Tajjeb – Tartines mit pochiertem Ei, Aubergine, Kichererbsen und Ricotta

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Der Teil dieses Haushalts, der nicht Foodblogger sondern Foodblogger-Testesser ist, hat eine starke Abneigung gegen Auberginen. Und auch gegen Zucchini, Fenchel, Blutorangen und viele andere leckere Dinge. Natürlich könnte ich sie mir jederzeit allein machen, tue ich aber viel zu selten. Als ich dieses Sandwich namens Tajjeb im Buch „Eat in my Kitchen“ von Meike Peters*, vom gleichnamigen Blog gesehen habe, wusste ich aber sofort, dass ich das ausprobieren muss. Sandwich ist eigentlich kein adäquater Name für diese Köstlichkeit. Eigentlich handelt es sich um kleine Tartines, die hier in sehr luxuriöser Weise mit viel Belag zum Hauptgericht werden.  „Tajjeb – Tartines mit pochiertem Ei, Aubergine, Kichererbsen und Ricotta“ weiterlesen

{Fernweh} Samosas von Hase im Glück

Ihr Lieben, heute habe ich mal wieder einen tollen Gast für euch. Sandras Blog Hase im Glück lese ich mit großer Begeisterung, denn ihre wunderbaren Rezepte aus den unterschiedlichsten Inspirationsquellen kombiniert sie immer mit einer lustigen Geschichte aus dem Alltag. Ich habe schon so manches Mal laut lachen müssen und finde es sehr sympathisch, dass sie offenbar wie ich selten ein Fettnäpfchen auslässt. Ach ja, und Sandras Blog solltet ihr nicht anklicken, wenn ihr schon akuten Hunger habt. Denn ihre Bilder sorgen nur dafür, dass der noch viel schlimmer wird…wie auch bei diesen Samosas hier. Toll, dass du dabei bist, liebe Sandra!

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Liebe Carina, liebe Raspberrysue-Leser,

ich freue mich sehr, dass ich heute bei Euch zu Gast sein darf! Carina hatte mir geschrieben, dass es sie nach mehr als zwei Jahren im Ausland wieder nach Good-Old-Germany verschlagen hat und natürlich helfe ich gerne hier mit aus, damit sie sich so entspannt wie möglich wieder einleben kann.

Bevor ich mit meinem Rezept loslege, möchte ich mich bei Euch vorstellen. Ich heiße Sandra, bin 39 Jahre alt und wohne in München. Auf meinem Blog „Hase im Glück“ dreht sich alles um Food und das, was mich glücklich macht. Es wird mit viel Liebe, Herzblut und Enthusiasmus gerührt, geschnibbelt, gebacken, gebrutzelt, experimentiert, dekoriert, fotografiert, getextet und nicht zuletzt gegessen! Und dann, eingebettet in kleine Geschichten aus meinem Alltag, für meine lieben Leser auf meinem Blog veröffentlicht.

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Carinas Motto „Fernweh-Rezepte“ finde ich grandios. Ich bin zwar nicht so eine Weltenbummlerin wie Carina, aber Reisen ist eine absolute Leidenschaft von mir. Bis vor ein paar Jahren bin ich mit einem Rucksack losgezogen und habe viele Fernreisen unternommen. Ob Südost-Asien, Afrika oder Südamerika – ich bin unheimlich dankbar dafür, dass ich viele tolle Erfahrungen auf meinen Reisen erleben und Eindrücke, die mir keiner mehr nehmen kann, sammeln durfte. Auch in Europa gibt es wundervolle Plätze und schöne Ecken – also Carina, nicht traurig sein, dass Du wieder da bist!

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Obwohl jede meiner Reisen auf ihre ganz eigene Art und Weise großartig war, hat mich am nachhaltigsten mein erster Afrikaurlaub beeindruckt. Ohne große Erwartungen bin ich vor mehr als zehn Jahren am Flughafen Arusha in Tansania aus dem Flieger gestiegen und dachte, der Himmel knallt mir auf den Kopf. Es hat sich so angefühlt, als könne man die Wolken einfach runter picken. Die Weite des Landes, die Tiere, die Menschen … ich habe mich sofort in Afrika verliebt.

Kulinarisch gesehen hat Ostafrika auch einiges zu bieten, wobei es selbstverständlich vor allem darauf ankommt, dass die Menschen satt werden. Die Grundlage bildet der sogenannte Ugali, ein Getreidebrei aus Maismehl, der zu einer relativ festen Konsistenz gekocht wird. Dazu gibt es dann Eintöpfe, die je nach Region verschiedene Gemüsesorten, Lamm-, Ziegen-, Rind- oder Hähnchenfleisch oder in den Küstenregionen Fisch enthalten.

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Ein sehr beliebter Snack bzw. eine häufig angebotene Vorspeise sind Samosa. Wer sich jetzt denkt: „Samosa? Sind die nicht typisch indisch?“ hat Recht, aber man muss wissen, dass in Ostafrika viele Inder leben und die Samosa quasi mitgebracht haben.

