{Lieblingsessen} Lachsnudeln à la Mamma

Lachsnudeln2
Lass uns das mal schriftlich machen. Du magst Lachs? Du magst einen Hauch Salbei? Und du bist gerade nicht auf Diät? Na prima, dann habe ich hier dein neues Lieblingsessen!

Ohne Witz, an diesen Lachsnudeln kommt man nicht vorbei, wenn man Lachs-Fan ist. Sie gehören zu den Gerichten, die ich mir immer wünsche, wenn ich mal wieder Zuhause bin, denn  bei Mama schmecken sie am besten. Da ich ja nur selten dort bin und man eine Sucht auch zwischendurch stillen muss, habe ich im letzten Urlaub Unterricht genommen 😉 Habe das Rezept Schritt für Schritt aufgeschrieben (ist auch eigentlich suuuper einfach!) und wollte es dann hier auch unbedingt zeigen.

Über die Bilder musst du ein bisschen großzügig hinwegsehen. Jaaaa, ich wollte unbedingt anfangen zu essen, ist doch verständlich oder? Und mir in einem Zustand der totalen Ungeduld vor diesem Lieblingsessen einen tollen Bildaufbau einfallen zu lassen, bei dem die Lachssauce auch gut aussieht? Schwierig bis unmöglich. Also vertrau‘ mir einfach, dass das Gericht fetzt, und koch‘ es nach! Am besten an einem Abend, an dem nur Erwachsene anwesend sind, damit der Schuss Whiskey mit rein kann! Ansonsten einfach ersetzen, am besten durch Gemüsebrühe oder einen Schuss Milch.

Achja, schnell geht es auch noch. Für die Sauce benötigst du nicht länger, als die Kochzeit der Nudeln.

Lachsnudeln

 Für 2 Personen: 

500g Lachs
1 Knoblauchzehe
1 TL Gemüsebrühe
1 EL Zitrone
200g Mascarpone
etwas Öl
einige Salbeiblätter
2 cl Whisky
Salz + Pfeffer
1 Pck. Tortellini mit Käsefüllung

Das Nudelwasser aufsetzen und die Tortellini nach Packungsanweisung garen. Den Lachs in Würfel schneiden, gepressten Knoblauch und Öl in einePfanne geben und den Lachs darin scharf anbraten. Wenn er einigermaßen durch ist, mit dem Whisky ablöschen, Brühe und Zitrone zugeben und die Mascapone und den Salbei mit allen verrühren. Weiterrühren, bis die Mascarpone sich zu einer sämigen Soße verflüssigt. Auf kleiner Flamme noch eine Weile garen, aber nicht mehr kochen lassen. Wenn die Tortellini fertig sind, beides zusammen servieren.

Lachsnudeln1

Birnen-Mandel-Torte mit Sirup

Sirupkuchen1

Diese Birnentarte war ein Geschenk, dass letzte ich zu einer Party mitgebracht habe. Sie war ratz-fatz weg. Sie erscheint zuerst etwas weihnachtlich, aber ich kann euch versichern, das ist sie nicht. Die Gewürze kommen nur ein wenig durch und machen den Sirup, mit dem der Kuchen getränkt wird, so lecker. Die Birnen sind weich und ein wenig süffig vom Rum. Der Teig ist lecker nussig und durch die Kombination mit dem Obst genau richtig. So mag ich das!

Sirupkuchen3

Das Rezept ist von einer Tarte im britischen Foodie-Magazin delicious. inspiriert. Das kam mir vor Kurzem in einer etwas älteren Ausgabe in die Finger und das Rezept sprach mich sofort an. Allerdings war mir das Original etwas zu zeitaufwändig und kompliziert. Weil ich nach der Arbeit nur noch wenig Zeit zum Backen hatte, bevor es zur Party ging, habe ich mir den Mürbeteig gespart und durch einen fertigen Blätterteig ersetzt.

