Traumhafter Rhabarber-Marzipan-Kuchen

Rhabarber Marzipan Kuchen 3

Dieses Wochenende waren die Schwiegereltern in spe da. Zu so einer Gelegenheit kann ich mich dann mal wieder austoben, was Kuchen und Mittagessen angeht. Der Liebste ist nicht so der Kuchen-Liebhaber (stimmt wirklich…) und erst recht nicht der Nachmittags-Kaffee-und-Kuchen-Typ. Kuchen gibt’s für ihn höchstens mal zum Frühstück zum Wurstbrot, wenn welcher im Haus ist (Da muss immer die Balance zwischen süß und herzhaft stimmen). Ich nutze also die Gelegenheiten, die sich bieten, um mal einen tollen Kuchen zum Kaffee zu backen.  „Traumhafter Rhabarber-Marzipan-Kuchen“ weiterlesen

{Last Minute Inspiration} Lebkuchen vom Blech mit Zimtschmand und unser Weihnachtsmenü

Lebkuchen vom Blech

Ihr Lieben, könnt ihr es glauben? Morgen ist schon wieder Weihnachten. Habt ihr alles geschafft? Oder habt ihr euch einfach von Anfang an nicht stressen lassen?

Heute habe ich noch ein bisschen Last Minute Inspiration für euch. Erst einmal will ich euch von unserem Weihnachtsmenü erzählen. Bei uns ist es seit ein paar Jahren Tradition, dass wir drei Gänge kochen. Das liegt daran, dass es meiner Mutter und mir einen riesigen Spaß macht. Die Planung, das gemeinsame Kochen, das Schlemmen. Dieses Jahr sieht das Menü wieder ganz anders aus, als beim letzten Mal, und wir hatten viele Ideen. Das hier wird es nun:

Vorspeise: Wir wollten ein Süppchen. Und zwar ein einfaches, nicht zu schweres Süppchen, aber gern aus einem Gemüse, dass man nicht jeden Tag in der Suppe hat. Wir einigten uns auf Steckrübe. Und siehe da – die Foodistas haben zwei Tage danach wohl meine Gedanken gelesen! Ich entdeckte bei ihnen dieses Rezept, dass wir nun an Heiligabend machen: Steckrübensuppe mit Forelle. 

Hauptgang: Der Hauptgang stammt komplett aus einem meiner Kochbuch-Favoriten, „What Katie Ate at the Weekend“ von Katie Quinn Davies. Es wird ein mit grünem Apfel, Salbei und Pflaumen gefülltes Schweinefilet an einer Bratensauce aus Cidre und Ahornsirup. Klingt pervers gut oder? Und ihr wisst noch nicht einmal, was es dazu gibt! Nämlich Katie’s Kartoffel-Sellerie-Gratin aus dem gleichen Buch.

Dessert: Seit Jahren hat meine Ma ein Set mit Brenner für Crème Brûlée und will die mal ausprobieren. Aber jetzt endlich! Wir machen Zimt Crème Brûlée! Und ich hab jetzt schon eine Pfütze im Mund, wenn ich dran denke…

Was haltet ihr von diesem Menü? Nachdem wir zum Kaffee bereits diesen kleinen Espressionisten der lieben Jessie von Törtchenzeit vernascht haben (kam eben gerade aus dem Ofen), weiß ich auf jeden Fall eines: Wir werden am Ende alle selig und satt ins Bett kugeln. Aber das muss eben an Weihnachten auch mal sein!

Lebkuchen vom Blech 1

Achja, der Lebkuchen! Den Lebkuchen vom Blech habe ich neulich für eine Weihnachtsfeier gebacken. Er ist sehr schnell gemacht und schmeckt sogar noch warm. Richtig zum Reinlegen wird er mit etwas Zimtschmand und gebrannten Cashews on top. Und das Beste: Wenn ihr über die Feiertage noch was Gebackenes braucht, dann habt ihr wahrscheinlich sogar alles Zutaten für diesen Kuchen Zuhause.

