{Süße Verführung} Fruchtiger Bienenstich

Fruchtiger Bienenstich3

Wie ihr mittlerweile wisst, backe ich gern mal Klassiker. Ich habe festgestellt, dass gerade die Klassiker meinen Freunden und Bekannten oft viel Freude machen, wenn ich sie zu einer Feier mitbringe. Bienenstich habe ich nun schon ein paar Mal gebacken. Ganz ehrlich: Beim ersten Mal war ich etwas schockiert, wie viel Butter in so einen Bienenstich kommt. Ich habe dann einfach die Menge reduziert (jaa, das ist schon reduziert…^^) und es schmeckt genauso gut. Für die schlanke Linie ist das heute trotzdem noch lange nicht. Aber es lohnt sich!

Fruchtiger Bienenstich

Manchmal kommen ja die besten Ideen, wenn man schon dabei ist. Als ich diesen Bienenstich zusammengesetzt habe, der mal ganz untypisch nicht als Blechkuchen daherkommt, fiel mir im Kühlschrank ein offenes Glas Preiselbeeren ins Auge. Wenn wir Köttbullar essen, dann bleibt immer ein Rest Preiselbeeren, und bei ihrer Verwertung bin ich ehrlich gesagt wenig kreativ. Dieses Mal ließ mich aber der Gedanke an cremig-süßem Vanillepudding mit einer Schicht Preiselbeeren nicht mehr los. Das hörte sich verlockend an! Was meint ihr? Ich habe dann einfach die Preiselbeeren mit in den Kuchen gefüllt und war ziemlich glücklich mit dem Ergebnis. Entscheidet selbst, ob ihr es fruchtig haben möchtet, oder nicht. Ihr könnt jedes Fruchtkompott oder jede Konfitüre verwenden. Am besten wird es meiner Meinung nach mit ein wenig Säure.

Fruchtiger Bienenstich1

Das Rezept ist aus einem meiner liebsten Backbücher, Backschätze: Rezepte für die Seele (GU Themenkochbuch)
von Anne-Katrin Weber und Sabine Schlimm aus dem GU-Verlag. Ich habe es leicht abgewandelt.*

Für eine 26cm-Springform: 

Mandelbelag:
80g Butter
25g Honig
125g Zucker
125g Mandelblättchen

Rührteig:
180g Butter
125g Zucker
2 Eier
375g Mehl
3 TL Backpulver
2 Prs. Salz
250ml Milch

Füllung:
2 Pck. Vanillepuddingpulver
750ml Milch
100g Zucker
150g Butter
1/2 Glas Preiselbeeren

Für den Mandelbelag Butter, Honig und Zucker in einem kleinen Topf schmelzen. Mandelblättchen gut untermischen und stehen lassen. Den Backofen auf 160°C vorheizen. Eine 26cm-Springform fetten und bemehlen. Butter und Zucker für den Rührteig schaumig schlagen. Die Eier nacheinander unterrühren. Dann Mehl, Backpulver und Salz vermischen und zusammen mit der Milch hinzugeben. Den Teig in die Form geben, glatt streichen und mit dem Mandelbelag gleichmäßig bedecken. Im Ofen ca. 45-50 Min. backen. Für die Creme den Pudding nach Packungsanweisung, aber nur mit den 750ml Milch und den 100g Zucker fertig kochen. Den Pudding abkühlen lassen, bis er nur noch lauwarm ist. Dann die Butter glatt rühren und den Pudding untermischen. Die Füllung 20 Minuten kalt stellen. Den Kuchen quer halbieren. Vorsichtig die Creme auf dem unteren Boden von der Mitte her verstreichen, einige Minuten warten, dann die Preiselbeeren darauf geben. Den zweiten Boden aufsetzen und den Kuchen mindestens 2 Stunden kalt stellen.

Fruchtiger Bienenstich2

Carina

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{Aus Omas Rezeptbüchlein} Frankfurter Kranz

Frankfurter Kranz

Ihr Lieben, es wird dringend mal wieder Zeit für Omas Rezeptbüchlein! Der letzte Beitrag, diese Erdbeer-Biskuitrolle, ist wirklich schon verdammt lange her. Heute widme ich mich einem Klassiker, den ich persönlich eigentlich immer als das Maß von Omas Backkunst empfunden habe: Dem Frankfurter Kranz! Stolz stand er früher oft auf der Kaffeetafel, als ich noch ein kleiner Steppke war. Er sieht eigentlich nach ziemlich viel Arbeit aus und ist sicher auch was auf’fe Hüften!

Frankfurter Kranz1

Aber genau das macht ja oftmals Omas Gebäck ja aus. Es ist noch ordentlich gute Butter drin (hier besonders…). Es wurde tatsächlich mit Weißmehl gebacken, aus WEIZEN! Und am Zucker wurde auch meist nicht gespart. So war das eben und das schätze ich, es ist alte Schule und Stevia war noch kein Begriff. Dafür gibt’s so einen Frankfurter Kranz eben auch nicht an jedem x-beliebigen Sonntag. Da musste auch früher schon mindestens jemand Geburtstag haben.

Im Nachhinein muss ich sagen, dass der Frankfurter Kranz zwar etwas Zeit und Muße erfordert hat, aber keineswegs sehr schwer zu backen war. Also traut euch und überrascht eure Lieben mal mit einem echten Klassiker! Ich habe ihn vor einigen Wochen gebacken, als ich mich von den Kollegen in Nahost auf der Arbeit mit Kaffee und Kuchen verabschiedet habe. Ich fand, zu dieser Gelegenheit würde typisch deutsches Backwerk super passen, denn die lokalen Kollegen bekommen das sehr selten oder hatten es sogar noch nie probiert. Ich habe also gleichzeitig kulinarische Bildungslücken geschlossen und neue Gelüste geformt (*zwinker*). Naja, auf jeden Fall war der Kranz schneller weg, als ich gucken konnte und auch mit seinem Aussehen war ich vorher ziemlich zufrieden. Challenge geglückt!