Sirupkuchen7

Das Rezept habe ich trotzdem komplett aufgeschrieben, vielleicht mögt ihr ja lieber den Teig selbst machen. Das Blindbacken aus dem Originalrezept habe ich mir auch gespart und es tat keinen Abbruch. Außerdem habe ich die Kochzeit des Sirups von mehreren Stunden auf ca. eine halbe Stunde verkürzt. Wer steht schon gern 4 Stunden am Herd für eine einzige ZUTAT der eigentlichen Tarte?  Richtig, ich nicht. Außerdem habe ich den Amaretto, der eigentlich in den Sirup sollte, durch Rum und die Hälfte der Mandeln durch Haselnüsse ersetzt.

Sirupkuchen2

Mit diesen Veränderungen hat uns die Tarte richtig gut geschmeckt und wurde komplett leer. Einzig mit dem Sirup würde ich beim nächsten Mal noch großzügiger umgehen. Ich habe die Tarte damit nur ein bisschen bestrichen. Für einen zweiten Versuch würde ich sie wahrscheinlich komplett damit begießen oder im Stil eines amerikanischen Poke Cakes vorher mit kleinen Löchern spicken und die Flüssigkeit einsickern lassen. Hat zwei Vorteile: Man hat nicht so viel Sirup über, der nicht verwendet wird UND man hat am Ende eine absolut dekadente, saftige Tarte. Traut euch!

Sirupkuchen6

Für den Boden:

100g Butter
200g Mehl
Schale einer Zitrone
2-3 TL Vodka oder Wasser

oder: 1 Packung fertiger Blätterteig

Für den Mürbeteig in einer Schüssel die Butter in das Mehl reiben, bis es krümelig ist. Die Zitronenschale, das Salz und den Vodka dazugeben. Der Alkohol soll beim Backen leicht verdunsten und einen knusprigen Teig hinterlassen. Den Mürbeteig gut verkneten, zu einem Klumpen formen, in Frischhaltefolie wickeln und für 30 Minuten in den Kühlschrank legen.

Sirupkuchen4

Für die Birnen:

300 g Zucker
200ml Rum
1 Zimtstange
1 Sternanis-Kapsel
2 reife, feste Birnen

Für die Füllung:

100g Zucker
100g weiche Butter
2 Eier
50g Mehl
50g gemahlene Mandeln
50g gemahlene Haselnüsse
1 TL Backpulver

Sirupkuchen5

Für die Birnen in Sirup den Zucker mit Rum, Gewürzen und 1 Liter Wasser in einem Herd zum Kochen bringen. Rühren, bis der Zucker sich aufgelöst hat. Köcheln lassen und die Birnen schälen und achteln. Nach 15 Minuten die Birnen zugeben und ca. 10 Minuten mitkochen. Danach die Achtel auf einen Teller legen und den Sirup weiterköcheln.

Den Ofen auf 180°C vorheizen. Für die Füllung den Zucker und die Butter cremig schlagen. Dann die Eier nacheinander dazugeben. Anschließend das Mehl, Backpulver, Salz und die gemahlenen Nüsse unterschlagen. Den Mürbeteig aus dem Kühlschrank holen und auf einer bemehlten Fläche ausrollen. In eine große Tarte-Form drücken. (Alternativ: Die Form mit dem fertigen Blätterteig auskleiden.) Die Füllung daraufgeben und mit den Birnen belegen. Großzügig die Oberfläche mit Sirup bestreichen. Den Rest zunächst beiseite Stellen. Die Tarte ca. 45 Minuten backen. Noch einmal mit Sirup bestreichen und abkühlen lassen.

Sirupkuchen

Fertig! Lasst es euch schmecken!

Erinnerungen an Bangkok: Tom Kha Gai

TomKhaGai1

Im Jahr 2012 habe ich neun Monate lang in Bangkok gelebt und gearbeitet. Was als ein großes Abenteuer und Reise ins Ungewisse begann, wurde zu einer der besten Entscheidungen, die ich bis dahin getroffen hatte. Ich war vorher noch nie in Asien und es hatte mich auch nicht besonders angezogen. Eigentlich war bis kurz vor Abreise ein anderer Ort für die neun Monate geplant. Plötzlich musste ich innerhalb von wenigen Wochen komplett neu planen und entscheiden, ob ich mich ohne jegliche Kenntnisse oder Ahnung, was mich erwartet, nach Asien versetzen lasse. Zum Glück habe ich es gemacht! Nach neun Monaten bin ich ein riesiger Asien-Fan geworden und habe mehr erlebt, als ich je erwartet hätte.

