{Saisonal schmeckt’s besser} Vietnamesische Pfannkuchen mit Mairübchen

Bei diesen Temperaturen liebe ich es frisch und knackig. Die vietnamesischen Pfannkuchen sind würzig, belegt mit knackigen Toppings und sind eine leckere Alternative zum Salat an heißen Tagen.

Deutschland scheint ja derzeit in zwei Hälften geteilt zu sein: In einer ist es nass und kalt, und in einer hochsommerlich warm und trocken. Potsdam gehört eindeutig in die zweite Kategorie. Das hat dazu geführt, dass ich derzeit meinen Kochplan eher selten einhalten und es jeden zweiten Tag nur Salat gibt. Aber das kann irgendwann langweilig werden. Die vietnamesischen Pfannkuchen sind da eine tolle Abwechslung, denn man muss nur kurz den Herd anwerfen und das Topping ist schööön knackig und würzig. Und weil sie uns so gut geschmeckt haben, wurden sie direkt mein Beitrag für diesen Monat im großen Blogger-Saisonkalender „Saisonal schmeckt’s besser“.

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{Lecker Fermentiert} Radieschen-Kimchi

Fermentieren ist Trend. Es ist ursprünglich, gesund und lässt sich mit vielen heimischen Gemüsesorten machen. Ich muss sagen, dass er mich nicht ganz erreicht hat, denn bisher waren meine Fermentier-Versuche eher nicht so lecker. Aber jetzt! Radieschen-Kimchi heißt meine fermentierte Liebe.

5 Tage musste ich Warten, schlich jeden Tag nervös um das Glas herum und der Sud ließ meine Küche so lecker und würzig riechen. Und dann gab es das Happy End. Das Radieschen-Kimchi ist einfach richtig lecker. Mir gefällt daran außerdem sehr gut, dass es super schnell im Glas ist und nur Zutaten verlangt, die ich ohnehin meistens Zuhause habe. Ich esse es sehr gern Abends zum Schwarzbrot oder zu einer Bowl mit Sushireis und mehren kleinen Gemüse-Beilagen. Eine Rezept damit zeige ich euch bald auch noch.  Nachmachen wird dringend empfohlen!  „{Lecker Fermentiert} Radieschen-Kimchi“ weiterlesen

Kinderleichtes Hühnchen in Erdnuss-Sauce mit einer Geheim-Zutat

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Dieses Gericht ist Feierabend-Küche vom Feinsten: Es ist im Handumdrehen fertig, braucht nur wenige Zutaten und schmeckt so lecker! Hühnchen in cremiger Erdnuss-Sauce mit einer Geheimzutat…

Ihr Lieben, falls ihr Geschwister habt, könnt ihr wahrscheinlich ein Lied davon singen: Geschwister weiß man erst so richtig zu schätzen, wenn man erwachsen ist und nicht mehr unter einem Dach wohnt. So ist es auch bei mir und meinem Bruder. Vor fünf Jahren hätte ich es nicht gedacht, aber mittlerweile verstehen wir uns einfach richtig gut. So gut, dass mein Brudi mich sogar letztes Jahr das erste Mal mit seiner Freundin für ein verlängertes Wochenende in Dresden besucht hat. Ich freue mich jedes Mal sehr, wenn wir uns sehen. Und es ist immer lustig. Natürlich necken wir uns immer noch, aber das gehört einfach dazu. Geschwisterliebe eben. „Kinderleichtes Hühnchen in Erdnuss-Sauce mit einer Geheim-Zutat“ weiterlesen

{Lunch to-go} Gebratener Reissalat mit Erdnuss-Dressing

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Ich habe in der letzten Zeit meine neu angekündigte Reihe etwas vernachlässigt. Und dabei wollte ich euch doch immer mal wieder ein schönes Essen zum Mitnehmen zur Arbeit zeigen! Jetzt kommt endlich Nummer 2. Dabei brauche ich solche Rezepte im Moment mal wieder häufig. Nur mit der Zeit zum Fotografieren ist es im Moment etwas knapp.  „{Lunch to-go} Gebratener Reissalat mit Erdnuss-Dressing“ weiterlesen