Frankfurter Kranz3

So habe ich also mal wieder etwas aus dem Rezeptbüchlein ausprobiert, das schon lange auf meiner Liste stand. Es hat Spaß gemacht! Es war lecker! Wie immer hoffe ich, dass ich euch ein bisschen inspirieren kann und vielleicht einige von euch das gute alte Backwerk von damals ebenso toll finden wie ich. Meine kleine Reihe mit Omas Rezepten ist mir wirklich ans Herz gewachsen, auch wenn ich nicht so oft dazu komme, sie zu erweitern. Mal sehen, was als nächstes dran sein wird…

Frankfurter Kranz2

Für 1 Gugl-/ Kranz-Form:


Teig:

6 Eier
250g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
250g Mehl
1 1/2 TL Backpulver
1 EL Speisestärke

Creme:

1 Pck. Vanillepudding
500ml Milch
2 EL Zucker
220g weiche Butter

6 EL Konfitüre (z.B. Johannisbeere)
Saft von 1/2 Zitrone
200g Haselnusskrokant

10-12 Belegkirschen

Backofen auf 180°C vorheizen. Eier trennen und Eiweiße mit der Hälfte des Zuckers sehr steif schlagen. Eigelbe mit restlichem Zucker und Vanillezucker cremig schlagen. Eiweiß unterziehen. Mehl, Backpulver und Speisestärke vermischen und ebenfalls unterheben. Eine Guglform fetten und bemehlen, Teig hinein füllen. Bei 180°C 30 Minuten backen. Danach 10 Minuten in der Form abkühlen, dann vorsichtig stürzen. Den Vanillepudding mit Milch und Zucker zubereiten, abkühlen. Wenn er nur noch zimmerwarm ist, mit der weichen Butter glatt rühren und ca. eine halbe Stunde kühlen. Den Gugl zwei Mal waagerecht durchschneiden. Den ersten Boden mit Zitronensaft beträufeln und mit Konfitüre bestreichen. Dann mit 1/3 der Füllung bestreichen. Zweiten Boden aufsetzen und ebenfalls mit 1/3 Füllung bestreichen. Oberen Boden aufsetzen. Etwas Füllung für die Deko beiseite stellen, mit dem Rest den Kranz komplett bestreichen. Rundum mit Krokant eindecken (geht am besten mit den Händen). Mit einer Spritztülle Tupfen auf den Rand setzen und mit Belegkirschen toppen. Bis zum Servieren kühlen.

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Carina

Große Neuigkeiten und Mamas Kürbisbrot

Ihr Lieben,

ich hatte es schon einmal leicht anklingen lassen: Bei mir ändert sich gerade Vieles. Jetzt möchte ich das auch endlich mit euch teilen.

Kürbisbrot

Kennt ihr das, wenn ihr an einem Punkt an eurem Leben angelangt seid, wo ihr etwas ändern müsst? So einen Punkt hatte ich letztes Jahr. Ich habe nach dem Abitur eine Beamtenstelle mit FH-Studium angenommen und war dann viel im Ausland. Mit 19 wollte ich eigentlich an die Uni, habe mir aber gesagt: Diese Chance musst du nutzen. Sonst wirst du dich ärgern. Du kannst immer noch etwas anderes machen.

Nun. Nach Beendigung des Studiums und einigen Jahren in diesem Job, in dem ich natürlich auch viele tolle Erfahrungen gemacht habe, musste ich mir eingestehen: Das ist es nicht. Ich brauche mehr Perspektiven, als eine Beförderung alle paar Jahre. Ich will mehrMöglichkeiten, mehr Perspektiven und ich muss ein Masterstudium beenden. Und an diesem Plan habe ich seit dem letzten Sommer gearbeitet.

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Nun, wo es ganz definitiv losgeht, ich bereits meinen letzten Arbeitstag hatte und eine Uni-Zulassung habe, wo mein erster Tag an der Uni zum Greifen nah ist, muss ich sagen: Ich schwanke fast stündlich zwischen himmelhohem Jauchzen, Vorfreude und Existenzängsten. Meinen sicheren Job habe ich endgültig aufgegeben und das verunsichert. Aber ich glaube, das ist es wert. Ich freue mich auf diese Zeit, ich freue mich auf das Lernen und einen ganz neuen Abschnitt meines Lebens. Ich freue mich unbändig, nun erst einmal zwei Jahre Zeit zu haben, mich beruflich neu zu orientieren. Ich habe sicher dem Ausland nicht komplett abgeschworen, denn dafür bin ich zu neugierig und zu entdeckungsfreudig.

Aber ich bin nach einiger Zeit im Nahen Osten nun auch nicht unglücklich, mal wieder nach Deutschland und in die „Nähe“ (relativ gesehen…) der Familie zu kommen. Vielleicht schaffe ich ja auch mal wieder das ein oder andere Bloggertreffen 🙂

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Ihr seht, im Moment geht hier viel vor. Es ist noch unglaublich viel zu organisieren, ich kann über den Stapel mit Papier kaum noch drüber gucken. So sehr mir der Blog, mein Baby, in den letzten Jahren ans Herz gewachsen ist, er wird leider in den nächsten Wochen ein wenig zurück stecken müssen. Bis ich eine Wohnung habe, eingerichtet bin, an der Uni zurecht komme. Ich hoffe, ihr habt dafür Verständnis und bleibt hier. Ich verspreche, es wird nicht ganz ruhig werden. Denn ich habe mir ein paar wunderbare Bloggerinnen eingeladen, die mich in dieser Zeit mit tollen Beiträgen unterstützen. Als Thema habe ich „Heimweh- und Fernweh-Rezepte“ gewählt, weil das gerade so schön zu meiner Situation passt. Und ich kann euch sagen, da warten ein paar klasse Rezepte auf euch…wenn ich es schaffe, werde ich mich auch selbst gelegentlich mit einem Rezept melden.