Für 1 Blech fluffigen Lebkuchen:

Teig:
350g Mehl
250g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
200g gem. Haselnüsse (ersatzweise Mandeln)
1/2 Pck. Backpulver
1 Pck. Lebkuchengewürz (15g)
2 TL Zimt
150ml Öl
3 Eier
2 EL Honig
250ml Milch

Außerdem:
2 EL Honig und 3 EL Wasser

Puderzucker

Nach Belieben: 1 Becker Schmand, 1  TL Zimt, gebrannte Cashewkerne

Den Backofen auf 200°C vorheizen. Alle trockenen Zutaten für den Teig vermischen. Den Honig und die Milch erwärmen und verrühren. Dann das Öl und die Eier hinzugeben und gut verquirlen. Zu den trockenen Zutaten geben und rühren, bis ein homogener Teig entstanden ist. Den Teig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech streichen und im Ofen 20 Minuten backen. Derweil den restlichen Honig mit dem Wasser verrühren. Wenn der Kuchen fertig gebacken ist, das Honigwasser direkt auf dem warmen Kuchen verteilen. Auskühlen lassen. Zum Servieren mit Puderzucker bestäuben. Wer mag, serviert den Kuchen mit einem Becher Schmand, der mit Zimt verrührt wurde, und toppt alles mit gebrannten Cashews.

So meine Lieben! Ich wünsche euch ein besinnliches Fest im Kreise eurer Familie oder guter Freunde, viel gutes Essen (siehe oben!), einen fleißigen Weihnachtsmann und ruhige, gemütliche Stunden danach. Ich verabschiede mich hiermit bis ins nächste Jahr und deshalb wünsch‘ ich euch auch gleich ein tolles Silvester und einen guten Rutsch! Wir sehen lesen und 2016!

Carina

{Ich back’s mir} Apfelkuchen mit Orangenthymian

Apfelkuchen mit Orangenthymian

Hey ihr Lieben, nachdem ich leider in der letzten Woche gar nicht zum Schreiben gekommen bin, muss ich mich nun mal wieder hören lassen! Quasi als kleine Belohnung dafür, dass ich heute morgen ganz fleißig war und diverse Dinge erledigt habe, setze ich mich nun mal an den Blog. Ein riesiger Berg Briefe ist in die Post gegangen. Ja, so sieht das bei mir gerade wöchentlich aus, aber es wird besser.

Am Ende der Woche geht es dann für mich auch bereits in die neue Heimat, Dresden. Leider deutet sich eine längere Zeit ohne Internet Zuhause an. Natürlich werde ich ab und an nachschauen, was sich hier so tut. Aber seid mir bitte nicht böse, falls ich mich nicht so regelmäßig melden kann, wie ich das gern würde. Sobald wie möglich werde ich das wieder ändern.

Apfelkuchen mit Orangenthymian1

Die letzten Wochen waren ziemlich aufreibend, denn vieles war in der Schwebe und ich bin ja eine kleine Paniksemmel. Geduld ist so gar nicht meine Stärke. Also malte ich mir von Tag zu Tag Schlimmeres aus. Am Ende hat zum Glück doch alles geklappt: Wohnung, Einschreibung… Erst einmal werde ich in meiner kleinen Wohnung ziemlich spartanisch wohnen, denn mein Umzugsgut steckt noch mitten im Nahen Osten fest. Hoffentlich kommt das möglichst bald. Aber was soll’s, ich werde einfach das Beste draus machen. Ikea wird mich in nächster Zeit auf jeden Fall öfter sehen, vielleicht sollte ich mal nach einer Zehnerkarte für Köttbullar fragen. Daran komme ich nämlich bei einem Besuch nicht vorbei.

