Tajjeb – Tartines mit pochiertem Ei, Aubergine, Kichererbsen und Ricotta

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Der Teil dieses Haushalts, der nicht Foodblogger sondern Foodblogger-Testesser ist, hat eine starke Abneigung gegen Auberginen. Und auch gegen Zucchini, Fenchel, Blutorangen und viele andere leckere Dinge. Natürlich könnte ich sie mir jederzeit allein machen, tue ich aber viel zu selten. Als ich dieses Sandwich namens Tajjeb im Buch „Eat in my Kitchen“ von Meike Peters*, vom gleichnamigen Blog gesehen habe, wusste ich aber sofort, dass ich das ausprobieren muss. Sandwich ist eigentlich kein adäquater Name für diese Köstlichkeit. Eigentlich handelt es sich um kleine Tartines, die hier in sehr luxuriöser Weise mit viel Belag zum Hauptgericht werden. 

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Gegrillte Auberginen, salzige Kichererbsen, cremiger Ricotta mit Basilikum und pochiertes Ei. Oh my. Ich musste mich beim Fotografieren wirklich zusammenreißen, nicht auf mein Set zu sabbern. Besonders, als ich dann das erste pochierte Ei mit einer Gabel angestochen habe, damit das Eigelb über das Brot rinnt. Nach den Fotos ging der erste Griff dann auch zum Schnittchen. Der Bissen war eine Offenbarung. Bitte macht dieses Sandwich. Ganz ehrlich, ihr braucht dieses Sandwich in eurem Leben. Zu pathetisch? Probiert selbst!

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Kleine Warnung: Ihr werdet Servietten brauchen. Ihr werdet eine kleine Schweinerei verursachen. Und ihr werdet satt und zufrieden sein und im Kopf bereits die Vorräte durchgehen, um morgen wieder Tajjeb zu machen.

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Die Zubereitung des Sandwichs dauert ein wenig länger, als bei der Butterstulle, wegen der vielen Komponenten. Ist aber gar nicht schlimm und ihr solltet bis hierhin raus gelesen haben, dass sich der Aufwand lohnt. Ich empfehle aber, das Tajjeb nicht gleich für eine ganze Feuerwehr-Crew zuzubereiten, sondern nur für euch und eure/n Liebste/n. Die einzige Schwierigkeit ist das Pochieren der Eier. Wie ihr seht, ist es bei einem Ei schief gegangen. Passiert. Gute Anleitungen gibt’s im Internet zuhauf. Wenn auch euer Mitbewohner keine Auberginen isst, legt ihm doch einfach Avocado auf die Stulle. Oder Tomatenscheiben. Schmeckt sicher auch wunderbar, wenn auch nicht so gut wie das Original.

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Ich habe ein paar kleine Dinge abgeändert, zum Beispiel die Anleitung zum Pochieren der Eier. Vor allem aber habe ich Sauerteigbrot anstatt Ciabatta verwendet. Aber das bleibt natürlich euch überlassen.

Für 4 Tartines: 

170g Ricotta
1 EL Aceto Balsamico
18 frische Basilikumblätter
2 kleine Auberginen
Olivenöl
4 Eier
4 Scheiben gutes Brot (z.B. Ciabatta oder Sauerteigbrot)
Meersalz und frisch gemahlener Pfeffer

Den Ricotta mit dem Essig, 10 gehackten Basilikum-Blättern, etwas Salz und Pfeffer cremig rühren. Den Ofen auf 250°C vorheizen, entweder mit Grill oder auf Ober-/Unterhitze. Die Auberginen in 3/4cm dicke Scheiben schneiden, auf einem Rost ausbreiten und mit Olivenöl bepinseln. Mit Salz und Pfeffer würzen. 5-7 Minuten auf jeder Seite im Ofen grillen oder 15 Minuten bei Ober-/Unterhitze auf der einen und 6 Minuten auf der anderen Seite garen. Die Aubergine sollte noch nicht schwarz werden. Die Scheiben nach dem Backen stapeln, so bleiben sie saftig. Die Kichererbsen mit 1 EL Öl und etwas Salz vermischen. Nun die Eier pochieren. Ich bringe dafür Wasser in einem großen Topf mit 1 EL hellem Essig zum Kochen und schlage die Eier zunächst einzeln in eine Schale, bevor ich im Topf einen leichten Strudel mache und das Ei hinein gleiten lassen. Ich gare jedes Ei einzeln ca. 3-4 Minuten. Meine Peters beschreibt in ihrem Buch eine andere Methode, diese hat für mich aber nicht funktioniert.

Sind die Eier pochiert, kann das Brot nach Wunsch noch kurz getoastet werden. Den Balsamico-Ricotta üppig auf die Brote streichen. Mit gegrillter Aubergine, Kichererbsen und pochiertem Ei belegen. Mit restlichem Basilikum und frisch gemahlenem Pfeffer abschließen.

Guten Appetit!

Carina

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2 Gedanken zu “Tajjeb – Tartines mit pochiertem Ei, Aubergine, Kichererbsen und Ricotta

  1. Das sieht sehr lecker aus, auch die begeisterte Präsentation gefällt mir sehr gut. Das Buch von Meike ist wirklich eine echte Schatzkiste an super leckeren unkomplizierten Ideen mit jede Menge Pfiff. Mir gefällt es auch super!

  2. Mhhm, das sieht ja mal wieder herrlich aus! Tartines habe ich das erste mal in Lyon gegessen. Zuhause hab ich sie noch nie gemacht. Da ich Aubergine liebe, wäre das eine gute Gelegenheit sie mal auszuprobieren 🙂
    Liebe Grüße,
    Ela

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