Eine Auswahl schneller orientalischer Vorspeisen – perfekt für den Sommer!

An lauen Sommer-Abenden möchte ich nichts mehr, als ein paar leckere kleine Gerichte zum Naschen, etwas Brot und einen kühlen Drink. Für genau solche tollen Abende, wie heute, zeige ich euch meine liebsten orientalischen Vorspeisen!

Einige langjährige Leserinnen wissen noch, dass ich im Orient gelebt habe, als ich diesen Blog ins Leben rief. In meinem eigenen Kochstil ist mir einiges aus dieser Zeit geblieben. Ich liebe die Gewürze, die Vorspeisenkultur und die Verwendung von Unmengen frischer Kräuter. Und die Liebe zu fetthaltigem Joghurt, der zu vielen herzhaften Gerichten gereicht wird, ist auch bei mir nicht wegzudenken. Zwar koche ich nicht unbedingt authentisch, aber doch oft orientalisch inspiriert. Die Idee zu dieser orientalischen „Antipasti“-Platte hatte ich schon länger im Kopf. Am Ende habe ich euch eine bunte Auswahl zusammengestellt. Auch diese Gerichte sind nicht alle authentisch, aber der Einschlag ist klar. „Eine Auswahl schneller orientalischer Vorspeisen – perfekt für den Sommer!“ weiterlesen

Simit – Türkische Sesamringe

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Sesamringe sind ein bekanntes Gebäck aus der Türkei. Wenn einen das Fernweh packt, kann man sie Zuhause ganz einfach selber machen. Eine Mischung aus hellem und dunklem Sesam und Dukkah macht diese Simit noch mal ganz besonders lecker.

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Herzhafte Käse-Curry-Waffeln mit allerlei Toppings

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Frohes neues Jahr, ihr Lieben. Jetzt starte auch ich in das Blogjahr 2017. Und es geht gleich ganz besonders lecker los. Wer hier regelmäßig mitliest, weiß mittlerweile, dass Waffeln für mich einfach immer gehen. Waffeln sind Essen für die Seele, leckeres Frühstück, tolle Nascherei auf Parties. Ich liebe sie einfach! Ich habe euch hier bereits einige meiner liebsten Waffel-Rezente gezeigt, zum Beispiel meine allerliebsten Joghurt-Zimt-Waffeln, die Schokowaffeln aus gesundem Emmer-Mehl, Marzipanwaffeln, einfache Buttermilch-Waffeln und Carrot Cake Waffeln. Was bisher auf dem Blog eindeutig zu kurz kam, sind herzhafte Waffeln. Und das ist in der Realität genau so, denn ich besitze zwar zwei Waffeleisen, die sehr regelmäßig in Benutzung sind, aber habe bisher nur ein einziges Mal eine herzhafte Variante gemacht.  „Herzhafte Käse-Curry-Waffeln mit allerlei Toppings“ weiterlesen

{Herbstküche} Cremige Kürbis-Polenta

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Gute Kürbis-Rezepte kann man nie genug haben. Die Kürbis-Polenta ist wunderbar cremig und macht mit ihrer knalligen Farbe richtig gute Laune. Vielleicht das beste Kürbis-Rezept in diesem Herbst!

Kürbis und ich, das ich eine große Liebe. Jedes Jahr machen mir Kürbis, Pflaumen und die anderen tollen Herbstsorten den Übergang in den Herbst leichter. Kulinarisch bin ich auf jeden Fall ein Herbstkind. „{Herbstküche} Cremige Kürbis-Polenta“ weiterlesen

Hausgemachte Ajvar Pasta mit Petersilie, Zitrone und Feta

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Seit Wochen spinne ich mir eine köstliche Pasta-Fantasie zusammen. Genau genommen habe ich Lust auf selbstgemachte Pasta, seit ich endlich eine nahe Quelle für Pastamehl aufgetan habe. Die war längst überfällig. Und dann kam mir der Gedanke, ob man Pasta mit Ajvar aromatisieren könnte? „Hausgemachte Ajvar Pasta mit Petersilie, Zitrone und Feta“ weiterlesen