TomKhaGai2

Bangkok haftet ein etwas verruchter und nicht immer guter Ruf an. Ob er sich bewahrheitet hat? Ja. Aber das ist ein Teil der Stadt, den man nicht täglich sieht und der einfach da ist. Was ich an „meinem“ Bangkok liebe, sind die vielen Gegensätze: Alte Tempel neben riesigen Wolkenkratzern, westliche Touristen und alte chinesische Familienclans, buddhistische Zeremonien und brodelndes Nachtleben, High Tea in teuren Hotels und köstliches Streetfood an jeder Ecke. Ich liebe die Möglichkeit, innerhalb weniger Stunden in ein ganz anderes Land in Asien zu verreisen (und zwar für sooo wenig Geld!). In meiner Bangkok-Zeit habe ich insgesamt sechs Länder der Region bereist: außer Thailand noch Kambodscha, Laos, Myanmar, Singapur und Vietnam.

TomKhaGai6

Selbst ich als Kochjunkie habe in Bangkok nur wenige Male in der Küche gestanden. Zu verlockend ist das Angebot, das draußen auf den geneigten Feinschmecker wartet. Ich habe fast alles probiert (außer vielleicht die Suppe mit Hühnerfüßen und die gerillten Mehlwürmer). Meine absoluten Lieblinge? Kokospfannkuchen. Chicken und Rice. Massaman Curry. Scharfer Papayasalat. Gedämpfter Chili-Fisch. Spicy Thai Basil Beef. Soll ich weitermachen?

Aber nichts, NICHTS, kam an dieses Gericht heran, dass sich zu meinem absoluten Lieblingsgericht entwickelte. Ich kann auch nach zwei Jahren kaum an einem Thai-Imbiss vorbeigehen, ohne Tom Kha Gai zu essen. Zum Glück weiß ich mittlerweile auch, wie man es Zuhause einfach und Gelingsicher nachmachen kann. Mhhhhm.

TomKhaGai2

Tom Kha Gai für 4 Personen (Hauptgericht): 

400ml Kokosmilch
2 Zitronengras-Stiele (längs geschlitzt)
5 cm Galangal, ersatzweise normaler Ingwer
2 Schalotten
10 schwarze Pfefferkörner
425 g Hühnchenfilet
2 TL Fischsauce
2 TL Honig oder brauner Zucker
150 g Champignons (oder zB auch Austernpilze)
3 TL Zitronensaft
2-3 Kaffir Limettenblätter
2-3 kleine rote Chilis, zB Bird’s Eye
eine Handvoll Kirschtomaten
Korianderblätter zum Ganieren

(ca. 300 g Reis)

TomKhaGai3

Die Kokosmilch mit den Zitronengras-Stängeln, dem Galangal.Ingwer, den Pfefferkörnern und den jeweils halbierten Schalotten zum Kochen bringen.  Das Hühnchen dazugeben, dann die Fischsauce und den Honig oder Zucker. Für 4-5 Minuten kochen lassen und gelegentlich rühren, bis das Hünchen gar ist. Die Pilze putzen, vierteln und in den Topf geben. Zitronensaft, Limettenblätter und Chilis nun ebenfalls dazugeben. Dann abschmecken. Die Suppe soll etwas säuerlich sein, bei Bedarf noch Zitronensaft zufügen. Zwei Minuten kochen und schließlich noch kurz die halbierten Tomaten dazugeben. Nur kurz mitkochen, sodass sie nicht ihre Form verlieren.

Entweder als Suppe servieren, oder als Hauptgericht zu Reis, wie ein Curry. Mit ein paar Korianderblättern garnieren. Die Limettenblätter, Zitronengras-Stängel und den Galangal-Ingwer sollte man nicht mitessen, sie dienen der Würze. Entweder fischt ihr diese Teile vor dem Servieren mit einer Schaumkelle aus dem Topf, oder sagt euren Mitessern, was sie beiseite legen sollten. Etwas umständlich, aber es lohnt sich!