{Feierabendküche} Reisnudeln mit Sesamtofu – eine kleine Geschmacksexplosion

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Ihr Lieben, momentan tut sich hier im Hintergrund einiges. Ich plane bereits den nächsten Umzug, schreibe fleißig Bewerbungen, für den Blog gibt es einige Pläne und nebenbei versuche ich, den bei uns herrschenden Frühsommer auszukosten. Ach ja, und auch für die Uni ist bis zum Ende des Semesters noch einiges zutun. Was mich in solchen Phasen wieder runter holt und zufrieden stellt ist gutes und gesundes Essen. „{Feierabendküche} Reisnudeln mit Sesamtofu – eine kleine Geschmacksexplosion“ weiterlesen

{Dreifacher Dessert Mango Tango} Mango Overload

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Ihr Lieben, ihr kennt mittlerweile schon ein bisschen meine Mango-Schwäche. Neben Kirschen und so mancher Beere sind sie mein absoluter Sommerfavorit. Bevor man nun bald wirklich nicht mehr Spätsommer sagen darf, musste ich noch einmal ein Sommerrezept rausholen! Meine Liebe zur Mango entstand, ihr ahnt es, während meiner Zeit in Thailand. Ich konnte nur wenige Sätze Thai, aber neben Hallo, Tschüss, Danke und Bitte war das vor allem: „Eine Wassermelone, eine Mango und eine Ananas, bitte!“ Das habe ich nämlich jeden morgen dem freundlichen Mann mit seinem Glaswägelchen gesagt, der immer ganz viel frisches Obst auf Eis enthielt. Er hat es mir dann alles schnell aufgeschnitten, mit einem Piekser in ein Tütchen gefüllt, und für wenige Cents überlassen. Das war immer mein Frühstück, mhmmmm! (Dabei hat er nett gegrinst über meine laienhaften Sprachkenntnisse..)

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Aber eigentlich habe ich Mango zu jeder Tages- und Nachtzeit gern gegessen. Die Thais essen am liebsten unreife, noch grüne Mango, die man in Chilizucker dippt. Ich mochte sie gelb und vollreif. Deswegen wurde das bekannte Mango and Sticky Rice Dessert mein absoluter Liebling. Nichts für einen strengen Diätplan, aber sooooooo gut! Ich habe das ganz oft einfach statt Abendessen gegessen (öhm…nur ein BISSCHEN ungesund..). Als ich wieder zurück in Deutschland war, musste diese neue Sucht gefüttert werden, deswegen habe ich mir ein Rezept gesucht und es einfach selbst gemacht. Ist ein kleines bisschen aufwendiger, aber es lohnt! Und bei meinen Mangos bin ich seit Thailand eigen: Unreif gepflückte Südamerikanische Mangos kommen mir nicht mehr in den Einkaufswagen. Die sind nichts gegen reife, saftige, gelbe Mangos aus Asien. Ich kann euch daher nur raten: Macht den Gang zum Asialaden, und lasst euch verzehrreife asiatische Mangos bestellen (wenn sie nicht schon da sind). Es lohnt.

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Dieses Dessert wollte ich euch schon lange zeigen, musste aber auf die Mangozeit warten. Jetzt ist sie schon fast wieder vorbei, aber eben nicht ganz. Also gab es endlich wieder gedämpften, klebrigen süßen Kokosreis mit safitger Mango und Kokossauce. Mjam.

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Zusätzlich habe ich noch zwei schnelle Eisvarianten für euch, die ebenfalls richtig gut schmecken. Einmal Mango-Lassi am Stiel und einmal Mango Frozen Yogurt. Wer keine Mango mag, ist hier heute falsch!

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Für 6 Mango-Lassi-Eis am Stiel:

1 reife gelbe Mango
200g griechischer Joghurt
2-3 TL Puderzucker

Die Mango schälen, das Fruchtfleisch klein würfeln und fein pürieren. Mit 1 EL Jogurt in einem Schälchen verrühren. In einem anderen Schälchen den restlichen Joghurt mit Puderzucker abschmecken. Wenn die Mango reif genug ist, sollte für die Fruchtmischung kein Puderzucker mehr nötig sein, ansonsten einfach ebenso auf die gewünschte Süße abschmecken. Nun sechs Förmchen für Eis am Stiel abwechselnd mit einem gehäuften Esslöffel Mangomus, dann mit Joghurt füllen, bis sie voll sind. Alternativ kann man für ein oder zwei Förmchen auch einfach den Rest der beiden Komponenten verrühren und das ganze Eis wird zart orange – ganz nach Gusto!

