfenpalatschinken 2

Kategorien und Rezepte:

„Wiener Küche“ ist in fünf Kategorien eingeteilt: „Frühstück und Jause“, „Suppen“, „Hauptspeisen“, „Beilagen, Salate und Eingemachtes“ und „Mehlspeisen und Süßes“. Unter den Rezepten sind viele Klassiker, aber auch einiges, womit ich nicht gerechnet habe. Auf jeden Fall spiegeln die Rezepte die verschiedenen Einflüsse, die in die Wiener Küche hinein getragen wurden: böhmische, ungarische und Balkan-Einflüsse. Mehrmals gibt es erst ein Grundrezept, das anschließend verschieden verarbeitet wird, zum Beispiel beim Topfenbätterteig oder für die ultimativen Eier im Glas.

Nachmach-Liste und ausprobierte Rezepte:

Ausprobiert habe ich bisher die „Salsa-Eier des Herrn Zii“ und die Topfenpalatschinken. Dafür musste ich natürlich auch noch das Grundrezept für Palatschinken testen. Die Eier waren eines der weniger Wien-typischen Rezepte. Wachsweiche Eier wurden auf ein Bett aus Tomaten, Avocado, Kräutern und Chili gebettet. Uns hat es sehr gefallen, eine tolle Idee! Ich kenne aber auch viele, die zum Frühstück noch keine Chilis essen können…schmeckt bestimmt auch ohne. Einziger Kritikpunkt: Die Angabe für die Kochzeit der Eier betrug 3-4 Minuten. Das war leider viel zu kurz. Beim nächsten Mal koche ich sie lieber ca. 6 Minuten. Denn die Eier werden auf jeden Fall noch mal gemacht. Auch die Topfenpalatschinken waren sehr lecker. Ich mag sie am liebsten kalt (darf man das sagen?). Wie beim Käsekuchen: Der Quark muss sich erst mal setzen, dann schmeckt es am besten. Das Grundrezept für die Palatschinken klappte einwandfrei. Die Rezeptbeschreibungen waren allesamt super!

Auf meiner Liste zum Ausprobieren steht einiges: Eierspeis mit Lachs und Oberskren, Paradeisersuppe mit Zupfnockerln,  Paprikahendl, Karamellisierte Krautfleckerl, Frau Ziis berühmter Zwetschgenröster, Topfengolatschen…

Salsa-Eier

Zusammenfassung und Wertung: 

Das Buch ist eine wunderbare Mischung aus kulinarischem Bildband und Rezeptebuch. Ich blättere sehr gern darin und lasse mich inspirieren. Besonders gut gefällt mir, wie Frau Zii ihre persönliche Note zur Geltung bringt, zum Beispiel über die Texte zu jedem Rezept. Man merkt, dass sie Wien kennt und liebt. Deswegen fällt es nicht schwer, mit dem Buch ins kulinarische Wien einzutauchen. Ihr merkt, ich bin ziemlich begeistert. Ich liebe einfach Kochbücher, die was für’s Auge sind und gleichzeitig tolle Rezepte liefern (von denen ich noch nicht jedes in einem anderen Buch habe). Das ist der Autorin definitiv gelungen. Übrigens, zur Beruhigung: österreichische Wörter wie „Paradeiser“ werden immer noch mal übersetzt 😉 Aber ich finde es ziemlich charmant, dass sie durch das ganze Buch verwendet werden. Das fühlt sich gleich ein bisschen an, wie bei einem Bummel über den Naschmarkt!

Von mir gibt es also eine Rundum-Empfehlung. Der Preis ist aus meiner Sicht vollkommen gerechtfertigt für dieses tolle Buch.

Carina

* Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar vom DK Verlag zur Verfügung gestellt – vielen Dank dafür! Die dargestellte Meinung ist wie immer komplett meine eigene. 

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