Egal ob am Straßenverkauf oder auf dem Markt – Samosa bekommt man in Tansania und anderen ost- bzw. zentralafrikanischen Ländern an jeder Ecke. Oft werden Samosa mit Essensresten wie Curries oder Hackfleischgerichten gefüllt, sie lassen sich herrlich snacken und es scheint so, als hätte jeder Samosa-Verkäufer sein ganz spezielles, gut gehütetes Familienrezept, was die Teilchen angeht.

Ich habe mich für zwei sehr traditionelle Füllungen entschieden. Zum einen gibt es Samosa mit einer Hackfleisch- und zum anderen mit einer Kartoffel-Erbsen-Paprika-Füllung.

Beim „Befüllvorgang“ haben mir vor allem die Bilder auf dem Blog tasteoftravel geholfen – diese findet Ihr HIER, aber es gibt aber auch sehr witzige indische YouTube-Videos zu dem Thema.

Jetzt wünsche ich Euch fröhliches Frittieren und dir, Carina, eine spannende Wiedereingewöhnungszeit in der Heimat.

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Zutaten Samosa (ca. 12 bis 15 Stück)

Samosa-Teig

250 g Dinkelmehl
125 g Weizenmehl
200 ml Wasser
2 El Sonnenblumenöl
1,5 Tl Kurkuma
1 Tl Salz
0,5 Liter Sonnenblumenöl

Hackfleisch Füllung

2 Zwiebeln
500 g Rinderhackfleisch
Salz, Pfeffer
1/4 Tl Kurkuma
2 Grüne Chilies
1 Bund Koriander

Füllung mit Kartoffeln, Erbsen und Paprika

500 g Kartoffeln
2 Tl Koriandersamen
1 Zwiebel
3 cm frischer Ingwer
200 g Tiefkühlerbsen
2 grüne Paprikaschoten
1 1/2 TL Garam Masala
1 El Zitronensaft
2 Tl Salz

Zubereitung Samosa

Samosa-Teig

Dinkel- und Weizenmehl mischen und mit Wasser, Öl und Kurkuma zu einem glatten, geschmeidigen Teig mindestens 5 Minuten kneten bis er weich und elastisch ist. Mit einem Küchentuch abdecken und 20 Minuten ruhen lassen.

Hackfleisch Füllung

Zwiebeln abziehen und in Würfel schneiden. Das Fleisch und Zwiebeln bei mittlerer Hitze anbraten. Mit Salz, Pfeffer und Kurkuma würzen.

Koriander waschen, trocken schütteln, die Blätter von den Stielen entfernen und grob hacken. Chilies waschen, die Kerne entfernen und in kleine Würfel schneiden.

Wenn die Bratenflüssigkeit komplett eingekocht ist, grünen Chili und Korianderblätter unter das Hackfleisch rühren und das ganze etwas abkühlen lassen.

Füllung mit Kartoffeln, Erbsen und Paprika

Die Kartoffeln schälen, in kleine Würfel schneiden und in Salzwasser ca. 10 Minuten bissfest kochen.

Zwiebel und Ingwer schälen und in kleine Würfel schneiden.

Etwas Sonnenblumenöl in einer Pfanne erhitzen und die Koriandersamen darin ca. 15 Sekunden andünsten. Zwiebel und Ingwer hinzugeben und ca. 5 weitere Minuten dünsten. Kartoffeln, Erbsen, Paprika, Salz und Garam Masala ebenfalls dazugeben und alles unter ständigem Rühren ca. 10 Minuten anbraten. Mit Salz, Pfeffer und etwas Zitronensaft abschmecken. (Wenn die Füllung zu flüssig sein sollte, mit etwas Mehl binden)

Fertige Samosa

Den Teig in 12 Portionen teilen, zu Kugeln rollen und jede Kugel zu einem Kreis mit ca. 15 cm Durchmesser ausrollen (ich habe eine Müslischüssel als „Schablone“ verwendet, denn je perfekter der Kreis ist, umso einfacher lassen sich die Taschen befüllen).

Die Kreise halbieren, falten (siehe mein Tipp oben) und mit ca. 2 El Füllung füllen. Ränder dünn mit Wasser bestreichen und die Samosa falten. Auf ein mit Mehl bestäubtes Backblech legen.

Wenn alle Samosa fertig gefüllt sind, in einer Pfanne ca. 3 Finger hoch Sonneblumenöl erhitzen bis an einem hineingehaltenen Holzkochlöffelstiel Blasen aufsteigen. Samosa in dem heißen Öl portionsweise ca. 2 bis 3 Minuten unter Wenden goldbraun und knusprig frittieren. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und am besten noch lauwarm essen.