Für den Mango Frozen Yogurt

habe ich mal wieder dieses Rezept verwendet, dass perfekt funktioniert. Anstatt der Kirschen habe ich eine ganze reife Mango püriert. Ansonsten ist das Rezept 1:1 anwendbar.

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Für den Sticky Rice mit Mango und Kokossauce:

200g weißer Klebreis (Asialaden)
300ml Kokosmilch
2 reife gelbe Mangos
2 El Speisestärke
50ml Wasser
60g Zucker  + 2-3 TL (wenn vorhanden Palm- oder Kokoszucker)
1 Prs. Salz

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Den Reis für 3 Stunden in Wasser einweichen. Wer einen Reisgarer für Klebreis oder ein Garkörbchen für den Wok benutzt, ignoriert die nächsten Sätze und bereitet den Klebreis zu wie gewohnt. Im Folgenden beschreibe ich meine Behelfsmethode…Achtung, nichts für große Portionen!

Reis Abtropfen lassen und in ein mit einem sauberen Geschirrtuch oder Mulltuch ausgelegtes Sieb geben. Einen Topf mit Wasser zum Kochen bringen und das Sieb darüberhängen. Am besten mit einem Topfdeckel bedecken. Gelegentlich prüfen, ob der Reis schon quillt und ggf. „umrühren“. Das Quellen dauert ca. 30 Minuten. 100ml Kokosmilch mit dem Wasser, 60g Zucker und einer Prise Salz in einem kleinen Topf vermischen und erwärmen, bis alles homogen ist. Die Mischung mit dem fertig gequollenen Klebreis vermischen und 10 Minuten ziehen lassen.
Für die Kokossauce 200ml Kokosmilch mit dem restlichen Zucker erwärmen. Die Speisestärke mit etwas Wasser glatt rühren und dazugeben. Aufkochen, bis die Sauce etwas andickt und vom Herd nehmen. Die Mangos schälen und in Streifen schneiden. Den Reis portionsweise mit etwas Mango und Kokossauce anrichten. (Man kann davon als Dessert wirklich nicht so viel essen, er sättigt sehr!)

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Asian Obsession: Noodle Salad with Soy Dressing

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Trotz meiner ausgewachsenen Obsession für asiatisches Essen gab es hier – erschreckenderweise – längere Zeit nichts Fernöstliches zu sehen. Wie kann das sein?

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Dieser superschnelle Nudelsalat entstand an einem Abend, als ich schon großen Hunger und wenig im Kühlschrank hatte. Außerdem wollte der Mann unbedingt Asia. Ooooh, ich hasse es, wenn ich schon richtig Hunger habe, und er dann ein Reisgericht vorschlägt. Dünnes Eis! Im hungrigen Zustand ist mit mir nicht zu spaßen. Also lieber was schnelles. Da fiel mir das angefangene Päckchen Eiernudeln in die Hände, und zack! Im Handumdrehen war der Nudelsalat fertig. (Dass ich dann trotz Hunger noch 20 Minuten fotografieren musste, ist eine Foodblogger-Krankheit).

Lasst euch bitte von der langen Zutatenliste nicht abschrecken. Der Star dieses Nudelsalats ist wegen seiner Einfachheit klar das Dressing. Dieses Dressing ist – wie so oft in gutem asiatischen Essen – eine richtig tolle Kombi aus süß, scharf, sauer und bitter. Beherztes Abschmecken ist also unbedingt erwünscht und vonnöten! Die meisten Zutaten hat man aber meistens ohnehin im Vorrat.

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Als Hauptgericht für zwei Personen:

300g Eiernudeln
2 Möhren
1/4 Salatgurke
1 Bund Frühlingszwiebeln
1 EL Sesam
1/2 Limette
3 EL Sojasoße
1/2 TL Sriracha
1 TL Honig
1 Knoblauchzehe
1 Msp geraspelter Ingwer/ Ingwerpulver
einige Korianderblätter/ 1 Prs. Korianderpulver
1 TL Weißweinessig

Nudeln in Salzwasser bissfest garen, das Wasser abgießen und etwas abkühlen lassen. In der Zwischenzeit Möhren und Gurke in kleine Schnitze und die Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden. Beiseitestellen und aus den anderen Zutaten außer dem Sesam das Dressing anrühren. Nun die abgekühlten Nudeln mit dem Gemüse in einer Schüssel anrichten, das Dressing darüber geben und mit reichlich Sesamsamen bestreuen.