Apfelkuchen mit Orangenthymian3

Da ich derzeit ein wenig hinterher hinke und es nicht früher geschafft hab, kommt heute noch mein Beitrag zu Clarettis „Ich back’s mir“. Diesen Monat war Backen mit Kräutern angesagt. Das Thema gefiel mir sofort und ich hatte um die 1000 Ideen dazu. Herzhaft oder süß? Gar nicht so einfach, denn Kräuter passen ja fast zu allem und ich backe auch sehr gern herzhaft. Am Ende hat meine Mama entschieden. Sie hat mir von einem Kuchen erzählt, den sie am Wochenende in einem gemütlichen Café gegessen hat. Naja, eigentlich hat sie geschwärmt, und zwar nicht zu knapp. Die Rede war von einem Apfelkuchen, der durch Orangenthymian und Vanille ganz besonders wurde. Ein Rezept hatte sie natürlich nicht, aber ich habe dann heute einfach mal losgelegt und hoffe, ihr damit eine Freude zu machen. Orangenthymian ist zugegeben nicht das häufigste Kraut, aber man bekommt ihn doch immer wieder. Haltet einfach mal danach Ausschau. Ansonsten kann ich mir den Kuchen auch mit anderen Kräutern, z.B. normalem Thymian (oder ganz ohne Kräuter) sehr lecker vorstellen. Um den Geschmack des Orangenthymians im Kuchen zu intensivieren, habe ich es erst ein paar Minuten in den Zucker gerieben. Das gibt ganz tolle Aromen (funktioniert auch wunderbar mit der Schale von Zitrusfrüchten).

Apfelkuchen mit Orangenthymian2

Hier ist er übrigens, die Hauptzutat. Sieht für mich eigentlich aus wie stinknormaler Thymian. Riecht aber vollkommen anders…

Apfelkuchen mit Orangenthymian4

Für eine Brownieform (für 1 Blech die Zutaten einfach verdoppeln): 

80g Zucker + 1 EL
5-6 Zweige Orangenthymian
Mark von 1 Vanilleschote
180g weiche Butter
3 Eier, getrennt
250g Mehl
1 TL Backpulver
6 EL Orangensaft
50ml Milch oder mehr nach Konsistenz
3 knackige Äpfel
etw. Zitronensaft
Mandelblättchen nach Belieben

Die kleinen Blättchen des Orangenthymian vorsichtig von den Stängeln streifen. Mit dem Zucker in eine Schüssel geben und einige Minuten mit den Fingern hinein reiben (deine Fingerkuppen riechen dann schnell nach Orange). Das Vanillemark hinzugeben. Den Backofen auf 160°C vorheizen. Zucker mit der weichen Butter schaumig schlagen. Mehl und Backpulver mischen. Abwechselnd Eigelb, Orangensaft und Mehlmischung zum Teig geben. Zum Schluss die Milch hinzugeben. Eiweiße steif schlagen und unter den Teig ziehen. Eine Brownieform mit Backpapier auslegen und den Teig darin glatt streichen. Äpfel schälen, das Kerngehäuse heraus drücken und halbieren. Mit etwas Zitronensaft beträufeln. Dann die Apfelhälften mit einem scharfen Messer von der runden Seite jeweils zu 3/4 einschneiden (wie eine Zieharmonika). Äpfel leicht in den Teig drücken. Mit Mandelblättchen und 1 EL Zucker bestreuen. Im Ofen ca. 45 Minuten backen, bis der Kuchen leicht gebräunt ist (Stäbchenprobe machen!).

So, ich hole mir jetzt ein Stückchen und genieße meinen Kaffee!

Carina

Apfelkuchen mit Orangenthymian5

{Ich back’s mir} Blaubeer Streusel Blondies

Blaubeer Streusel Blondie

Gibt es eine perfektere Kombi als Beeren und Streusel? Ich glaube nicht! Beides zusammen könnte mein perfektes Sonntags-Kuchen-Glück sein. Es ist zwar Mittwoch, aber Claretti Tastesheriff hat zum Ende der Beerensaison das Thema Streuselkuchen ausgerufen und so komme ich in den Genuss, meine beiden Lieblinge zu kombinieren. Blaubeeren esse ich ja noch gar nicht so lange. Früher mochte ich sie gar nicht. Himbeeren waren das einzig Wahre. Mittlerweile muss ich sagen: Ich liebe sie fast so sehr wie meine roten Lieblinge. Wenn sie dann noch in einem weichen Kuchen-Bett mit Streuseln und Macadamias daher kommen, bin ich hin und weg!