So, nun ist es raus. Ich werde hier selten so persönlich, aber diesen Schritt wollte ich gern mit euch teilen und bin gespannt auf eure Reaktionen. Als Start meiner kleinen Gastblogger-Reihe schmeiße ich nun mein ganz persönliches Heimweh-Rezept in den Ring. Es sollte ein Rezept sein, dass mich an Zuhause erinnert und das ich auf Reisen immer vermisse. Eines, das ich mit meiner Familie verbinde. Ihr wisst, in puncto Fernweh-Rezepte habe ich immer viel auf Lager. Aber in diesem Fall musste ich ein Weilchen überlegen und habe jetzt aber das perfekte, saisonale Familienrezept für euch: Mamas Kürbisbrot, bestes aller Zeiten!

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Eigentlich wollte ich euch das Brot schon gestern zeigen, aber, nun ja…die Familie war so glücklich, dass jemand mal wieder dieses Kürbisbrot backt, dass ich mich quasi nur einmal wegdrehen musste und: Aufgegessen! Ich musste deswegen einen zweiten Anlauf starten und es verstecken bis nach den Fotos 🙂 Dafür habe ich gleich mal zwei Zubereitungen ausprobiert. Beim ersten Mal habe ich den Kürbis in Wasser gekocht, beim zweiten Mal im Ofen weich gebacken.

Das Brot muss in dicken Scheiben geschnitten und am besten mit selbstgekochter Marmelade genossen werden. Ich bin ja gerade mal wieder ganz süchtig nach diesem Pflaumenmus-Rezept aus dem letzten Jahr: Pflaumenmus mit Tonkabohne. Das auf dem noch leicht warmen Brot, und ich bin im Himmel! Okay, nach so viel Text heute jetzt aber schnell zum Rezept:

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And now in English:

There has been a lot going on behind the scenes lately. Last year I came to a point where I wanted to change important things in my life. So I started it. After high school I became a civil servant and studied in this position. I always wanted to go to university, but at this point I was eager to give it a try. I told myself I could always do something different. After a couple years working and many important experiences I would not want to miss, I decided to start over. This is not it, I knew. I needed more perspectives. So I decided to quit the job and go back to university for my master degree. And here I am, starting my studies in just a couple weeks. There is so much paperworks at the moment and I am in the middle of a big move. Everyday I go from excited to nervous to frustrated in a couple hours, because I don’t know what will happen. But I am so excited to start! All this is why it might get a bit quieter around here. I didn’t want to leave this space blank, though, so I invited some pretty cool blogging friends to help me out. There will be some guest posts every Sunday starting this week, maybe I will blog from time to time, too. As the guest posts will be in German, please feel free to use the translator. 

Having said that, I can start with today’s recipe! The guest posts will all be on the motto of recipes that make you either feel at home or that make you want to travel and discover other cultures. Home-bound or exotic! Today I start with a recipe of my Mum that I always loved. Matching early fall, it’s her delicious pumpkin bread! I had to bake twice to shoot this recipe because everyone was so happy there was some pumpkin bread again. The first loaf was gone in the blink of an eye! I enjoy it most with some yummy homemade plum jam as in this recipe from last year. 

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Für 1 Kastenform / for 1 loaf pan:

500g Mehl (bei mir Dinkelmehl) – 500g flour (I used spelt flour)
380g Kürbis, z.B. Hokkaido – 380g pumpkin, e.g. Hokkaido
1/2 Würfel frische Hefe – 20g yeast
125ml lauwarme Milch – 125ml luke-warm milk
1 TL Zucker – 1 tsp. sugar
1 TL Salz – 1 tsp. salt
1 TL Margarine – 1 tsp. margarine
1 Ei – 1 egg
Kürbiskerne – pumpkin seeds

Die 380g entrindeter Kürbis in Wasser 10 Minuten weich kochen. Mit einer Gabel zu Mus zerdrücken. Hefe in die lauwarme Milch bröckeln, Zucker einrühren und beides unter Rühren auflösen. Mehl und Salz in einer großen Schüssel vermischen, eine Mulde formen. Hefemischung hineingeben, mit etwas Mehl vom Rand vermischen und den Vorteig 5-10 Minuten gehen lassen. Kürbis, Ei und Margarine zugeben. Alles zu einem homogenen Teig verkneten. Dieser ist noch recht klebrig. Zugedeckt an einem warmen Ort 30-45 Min. auf das doppelte Volumen aufgehen lassen. Eine Kastenform fetten und bemehlen, den Teig hinein geben. Mit Kürbiskernen toppen. Während der Ofen auf 180°C vorheizt, noch mal zugedeckt gehen lassen. In den Backofen schieben und 40 Minuten backen. Aus dem Teig lassen sich auch mit etwas mehr Mehl Brötchen formen. Dann verkürzt sich natürlich die Backzeit auf ca. 18-20 Minuten.