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Übrigens habe ich nächste Woche mal wieder ein paar Leute zum Essen eingeladen. Eigentlich wollte ich etwas anderes kochen, aber es wurde ziemlich einstimmig nach thailändischem Essen verlangt. Deswegen mache ich mich jetzt an meine Menüplanung – wenn etwas Zeit bleibt, bekommt ihr vielleicht davon auch etwas zu sehen!

 

Asiatische Spinat-Erdnuss-Pasta – schnell und saulecker

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Heute habe ich mal wieder etwas herzhaftes aus der Sparte „Feierabendquickie“ für euch. Diese Pasta ist in 15 Minuten auf dem Teller. Sie ist wunderbar cremig-nussig und ich habe mich gleich verliebt. Bitte entschuldigt das Bier ist Bild…das hat sich da so reingemogelt. Aber auch, wenn ich damit rein gar nichts Zutun habe, kann ich euch aus meiner Thailand-Zeit sagen, dass ein kühles Bier einfach das allerbeste zu asiatischem Essen ist! Oder natürlich alternativ ein kalter Ananasshake, nom nom.

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Lasst es euch schmecken! Bei den lauen Temperaturen derzeit am besten auf der Terasse oder dem Balkon. Ich gehe jetzt joggen, denn das schöne Wetter muss ausgenutzt werden!

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Spinat-Erdnuss-Pasta:

1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1cm frischer Ingwer
200g Asia-Nudeln (Eiernudeln)
200g frischer Blattspinat
100ml Kokosmilch
100ml Gemüsebrühe
2 gehäufte EL Erdnussbutter (crunchy)
ein paar Spritzer Sriracha (oder andere Chilisauce)
Zitronensaft von 1/4 Zitrone
2 EL gesalzene Erdnüsse
Salz + Pfeffer

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Die gehackte Zwiebel, den klein gehackten Ingwer und die gepresste Knoblauchzehe in etwas Öl in einer großen Pfanne andünsten. Derweil die Eiernudeln nach Packungsanweisung garen. Den Blattspinat waschen und dann 2 Minuten mitdünsten, bis er komplett zusammengefallen ist. Mit Gemüsebrühe und Kokosmilch ablöschen, dann die Erdnussbutter unterrühren. Mit scharfer Sauce, Salz und Pfeffer würzen und mit den Eiernudeln  und mit Ernusskernen bestreut servieren.

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Mein Asien in Bildern – Teil 1

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Langes Wochenende auf Ko Samet – Erholung pur und wunderbare Strände!

Ihr Lieben, ich habe euch vor Kurzem einen Asien-Bilderpost angekündigt. Einige von euch haben meine Hoffnung, dass euch das vielleicht interessiert, so lieb bestätigt und bekräftigt, dass ich mich sehr gefreut habe. Ich wollte euch nicht zu lange warten lassen und habe mich deshalb an die Arbeit gemacht. Und nun mein Dilemma: Ich konnte mich einfach nicht entscheiden. Es wurden so viele Bilder, die ich euch zeigen möchte, dass ich kurzerhand beschlossen habe, zwei Beiträge daraus zu machen. Deshalb bekommt ihr heute einen Teil, der zweite kommt dann nächste Woche. Vorsicht, das werden zwei laaange Beiträge!

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Bangkok zur Rush Hour in der Dämmerung

Asien macht es einem wahnsinnig einfach beim Fotografieren. Ich empfand alles aufregend. Die Farben sind schillernder. Die Natur spektakulärer. Die Menschen interessierter. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie viele Bilder ich in meinen neun Monaten dort geknipst habe.

Heute möchte ich euch ein paar Bilder von Bangkok und kürzeren Trips zeigen. Nächste Woche gibt es dann Bilder von einer längeren Reise durch drei Länder.