Blaubeer Streusel Blondies2

Für dieses Rezept solltet ihr unbedingt ungesalzene Macadamias nehmen, auch wenn die gar nicht so einfach bekommen sind. Ich habe meine einfach unter laufendem Wasser kurz abgespült, hihi. Funktioniert auch. Also schnappt euch schnell die letzten Blaubeeren und genießt den Spätsommer, so lange man ihn noch so nennen darf!

Blaubeer Streusel Blondies5

Schaut euch hier unbedingt noch die ganzen anderen Streuselkuchen-Rezepte an, bevor ihr anfangt zu backen: *klick*!

Hier findet ihr ebenfalls noch mehr Streuselrezepte:

Apple Cheesecake Streusel Muffins

Streuseltaler wie von Oma

Pflaumenkuchen mit Marzipan-Zimt-Streusel

Bananenmuffins mit Pecanstreusel

Himbeer-Frangipane-Crumble

Blaubeer Streusel Blondies1

And now in English:

Is there a better combination than berries and streusel? I don’t think so! Both together is my ultimate Sunday cake joy. It is Wednesday not Sunday, but Claretti has set the goal to bake as much streusel cakes as possible (*klick*). So this is why I got to mix my two favorites and show you this perfect summer cake today. I did not like blueberries for a long time (HOW??). But now, I can’t resist them. I could eat them with anything, like my favorite raspberries. On a bed of soft, moist cake, topped with crispy streusel and macadamias, this might be real perfection (Use unsalted macadamias here please!). 

You should totally get the last blueberries before the season is over and bake this cake!

Blaubeer Streusel Blondies4

Für eine quadratische Backform (ca. 25x25cm) / for a square form (ca. 25cmx25cm):

200g weiche Butter – 200g softened butter
90g Zucker – 90g sugar
1 Pck. Vanillezucker – 1 tbsp. vanilla sugar
1 EL Zitronenschale – 1 tsp. lemon zest
3 Eier – 3 eggs
220g Mehl – 220g flour
1 EL Backpulver – 1 tbsp. baking powder
1/2 TL Salz – 1/2 tsp. salt
150g weiße Schokolade – 150g white chocolate

Streusel / streusel:

60g Mehl – 60g flour
40g zarte Haferflocken – 40g instant oats
2 EL Zucker – 2 tbsp. sugar
1 Prs. Salz – 1 pinch of salt
45g Butter – 45g butter
60g Macadamia Nüsse – 60g macadamia nuts

200g Blaubeeren – 200g blueberries

Für den Teig Butter, Zucker und Vanillezucker cremig rühren. Zitronenschale und Eier nacheinander einrühren. Das Mehl mit Backpulver und Salz vermischen, dann ebenfalls hinzugeben. Schokolade im Wasserbad schmelzen und zum Teig geben. Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Form geben. Den Ofen auf 180°C vorheizen. Die Blaubeeren auf dem Teig verteilen. Für die Streusel die Macadamias (am besten ungesalzene) grob hacken. Aus Mehl, Haferflocken, Zucker, Salz und Butter mit den Händen Streusel herstellen. Macadamias untermischen und Streusel über den Blaubeerteig krümeln. Im Ofen ca. 40 Min. backen.

English Instructions:

For the dough, cream butter, sugar and vanilla sugar. Add lemon zest and eggs gradually. Mix flour, baking powder and salt and whisk into the dough. Melt the chocolate and mix it with the dough. Fill it into a form which is lined with a baking sheet. Top with blueberries. Cut macadamias coarsely. Then for the streusel mix flour, oats, sugar, salt and butter and crumble them with your hands. Distribute over the dough and bake it for 40 minutes.

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Carina

{Five a month} Maronikuchen mit Nüssen und kandiertem Ingwer

Maronikuchen4

Hihi, ihr Lieben! Dieser Monat unserer Five a Month-Aktion war aus verschiedenen Gründen etwas verpeilt. Grund Eins: der 25. Dezember wäre ein blödes Datum zum veröffentlichen gewesen, wir waren uns also einig, dass wir den Beitrag vorziehen. Aber aus verschiedenen Gründen haben wir jetzt doch alle an verschiedenen Tagen gepostet (oder zum Teil auch noch nicht). Also bitte nicht wundern, wenn ich noch nicht alle fünf Posts findet. Diesen Monat ist alles etwas anders.