TomKhaGai

Ich weiß, das war viel Erinnerungsduselei. Aber Respekt, wenn du alles gelesen hast 😉

Da ich in Asien auch viel fotografiert habe, plane ich bereits einen kleinen Beitrag mit den besten Bildern, die ich auf meinen Reisen gemacht habe. Sobald ich ein bisschen Zeit habe, wird er kommen!

TomKhaGai5

Ricotta-Käsekuchen mit weißer Schokolade

Käsekuchen2

Die Aktion „Ich back’s mir“ von Clara alias „Tastesheriff“ geht in die zweite Runde. Da mir die erste Runde, in der zur Zimtschnecken-Backerei aufgerufen wurde (meinen Franzbrötchen-Beitrag findet ihr hier), viel Spaß gemacht hat, bin ich natürlich wieder dabei. Clara hat mit einem tollen California Cheesecake vorgelegt, klick. Bei mir bekommt ihr heute eine leckere Abwandlung des Käsekuchen, den Ricotta-Kuchen. Und zwar einen besonders tollen mit weißer Schokolade, Zitrone, Mandel und Kokos. Und los geht’s mit der Käsekuchenschlacht!

Käsekuchen6

Käsekuchen

Den Backofen auf 175°C vorheizen. Die Vollkorn-Kekse im Blitzhacker oder in einem Gefrierbeutel mit dem Nudelholz zu sehr feinen Bröseln verarbeiten. Die Butter schmelzen und unter die Brösel mischen. Die Mischung auf dem Boden einer 26cm-Springform festdrücken und den Boden 10 Minuten backen.

Ricotta und Frischkäse glatt rühren, dann den Zucker, Vanillezucker, Vanilleextrakt und Speisestärke untermischen. Dann nach und nach die Eigelbe und schließlich die Sahne darin verschlagen, bis alles cremig ist. Die Eiweiße anschließend mit gereinigten Quirlen steif schlagen und zunächst beiseite stellen.

Käsekuchen1

Die Schale der Zitrone in den Teig raspeln. Dann die Zitrone halbieren und etwas Zitronensaft dazu pressen. Das Bittermandel-Aroma dazugeben. Die Schokolade in Stücke brechen und über dem Wasserbad schmelzen. Dann unter die Masse ziehen. Zum Schluss die Kokosraspel einrühren und das Eiweiß vorsichtig mit einem Teigspatel oder Holzlöffel unterheben. Den Teig auf den Kuchenboden geben und etwas glatt streichen. Kleine Unebenheiten vom Eiweiß sind bei mir geblieben, was ich aber nicht schlimm finde. Den Kuchen ca. 70 Minuten backen. Nach einiger Zeit den Kuchen mit Alufolie abdecken, damit der Kuchen nicht zu dunkel wird. Nach dem Backen noch 30 Minuten im ausgeschalteten Ofen runterkühlen lassen.

Käsekuchen3

Ich habe mich bei dem Rezept an Leila Lindholms Ricotta-Cheesecake aus dem Buch „Noch ein Stück“ orientiert. Da ich hier jedoch keinen Quark bekomme, habe ich stattdessen Frischkäse zum Ricotta gemischt. Einige Mengenangaben wurden für die Festigkeit des Kuchens verändert und die Backzeit verlängert. Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Der Kuchen schmeckt warm aus dem Ofen noch fast wie ein festerer, etwas weniger süßer Pudding. Nach dem Abkühlen hat er eine seidige Konsistenz und die Zitrone, Mandel und Kokos ergeben eine tolle Mischung. Dies ist kein typischer Käsekuchen im Geschmack, aber wirklich lecker!

Käsekuchen4

Käsekuchen5

Für Süßmäulchen: Beeren auf Wolke 7

BeerentraumDieses Dessert ist eigentlich perfekt für den Sommer: Es kann eiskalt serviert werden und ist sehr erfrischend. Es hat Beeren, Sommerobst also.

