Pierogi mit Kartoffel-Sauerkraut-Füllung

Wie vielleicht der eine oder andere von euch mitbekommen hat, war ich am Wochenende zu Besuch bei einer Freundin in Breslau. Ich war vorher noch nie in Polen – was für ein Versäumnis – und nun wurde es Zeit. Wir haben eine gute Mischung aus Mädelswochenende und Sightseeing gemacht und Breslau hat sich von seiner besten Seite gezeigt. Wenn ich dazu komme, werde ich euch auch noch etwas über die Stadt aufschreiben.

Schon in der Woche vor meiner Reise habe ich diese Pierogi gemacht. Ich habe sie allerdings nicht deswegen gemacht, sondern als eines der Test-Rezepte aus dem neulich hier rezensierten Buch „Die Jüdische Küche“. Meine Freundin in Polen sagte mir dann auch, dass eine Füllung aus Kartoffeln und Sauerkraut dort gar nicht typisch sei. Sauerkraut kombiniert man eher mit Pilzen. Es gibt natürlich in Polen auch eine Menge andere Füllungen wie Fleisch, Quark etc. Ich fand die Füllung aber sehr lecker und es ging ja auch in dem Buch nicht um die polnische sondern die jüdische Küche. Da können sich natürlich mit polnischen Einflüssen auch noch andere Füllungen entwickelt haben.

Die Pierogi sind natürlich im Falten eine kleine Fleißarbeit, aber so lange dauert es nun auch nicht. Der Teig war sehr einfach zu handhaben und die Füllung geht, die reine Arbeitszeit betrachtet, sehr schnell. Ich fand, dass sich die Zubereitung gelohnt hat. Aber ich habe auch eine ausgeprägte Schwäche für Teigtaschen, siehe meine Kirgisischen Manti.

Es gibt wohl mehrere Varianten, die Pierogi zu servieren. Man kann sie nur kochen oder zusätzlich noch kurz anbraten. Bei uns gab es dazu angeschmelzte Zwiebeln, saure Sahne und frische Kräuter. Außerdem haben wir den Karotten-Kreuzkümmel-Salat aus dem Buch dazu gegessen.

Für ca. 18 Pierogi:

Teig
320g Mehl
1 TL Salz
1 Ei
50g Creme fraiche

Füllung
200g Kartoffeln
Salz und Pfeffer
2 Prisen Majoran oder Thymian
100g Sauerkraut

Mehl und Salz in einer Schüssel mischen, eine Vertiefung hinein drücken und Ei, Creme fraiche und 100ml kaltes Wasser dazugeben. Am besten in der Küchenmaschine auf mittlerer Stufe 10 Minuten verkneten. Den glatten Teig dann in Frischhaltefolie wickeln und bei Zimmertemperatur 30 Minuten ruhen lassen. In dieser Zeit die Kartoffeln schälen und in kleinen Würfeln 15-20 Minuten weich kochen. Kartoffeln in einer Schüssel fein zerdrücken, abkühlen lassen und dann mit Kräutern, Pfeffer und Sauerkraut (evtl. leicht gehackt) vermischen.

Die Arbeitsfläche mit Mehl bestäuben. Den Teig portionsweise 2mm dick ausrollen und mit einem Glas Kreise ausstechen. Mit einem knappen TL Füllung belegen, Enden mit Wasser anfeuchten und zusammendrücken. Die Ränder wie auf den Bildern einschlagen. Die Pierogi in einem Topf mit siedendem Wasser 3-4 Minuten garen, bis sie an die Oberfläche steigen. Man kann sie traditionell mit in Olivenöl angeschmelzten Zwiebeln Servieren.

Meine Variante zum Servieren der Pierogi: 3 EL Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen. Eine große rote Zwiebel in Ringe schneiden und im Öl anbraten. Die Pierogi abgießen und abtropfen lassen. Dann ebenfalls in der Pfanne einige Minuten scharf anbraten. Pierogi auf Teller füllen und mit je 1 Klecks saurer Sahne und frischen Kräutern (z.B. Kresse, Petersilie) servieren. Dazu schmeckt ein Salat.

Carina

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6 Gedanken zu “Pierogi mit Kartoffel-Sauerkraut-Füllung

  1. Da wir letztes Jahr über Silvester in Danzig waren, habe auch ich schon Pierogi probiert. Die sind wirklich lecker! In Danzig gab es auch Teigtaschen aus Mürbeteig, die haben wie Pie geschmeckt. Die leckeren Füllungen machen sie dann zu etwas ganz besonderem.
    Liebe Grüße an den Rand von Potsdam,
    Emilie

    1. Oh, die Mürbeteig-Taschen habe ich gar nicht gesehen…entweder das ist was Regionales, oder es fällt unter die vielen Dinge, die ich in 3 Tagen leider nicht alle probieren konnte. Ein tolles Land, auch kulinarisch 🙂 Liebe Grüße, Carina

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