München kulinarisch – Ein Kurztrip

Wir haben letzte Woche ein paar Tage in München verbracht. Natürlich war uns neben den Sehenswürdigkeiten das Kulinarische München besonders wichtig. Deswegen teile ich heute ein paar Tipps mit euch.

Für alle Münchner unter meinen LeserInnen sind diese Empfehlungen wahrscheinlich nicht neu. Vielleicht kennt ihr noch Besseres, denn ich bin sicher keine München-Expertin. Ich schreibe einfach auf, was mir und uns gut gefallen hat. Für alle, die für ihren ersten Besuch ein paar Anregungen suchen, ist bestimmt etwas dabei. 

Wo haben wir gut gegessen?

LAX Eatery:

Kleines, sehr Hippies Café mit californischem Flair: Avocadobrot, Smoothiebowls, French Toast… Die Karte ist klein und enthält auch ein paar schöne Abwechslungen, insbesondere mit Tex-mex-Einschlag. Wir bestellten Taco Quinoa Salad und Huevos Rancheros, beides mit reichlich Avocado und Picco de Gallo serviert. Sehr lecker! Leider war die heiße Schokolade nicht so toll und statt dem bestellten Latte bekam ich Cappuccino. Dennoch würde ich mal wiederkommen, da ich das Frühstücksmenü sehr ansprechend fand. LAX Eatery, Neureutherstraße 1, Maxvorstadt

Trachtenvogl: 

Uriges Studentencafé im Glockenbachviertel. Die Möbel mit schrammeliger Flohmarktatmosphäre, das Publikum jung und hip, die Deko im Alm-Stil mit Geweihen, Kuckucksuhren und Ölbildern. Wir fanden es gemütlich und das Essen hat uns schwer überzeugt – sowohl geschmacklich als auch preislich. Der Zwiebelrostbraten von der Tageskarte war klasse und die gebackene Süßkartoffel kam mit reichlich Dip und großer Salatbeilage. Trachtenvogl, Reichenbackstraße 47, Glockenbachviertel

Café Maria:

Das Café Maria hat aus meiner Sicht Potential zum Lieblingscafé. Die Karte mit ihrem Mix auf bayrischen und orientalischen Klassikern ist toll. Die orientalische Deko mit den schönen Laternen und den rohen unverputzten Wänden hat es mir besonders angetan. Wir waren zum Frühstück dort und bestellten das „Maria in Marrakesh“ (Taboulé, Hummus, Oliven, Aprikosen-Dattel-Frischkäse, Rührei mit Ras-el-Hanout und Ziegenkäse, Fladenbrot) und das „Maria im Training“ (Joghurt mit selbstgemachtem Sesam-Granola, Obstsalat und Saft), dazu heiße Schokolade und Latte Macchiato. Alles kam sehr schnell und war sehr lecker. Ich hätte gern noch die Abendkarte ausprobiert.  Café Maria, Klenzestraße 97, Glockenbachviertel

Vu Tang Kitchen: 

Habt ihr schon einmal laotisch gegessen? Ich war vor einigen Jahren in Laos unterwegs und habe seitdem in Deutschland nie wieder Gelegenheit dazu gehabt. Dabei hat diese asiatische Landesküche einiges zu bieten. Deswegen wollte ich unbedingt ins Vu Tang. Unser Fazit: Lecker, recht authentisch und besonders. Allerdings sollte man pro Person um die 40 Euro einrechnen. Man bestellt mehrere kleine Gerichte. Unsere Favoriten: Die knusprigen Reisbällchen mit Kokos, der scharfe Hühnchen-Salat („Laab“) und die gefüllten Salatblätter mit Reisnudeln, Thai-Basilikum und Auberginensauce. Vu Tang Kitchen, Augustenstraße 52, Maxvorstadt

Ciao Ragazzi:

Das Lokal in der Maxvorstadt bewirbt sich als Pizzeria „Multiceriali“, denn der Pizzateig besteht aus Weizenmehl, angereichert mit Roggen, Gerste, Hafer, Manitoba und Reis. Uns hat er sehr gut geschmeckt, denn erst ist richtig knusprig, obwohl er einen recht dicken Rand macht. Im Lokal gibt es ausschließlich Pizza und Salat, die Preise sind total okay (etwa 7-12 Euro pro Pizza). Kleiner Minuspunkt: Die Tische stehen wirklich sehr eng. Ciao Ragazzi, Schellingstraße 27, Maxvorstadt

Was wurde sonst noch gegessen und getrunken? 

Leberkäse-Semmeln und Brezen auf dem Viktualienmarkt. Weißwürste im Hofbräuhaus. Noch mehr Brezn, überall. Gyoza, die mich aber nicht begeistert haben (daher keine Empfehlung). Würste und Knödel. Dürüm. Unsere ersten Smoothiebowls (nicht sehr überzeugend, siehe mein Post auf Insta. Viel Radler, Helles und Weißbier. Was auch sonst?