Beerentraum4

Ich mag es aber auch im Winter. Warum? Es braucht nur weniger Zutaten und ist sehr schnell gemacht. Wenn Gäste kommen, macht es immer etwas her. Und zaubert ruck-zuck ein bisschen Sommer auf den Tisch, auch ohne frische Beeren von Markt. Ersatzweise schmecken die nämlich im Winter auch ganz gut, wie ich finde. Außerdem sind die Beeren auf Wolke 7 nicht nur als Dessert eine Wucht. Ich habe sie auch schon statt Kuchen (oder neben Kuchen) zu einem ausgedehnten Kaffeetrinken mit Freunden gemacht und sie kamen super an.

Beerentraum1

Für eine große Schüssel (ca. 6-8 Personen, je nach Appetit):

500g Magerquark (nach Belieben: Sahnequark)
250g Mascarpone
100ml oder nach Belieben Milchmädchen (gezuckerte Kondesmilch)
1 Vanilleschote
1 Packung TK-Beerenmischung
1 Packung TK-Windbeutel

Die Windbeutel auf dem Boden der Schüssel gleichmäßig verteilen. Magerquark und Mascarpone mischen, die Vanilleschote auskratzen und das Mark unter die Quarkmasse rühren. Die gezuckerte Kondensmilch ebenfalls bis zur gewünschten Süße dazugeben. Die Creme über die Windbeutel verteilen. Mit den gefrorenen Beeren belegen. Bis zum Servieren in den Kühlschrank stellen und erst 15 Minuten vorher rausnehmen.

Beerentraum2

Das Dessert kann auch mit Sahnequark zubereitet werden. Ich mag es aber am liebsten mit Magerquark. Wer Milchmädchen (oder eine andere gezuckerte Kondesmilch) nicht findet, kann auch Vanillezucker und Kristallzucker verwenden, das habe ich auch schon einmal ausprobiert. Mit der Kondensmilch schmeckt es aber noch ein bisschen leckerer und cremiger, also haltet in großen Supermärkten die Augen offen 🙂

Birthday Sweettable

SweettableHeute bekommt ihr endlich den Sweettable zu sehen, den ich seit Tagen angekündigt habe, oh jaaa! Es gab außer dem Geburtstag kein besonderes Motto, außer, dass die Gäste ihn lieben sollten. Ziel erreicht! Ich musste immer wieder versprechen und versichern, dass die Cookies nicht aus unserem Lieblingscafé, der Cookiebox stammen und wirklich alles selbst gemacht ist. Es scheint also geschmeckt zu haben. Auch heute auf der Arbiet wurde mir immer wieder versichert, wie gut das Essen und besonders der Sweettable waren. Das Farbkonzept ist auf meine Lieblingsfarbe türkis zurückzuführen, zu der ich noch etwas Neutraleres kombinieren wollte.

Das Foto ist deswegen nicht erste Sahne, weil ich von morgens bis nachmittags um vier in der Küche stand. Als ich endlich mit dem Verzieren der Schokoladen-Torte fertig war, kam schon wieder diese ultra fiese Dämmerung, wie sie es im Moment immer tut, bevor man gute Fotos machen kann. So ist das leider, ihr kennt das.

sweettable3

Zumindest werde ich euch in den nächsten Tagen diese Rezepte (bei besserem Licht) präsentieren:

– Schokocookies, die meinem jahrelangen Suchen nach DEN Chewy Choc Chip Cookies endlich ein Ende gesetzt haben. Hach, ich dachte schon das wird mein Always-Fail-Rezept

– Eine Schokotorte, deren Name kaum treffender sagen könnte, was drin ist: Komprimierte Schokolade zum reinlegen und drin baden. Himmlisch.

– Eton Mess mit Grantapfel und rosa Meringue. Sieht aus wie kleine Wölkchen und fühlt sich auf der Zunge auch so an.

– Bailey’s-Haselnuss Cupcakes für einen kleinen Schwips auf dem Desserbuffet.