English Instructions:

Cook 380g pumpkin flesh 10 minutes until soft. Mash with a fork. Dissolve yeast and sugar in the warm milk. Mix flour and salt in a big bowl pour milk into the bowl. Mix milk and a bit of the flour from the surface with a spoon, let the batter sit for 5-10 minutes. Add pumpkin, egg and margarine, knead well. The dough is a bit sticky, don’t worry. Cover and let it rise for 30-45 min. Grease a loaf pan, dust with flour. Put the dough into the pan and top with pumpkin seeds. Cover and let it rise for a few more minutes while pre-heating the oven to 180°C. Then bake for 40 minutes. You could also make rolls from this dough, then shorten the baking time to approx. 18-20 minutes. 

Carina

P.S.: Hier findet ihr übrigens noch mehr Familien- und Heimweh-Rezepte, die ich schon verbloggt habe:

Quarkpfannkuchen mit Rhabarberkompott

Lachsnudeln à la Mamma

Butterkuchen wie von Oma

Eierlikörtorte

Weltbeste Vanillekipferl

{Aus Omas Rezeptbüchlein} Überraschungskuchen

Überraschungskuchen6

Es wird mal wieder Zeit für Omas Kuchenglück! Die Streuseltaler vom letzten Mal sind schon wieder viel zu lange her. Bevor wir bald um Obstkuchen à la Oma mit Berren und Co. nicht mehr herumkommen, gibt’s heute noch mal was ganz anderes: Einen Überraschungskuchen!!

Überraschungskuchen

Der Überraschungskuchen heißt so, weil er einen blinden Passagier versteckt. Er ist eigentlich ein fluffiger, saftiger Nusskucken. In diesen Nusskuchen hat sich aber eine ganze Tafel Schokolade geschlichen! Diese wird in Stückchen zerbrochen ganz am Ende unter den recht flüssigen Teig gemengt. Beim Backen sinken die Stückchen nach unten durch und schmelzen dort. Es entsteht eine gaaaanz herrliche, dunkle Schokoladenschicht, die erst beim Anschnitt ihr Geheimnis preis gibt. Wer möchte sich da nicht sofort mit einer Gabel bewaffnet über den Überraschungskuchen her machen? (Okay, Nussallergiker nehme ich mal aus…).

Überraschungskuchen5

Der Überraschungskuchen war dann auch ein sehr geduldiges Fotomodell, wie ihr seht. Ich finde, er macht einfach eine verdammt gute Figur mit all der Schokolade und den Nüssen. Stellt euch mal den Geruch beim Shooting vor, er war frisch aus dem Ofen…danach musste ich auch direkt ein Stück verdrücken, es ging nicht anders! Den Rest habe ich meinen Kollegen mit auf die Arbeit gebracht.

Überraschungskuchen1

Auch, wenn wir über Ostern gerade gut geschlemmt haben: Diesen Kuchen solltet ihr euch nicht entgehen lassen! Schnell zum Rezept!

Überraschungskuchen3

Für eine 26cm-Springform: 

2 Pck. Vanillezucker
200g Zucker
240g weiche Butter + Butter für die Form
3 Eier, zimmerwarm
1 EL Rum (optional)
1 Prs. Salz
250g gemahlene Haselnüsse
280g Mehl
1 Pck. Backpulver
360ml Milch
100g Zartbitterschokolade (1 Tafel)

Kuvertüre, 1 EL ganze Haselnüsse und 1 EL Haselnuss-Krokant

Eine Springform gut mit Butter fetten und den Ofen auf 180°C vorheizen. Aus den Zutaten einen Rührteig zubereiten: Zunächst Zucker und Vanillezucker mit der weichen Butter cremig schlagen, dann die Eier eins nach dem anderen hinzugeben. Den Rum und eine Prise Salz unterrühren und dann erst einmal Haselnüsse, Mehl und Backpulver in einer kleineren Schüssel vermischen. Anschließend zum restlichen Teig geben. Zum Schluss die Milch unterrühren, sodass der Teig recht flüssig wird. Die Schokolade hacken oder in Stücken brechen und unter den weichen Teig heben. Den Teig in die Springform füllen und im Ofen etwa 55-60 Minuten backen. Die Stäbchenprobe zum Ende der Backzeit nicht vergessen!

Wenn der Kuchen fertig gebacken und ein wenig abgekühlt ist, die Kuvertüre (hell oder dunkel je nach Geschmack) im Wasserbad schmelzen. Die ganzen Haselnüsse grob hacken. Den Kuchen mit der Kuvertüre verzieren und die Haselnüsse und das Krokant darauf verteilen.

Überraschungskuchen4

Carina

Aus Omas Rezeptbüchlein

 

{Aus Omas Rezeptbüchlein} Birnen-Baiser-Wölkchen

Birnen-Baiser-Kuchen3

Juchuu, meine neue Rubrik geht in eine neue Runde. Ich habe mich sehr über euer Feedback zu dieser Idee gefreut. Deswegen habe ich auch lange überlegt, was als nächstes kommen soll. Dabei herausgekommen ist eine ganze Ideen-Liste und ich habe ganz grob schon einmal den jeweiligen Beitrag für die nächsten Monate geplant. Für diesen Monat war ein Nusszopf geplant. Aber wie das immer so ist, habe ich kurz vor knapp noch einmal alles über den Haufen geworfen. Das Ergebnis kann sich glaube ich trotzdem sehen lassen. Vorhang auf für Oma!

