{Ernteglück} Fruchtige Chilisauce selbstgemacht

Nachdem wir jahrelang auf Erfolg beim Chili-Anbau gewartet haben, haben wir dieses Jahr ein Volltreffer gelandet! Die erste Ladung eigener Chilis wurde zu dieser köstlichen, fruchtigen Chilisauce. Keine Angst, sie ist eher pikant als feurig.

Wir im Hause Raspberrysue mögen Chili. Der Liebste ist ein echter Chili-Addict. Er isst mörderscharf, ohne mit der Wimper zu zucken und macht eigentlich auf alles eine seiner zahlreichen Saucen, mal abgesehen vom Nutella-Brot. Natürlich hat auch jede Sauce im Schrank ihre besonderen Einsatzschwerpunkte. Man kann schließlich die Sauce, die auf Pizza schmeckt, nicht genau so einfach auf ein Curry geben. Da ist er ganz der Feinschmecker. Ich persönlich esse auch gern mal scharf, allerdings nicht alles. Passen muss es, dann lange ich auch gern mal zur Schote, Sauce oder zum Pulver. Besonders asiatische Gerichte esse ich natürlich gern scharf. Aber auch mexikanisch darf mal sein.

Was uns allerdings bisher verwehrt blieb, war eine eigene Chili-Ernte. Und wir haben mehrere Versuche gestartet. Einmal scheiterte es am Blattlaus-Befall und das zarte Pflänzchen ging ein. Einmal keimten die Samen gar nicht erst. Irgendwas war immer. Chili-Pflanzen sind eben echte Mimosen und sehr anspruchsvoll. Aber in diesem Jahr! Ist es doch ohnehin das erste Jahr, in dem wir mit einem reich bepflanzten Balkon-Garten ernst gemacht haben. Chilis haben wir auch gesät. Und nach etwa sechs Monaten des Wartens (ja, so lange dauert es) konnten wir es neulich kaum glauben, als die erste wunderschöne rote Chili am Strauch hing. Und kaum war die erste geerntet, gab es für die Pflanzen kein Halten mehr. Täglich ernte ich gerade Chilis. Das schrie nach einer eigenen Sauce. Und zack, da ist sie.

Die Sauce ist asiatisch angehaucht, ein bisschen im Stil der berühmten Sauce mit der fliegenden Gans. Aber natürlich kommt sie selbstgekocht ganz ohne Geschmacksverstärker und Konservierungsstoffe aus. Für die Haltbarkeit sorgt Reisessig. Und weil wir fruchtige Saucen mögen, durften noch ein paar Snackpaprika und Tomaten aus dem Garten mit rein. Wichtig bei der Zubereitung ist es, Einmal-Handschuhe zu tragen und auch die Augen zu schützen. Ein Spritzer ins Auge kann wirklich böse werden, je nachdem, welche Chilis ihr benutzt. Zusätzlich habe ich die Dunstabzugshaube laufen lassen und die Fenster geöffnet, den der Chili-Dunst kann reizend wirken. Ich fand es zum Glück bei uns gar nicht wild, aber Vorsicht ist eben besser als Nachsicht.

Leider kann ich euch nicht sagen, welche Sorte Chilis wir verwendet haben, denn der Liebste hat seine Töpfen beim Anbau nicht gekennzeichnet. Für diese Sauce nehmt gern sehr scharfe rote Chilis, die ihr pur nicht essen würdet. Unsere haben Bumms, aber auch nicht so viel, dass man sie gar nicht essen kann. In der Sauce balanciert sich alles aus zu einer nur pikanten, fruchtigen, sämigen Sauce.

Für ein großes Glas: 

10 größere rote Chilis, gut scharf (ca. 150g)
5 Snackpaprika, gelb oder rot
10 kleine, süße Tomaten
220ml Reisessig
1 EL brauner Zucker
1 TL Salz

Achtung: Bei der Zubereitung Einweghandschuhe und eventuell eine Brille (z.B. Sonnenbrille) tragen, für gute Belüftung sorgen!

Die Chilis, Paprika und Tomaten in kleine Stücke schneiden. Bei den Chilis dabei die Kerne und Scheidewände komplett oder fast komplett entfernen (hier sitzt die heftigste Schärfe). Die Stückchen mit dem Reisessig in einem kleinen Topf 20 Minuten köcheln lassen. Dann Zucker und Salz hinzugeben und rühren, bis es sich aufgelöst hat. Nun die Sauce fein pürieren (dabei aufpassen, dass keine Spritzer ins Gesicht und auf die Haut kommen). Nach Belieben die Sauce durch ein Sieb streichen, damit verbleibende Stückchen oder Kerne herausgefiltert werden. Wir haben diesen Schritt übersprungen. Die Sauce in eine sterilisierte Flasche oder Glas füllen.

Carina

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