Liebe Sandra, danke für deinen wunderbaren Post und die leckere Vertretung! Ich habe dir ja schon erzählt, dass mir Samosas bisher nicht so gelingen wollten. Vielleicht wage ich einen neuen Versuch, die sehen so gut aus…

Einen schönen Sonntag euch allen! ❤

Carina

Fingerfood-Week: Möhren-Curry-Creme auf Roggenbrot

IMG_5074Hui, so schnell geht das. Da werden ein paar vorbereitete Urlaubs-Posts mal schnell zur Fingerfood-Week. Super oder? Das heutige Rezept kann man zwar auch als Rezept für einen leckeren Aufstrich sehen, aber ich finde es als kleines Canapé ebenfalls ganz fantastisch. Nun habt ihr schon zwei Fingerfood-Rezepte gesehen, nach denen sich diese Creme nun einreiht und bisher vielleicht mein absoluter Liebling ist. Sie ist pikant und lecker, ein bisschen außergewöhnlich und leicht orientalisch. Lohnt sich also. Dazu ein leckeres Roggenbrot oder ein paar Pumpernickel…Traum!IMG_5072Natürlich könnt ihr auch anderes Brot verwenden, aber mir hat es die Kombi mit dem Roggenbrot angetan. Ich habe dafür dieses Brot, das ich vor einigen Wochen vorgestellt habe, mit einem Ausstecher zu kleinen Sternchen verarbeitet, hübsch oder? IMG_5075Für ein Schälchen Möhren-Curry-Creme:

1 Zwiebel
1 Stück Ingwer (ca. 1 cm)
1 EL Butter
2 Möhren
2 Frühlingszwiebeln
100g Frischkäse
1-2 TL Currypulver
Salz
Pfeffer

Zwiebel schälen und würfeln. 1 EL Butter in der Pfanne zerlassen und Zwiebel darin anbraten. Ingwer zugeben und kurz mitbraten. Abkühlen lassen.

Möhren schälen und raspeln. Frühlingszwiebeln kleinschneiden. Übrige Butter mit Frischkäse vermengen, Currypulver unterrühren. Alle anderen Zutaten zugeben und gut vermischen. Mindestens eine Stunde durchziehen lassen. Dann aus Roggenbrot kleine Kreise oder Sterne ausstechen und mit der Creme bestreichen. Aufessen!IMG_5070Die Creme reicht locker für ein Tablett voll kleiner Canapés oder aber für drei bis vier Frühstücksbrote. Wird bei uns definitiv noch einmal gemacht!

Knusprige Easy Peasy Wan-Tans mit Garnelen

Ihr Lieben, heute war der erste Tag in diesem Urlaub, an dem ich mich richtig entspannen konnte. Wie das immer so ist, ist Urlaub Zuhause bei Familie und Freunden zugleich schön und stressig. Heute aber war ich mit meiner Mutter in Hamburg bummeln. Es war klirrend kalt und als wir Zuhause waren, habe ich mich mit einem heißen Tee in die heiße Badewanne gelegt und die Seele baumeln lassen. Gibt es etwas Besseres. Mein Geheimtipp, der das Ganze noch besser macht: Dabei Hörspiele auf dem iPad hören. Ja, ich oute mich hier und heute als brennender TKKG- und Die drei ???-Fan. Als Kind gemocht, nie aufgegeben. Meine Sammlung ist gigantisch. Und da es immer weniger Kassetten gibt, die ich für Hörspiele weiterhin bevorzuge, und ich auch viel auf Reisen bin, ziehe ich mir die neuen Folgen auf mein Tablet. Wirklich unschlagbar auf einer langen Flugreise oder eben beim Chillen in der Badewanne. Hach.

Deswegen bekommt ihr heute ein Rezept, dass ich schon eine Weile hier liegen habe und das noch auf seine Veröffentlichung gewartet hat. Das tut seinem Geschmack keinen Abbruch, es ist soooo lecker und herrlich einfach!IMG_4972

Für 10 Wan Tans mit Garnelen:

6 Blätter Filoteig
5 EL Erdnussmus
5 EL Austernsauce
10 Garnelen
10 Zahnstocher

Die Filo-Blätter am besten zu Dreiecken zerschneiden, die sich später bequem aufrollen lassen. Eventuell immer zwei Lagen verwenden. Auf ein Dreieck einen Klecks Erdnussmus und Austernsoße geben. Dann jeweils eine Garnele darauf platzieren und den Filoteig darüber zusammenrollen. Mit einem Zahnstocher befestigen. Alle Wan Tans auf ein Backblech geben und bei ca. 175°C 10-15 Minuten backen, bis der Teig knusprig und goldbraun wird. Mit einer Sweet Chili Sauce oder einem Dip nach Wahl servieren.
IMG_4971Keine Angst, auch in meinem Urlaub bastele und backe ich fließig und sammle vor allem Ideen. Leckere Küchlein wurden gestern schon geknipst. Und eine große Tüte Bastelmaterial wird mit mir die Heimreise antreten. Ihr dürft gespannt sein. Es wird lecker und kreativ 🙂 Vielleicht aber erst teilweise nach dem Urlaub, wenn ich wieder die heimischen Möglichkeiten habe.