Apfel-Baiser-Kuchen

Zugegeben: Die Farben in diesem Beitrag kommen nicht wie Oktober daher. Aber rosa geht natürlich immer auf Omas Kaffeetafel. Und das Rezept, dass sie dir heute zeigt, ist umso herbstlicher: Ein Traum aus Birne, Apfel und Baiser. Denn im Oktober werfen die Obstbäume im Garten richtig was ab. Mit einer Leiter steigst du rauf und schüttelst die großen Äste, und schon regnet es die reifen Früchte nur so hinab. In einer großen Wäschewanne sammelst du sie und bringst sie in Omas Küche. Dort duftet es schon, denn in den nächsten Tagen wird die Produktion von Kompott, Apfelmus, Saft und anderen Leckereien nicht stillstehen. Zur Belohnung für die harte Arbeit (die dir heimlich aber richtig Spaß gemacht hat) kommt dann aber dieser Kuchen aus dem Ofen. Süße Birnen und Äpfel auf saftigem Teig mit luftig-fluffigem Zimtbaiser. Hach!

Birnen-Baiser-Kuchen2

So in etwa könnte das laufen. Das Rezept ist dieses Mal eher eine freie Erfindung, aber nicht unpassend, oder? Besonders Baiser verbinde ich mit den guten alten Kuchen, die etwas altbacken, aber immer unglaublich lecker sind. Birnen und Äpfel gibt es zur Zeit im Überfluss und sie sind daher eine klasse Kombi für einen Oktober-Kuchen. Wer mag, kann auch nur eins von beidem nehmen. Zusätzlich habe ich zwischen den Früchtchen noch ein paar crunchy Walnüsse versteckt. Die kannst du weglassen, oder auch durch Haselnüsse oder Mandeln ersetzen. Ganz wie du lustig bis. Oder nach dem, was Oma gerade zur Hand hat.

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Für eine 20cm-Springform:

(Für eine 26cm-Springform würde ich die Mengen verdoppeln…der Kuchen soll ja nach was aussehen)

170g Mehl
2 EL (Dinkel-)Vollkornmehl
1 1/2 TL Backpulver
3 Eier
100g Butter
80g + 60g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
1 Prs Salz
1 Schuss Apfelsaft
ein paar Tropfen Butter-Vanille Aroma
70g Frischkäse oder Quark
380g Obst (Äpfel und Birnen oder eins von beidem)
1 EL brauner Zucker
40g Walnüsse

Die Bitter cremig schlagen und dann nach und nach 80g Zucker, Vanillezucker, Vanillearoma, Salz und ein Ei dazugeben. Die restlichen Eier trennen und nur das Eigelb zum Teig geben. Die Mehle mit dem Backpulver vermengen und ebenfalls in kleinen Portionen unterrühren. Zum Schluss Quark oder Frischkäse und Apfelsaft zugeben, bis ein homogener Teig entstanden ist. In eine gefettete 20cm-Springform geben. Die Äpfel und Birnen komplett schäen und würfeln. Die Walnüsse grob hacken. Alles zusammen mischen und auf dem Teig verteilen. Das Ganze mit 1 EL braunem Zucker bestreuen. Im vorgeheizten Backofen bei 180 °C ca. 40 Min. backen. Derweil die Eiweiße steif schlagen und dann 60g Zucker und 1 TL Zimt einrieseln lassen. Das Eiweiß sollte schön glänzen. Nach den 40 Min Backzeit eine Stäbchenprobe machen und den Kuchen kurz aus dem Ofen nehmen und die Oberfläche mit dem Eiweiß bestreichen. Noch einmal 3-5 Min. backen.

Birnen-Baiser-Kuchen6
Übrigens: Habt ihr den tollen Windmühlen-Tortenheber bemerkt? Ich habe ihn bei Dawanda erstöbert und sofort zugeschlagen. Seitdem wartete er auf seinen ersten Foto-Einsatz. Ist er nicht toll?

Ich hoffe, der Oktober-Beitrag meiner kleinen Reihe hat dir ebensogut gefallen, wie der allererste! Ich plane schon ein wenig für den November…falls ich nicht wieder alles umschmeiße, hihi.

Den Beitrag aus dem September findest du hier: Pflaumenkuchen mit Marzipan-Zimtstreusel.

Aus Omas Rezeptbüchlein

{Aus Omas Rezeptbüchlein} Pflaumenkuchen mit Marzipan-Zimtstreusel

Pflaumenkuchen2

Was erinnert mehr an einen Sonntagnachmittag in Omas Garten mit Limo und frisch gepflückten Früchten, als ein Pflaumenkuchen? Eben, nichts. Deswegen musste dieser Beitrag auch ein bisschen wie damals aussehen, nostalgisch eben. Oma hat für uns immer ihr schönes Porzellan rausgeholt, die Gefahr kleiner Kinderfinger darauf konsequent und gekonnt ignorierend. Es gibt Speziallimo (bei meiner Omi Caprisonne mit Himbeeren und Himbeersaft, schön klebrig!) und wer mag, bekommt noch viel mehr davon, als Mama erlaubt. Der Kuchen schmeckt uns wie immer traumhaft gut. Das Beste sind natürlich die Streusel. Sie sind schön knusprig, schmecken nach einem Hauch Marzipan und Zimt und sind perfekt zu den etwas säuerlichen Pflaumen. Hach!

Pflaumenkuchen3

Da Oma und der deutsche Garten leider weit weg sind, backe ich selbst. Ehrlich gesagt hat Oma auch keinen Pflaumenkuchen gebacken, weil mein Bruder und ich Fruchtkuchen „Iiiiiih“ fanden. Streuselkuchen gab es aber schon. Trotzdem hat dieser Kuchen etwas Nostalgisches an sich, mit seinen Streuseln und dem Spätsommer-/Frühherbst-Obst schlechthin. Es ist auch nicht Omas Porzellan, sondern das Hochzeitsporzellan meiner Eltern, das ich vorzeitig abgestaubt habe und über alles liebe. Im Gegensatz zu Oma würde ich es niemals, NIE, patschigen Kinderhändchen aussetzen.