Eine Süßkartoffel Tortilla und die Gewinner des Naturata Give Aways

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Ihr Lieben, die nächsten Tage soll es so richtig sommerlich werden. Ist das nicht herrlich? In Dresden hatte ich sowieso bisher ziemlich viel Glück. Während sich alle über das Herbstwetter beschwerten, war es hier trotzdem oft warm und trocken, wenn auch nicht unbedingt sonnig. Bei über 30 Grad muss ich aber wohl dieses Wochenende mal einen neuen Teil dieser Gegend erkunden, nämlich die Badeseen. „Eine Süßkartoffel Tortilla und die Gewinner des Naturata Give Aways“ weiterlesen

{Grillabend} Schnelle Nachos und mediterraner Paprika-Dip

Nachos und Paprika-Dip 3

Ihr Lieben, was für herrliches Wetter wir dieses Wochenende haben! Genau so habe ich mir das mit unserem neuen, riesigen Balkon vorgestellt. Frühstück in der Sonne, danach mit einem Buch auf die Liege. Zwischendurch ein kleiner Becher selbstgemachte Eis oder ein kühler Drink. Und Abends wird mit Freunden gegrillt. Das haben wir zuletzt am Freitag gemacht. Und dafür habe ich mir natürlich ein paar Leckereien einfallen lassen. „{Grillabend} Schnelle Nachos und mediterraner Paprika-Dip“ weiterlesen

{Summer Comfort Food} Crushed Potatoes mit Ofentomaten

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Huch, jetzt habt ihr plötzlich über eine Woche nichts von mir gehört! Der Grund war, ich hatte es ja schon kurz erwähnt, dass ich eine Woche spontan in die Heimat fliegen musste. Ich wusste schon, dass die Woche ganz schön vollgepackt sein würde, und habe daher auch nicht damit gerechnet, dass Zeit für den Blog bleibt. So war es dann auch. Immerhin habe ich es einmal an den heimischen Badesee geschafft und war mit meiner Mutter ein bisschen bummeln. Außerdem war ich nach Jahren mal wieder in der allerallerbesten Eisdiele mit dem besten Spaghettieis der Welt. Es ist immer noch einsame Spitze! Die Woche war also trotz vieler Erledigungen sehr schön. Wenn da nicht das Flugchaos gestern gewesen wäre…aus einem geplanten Abflug um 9.30 Uhr wurde dann letztendlich wegen technischer Probleme 15.15 Uhr – meine Güte, war ich froh, als es endlich los ging. Deswegen bin ich auch heute noch ein bisschen platt und zeige euch ein Rezept, das im Archiv schon länger auf die Veröffentlichung gewartet hat. Dabei ist es so gut und super einfach!
Crushed Potatoes

Die Rede ist von diesen leckeren Crushed Potatoes, vielleicht habt ihr so ein Rezept schon mal auf Pinterest oder so gesehen (ich glaube, es gibt sie auch als „Schwedische Kartoffeln“). Und nachdem mein neuer Header ja schon nicht mehr ganz so neu ist, hat sich der aufmerksame Leser vielleicht schon gefragt, aus welchem Rezept das rechte Bild stammt – hier ist es nun, reichlich verspätet, ähem. Zum Glück aber deswegen nicht weniger lecker. Und es ist ja gerade Tomaten-Zeit, also ran da!

Crushed Potatoes5Kartoffeln sind so ein richtiges Wohlfühlessen, finde ich. Wir essen sie nicht so oft, aber wenn doch, dann dürfen sie für mich auch gern die Hauptrolle spielen. Ihr könnt zu den Crushed Potatoes gern alles mögliche essen, aber ich mochte die Kombi aus cremigem Dip, süßen Ofentomaten, Avocado und Basilikum sehr gern.