Maronikuchen5

Der zweite Grund: Ich habe noch nie, nie, nie mit Maronen gebacken oder gar gekocht. Dementsprechend hat mich Rebecca vor eine saftige Herausforderung gestellt, als sie sich etwas mit Maroni wünschte. Was fang ich denn jetzt damit an?

Der dritte und letzte Grund: da ich am 16. Dezember erst wieder Zuhause in Deutschland angekommen bin und es im Orient keine Maronen gibt, wollte ich sicher gehen, dass ich auch welche zum rechtzeitigen Backen bereit habe. Ich war mir sicher, dass ich sie auf  den letzten Drücker in keinem Supermarkt finde. Also habe ich zähneknirschend schon vorher im Internet die auf den Bildern sichtbare Maronencreme für einen Wucherpreis und nochmal soviel Porto bestellt. Problem gelöst. Bei meinem allerersten Gang in den  heimischen Supermarkt lachte mich dann aber leider die gleiche Maronencreme an, ohne Portokosten und auch noch im Angebot, grr!

Maronikuchen1

Das Ergebnis ist trotz dieser Hindernisse am Ende aber richtig lecker geworden. Ich habe Kuchenwürfel mit Maronencreme gezaubert, die von einer dicken Schicht weißer Schokolade umhüllt werden. Ganze und gehackte Haselnüsse im Inneren sorgen für den nötigen Biss. Die Äpfel, die eine vorgegebene Zutat waren, schmeckt man im Teig nicht heraus, sie machen ihn aber schön saftig. Kandierter Ingwer sorgt für eine würzige Schärfe und rundet den Kuchen meiner Meinung nach erst ab. Ihr könnt die Würfelchen aber natürlich auch anders toppen, falls euch das ein bisschen zu ausgefallen ist. Probieren lohnt sich aber garantiert!

Maronikuchen

Maronikuchen6

Für eine 26er Springform oder ein Muffinblech:

250g weiche Butter
100g Zucker
40g Ahornsirup
Mark einer Vanilleschote
150g Maronencreme
3 Eier
1/2 TL Zimt
100g gemahlene Mandeln
250g Buchweizenmehl (oder Dinkelmehl Type 603)
1 TL Backpulver
100g ganze Haselnüsse
100g weiße Schokolade
1/2 TL Spekulatiusgewürz
30g kandierter Ingwer

Aus den ersten 10 Zutaten einen lockeren Rührteig herstellen. Falls er zu fest ist, einen guten Schuss Milch zugeben. Die Hälfte der Haselnüsse grob Hacken, die andere Hälfte ganz lassen. Alle Haselnüsse unter den Teig heben und ihn in eine gefettete Form füllen. Im vorgeheizten Ofen bei 175 Grad ca. 35 Min. backen. Die weiße Schokolade über dem Wasserbad schmelzen und mit dem Spekulatiusgewürz verrühren. Den kandierten Ingwer fein würfeln. Den Kuchen vollständig auskühlen lassen, in Würfel schneiden und mit weißer Schokolade und Ingwer verzieren.

Maronikuchen2

Schaut doch auch mal bei den anderen Mädels vorbei!

Maxulia

Coal Hearted

Icing Sugar

Frau Zuckerstein

 

{Aus Omas Rezeptbüchlein} Pflaumenkuchen mit Marzipan-Zimtstreusel

Pflaumenkuchen2

Was erinnert mehr an einen Sonntagnachmittag in Omas Garten mit Limo und frisch gepflückten Früchten, als ein Pflaumenkuchen? Eben, nichts. Deswegen musste dieser Beitrag auch ein bisschen wie damals aussehen, nostalgisch eben. Oma hat für uns immer ihr schönes Porzellan rausgeholt, die Gefahr kleiner Kinderfinger darauf konsequent und gekonnt ignorierend. Es gibt Speziallimo (bei meiner Omi Caprisonne mit Himbeeren und Himbeersaft, schön klebrig!) und wer mag, bekommt noch viel mehr davon, als Mama erlaubt. Der Kuchen schmeckt uns wie immer traumhaft gut. Das Beste sind natürlich die Streusel. Sie sind schön knusprig, schmecken nach einem Hauch Marzipan und Zimt und sind perfekt zu den etwas säuerlichen Pflaumen. Hach!