Außerdem gab es noch eine Tarte, die ich aber nicht verbloggen möchte, da sie etwas schiefgegangen ist. Eigentlich wollte ich eine Tarte aus dem Backbuch machen. Dann lächelte mich der fertige Mürbeteig-Boden an und flüsterte meine Kreativität zu: „Komm schon Baby, setz dich durch und mach was Eigenes!“ Keine Gute Idee…es sollte eigentlich eine Himbeer-Cheesecake-Tarte werden, mit einer Füllung aus Schokoladen-Ganache. Der rosa Cheesecake…naja, kein Hit. Als das ganze auf dem Sweettable stand, sahen die Stücke nämlich mehr nach Leberwurst-Schnittchen aus in ihrer rosa Pracht. Aber wegschmeißen konnte ich mir nicht geben, also standen sie den Abend lang dort und schrien mir jedesmal im vorbeigehen entgegen: Leberwurst-Schnittchen! Also, kurzum: Sie werden nicht verbloggt^^

Zum Glück kann ich dagegen sagen, dass die Schokotorte ein absoluter Traum gewesen ist und ich mir nun vornehme, mehr Torten zu backen.

sweettable2

Auf dem Bild seht ihr außerdem stellvertretend für das Eton Mess nur ein paar rosa Baisers, da es erst kurz vor Beginn der Party zusammengerührt werden wollte. Da war es aber eben schon zu dunkel zum knipsen. Probleme eines Food Bloggers, ihr wisst schon…

A. hat zu diesem wunderbaren Doppel-Geburtstags-Sweetttable übrigens nach der Knipserei noch unglaubliche Panna Cotta mit Erdbeeren in Miniform und eine Raffaelo-Torte beigesteuert. Ich war im 7. Himmel, der Dessert-Tisch war voll und einige Gäste waren gezwungen, mehr oder weniger nach Hause zu rollen. Mission Accomplished!

Schokoladen-Macarons mit Weißer-Schoki-Füllung oder: Ein Träumchen.

MacaronAn die eigene Produktion von Macarons hatte ich mich bis letzte Woche noch nie gewagt. Eigentlich hat es mich auch nicht sonderlich gereizt, denn ich habe sie vorher etwa zwei Mal probiert und mochte sie nicht besonders. Aber Da man die kleinen Teilchen im Moment einfach überall sieht, und ich einfach eine ästhetische Ader habe, musste ich sie jetzt trotzdem mal ausprobieren. Insbesondere die vielen Kommentare und Berichte, dass die Eigenproduktion furchtbar schwer sein soll, haben mich dazu motiviert. Außerdem muss man einfach zugeben, dass sie supersüß und dekorativ aussehen – eben nach hoher Schule 🙂

Nach meinem ersten Versuch muss ich sagen: Es war überraschend einfach mit dem richtigen Rezept und ein paar Tricks, die man beachten sollte. Im Originalrezept, das ich von einer Freundin bekam, steht, dass man den Teig nach dem in Form Spritzen auf das Backpapier (oder für gut Ausgestattete: die Macaron-Matte) ca. 1 Stunde antrocknen lassen soll. Ich habe mein erstes Blech glatt erst einmal drei Stunden so halb vergessen, da ich für den Brunch Brötchen und andere Leckereien gebacken habe. Ich hatte schon Angst, dass die Schicht, die sich gebildet hatte, schon zu fest war. Nach dem Backen stellte sich heraus: Sie war perfekt. Das zweite Blech, dass ich genau nach Rezept 1 Stunde stehen ließ, wurde optisch nicht so schön und eben. Ich merke mir also: Je länger die kleinen Kerlchen trocknen, desto besser.

Collage

Oft liest man außerdem, dass man das verwendete Eiweiß schon mehrere Tage vor dem Backen vom Eigelb trennen und im Kühlschrank stehen lassen soll. Das entzieht dem Eiweiß Feuchtigkeit und macht es später fluffiger. Ich habe das noch nicht probiert, habe es aber vor und werde anschließend über das Ergebnis Bericht erstatten.

Nun aber zu diesem tollen Rezept für Schoko-Macarons mit weißer Schoki-Füllung.