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And now in English: 

Oops, I was away for a whole week and you haven’t heard of me one bit. As I briefly mentioned before, I went home for one week very spontaneously. I already knew the week would be packed and I wouldn’t have tome for blogging. But at least I went to the lake once, did some shopping with my Mum, and after years of absence in summer time I finally had icecream in the best place around again. It was a good week except the flight chaos yesterday…we were supposed to take off at 9.30am. Well, we had to wait until 3.15pm. So today I am still a bit tired and therefore I show you a recipe that’s been waiting in the blog archive for a while. These Crushed Potatoes were so good and easy that they’re worth waiting for! We don’t have potatoes very often, but when we do, I like them as a main dish rather than only as a side. You can serve them with whatever you like, but as we are fully in tomato season, I liked them a lot with sweet oven-roasted tomatoes, creamy dip, avocado and basil. So good and comforting!

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Für 2-3 Personen / for 2-3 persons: 

5 mittelgroße Kartoffeln – 5 medium-sized potatoes
100g cremiger Feta – 100g creamy feta
150g griechischer Joghurt – 150g Greek yogurt
1 EL saure Sahne – 1 tbsp. sour cream
2 TL gehackter Dill – 2 tsp. chopped dill
1 Avocado – 1 avocado
2-3 Tomatenrispen – 2 handful of cherry tomatoes
grober Senf – coarse mustard
Salz + Pfeffer – salt + pepper
frischer Basilikum – fresh basil

etwas Butter oder Olivenöl – a bit butter or olive oil

Den Ofen auf 180°C vorheizen. Die Kartoffeln ungeschält gut abwaschen und trocknen. Dann auf ein Blech setzen und 45 Min. backen. Den Ofen auf 140°C einstellen. Die Rispentomaten abwaschen, trocken tupfen und auf ein Blech setzen. Im Ofen 25-30 Min anrösten. Währenddessen die Kartoffeln mit einer schweren, glatten Oberfläche (z.B. der Unterseite eines Topfs) platt drücken. Den Feta mit Joghurt, Sahne und Dill cremig rühren. Mit Salz und Pfeffer würzen. Etwas Butter oder Öl in der Pfanne erhitzen und die Kartoffeln darin nacheinander knusprig anbraten. Auf Tellern mit dem Fetadip, den fertigen Tomaten, Avocado, Senf und Basilikim anrichten. Noch einmal gut salzen und pfeffern.

English Instructions:

Pre-heat the oven to 180°C. Without peeling the potatoes, wash and dry them well. Then set them on a baking tray and bake for 45 minutes. Reduce the temperature to 140°C. Wash and dry the tomatoes and roast them in the oven for 25-30 minutes. Meanwhile, crush the potatoes with an even surface (e.g. a heavy pan). Mix feta, yogurt, cream and dill until creamy. Heat some butter or oil in a pan and fry the potatoes one after another until a bit crispy. Serve them with the dip, roasted tomatoes, sliced avocado, mustard and basil. Season again with salt and pepper. 

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Carina

 

Pikantes griechisches Picknickbrot

Griechisches Frühstücksbrot

Letzte Woche habe ich euch „Reisehunger“ von Nicole Stich vorgestellt, eines der derzeit meist genutzten Kochbücher aus meinem vollen Regal. Ich habe bereits viele Rezepte ausprobiert und musste euch deshalb auch zeitnah zumindest eins davon zeigen. Passend zu den derzeitigen Temperaturen und dem Drang, alle Zeit draußen zu verbringen, habe ich euch dieses griechische gefüllte Brot mitgebracht. Es macht sich als Grillbeilage genauso gut, wie auf die Hand während eines Picknicks am See oder als Ergänzung zu einem leichten Salat-Abendessen. Der Teig ist auch nach dem Backen noch saftig und das Brot schmeckt durch die Füllung sehr würzig und pikant. Dem Liebsten hat es besonders gut geschmeckt. Das Brot heißt in Nicole Stichs Buch „Stelios Frühstückskuchen“, aber ich finde, das gibt nicht so richtig wieder, worum es sich handelt. Deswegen habe ich einen anderen Titel gewählt. Nachbacken wird unbedingt empfohlen! Packt euch ein paar Scheiben ein und genießt den Sommertag!