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Strandrestaurant am Abend, ebenfalls auf Ko Samet

Ko Samet ist die nächste Insel, die man von Bangkok aus für ein Wochenende erreichen kann. Je nachdem, an wievielen Palmen der Fahrer anhält, um Reissäcke ab- oder Hühner aufzuladen, braucht man 2-5 Stunden. Dann setzt man ca. 1 Stunde mit kleinen Schiffen über. Wir schliefen dort in einem kleinen Bungalow aus Holz auf Pfählen in einer einsamen Bucht. Dort gab es nur zwei oder drei andere Bungalows und man schlief beim Rauschen des Meeres ein. Am nächsten Morgen hatte man direkt wieder den Blick auf die kleine wilde Bucht unten. Wirklich traumhaft! Das Wochenende bestand aus langes Strandspziergängen, schlafen im Sand, Baden und ab und zu zum Banana Pancake Man rüberschlurfen um einen Pancake zu verdrücken. Perfekt!

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Wunderschöne, wilde Bucht auf Ko Samet.
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Obstverkäufer am Strand. Mango und Ananas gehen immer!

Ayutthaya war früher die Stadt des Königssitzes und ist sehr geschichtsträchtig. Heute besteht die halbe Stadt aus alten Tempeln und noch älteren Tempelruinen. Die wenigen Menschen dort leben vollkommen vom Tourismus. Die Stadt ist in ca. zwei Stunden von Bangkok mit dem Zug zu erreichen. Überhaupt ist schon die Zugreise ziemlich aufregend, wenn man dieses Fortbewegungsmittel nicht zugunsten teurer Hotelbusse gleich ausschließst. Ayutthaya ist zu einem großen Teil von einem Fluss umgeben und man kann mit dem Boot die einzelnen Tempel anfahren. Außerdem gibt es einen schwimmenden Markt. Eine Tagesreise ist ausreichend, um das wichtigste zu sehen.

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Frühling in der alten Königsstadt Ayutthaya
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Blick auf Ayutthaya vom Boot
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Buddha in einer Ruine in Ayutthaya

Meine Reise nach Rangun war eher spontan und nur ein Wochenende lang, da die Flüge günstig waren. Es reizte mich, dieses Land zu besuchen, was doch jahrzehntelang eine geschlossene, abgeschottete Militärdiktatur war. Nun öffnet es sich langsam und die Wirtschaft wächst immer rasanter. Der Tourismus ebenfalls, aber zu diesem Zeitpunkt erkannte man die wenigen Touristen vom eigenen Flug an den interessanten Sehenswürdigkeiten stets wieder. Dagegen waren wir weißen Mädchen eher eine kleine Attraktion und mussten mit Einheimischen Fotos machen. Die Menschen und das Land dort haben mich fasziniert. Es war anders und wunderschön und irgendwie noch unberührt von Tourismus und Weltpolitik. Die Zeit läuft langsamer. Die Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel die Schwedagon-Pagode, waren umwerfend. Verfallene Kolonialarchitektur und Armut sind leider auch allgegenwärtig.

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Kinder verkaufen Rambutan in Rangun, Myanmar
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Kleine Kindernonnen in Rangun, Myanmar
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Altes Schiff in Myanmar – leider bei schlechtem Licht, aber zu schön, um es nicht zu zeigen!

Und zuletzt ein paar Eindrücke von meinem geliebten Bangkok. Ich vermisse manchmal sogar den geschäftigen Lärm, der so anstrengend sein kann. Ich werde zurückkehren!

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Tempel in Bangkok mit Pagode
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Seerose in einem Tempel in Bangkok
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Goldene Buddhas im Tempel
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Ausblick von meinem Balkon um sieben Uhr morgens.
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Statue im Tempel
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Nochmal Rush Hour

 

Ich hoffe, die Bilder gefallen euch. Zwischen all den Rezepten ist das ja mal wieder ganz was anderes 🙂 Ein schönes Wochenende euch allen!

 

Erinnerungen an Bangkok: Tom Kha Gai

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Im Jahr 2012 habe ich neun Monate lang in Bangkok gelebt und gearbeitet. Was als ein großes Abenteuer und Reise ins Ungewisse begann, wurde zu einer der besten Entscheidungen, die ich bis dahin getroffen hatte. Ich war vorher noch nie in Asien und es hatte mich auch nicht besonders angezogen. Eigentlich war bis kurz vor Abreise ein anderer Ort für die neun Monate geplant. Plötzlich musste ich innerhalb von wenigen Wochen komplett neu planen und entscheiden, ob ich mich ohne jegliche Kenntnisse oder Ahnung, was mich erwartet, nach Asien versetzen lasse. Zum Glück habe ich es gemacht! Nach neun Monaten bin ich ein riesiger Asien-Fan geworden und habe mehr erlebt, als ich je erwartet hätte.