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Der Boden dieses Kuchens ist weich und fluffig, schmeckt nur leicht nach dem Marzipan und Amaretto. Die Pflaumen sind süß-sauerlich und machen den Boden so richtig saftig. Und obendrauf sind die knusprigen Streusel. Wer fürchtet, dass Marzipan, Amaretto und Zimt aus dem Kuchen einen Weihnachtskuchen machen, sollte ihn unbedingt ausprobieren. Es ist nämlich ganz im Gegenteil eine perfekte Spätsommerkomposition, versprochen! Man sollte es mit den genannten Zutaten einfach nicht übertreiben.

Pflaumenkuchen1

Für 1 kleines Blech (ca. 25x30cm) oder eine Sprinform:

Teig:
60g Marzipan
100g weiche Butter
200g Zucker
1 Pck. Vanillinzucker
2 Eier
120g Frischkäse
180g Mehl
2 TL Backpulver
50 ml Milch
2 EL Amaretto

Streusel:

65g Marzipan
70g Butter
120g Mehl
1/2 TL Zimt
50g Zucker

600g Pflaumen (gewogen mit Kern

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Das ganze Marzipan raspeln oder sehr fein würfeln. 60g davon mit der weichen Butter, dem Zucker und dem Vanillinzucker cremig schlagen. Die Eier einzeln dazugeben. Mehl und Backpulver vermischen und unter den Teig rühren. Zum Schluss den Frischkäse, die Milch und den Amaretto ebenfalls dazugeben und alles gut verschlagen.

Für die Streusel das restliche Marzipan mit den anderen Streusel-Zutaten verkneten. Die Streuselmischung für 10-15 Minuten in den Kühlschrank stellen. Derweil die Pflaumen waschen, entsteinen und vierteln. Den Teig für den Boden in eine gefettete Form füllen und glatt streichen. Die Pflaumenviertel darauf aufreihen und leicht in den Teig drücken. Die Streuselmischung aus dem Kühlschrank nehmen und gleichmäßig  dicht an dicht über die Pflaumen bröseln. Den Kuchen im vorgeheizten Ofen bei 175°C ca. 35-40 Minuten backen. Die letzten 15 Minuten mit Alufolie abdecken, damit die Oberfläche nicht zu dunkel wird. Mit Puderzucker oder Schlagsahne verdrücken.

Pflaumenkuchen

Das war mein erster Beitrag zu der neuen kleinen Reihe! Wenn jemandem von euch die Idee gefällt und ihr gerade einen Beitrag postet, der dazu passt: Nehmt gern das Banner mit und hinterlasst mir einen Kommentar mit Link, dann stelle ich die Links mit in den Artikel ein. Es sollte aber kein Archivbeitrag sein. Es gibt nichts zu gewinnen, einfach nur zum Spaß 😉 Meine Ideen für den nächsten Beitrag von Omi sprudeln schon….

Aus Omas Rezeptbüchlein

{Aus Omas Rezeptbüchlein} Neue Reihe!

Ihr Lieben! Das schöne am Bloggen ist ja wirklich, dass immer wieder tolle Ideen dazukommen. Und anstatt lange zu überlegen, setzt man sie einfach um. Diese Idee spukte mir allerdings wirklich schon länger im Kopf rum. Es gibt ab jetzt auf Raspberrysue eine neue regelmäßige Rubrik. Sie heißt: „Aus Omas Rezeptbüchlein“!

Aus Omas Rezeptbüchlein

Die Aktion soll das Augenmerk einerseits auf Rezepte legen, die bei uns in der Familie Tradition haben. Es soll aber nicht nur Rezepte aus meiner Familie geben, sondern insgesamt eine Reihe von Gebäck, das an (jede) Oma erinnert und all das, was sie in Ihren Rezepten geschätzt hat: gutes, ehrliches Gebäck ohne Schischi. Das Wesentliche: toller Geschmack, liebevolle Zubereitung. Nichts mit Buttercreme und Crumble. Dafür reichlich buttrige Streusel. Mit dieser Rubrik möchte ich auch einige altbekannte Gebäck-Krönungen wieder zum Leben erwecken, die es sonst tatsächlich nur bei Oma gibt. Dabei habe ich immer einen Frankfurter Kranz im Kopf. Denn, warum auch immer: Vor dessen Zubereitung habe ich allerhöchsten Respekt, ich stelle mir das sehr schwer vor (ob es stimmt, kann ich vielleicht in diesem Rahmen ausprobieren). Die neue Rubrik wird also eine Mischung aus Familienrezepten, unprätentiösen und etwas nostalgischen Rezepten und der hohen Kunst von Omi, die in der schnelllebigen Bloggerwelt manchmal wenig geschätzt, zumindest aber meist wenig beachtet wird. Zu Unrecht, wie ich finde!

Ich hoffe, dass euch „Aus Omas Rezeptbüchlein“ gefällt. Mein Plan ist, einmal im Monat in dieser Kategorie zu veröffentlichen. Auch die Aufmachung wird ein kleines bisschen nostalgisch sein, aber lasst euch überraschen. Hier eine kleine Sneak Peak auf das erste Rezept, dass es morgen geben wird:

Pflaumenkuchen5

Diese nostalgischen Rezepte könnt ihr auf Raspberrysue bereits finden:

Omas Butterkuchen

Beste Eierlikörtorte

Erdbeerstriezel mit Pudding (Kopenhagener)

Quarkpfannkuchen von Tante Dora

Ich hoffe, das Thema gefällt euch! Vielleicht mag ja sogar die eine oder der andere mitbacken?

