{Rezension} Aromenfeuerwerk – Meine Kreative Landküche von Katharina Küllmer

Kennt ihr es auch, dass man seine Lieblingsgewürze fast für alles verwendet? Dabei gibt es eine solche Vielfalt an Aromen, dass wir mehr damit experimentieren müssten. Dafür habe ich heute einen besonders spannenden Buchtipp für euch.

Fakten und Äußerliches:

Aromenfeuerwerk – Meine kreative Landküche„* ist das zweite Buch von Katharina Küllmer und knüpft vom Prinzip her an den Erfolg des Vorgängers „Aromenfeuerwerk – Gerichte mit Gewürzen, Kräutern und Früchten“ an. Das Buch ist im Edition Michael Fischer Verlag erschienen und kostet 29,99 Euro. Es ist 240 Seiten stark und kommt in einem fast quadratischen Format mit schönem, matten Einband. Das Buch ist im September 2017 erschienen. Es beinhaltet über 100 Rezepte, die zeigen sollen, dass man mit den verschiedensten Aromen aus Kräutern und Gewürzen überraschende und köstliche Ergebnisse erzielen kann. Katharina möchte einen großzügigeren Umgang mit diesen Aromen vermitteln, die man Zuhause beim Kochen oft aus Unsicherheit nur sparsam verwendet. Ihr Buch strotzt deshalb von aufregenden Geschmacks-Kombinationen mit verschiedensten Zutaten.  

Design & Fotos:

Wunderschöne Stimmungsbilder, aufwändig fotografierte, dunkel gehaltene Food-Bilder im Landhaus-Stil und übersichtliche Rezeptanleitungen: Mir gefällt das Design des Buchs sehr gut. Die Fotos inspirieren und man fühlt sich plötzlich wie in einer Hütte auf dem Land, wo man alle Zeit der Welt hat, um gut zu kochen. Herrlich! Zu jedem Rezept gibt es ein Bild. Diese spielen die Hauptrolle, weitere Illustrationen gibt es nicht. Ich finde das gesamte Buch sehr stimmig und werde sicher immer wieder gern darin blättern. Katharinas Fotos machen sofort Lust, in die Küche zu gehen und loszulegen.

Kapitel und Rezepte:

Das Buch unterteilt sich nach den vier Jahreszeiten. Für alle Jahreszeiten wird mit Bildern und den unterschiedlich dekorierten Fotos eine entsprechende Stimmung erzeugt. Die Rezepte sind aus allen Kategorien und folgen keiner bestimmten Reihenfolge. Da stehen Snacks und Vorspeisen zwischen süßen Frühstücken und vollen Abendessen. Die Rezepte selbst haben meist mehrere Komponenten und etwas längere Zutatenlisten, als in vielen meiner Bücher. Das kommt schon durch die oft mehreren Gewürze, die den Rezepten das gewisse Etwas geben. Manchmal bauen Rezepte aufeinander auf, wie beim Burrata mit Tomatenmarmelade, für das man erst die Marmelade von einer anderen Seite machen muss. Die Rezepte sind also in der Regel alle nicht für spontanes Kochen geeignet und benötigen etwas Planung. Manchmal braucht es auch etwas speziellere Zutaten, wie zum Beispiel Trüffel, indonesische Sojasauce oder die spanische Wurst Fuet. All das finde ich aber nicht schlimm, denn das Buch möchte ja auch keine schnelle Feierabendküche zeigen. Stattdessen geht es hier ganz bewusst um Slow Food, das man zelebriert und bei dem man alle Komponenten selbst macht, um ganz besondere Ergebnisse zu erhalten. Wer gern kocht und Zeit damit verbringt, wird hier auf seine Kosten kommen.

Nachmach-Liste und ausprobierte Rezepte:

Ich habe bislang fünf  Rezepte ausprobiert: Gedämpfte Teigtaschen mit Frischkäse-Spinat-Füllung, Hackbällchen in Thymian-Pilz-Sauce (kein Bild), den herzhaften Frühstückskuchen, das Kürbis-Salbei-Brot und den Herbstsalat. Bei den Teigtaschen hat mir sehr gut gefallen, dass der Teig ohne spezielle Zutaten aus dem Asialaden gemacht wird und wirklich super funktioniert. Die Taschen möchte ich noch mal mit einer würzigeren Füllung ausprobieren, aber uns haben sie gut geschmeckt. Der Frühstückskuchen mit Erbsen, Zucchini und Ricotta schmeckte frisch und wie eine sehr saftige Quiche ohne Boden. Die Hackbällchen waren lecker. Der Herbstsalat hatte mich sofort beim Blättern angesprochen und schmeckte sehr aromatisch und besonders. Er würde auch eine tolle, edle Vorspeise abgeben. Einzig das Kürbis-Salbei-Brot hat leider nicht so toll funktioniert. Durch viel Kürbis war es trotz fast doppelter Backzeit nicht vollständig durchgebacken und war nur teilweise genießbar. Trotzdem: Bei der Rezeptvielfalt im Buch wartet ganz sicher auch noch einiges darauf, ausprobiert zu werden. Zum Beispiel bin ich gespannt auf den frühlingshaften Kartoffelsalat mit grünem Spargel, die Teigtaschen mit karamellisiertem Hack, das Granola mit Tonkabohne und Kardamom, den Burrata mit Tomatenmarmelade, und und und…

Zusammenfassung & Fazit:

Ich finde Katharinas neues Buch klasse. Für Anfänger am Herd würde ich es nicht unbedingt empfehlen, da die langen Zutatenlisten und einige Zutaten schnell überfordern. Für „Aromenfeuerwerk“ muss  man sich Zeit nehmen und Lust zum Kochen haben. Dann wird das Buch einen inspirieren und so manche kleine Geschmacksexplosion bescheren. Schon das Blättern macht Spaß. Das Buch wird bei mir auf jeden Fall dauerhaft ein Plätzchen haben und immer mal wieder zu besonderen Anlässen gern hervorgeholt werden. Besonders für gemütliche Abende mit Freunden mit vielen kleinen Gerichten auf dem Tisch sehe ich mich hieraus kochen. Zwar finde ich den Preis mit knapp 30 Euro nicht gerade niedrig, aber man bekommt hier auch ein tolles Gesamtwerk.

Kennt dir bereits eines von Katharinas Büchern und wie findet ihr es?

Carina

P.S.: Alle meine bisherigen Rezensionen findet ihr übrigens hier in der Übersicht.

*Das Buch wurde mir freundlicherweise vom EMF Verlag für die Rezension zur Verfügung gestellt. Meine Meinung bleibt davon aber unbeeinflusst. Ich empfehle euch natürlich nur, was mir tatsächlich gefällt. Die Links sind teilweise Affiliate-Links. 

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