Berliner Muffins mit Rhabarbermarmelade

Letztes Wochenende trug sich Folgendes zu: Ich saß noch ganz verschlafen beim ersten Kaffee, in der Wohnung war es noch ganz still. Ich liebe diese gemütlichen, morgendlichen Wochenend-Momente ganz für mich allein. Und dann bekam ich (wie so oft) richtig Lust, mir den Morgen mit Gebäck zu versüßen. Der Entschluss zum Backen war schnell gefasst, aber es sollte auf gar keinen Fall aufwändig werden und lange dauern. Dann ist ja der Morgen-Moment dahin. Etwa 40 Minuten später biss ich bei der zweiten Tasse Kaffee schon in ein fluffiges, warmes Teilchen mit Marmelade-Füllung. Und seit diesem ersten Bissen bin ich den Berliner Muffins verfallen und muss deswegen heute unbedingt das Rezept mit euch teilen. 

Es ist aus „Jennys Lieblingskuchen: Süßes Glück mit Zucker, Zimt und Liebe“. Da ich ein großer Fan von Jeannys Blog bin und auch zwei ihrer anderen Bücher besitze und sehr gern mag, musste ich auch die Neuerscheinung ganz schnell haben. Und da das tolle neue Werk jetzt schon seit zwei Wochen im Regal steht, musste dringend ein Rezept daraus gebacken werden. Eines der Rezepte, die mir sofort ins Auge fielen, waren die Berliner Muffins. Und die sind wirklich das perfekte Rezept, wenn es schnell gehen muss und man sich keine allzu große Arbeit machen will.

Die Muffins sind super einfach und ihr habt wahrscheinlich alle Zutaten dafür meistens Zuhause. Man braucht nicht einmal ein Rührgerät, ein Schneebesen reicht vollkommen aus. Füllen könnt ihr sie natürlich mit jeder Marmelade, die euch schmeckt. Nachdem ich vor ein paar Tagen Rhabarbermarmelade gekocht habe, kam die sogleich in die Muffins. Da ich die Marmelade mit Gelierzucker 3:1 gekocht hatte, war sie wirklich noch schön sauer vom Rhabarber. Das schmeckte einfach perfekt in den süß-zuckrigen Muffins. Ich rate euch also unbedingt zu einer Marmelade mit ordentlich Säure wie Rhabarber oder Johannisbeere. Wer (wie ich lange Zeit) gar keine Marmelade mag, lässt sie weg oder füllt die Muffins mit einem anderen süßen Aufstrich. Und dann kann das süße Glück auch schon in den Backofen und wenig später gleich warm verputzt werden! ❤

Für 12 Berliner Muffins: 
125g Butter
125g Zucker
200g Mehl
1 TL Natron
100ml Naturjoghurt (3,5%)
2 Eier (Gr. M)
12 TL Lieblingsmarmelade (z.B. Rhabarber)

Außerdem:
Butter und Mehl bzw. Papierförmchen für das Blech
150g Zucker zum Wälzen (ich brauchte weniger)

Den Ofen auf 190°C vorheizen. Ein Muffinblech  mit Butter fetten und mit Mehl ausstäuben oder Papierförmchen hinein legen. Die Butter in einem Topf schmelzen und etwas abkühlen. Zucker, Mehl und Natron in einer Schüssel vermischen. In einer anderen Schüssel den Joghurt mit Eiern und Butter verrühren, dann zur Mehlmischung geben. Alles gut verrühren. Je 1 EL Teig in die Förmchen geben und dann mit einem Teelöffel kleine Mulden hinein drücken. Da rein kommt jetzt je 1 kleiner TL Marmelade. Mit dem restlichen Muffinteig gut bedecken und im Ofen 15-18 Minuten backen. Aus dem Ofen holen und 5 Minuten abkühlen, dann die Muffins eventuell aus den Papierförmchen lösen. Den Zucker zum Wälzen in einen tiefen Teller geben und die Muffins darin wälzen. Fertig!

Meine Rhabarbermarmelade habe ich übrigens so gekocht: 1 Kilo Rhabarber gut waschen und die Enden abschneiden. In 1cm große Stücken schneiden. Mit 300g Gelierzucker 3:1, 2 EL TK-Himbeeren, 1/4 TL Vanillepulver und 1/2 TL Zimt vermischen und 1 Stunde Saft ziehen lassen. Aufkochen und 10 Minuten köcheln lassen. Nach Belieben glatt pürieren und noch einmal kurz aufkochen. In sterilisierte Gläser füllen, verschließen und 10 Minuten auf den Kopf stellen.

Ich wünsche euch einen wunderschönen Sonntag, vielleicht ja mit spontan gebackenen Berliner Muffins?

Carina

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6 Gedanken zu “Berliner Muffins mit Rhabarbermarmelade

  1. Das ist eine richtig schöne Idee. Muss ich mir mal merken und auf jeden Fall nachmachen 🙂
    Lieben Gruß,
    Jenny

  2. Liebe Carina, Tolle Idee, das wird ganz sicher nachgebacken. Darf ich dich fragn ob du deinen Rhabarber für die Marmelade „nur“ gewaschen hast oder auch geschält? Ich bin da immer nicht sicher wie man es „richtig“ macht.
    liebe Grüße Chris

    1. Hallo liebe Chris, vielen Dank für deine lieben Worte! Ich habe ihn tatsächlich nur gewaschen. So bleibt mehr von der roten Farbe erhalten und die Schale merkt man nach dem Kochen wirklich gar nicht mehr. Natürlich kannst du ihn auch schälen, falls dir das lieber ist. Ich mache es mittlerweile immer so. Liebe Grüße, Carina

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