Ich back’s mir im Juni: Omas Butterkuchen

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Eigentlich sollte ja diese Woche der zweite Dänemark-Beitrag folgen. Dann habe ich es wegen des Lebens 1.0 nicht geschafft, alle Bilder zu bearbeiten. Und plötzlich merke ich gestern Abend auf der Couch: Morgen ist schon wieder Claretti-Zeit mit „Ich back’s mir!“ Dieses fröhliche Virtuell-Miteinander-Backen habe ich schon richtig lieb gewonnen und klicke mich immer mit Begeisterung durch das Pinterest Board. Heute zeige ich euch zum Thema Familienrezepte den Klassiker überhaupt: Jeder kennt Butterkuchen!

Ein leckerer, zuckriger Butterkuchen war bei uns auf der Kaffeetafel früher einfach der treuste Begleiter. Meine Oma hatte eigentlich immer einen da. Auch, wenn es zu Geburtstagen mal eine Torte gab, durfte er nicht fehlen. Besonders wir Kinder, die damals noch recht krüsch waren, wie man in Norddeutschland sagt, haben ihn gern gegessen. „Krüsch“ heißt nichts anderes, als das wir sehr mäkelig und wählerisch waren, was das Essen betraf. Mein Bruder und ich mochten eigentlich überhaupt keine Früchte im Kuchen (Heute kann ich das überhaupt nicht mehr nachvollziehen!) und wie Kinder so sind, war Neues eher eine Grauzone. Das hat sich zum Glück geändert.

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Als Teenie war Butterkuchen dann eher out. Zu oft gegessen, zu wenig cool. Da musste schon etwas Außergewöhnlicheres her, um Begeisterungsstürme auszulösen.

Als nun erwachsene Bäckerin aus Leidenschaft muss ich sagen: Der Butterkuchen hat definitiv wieder an Sympathie gewonnen und ich kann gar nicht fassen, dass ich ihn jetzt erst das erste Mal gebacken habe! Er gehört nicht zur hohen Kunst, aber ist eben wunderbar: bodenständig, butterig-süß, rustikal und voller Erinnerungen. Und Hefegebäck liebe ich sowieso in allen Formen!

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Was sich auch geändert hat: Heute lade ich meine Oma zu Kaffee und Kuchen ein. Und sie genießt es! Mit selbstgebackenem Kuchen kann ich ihr immer eine Freude machen.

Übrigens habe ich euch auch schon andere Familienrezepte gezeigt, weswegen ich dieses Mal erst überlegen musste, was ich backen könnte. Die üblichen Verdächtigen findet ihr nämlich bereist auf dem Blog: Beste Eierlikörtorte und Haferflockenkuchen.

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500g des Mehls in eine Schüssel geben. Die Trockenhefe, 1 TL Zucker und das Salz unterrühren, dann mit der lauwarmen Milch verkneten. Den restlichen Zucker, die weiche Butter in Flöckchen, das Ei und die Zitronenschale dazugeben. Alles gut verkneten und abgedeckt an einem warmen Ort 45 Min. gehen lassen. Danach den Teig mit dem restlichen Mehl noch einmal kräftig durchkneten, ausrollen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Noch einmal 10 Min. zugedeckt gehen lassen. Den Backofen auf 180°C vorheizen.

Nach dem Gehen mit dem Finger in die Teigoberfläche kleine Mulden drücken und jeweils mit einem Flöckchen Butter füllen. Dann die Mandelstifte auf dem Teig verteilen. Anschließend mit dem Zucker-Vanillezuckergemisch bestreuen.Auf der mittleren Schiebe ca. 20-25 Min. backen. Danach herausnehmen und mit einem Holzspießchen gleichmäßig überall einstechen. Am Ende 100ml Sahne über den Kuchen gießen, wenn gewünscht (dann kann der Kuchen erst nach ca. 1 Stunde verzehrt werden).

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Lasst es euch schmecken! Mein Butterkuchen kam beim letzten Public Viewing auf jeden Fall super an. So einiger hat sich da an seine Kindheit erinnert. Und lustigerweise hat Claretti auch einen Butterkuchen gebacken…

 

Simples Glück: Haferflockenkuchen

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Nachdem ich denk letzten Beitrag mit dem Frage – Antwort- Teil veröffentlicht hatte, musste ich seit langer Zeit mal wieder daran denken, wie das bei mir überhaupt angefangen hat mit der Liebe zum Backen. Ich glaube, jede(r) von uns, der gern in der Küche werkelt, kann sich an seine ersten Versuche oder irgendwie erinnern.

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Bei mir startete das sogar ziemlich früh, im Sandkasten. Kein Witz! Eine Zeit lang fand ich es super cool, mit meinen Freundinnen draußen „Kuchen“ zu backen oder andere Mixturen zusammenzurühren, und dabei auch einige echte Backzutaten zu benutzen. Nur Sand ist ja langweilig! Meine Mutter musste vor allem Speisefarben und Backpulver vor mir in Sicherheit bringen. Backpulver sprudelt so schön es war wirklich soooo spannend, damit zu experimentieren. Wie ein kleiner Chemiebaukasten im Sandkasten. Nur die Eltern fanden es nicht so toll wie wir…

Außerdem habe ich natürlich gern geholfen, wenn bei uns im Haus gebacken wurde. Außer zu Familienfeiern (da gab es auch mal tolle Torten) hat meine Mutter meist schnelle und leckere Kuchen gebacken, wie zum Beispiel einfach Sandkuchen, Zitronenkuchen, Marmorkuchen oder eben diesen Haferflockenkuchen, um den es heute geht.