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Ich habe das Rezept ein wenig nach meinem Geschmack verändert. Zunächst mal gehörten ins Original noch Anchovifilets, die habe ich komplett weggelassen. Außerdem habe ich grüne und keine schwarzen Oliven genommen, und davon einige mehr. Von 250g Mehl habe ich 100g durch Dinkelvollkornmehl ersetzt. Entscheidet selbst, ob ihr das genauso machen möchtet, oder lieber nur Weißmehl nehmen möchtet! Das Brot hält sich ca. 3 Tage frisch.

Griechisches Frühstücksbrot2

And now in English:

A couple days ago I wrote about the book „Reisehunger“ by Nicole Stich. As there are so many recipes from it that I already tried and liked, I had to show you at least one. Therefore I made this savory Greek picnic bread, which fits these hot days perfectly. We want to spend all time outside and celebrate summer! This bread is a delicious barbecue side dish, you hand eat it with your hands during a picnic at the lake or just enjoy it with a salad summer dinner. So grab a couple slices and have a fun day outside! 

I switched the recipe a little and left out the anchovies completely. Instead of black olives I took green ones. And I substituted 100g of the white flour with dark spelt flour. You can do it however you like. The bread will  be delicious any way and will stay fresh for about 3 days. Enjoy!

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Für 1 Kastenform / one loaf pan: 

50g geriebener Parmesan – 50g shredded parmesan
75g Feta – 75g feta cheese
75g eingelegte Paprika – 75g pickled bell peppers
100g Speck – 100g bacon
10 Oliven – 10 olives
3 Eier – 3 eggs
75ml Olivenöl – 75ml olive oil
1/8 Liter Milch – 1/8 liter milk
250g Mehl – 250g flour
2 TL Backpulver – 2 tsp. baking powder
1 Prs. Zucker – 1 pinch of sugar
Meersalz – seasalt
schwarzer Pfeffer – black pepper

Den Backofen auf 200°C vorheizen. Die Kastenform mit Butter fetten und mit Mehl ausstreuen. Feta würfeln. Paprikafilets, Speck und Oliven ebenfalls zerkleinern. Die Eier mit dem Rührgerät aufschlagen und das Öl hinzugeben. Milch, Mehl und Backpulver unterrühren. Dann die vorbereiteten Zutaten untermengen und den Teig mit Zucker, Salz und Pfeffer würzen. Den Teig in die Kastenform füllen und 45-50 Minuten goldbraun backen. Danach in der Form etwas auskühlen lassen und vorsichtig stürzen.

English Instructions: 

Pre-heat the oven to 200°C. Grease the loaf pan and dust with flour. Cut up feta, bell peppers, bacon and olives. Cream the eggs and whisk in the olive oil. Then add milk, flour and baking powder. Blend in the prepared ingredients. Season the dough with sugar, salt and pepper. Then pour the dough into the loaf pan and bake 45-50 minutes until golden. Let it cool down in the pan for a bit, then let it sit on a rack and cool completely.

Griechisches Frühstücksbrot3

Carina

 

{Kulinarische Entdeckungsreise} Auf geht’s nach Israel!

Israelische Schiffchen1

Nachdem die liebe Lixie Pott von Photolixieous mir diese Woche schon eine Landesküche näher gebracht hat, von der ich bislang absolut GAR nichts wusste (Ghana), darf ich heute Reiseleiterin der großen Kulinarischen Entdeckungsreise 2.0 sein! Und ich nehme euch heute mit nach Israel. Bislang habe ich hier auf dem Blog noch nie israelisch gekocht. Ein Blick ins Internet ergab, dass sich das Angebot lecker klingender israelischer Gerichte dort auch sehr auf das Übliche beschränkt, nämlich Hummus, Challah und Rugalach. Deswegen kam ich nicht drum herum, eines meines liebsten Kochbücher zu Rate zu ziehen, nämlich „Jerusalem“ von Yotam Ottolenghi und Sami Tamimi. Dort bin ich dann natürlich wie immer fündig geworden – mit ein paar Abwandlungen.