In welchen Läden schlug das Foodie-Herz höher? 

Eataly:

Ableger des berühmten italienischen Feinkost-Kaufhauses in New York. Ich fand es schon dort wunderbar und musste daher natürlich unbedingt den noch recht neuen Zweig in München besuchen. Große Kochbuch-Abteilung und italienische Köstlichkeiten bis zum Abwinken. Man kann viel probieren und auch dort sitzen und Focaccia, Pizza, Wein und Pasta schlemmen. Eine Kaffeebar mit großem Eis-Angebot gibt es außerdem. Absoluter Foodie-Himmel! Eataly, Blumenstraße 4, Altstadt

Manufactum:

Diesen Laden gibt es natürlich nicht nur in München, aber ich kannte ihn bisher nur online. Die Offline-Version finde ich viel toller und habe schon recherchiert, dass es auch in Berlin einen gibt. Yay! Hier gibt es Hochwertiges, Praktisches und Schönes für alle Lebensbereiche. Für Foodies gibt es eine Feinkost-Ecke und schöne wie hochwertige Küchenausstattung. Einmal alles bitte! Manufaktur, Dienerstraße 12, Altstadt

Götterspeise:

Wunderbare kleine Chocolatérie und Café im Glockenbackviertel. Es gibt vorzügliche Schokolade, Tee, andere Feinkost und auch nette Kleinigkeiten. Ein Laden, in dem man eine Weile braucht, um jedes Detail zu entdecken und sich satt zu sehen. Hach! Götterspeise, Kahnstraße 30, Glockenbachviertel

Dallmayr Stammhaus:

Auch hier muss man als Foodie mal reinschauen und der Weg ist kurz, nämlich direkt um die Ecke vom Marienplatz. Das Dallmayr-Stammhaus ist sicher eine DER Adressen für Feinkost in München. Es zieht zudem viele Touristen nur deswegen an, weil dort die berühmte Werbung des Unternehmens gedreht wurde und alles haargenau so retro aussieht. Falls ihr ein Mitbringsel für Oma/Mama/Onkel etc. sucht, werdet ihr hier sicher unter so viel edlen Tropfen und feinster Schokolade auch fündig. Dallmayr, Dienerst. 14, Altstadt

Und was haben wir gesehen? 

Natürlich alle wichtigen Sehenswürdigkeiten: Die Altstadt mit Marienplatz (Glockenspiel), Viktualienmarkt, Sendlinger Tor, Maximilianstraße, Hofbräuhaus. Den Olympia-Park. Glockenbachviertel und Maxvorstadt. Den Englischen Garten, die Isar, die Allianz Arena. Die neue Pinakothek. Und im März hatten wir zumindest etwas Sonne, was wir sehr genossen. Nicht geschafft haben wir leider die Pinakothek der Moderne, das Deutsche Museum und Schloss Nymphenburg. Auch die Erdiger Therme hätte ich mir gern einen Tag gegönnt. Aber wir sind ja nicht aus der Welt…

Was haben wir mit nach Hause genommen? 

Crema di Balsamico mit Trüffel von Eataly. Ein laotisches Reiskörbchen, das ich mir sofort besorgen musste, nachdem ich es im Vu Tang toll fand. Seltene Tomatensamen Balkon-kompatibler Sorten von Manufactum (Hier wird schon fleißig gekeimt! Wer weiß, ob ich von diesem Souvenir im Sommer reich ernten werde 🙂 ). Und haufenweise frische Brezn für die lange Zugfahrt.

Und sonst so? 

Lustigerweise sind wir direkt mal in der Lokalzeitung gelandet. In der Fußgängerzone sprachen uns Mitarbeiterinnen der „tz“ an und wir landeten mit Foto in der Rubrik „München ist…“. Wir wohnten vier Nächte im Motel One Olympia Gate (schön zentral mit Tram Station direkt vor der Tür) und fuhren mit der Bahn zum Sparpreis ab Berlin Hauptbahnhof für 19 Euro pro Strecke. München hat uns sehr gefallen. Die Stadt ist wirklich lebenswert und ein Besuch war dringend mal wieder fällig. Wir haben München als sehr entschleunigt und herzlich empfunden. Das war bestimmt nicht unser letzter Besuch im Süden.

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende!

Carina

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4 Gedanken zu “München kulinarisch – Ein Kurztrip

  1. Da hast du in ein paar Tagen echt viel gesehen und erlebt, wow! Schön mal über die eigene Heimatstadt zu lesen 🙂
    Liebe Grüße
    Ela

  2. Der Beitrag kommt zur perfekten Zeit!
    Meine Mutter und ich planen im August einen Trip nach Müchen und da kommt ein bischen Inspiration gerade richtigt 🙂
    Da landet schon mal einiges auf der „Essen-gehen“ und „einkaufen-gehen“ Liste 😉 ♥

    Liebe Grüße,
    Nicole

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