Als ich schon etwas älter war, so acht oder neun, und ein wenig Backerfahrung beim Mitbacken gesammelt hatte, kam diese Phase, die ich neulich schon erwähnte. Die, in der ich meine Mum in den Wahnsinn trieb (heute kann ich es verstehen…), weil jeder zweite Kuchen ungenießbar im Müll landete. Trotzdem war ich überzeugt, dass meine Backversuche ohne Rezept viel toller waren, als einfach nach Anweisung zu backen. Manchmal hat es wirklich geschmeckt, aber, nun ja…selten.

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Wenn doch mal ein Rezept im Spiel war, begleiteten mich vor allem die Bücher der „Zwergenstübchen“-Backbuchreihe durch meine Kindheit, die ich immernoch wunderbar finde. Kennt ihr die? Davon gibt es ganz viele Bände zu verschiedenen Themen. Ich mag sie vor allem wegen der vielen süßen Illustrationen und der sehr leckeren und gut umsetzbaren Rezepte. Wenig Schischi, aber trotzdem viele tolle Ideen. Irgendwann werde ich euch davon auch mal eines vorstellen. Das habe ich schon länger im Hinterkopf.

Auch dieses Rezept stammte irgendwann einmal aus einem Buch der Zwergenstübchen-Reihe, aus welchem, kann ich euch gar nicht mehr genau sagen. Es wurde über die Jahre ein bisschen von mir angepasst. Obwohl dieser Kuchen so einfach und unspektakulär ist, mache ich ihn immer wieder gern. Er ist einfach ein Klassiker bei uns und hat durch die Haferflocken schön viel „Biss“. Dieses Mal habe ich ihn für ein Geburtstagskind gebacken, das sich etwas mit Haferflocken gewünscht hatte, und auch dort kam er super an.

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Haferflockenkuchen:

180g Butter
200g Zucker (ich habe diesmal nur 180g genommen, hat auch gereicht!)
2 TL Backpulver
150g Mehl
etwas Vanilleextrakt
4 Eier
1 Prs. Salz
100g Haferflocken
Puderzucker

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Haferflockenkuchen

Aus allen Zutaten außer Puderzucker und Haferflocken einen Rührteig herstellen. Alles gut vermischen. Dann zum Schluss die Haferflocken unterheben. Die Teigmasse in eine gefette Kastenform füllen und im vorgeheizten Backofen bei 180°C ca. 60 Minuten backen. Nach dem Erkalten mit viel Puderzucker bestäuben (und vielleicht noch ein paar süße Fähnchen einstecken 🙂 )

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Erinnert ihr euch auch an eure ersten Backerfahrungen? Und gibt es da auch so einen Klassiker, den ihr immernoch gern backt?

Familienrezept: Die beste Eierlikörtorte aller Zeiten

Eierlikörtorte
Manche Rezepte bleiben einfach in der Familie. Das hier ist so ein Rezept. Diese Torte hat meine Mutter meist um die Osterzeit herum gebacken. Manchmal auch zwischendurch, wenn wir sie unbedingt haben wollten. Es ist ein Allround-Talent. Geht schnell, schmeckt allen gut und macht etwas her, obwohl die Zubereitung ganz einfach ist. Ich habe sie vor kurzem meinen Kollegen mitgebracht und alle waren begeistert und rätselten, warum diese Torte so saftig ist. Aber keiner tippte richtig. Das Geheimnis liegt vor allem darin, dass der Boden kein Gramm Mehl enthält. Er besteht vor allem aus gemahlenen Mandeln und Schokolade.

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Ich habe diesmal das Rezept in die 2/3-Menge umgerechnet und nur eine 20cm-Springform gebacken. Das Rezept unten passt aber für eine 26cm-Springform genau. Ich kann euch nur raten: Backt die ganze Menge, ich hätte am Ende noch viel mehr Kuchen verteilen können. Erstens, weil meine Kollegen immer für Kuchen zu haben sind. Es gibt da richtige Spezialisten, die zufällig immer auf dem Gang auftauchen, wenn Kuchen da ist. Ich glaube, es gibt einen Kuchen-Riecher oder -Instinkt. Zweitens aber deswegen, weil diese Torte einfach der Hammer ist.

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Deswegen muss ich sie mindestens einmal im Jahr haben. Nur, dass ich sie mir mittlerweile selbst backen muss, weil meine Mutter ja ziemlich weit entfernt lebt. Immerhin hatte ich so die Gelegenheit, euch dieses tolle Rezept pünktlich zur Osterzeit vorzustellen.

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Für eine 26cm Springform:

1 Pck. Schokoraspel
5 Eier
80g weiche Butter
1 EL Rum
8 EL Eierlikör
200g gemahlene Mandeln
1 Becher Sahne
1 Pck. Vanillezucker
1 Pck. Sahnesteif
100g Zucker

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Eigelbe, Butter und Zucker cremig schlagen. Dann Rum, Mandeln Eierlikör und Schokoraspeln dazugeben. Das Eiweiß steif schlagen und vorsichtig unter den Teig heben. Bei 200°C ca. 25-30 Minuten backen. Inzwischen die Sahne mit dem Sahnesteif aufschlagen und in einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen. Wenn die Torte ausgekühlt ist, mit der Tülle einen Rand rund um die Torte spritzen und in der Mitte einen dünne Schicht Sahne verstreichen. Mit Eierlikör komplett bedecken oder nur einige Spritzer verteilen.

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