Pflaumenkuchen3

Da Oma und der deutsche Garten leider weit weg sind, backe ich selbst. Ehrlich gesagt hat Oma auch keinen Pflaumenkuchen gebacken, weil mein Bruder und ich Fruchtkuchen „Iiiiiih“ fanden. Streuselkuchen gab es aber schon. Trotzdem hat dieser Kuchen etwas Nostalgisches an sich, mit seinen Streuseln und dem Spätsommer-/Frühherbst-Obst schlechthin. Es ist auch nicht Omas Porzellan, sondern das Hochzeitsporzellan meiner Eltern, das ich vorzeitig abgestaubt habe und über alles liebe. Im Gegensatz zu Oma würde ich es niemals, NIE, patschigen Kinderhändchen aussetzen.

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Der Boden dieses Kuchens ist weich und fluffig, schmeckt nur leicht nach dem Marzipan und Amaretto. Die Pflaumen sind süß-sauerlich und machen den Boden so richtig saftig. Und obendrauf sind die knusprigen Streusel. Wer fürchtet, dass Marzipan, Amaretto und Zimt aus dem Kuchen einen Weihnachtskuchen machen, sollte ihn unbedingt ausprobieren. Es ist nämlich ganz im Gegenteil eine perfekte Spätsommerkomposition, versprochen! Man sollte es mit den genannten Zutaten einfach nicht übertreiben.

Pflaumenkuchen1

Für 1 kleines Blech (ca. 25x30cm) oder eine Sprinform:

Teig:
60g Marzipan
100g weiche Butter
200g Zucker
1 Pck. Vanillinzucker
2 Eier
120g Frischkäse
180g Mehl
2 TL Backpulver
50 ml Milch
2 EL Amaretto

Streusel:

65g Marzipan
70g Butter
120g Mehl
1/2 TL Zimt
50g Zucker

600g Pflaumen (gewogen mit Kern

Pflaumenkuchen4

Das ganze Marzipan raspeln oder sehr fein würfeln. 60g davon mit der weichen Butter, dem Zucker und dem Vanillinzucker cremig schlagen. Die Eier einzeln dazugeben. Mehl und Backpulver vermischen und unter den Teig rühren. Zum Schluss den Frischkäse, die Milch und den Amaretto ebenfalls dazugeben und alles gut verschlagen.

Für die Streusel das restliche Marzipan mit den anderen Streusel-Zutaten verkneten. Die Streuselmischung für 10-15 Minuten in den Kühlschrank stellen. Derweil die Pflaumen waschen, entsteinen und vierteln. Den Teig für den Boden in eine gefettete Form füllen und glatt streichen. Die Pflaumenviertel darauf aufreihen und leicht in den Teig drücken. Die Streuselmischung aus dem Kühlschrank nehmen und gleichmäßig  dicht an dicht über die Pflaumen bröseln. Den Kuchen im vorgeheizten Ofen bei 175°C ca. 35-40 Minuten backen. Die letzten 15 Minuten mit Alufolie abdecken, damit die Oberfläche nicht zu dunkel wird. Mit Puderzucker oder Schlagsahne verdrücken.

Pflaumenkuchen

Das war mein erster Beitrag zu der neuen kleinen Reihe! Wenn jemandem von euch die Idee gefällt und ihr gerade einen Beitrag postet, der dazu passt: Nehmt gern das Banner mit und hinterlasst mir einen Kommentar mit Link, dann stelle ich die Links mit in den Artikel ein. Es sollte aber kein Archivbeitrag sein. Es gibt nichts zu gewinnen, einfach nur zum Spaß 😉 Meine Ideen für den nächsten Beitrag von Omi sprudeln schon….

