Wohin mit den vielen Gartenäpfeln? – Rotes Apfelchutney

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Fruchtig-saures rotes Apfelchutney mit Äpfeln aus dem Garten, Zwiebeln, und Gewürzen – so lassen sich die vielen Äpfel im Herbst am leckersten verwerten!

Hallo, lieber Herbst! Du bist eine echte Wundertüte. Den einen Tag stapfen wir beim Spaziergang mit nassen Füssen und im Fischernerz durch den Dauerregen. Und den anderen strahlt die Sonne vom blauen Himmel, du zeigst dein buntes Blätterkleid und wir recken die Nasen ins Licht. Denn wir wissen: Morgen kann es schon wieder ganz anders aussehen! 

buntes-herbstlaubGenau deswegen habe ich neulich beschlossen, dich einzufangen. Du bist wirklich ein paar Fotos wert. Ganz besonders schön zeigst du dich im weiten Park Sanssoucis, der nur wenige Schritte von unserer Wohnung entfernt liegt.

Wir stapfen über verwunschene Waldwege, verstecken uns hinter dicken Stämmen und rascheln durch Blätterhaufen. Das Licht macht den Tag zu einem ganz besonderem. Ich knipse und knipse. Am Ende des Tages kann ich mich gar nicht entscheiden, welche Bilder ich euch hier zeigen möchte.

apfelchutney-rezept

herbstlicher-wald-sonnenlichtAls wir wieder nach Hause kommen, mache ich Kakao und schneide das frisch gebackene No-Knead Bread auf (welches wir wie immer im Handumdrehen aufessen – auf den Bildern ist daher nur Baguette). Ich liebe diese knusprige Kruste! Dazu gibt es Frischkäse und rotes Apfelchutney, dass ich gerade gekocht habe. Von Schwiegermama in spe haben wir eine riesige Tüte Äpfel aus dem eigenen Garten bekommen. Sie sind sehr groß und etwas mehlig, aber genau richtig für das Chutney. Beim Kochen haben wir etwas gelitten, denn der Dunst von roten Zwiebeln und Essig hat langes Lüften nötig gemacht. Aber als ich das erste Glas öffne, weiß ich, es hat sich gelohnt!

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Ihr Lieben, wenn ihr auch so viele Gartenäpfel habt, dann probiert unbedingt dieses Chutney. Das süß-saure Chutney kann wie ein Aufstrich verwendet werden, ich esse es am liebsten auf gutem Brot mit etwas Käse oder Frischkäse. Aber auch zu einem Stück Fleisch oder Ofengemüse ist es sicher eine Wucht. Und ich denke schon darüber nach, ein paar weitere Gläser zu kochen. Bald ist Weihnachten und jeder freut sich über ein schönes Mitbringsel. Für meine Geschenke aus der Küche ist dieses Chutney bereits notiert!

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Rotes Apfelchutney (3 Gläser à 230ml)

3 große Äpfel
3 rote Zwiebeln
200g brauner Zucker
1 EL Olivenöl
200ml heller Balsamicoessig (oder Weißweinessig)
1 Stück Ingwer (Daumennagel-groß)
2 getrocknete Chilis
2 TL Senfkörner
3 TL getockneter Thymian
1 TL Salz
1 EL Zitronensaft

Äpfel waschen, entkernen und klein würfeln. Die Zwiebeln fein hacken (oder, für weniger Tränen: In der Küchenmaschine klein häckseln). Das Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Zwiebeln mit der Hälfte des Zuckers hineingeben, karamellieren. Dann mit 150ml Essig ablöschen und auf kleiner Flamme köcheln. In einer Pfanne ohne Fett den gehackten Ingwer mit zerbröselten Chilis, den Senfkörnern und dem Thymian anrösten, bis es angenehm riecht. Die Mischung in einem Mörser etwas zerreiben, dann zu den Zwiebeln geben. Restliche Zutaten ebenfalls unterrühren und das ganze ca. 30 Minuten einkochen lassen. In heiß ausgespülte Gläser füllen und kurz auf den Kopf stellen.

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Ich wünsche euch einen gemütlichen Abend!

Carina

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4 Gedanken zu “Wohin mit den vielen Gartenäpfeln? – Rotes Apfelchutney

  1. Liebe Carina,
    gerade in diesem Moment wünsche ich mir, wir hätten einen großen Garten mit vielen Apfelbäumen. Leider ist dies nicht der Fall. Muss dann wohl am Samstag auf dem Markt Äpfel kaufen, um dieses Chutney zu probieren.
    Wie lange hält sich dieser denn?

    Herzliche Grüße
    Elena

    1. Hallo Elena,
      ich bekomme ja unsere Äpfel auch immer von Eltern oder Schwiegereltern und leider nicht vom eigenen Baum. Hauptsache, die Äpfel schmecken! 🙂 Zur Haltbarkeit kann ich leider noch nichts genaues sagen, aber mit sterilisierten Gläsern würde ich schätzen, dass es sich mindestens 2 Monate hält. Viel Spaß beim Schlemmen! Liebe Grüße, Carina

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