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Bangkok haftet ein etwas verruchter und nicht immer guter Ruf an. Ob er sich bewahrheitet hat? Ja. Aber das ist ein Teil der Stadt, den man nicht täglich sieht und der einfach da ist. Was ich an „meinem“ Bangkok liebe, sind die vielen Gegensätze: Alte Tempel neben riesigen Wolkenkratzern, westliche Touristen und alte chinesische Familienclans, buddhistische Zeremonien und brodelndes Nachtleben, High Tea in teuren Hotels und köstliches Streetfood an jeder Ecke. Ich liebe die Möglichkeit, innerhalb weniger Stunden in ein ganz anderes Land in Asien zu verreisen (und zwar für sooo wenig Geld!). In meiner Bangkok-Zeit habe ich insgesamt sechs Länder der Region bereist: außer Thailand noch Kambodscha, Laos, Myanmar, Singapur und Vietnam.

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Selbst ich als Kochjunkie habe in Bangkok nur wenige Male in der Küche gestanden. Zu verlockend ist das Angebot, das draußen auf den geneigten Feinschmecker wartet. Ich habe fast alles probiert (außer vielleicht die Suppe mit Hühnerfüßen und die gerillten Mehlwürmer). Meine absoluten Lieblinge? Kokospfannkuchen. Chicken und Rice. Massaman Curry. Scharfer Papayasalat. Gedämpfter Chili-Fisch. Spicy Thai Basil Beef. Soll ich weitermachen?

Aber nichts, NICHTS, kam an dieses Gericht heran, dass sich zu meinem absoluten Lieblingsgericht entwickelte. Ich kann auch nach zwei Jahren kaum an einem Thai-Imbiss vorbeigehen, ohne Tom Kha Gai zu essen. Zum Glück weiß ich mittlerweile auch, wie man es Zuhause einfach und Gelingsicher nachmachen kann. Mhhhhm.

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Tom Kha Gai für 4 Personen (Hauptgericht): 

400ml Kokosmilch
2 Zitronengras-Stiele (längs geschlitzt)
5 cm Galangal, ersatzweise normaler Ingwer
2 Schalotten
10 schwarze Pfefferkörner
425 g Hühnchenfilet
2 TL Fischsauce
2 TL Honig oder brauner Zucker
150 g Champignons (oder zB auch Austernpilze)
3 TL Zitronensaft
2-3 Kaffir Limettenblätter
2-3 kleine rote Chilis, zB Bird’s Eye
eine Handvoll Kirschtomaten
Korianderblätter zum Ganieren

(ca. 300 g Reis)

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Die Kokosmilch mit den Zitronengras-Stängeln, dem Galangal.Ingwer, den Pfefferkörnern und den jeweils halbierten Schalotten zum Kochen bringen.  Das Hühnchen dazugeben, dann die Fischsauce und den Honig oder Zucker. Für 4-5 Minuten kochen lassen und gelegentlich rühren, bis das Hünchen gar ist. Die Pilze putzen, vierteln und in den Topf geben. Zitronensaft, Limettenblätter und Chilis nun ebenfalls dazugeben. Dann abschmecken. Die Suppe soll etwas säuerlich sein, bei Bedarf noch Zitronensaft zufügen. Zwei Minuten kochen und schließlich noch kurz die halbierten Tomaten dazugeben. Nur kurz mitkochen, sodass sie nicht ihre Form verlieren.

Entweder als Suppe servieren, oder als Hauptgericht zu Reis, wie ein Curry. Mit ein paar Korianderblättern garnieren. Die Limettenblätter, Zitronengras-Stängel und den Galangal-Ingwer sollte man nicht mitessen, sie dienen der Würze. Entweder fischt ihr diese Teile vor dem Servieren mit einer Schaumkelle aus dem Topf, oder sagt euren Mitessern, was sie beiseite legen sollten. Etwas umständlich, aber es lohnt sich!

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Ich weiß, das war viel Erinnerungsduselei. Aber Respekt, wenn du alles gelesen hast 😉

Da ich in Asien auch viel fotografiert habe, plane ich bereits einen kleinen Beitrag mit den besten Bildern, die ich auf meinen Reisen gemacht habe. Sobald ich ein bisschen Zeit habe, wird er kommen!

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