Tahini Kekse3

Ich habe 2010 zwei Wochen in Israel verbracht und fand, dass es ein wunderschönes Land ist! Ich verbrachte jeweils einige Tage in Jerusalem und Tel Aviv, aber auch einen Tag in Ramallah. Neben der wunderbaren Landschaft und den tollen kulturellen Sehenswürdigkeiten habe ich besonders das Essen in guter Erinnerung behalten. Israel hat eine Landesküche, die die tollsten Einflüsse aus dem Nahen Osten mit mediterranen Einflüssen kombiniert. Natürlich gibt es daneben noch sehr viele Gerichte, die die jüdischen Einwanderer aus aller Welt mitgebracht haben – russische, äthiopische und viele mehr.

Israelische Schiffchen3

Am liebsten an der Esskultur mag ich die Mezze! Wie im ganzen Nahen Osten versteht man darunter das Teilen vieler, kleiner Vorspeisen an einem Tisch. Darunter sind oftmals Brot, Hummus, Baba Ghanoush und Salat aus Tomate, Gurke und Petersilie oder Tabouleh. Meistens habe ich mich an den Mezze so satt gegessen, dass ein Hauptgericht überflüssig wurde. Und Hummus – den gab es wirklich morgens, mittags und abends. Und seitdem liebe ich ihn! Ein bisschen frisches Fladenbrot und leckere, reife Tomaten dazu, perfekt ist das tollste Essen, egal zu welcher Tageszeit! Aber euch heute Hummus aufzutischen, das wäre vielleicht ein wenig langweilig geworden.

Israelische Schiffchen2

Stattdessen habe ich etwas Süßes und etwas Herzhaftes mitgebracht. Als herzhaften Snack gibt es „Arachuli Khachapuri“. Der Name ist unaussprechbar und kaum zu merken, also habe ich sie einfach für mich wegen ihrer Form „Israelische Schiffchen“ getauft. Trotz des schwierigen Namens lohnt sich die Zubereitung, denn sie sind sehr lecker und können mit allen gefüllt werden, was euch gefällt. Eine häufige Variante sind irgendein Käse und ganze Eier. Ottolenghi schlägt Halloumi und Ei vor. Ich habe das Ei weggelassen und stattdessen etwas Creme Fraiche, Feta, Halloumi und frische Kräuter verwendet. Ziegenkäse wäre sich auch super, oder Paprika. Die Schiffchen sollten am Backtag gegessen werden und sind mit grünem Salat eine tolle leichte Mahlzeit oder lassen sich auch schön transportieren. Bitte lasst euch nicht von der langen Anleitung abschrecken, sie ist recht detailliert und die Zubereitung ist wirklich einfach! Sie braucht nur ein wenig Zeit…

Tahini Kekse

Als süßen Nachtisch bringe ich euch ein paar süße, mürbe Tahini-Plätzchen mit! Auf Instagram haben viele von euch sie für Schneeflöckchen gehalten, aber die gibt es anscheinend auch in israelischer Variante! Und sie sind richtig gut. Tahini ist eine Sesampaste, die in der Region überall (vor allem für Desserts) verwendet wird und auch hervorragend zu herzhaften Gerichten passt. Ottolenghi nennt sie die „israelische Erdnussbutter“. Ich habe Tahini seit einiger Zeit so richtig für mich entdeckt und nehme sie zum Beispiel gern für Dips, Gebäck, Gemüsepfannen und noch viel mehr. Solltet ihr sie noch nicht kennen, dann probiert sie unbedingt mal aus! Hier habe ich zum Beispiel ein altes Rezept damit verbloggt, den Dip essen wir immer noch sehr gern und häufig!

Nach dem Backen werden die Tahini-Kekse noch in einer Puderzucker-Zimt-Mischung gewälzt. Mit einem frischen Minztee mit Honig (oder auch zum Kaffee) sind sie absolut spitze und man bekommt gleich ein bisschen 1001-Nacht-Feeling! Jetzt aber schnell zu den Rezepten.