Für ca. 2 Bleche Macarons (ca. 40 Stück):

90 g Eiweiß
30 g Kristallzucker
180 g Puderzucker
100 g gemahlene Mandeln
30 g Kakaopulver

Zunächst werden die gemahlenen Mandeln gesiebt, um sie noch etwas feiner zu machen. Ich habe sie dafür tatsächlich per Hand durch ein großes Sieb gestrichen. Ist etwas arbeitsintensiv, aber garantiert ein gutes Ergebnis. Die gröberen Stückchen sollen nicht in die Macarons, sondern nur das feine Mandelmehl. Das Eiweiß wird präzise mit der Küchenwaage abgemessen und mit einer kleinen Prise Salz steif schlagen. Den Zucker einrieseln lassen. Das Mandelmehl mit dem Kakao und dem Puderzucker mischen und das Eiweiß anschließend vorsichtig unterziehen. Alles gut vermischen, dabei das Eiweiß aber nicht mehr als nötig zerdrücken.

IMG_5274

Die Masse in einen Spritzbeutel füllen und kleine Kreise auf das Backblech setzen. Sie sollten eine glatte, abgeschlossene Oberfläche sein. Ich persönlich mag am liebsten sehr kleine Macarons. Das Blech danach nach meiner Erfahrung am besten etwa drei Stunden stehen lassen und die Macaronschalen etwas antrockenen lassen. Dann den Ofen auf 140°C vorheizen und die Schalen schließlich 15-20 Minuten backen. Vorsichtig vom Backpapier lösen und auskühlen lassen. Über Nacht in einer Dose in den Kühlschrank stellen, damit sie außen aushärten und innen weich bleiben

Für die weiße Ganache: 

100g weiße Schokolade
75g Sahne

Beide Zutaten zusammen über dem Wasserbad schmelzen und verrühren. Anschließend etwas abkühlen lassen und über Nacht in den Kühlschrank stellen. Am nächsten Tag die Macaronschalen mit der Ganache füllen.

IMG_5257

Ich muss sagen, nachdem ich mehrmals vorher Macarons probiert hatte und als hübsch, aber trocken und wenig lecker abgetan habe, hat sich das nun geändert. Die kleinen Teilchen waren superlecker. Außen knackig, innen saftig und in einer positiven Weise klebrig-schokoladig. Frei nach dem Motto: Reinbeißen und glücklich sein! Ich bin jetzt jedenfalls angefixt und plane schon die nächsten Kreationen. Seid gespannt!

It’s Girlstime: Leckerer Mädels-Brunch

IMG_5282Ich hatte mal wieder Lust, mit ein paar Mädels zusammen zu kommen. Also habe ich mir vor einigen Tagen überlegt, dass ein Brunch toll wäre. Brunch gibt es hier gar nicht, ausgiebieges Frühstück (wie ich es liebe) kennt man im Nahen Osten weniger. Also selber machen. Die Mädels, die ich einlud, waren begeistert. Also habe ich gestern nach Feierabend angefangen, Brötchen und Leckereien zu backen und zusammenzurühren. Um elf kamen sie dann alle und wir hatten viel Spaß! Der eine oder andere Daheim gebliebene Mann war recht neidisch, aber heute war Girls-Time! Wir haben so viel gelacht und lecker gegessen, dass ich mir sicher bin, dass wir das wiederholen werden.

Ich hatte die Gäste gebeten, auch eine Kleinigkeit beizusteuern, so wurde der Tisch noch etwas bunter und alle sind sehr kreativ geworden. Mhhhhm!

IMG_5284Ich hatte Macarons, Schwärzwälder Cupcakes (man beachte: auf neuer Etagere vom Basar!), Selbstgemachtes tropisches Müsli, Schokohörnchen, Roggenbrötchen, Müslibrötchen, Honig-Senf-Frischkäse und meinen Standard Tomate-Feta-Salat vorbereitet. Es hat allen super geschmeckt. Außerdem wurde noch Ostsalat, Erdbeertorte, Würstchen und Avocado-Aufstrich mitgebracht. Ein Traum!