Aus Omas Rezeptbüchlein

Ich back’s mir im Juni: Omas Butterkuchen

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Eigentlich sollte ja diese Woche der zweite Dänemark-Beitrag folgen. Dann habe ich es wegen des Lebens 1.0 nicht geschafft, alle Bilder zu bearbeiten. Und plötzlich merke ich gestern Abend auf der Couch: Morgen ist schon wieder Claretti-Zeit mit „Ich back’s mir!“ Dieses fröhliche Virtuell-Miteinander-Backen habe ich schon richtig lieb gewonnen und klicke mich immer mit Begeisterung durch das Pinterest Board. Heute zeige ich euch zum Thema Familienrezepte den Klassiker überhaupt: Jeder kennt Butterkuchen!

Ein leckerer, zuckriger Butterkuchen war bei uns auf der Kaffeetafel früher einfach der treuste Begleiter. Meine Oma hatte eigentlich immer einen da. Auch, wenn es zu Geburtstagen mal eine Torte gab, durfte er nicht fehlen. Besonders wir Kinder, die damals noch recht krüsch waren, wie man in Norddeutschland sagt, haben ihn gern gegessen. „Krüsch“ heißt nichts anderes, als das wir sehr mäkelig und wählerisch waren, was das Essen betraf. Mein Bruder und ich mochten eigentlich überhaupt keine Früchte im Kuchen (Heute kann ich das überhaupt nicht mehr nachvollziehen!) und wie Kinder so sind, war Neues eher eine Grauzone. Das hat sich zum Glück geändert.

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Als Teenie war Butterkuchen dann eher out. Zu oft gegessen, zu wenig cool. Da musste schon etwas Außergewöhnlicheres her, um Begeisterungsstürme auszulösen.

Als nun erwachsene Bäckerin aus Leidenschaft muss ich sagen: Der Butterkuchen hat definitiv wieder an Sympathie gewonnen und ich kann gar nicht fassen, dass ich ihn jetzt erst das erste Mal gebacken habe! Er gehört nicht zur hohen Kunst, aber ist eben wunderbar: bodenständig, butterig-süß, rustikal und voller Erinnerungen. Und Hefegebäck liebe ich sowieso in allen Formen!

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Was sich auch geändert hat: Heute lade ich meine Oma zu Kaffee und Kuchen ein. Und sie genießt es! Mit selbstgebackenem Kuchen kann ich ihr immer eine Freude machen.

Übrigens habe ich euch auch schon andere Familienrezepte gezeigt, weswegen ich dieses Mal erst überlegen musste, was ich backen könnte. Die üblichen Verdächtigen findet ihr nämlich bereist auf dem Blog: Beste Eierlikörtorte und Haferflockenkuchen.

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500g des Mehls in eine Schüssel geben. Die Trockenhefe, 1 TL Zucker und das Salz unterrühren, dann mit der lauwarmen Milch verkneten. Den restlichen Zucker, die weiche Butter in Flöckchen, das Ei und die Zitronenschale dazugeben. Alles gut verkneten und abgedeckt an einem warmen Ort 45 Min. gehen lassen. Danach den Teig mit dem restlichen Mehl noch einmal kräftig durchkneten, ausrollen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Noch einmal 10 Min. zugedeckt gehen lassen. Den Backofen auf 180°C vorheizen.

Nach dem Gehen mit dem Finger in die Teigoberfläche kleine Mulden drücken und jeweils mit einem Flöckchen Butter füllen. Dann die Mandelstifte auf dem Teig verteilen. Anschließend mit dem Zucker-Vanillezuckergemisch bestreuen.Auf der mittleren Schiebe ca. 20-25 Min. backen. Danach herausnehmen und mit einem Holzspießchen gleichmäßig überall einstechen. Am Ende 100ml Sahne über den Kuchen gießen, wenn gewünscht (dann kann der Kuchen erst nach ca. 1 Stunde verzehrt werden).

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Lasst es euch schmecken! Mein Butterkuchen kam beim letzten Public Viewing auf jeden Fall super an. So einiger hat sich da an seine Kindheit erinnert. Und lustigerweise hat Claretti auch einen Butterkuchen gebacken…