Israelische Schiffchen

Arachuli Khachapuri (oder „Israelische Schiffchen“), 6 Stück:

Teig:
250g Mehl
1 1/2 TL Trockenhefe
1 Ei (verquirlt)
110g griechischer Joghurt
1/2 TL Salz

Füllung:
60g Feta
60g Creme Fraiche
1 Zweig frischer Thymian
etwas frische Petersilie
1/4 Bund Lauchzwiebeln
40g Halloumi
Salz + Pfeffer
optional: Sumach und/ oder Zatar

Das Mehl in eine Schüssel sieben, die Hefe untermischen. In der Mitte eine Mulde formen und eine Hälfte des verquirlten Eis, den Joghurt und 60ml lauwarmes Wasser dazugeben. Das Salz am Rand verteilen und mit einem Löffel ein Wenig Mehl vom Rand wie einen kleinen Vorteig unter die Flüssigkeit mischen. 10 Minuten stehen lassen. Dann das Ganze vermengen. Der Teig ist zunächst noch recht trocken, lässt sich aber mit ein paar Minuten kneten glatt verarbeiten. Nur wenn er nach ein paar Minuten noch bröckelt, ein wenig mehr Wasser hinzufügen. Anschließend wieder in die Schüssel legen und abgedeckt an einem warmen Ort etwa 1 1/2 Stunden gehen lassen. Ich stelle dafür meinen Backofen auf die niedrigste Stufe (35 °C) und lasse die Metallschüssel darin stehen. Wenn sich das Volumen etwa verdoppelt hat, nochmal kurz durchkneten. Den Teig in sechs Portionen teilen und zu Kugeln formen. Auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche noch einmal abgedeckt ca. 30 Minuten gehen lassen. In dieser Zeit die Zutaten für die Füllung vermischen: Den Halloumi dafür in sehr kleine Würfel schneiden, die frischen Kräuter hacken. 1 TL Thymian beiseite legen. Sumach bekommt man zum Beispiel beim Türken. Ein Rezept für eine Zatar-Gewürzmischung findet ihr hier. Den Backofen auf 220 °C vorheizen und ein Blech vorwärmen. Die Teigkugeln ausrollen. Einen guten Esslöffel Füllung auf jede Portion geben und zu den rechten und linken Ende verstreichen. Die Seiten anheben und die Enden gut zusammendrücken, damit sie beim Backen nicht auseinandergehen. Die Schiffchen mit dem restlichen Ei bepinseln. Mit dem restlichen Thymian bestreuen. Das Blech aus dem Ofen nehmen, die Teilchen auf Backpapier darauf legen und etwa 20 Minuten backen. Sie sollten etwas gebräunt sein. Die Schiffchen mit Olivenöl besträufelt servieren.

Tahini Kekse1

Tahini-Plätzchen, ca. 35-40 Stück: 

130g Zucker
150 weiche Butter
110g helle Tahini-Pasta (z.B. aus dem Bioladen)
1/2 Pck. Vanillezucker
40g Sahne
270g Mehl
2 EL Puderzucker
1 TL Zimt

Den Backofen auf 200 °c vorheizen. Mit dem Handrührer oder der Küchenmaschine erst mal den Zucker und die Butter hell und cremig rühren. Dann während des Rührens Tahini, Vanillezucker und Sahne dazugeben. Das Mehl zum Schluss ca. 1 Minute unterrühren. Den Teig danach auf der Arbeitsfläche noch durchkneten, bis er glatt ist. Er ist recht weiß, sollte aber nicht zu doll kleben. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Kleine Portionen des Teigs zwischen den Händen zu Kugeln rollen, diese auf das Backblech setzen und mit einer Gabel etwas flach drücken. Zwischen den Plätzchen sollte etwas Abstand sein. Im vorgeheizten Ofen ca. 15-17 Min backen und auskühlen lassen. Zimt und Puderzucker vermischen und über die noch warmen Plätzchen sieben. Das Gebäck kann luftdicht verschlossen ca. 10 Tage aufbewahrt werden.

Mein Teig enthält etwas mehr Sahne als im Original-Rezept. Außerdem wird dort der Zimt schon vor dem Backen auf die Plätzchen gegeben, der Puderzucker wird weggelassen. Macht es einfach, wie ihr mögt!

Tahini Kekse2

Ich hoffe, mein kulinarischer Israel-Ausflug hat euch gefallen. Und bald geht es schon weiter bei Nadine von Sweet Pie. Lasst euch überraschen, in welches Land sie uns mitnimmt!

Carina

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