IMG_5292IMG_5295Meine Rezepte bekommt ihr nach und nach hier zu sehen. IMG_5289Auch in Berlin habe ich Brunch schon geliebt. Das lange Zusammensitzen, ab und zu mal wieder den Teller voll laden, noch einen Kaffee hier, etwas Obst da, ein paar besondere Leckereien..einfach spitze. Das hat mir gefehlt. Besonders schön war es, nur mal mit ein paar Mädels zusammen zu sein. Das ist eher selten, man sieht sich meistens nur auf Partys. To be continued…<3
IMG_5296

Mediterrane Cracker und Tahini-Granatapfeldip

IMG_4750

Nach fünf Tagen purer Entspannung über Weihnachten ging es heute leider wieder zur Arbeit. Ja, heute. Wir arbeiten hier von Sonntags bis Donnerstags wegen des islamischen Wochenendes. Hat seine Vor- und Nachteile. Durch die drei Feiertage und danach Freitag und Samstag war es aber letzte Woche eindeutig ein Vorteil.

Wir hatten sooooo viel Zeit. Ich konnte sogar endlich mal wieder lange ausschlafen. Und ich hatte Zeit, mal wieder ein kleines Do-it-yourself vorzubereiten, das ich euch im neuen Jahr bald zeigen werde…wie komisch das klingt! 2014! War nicht gerade erst Millennium? Ja, ich war da noch ziemlich klein, aber trotzdem habe ich genaue Erinnerungen und es scheint nicht so lange her zu sein. Geht es euch auch so?IMG_4749Außer ein paar kleinen Basteleien haben wir auch eine neue Serie angefangen. Homeland! Ich bin ziemlich angefixt. Es ist einfach sooo spannend. Wir schauen sie auf englisch, was es einfach noch einmal besser macht, als in der synchronisierten Version. Leider hat die erste Staffel nur 12 Folgen. Ich weiß noch nicht, wie ich das Warten auf die nächste Staffel aushalte. Ich will sie gleich.

Ich hatte ja schon das Rezept für die Mediterranen Cracker und den Tahini-Dip angekündigt, die ich Weihnachten vor dem Essen zum Knabbern hingestellt habe. Es ist keineswegs besonders weihnachtlich, macht aber ein tolles Fingerfood und einen herzhaften Snack vorab, der spannender ist als Gemüsesticks. Und wer hätte gedacht, dass Cracker selber backen so einfach ist? Genau das Richtige also für eine nahende Silvesterparty mit hungrigen Gästen. Statt als Appetizer kann man es auch super als Knabberei zu einem Drink servieren. Und es macht auch optisch etwas her, wie ich finde.
IMG_4758

Mediterrane Cracker (macht 1 Blech):

1 Knoblauchzehe, 2 Löffel Olivenöl, 190g Mehl, 1 TL Salz, 1/2 TL Zucker, 2 TL Rosmarin (fein gehackt), 1 TL Thymian (fein gehackt), 120ml Wasser (kalt), etwas Meersalz

Den Knoblauch in eine Pfanne mit 2 EL Öl pressen und etwas erwärmen. Dann beiseite stellen. Mehl, Salz und Zucker mischen, dann das Olivenöl einkneten. Das kalte Wasser nach und nach hinzufügen und mit dem Handrührer langsam kneten, bis ein glatter Teig entsteht. Diesen in Frischhaltefolie 15-30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

Den Teig dünn ausrollen und in die gewünschte Form bringen. Ich habe Rauten gewählt, aber kleine Breadsticks sind auch gut. Besonders gut lässt sich der Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche mit einem Pizzaroller schneiden. Auf ein Backblech legen und vor dem Backen die Teilchen mit einer Gabel mehrmals einstechen. Im vorgeheizten Ofen bei 180°C 5-10 Minuten backen. Direkt danach mit Meersalz bestreuen. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Tahini-Granatapfel-Dip (1 kleines Schälchen) von hier:

100g Feta, 60g Tahini (Sesampaste), 3 EL Zitronensaft, 150g Vollmilchjoghurt, etwas Meersalz, Pfeffer, Kerne eines halben Granatapfels, ein paar Minzblättchen, 2 EL Sesamöl

Den Feta zerbröseln und mit dem Zitronensaft, der Tahini und dem Joghurt glatt vermengen. Mit Salz unf Pfeffer würzen. Die Granatapfelkerne aus der Schale lösen. Die Creme in eine Schale geben, die Granatapfelkerne und die Minze daraufgeben. Mit etwas Sesamöl beträufeln.

Beide Rezepte sind sehr einfach und kamen bei meinen Gästen super an. Besonders bei der Herstellung der Cracker riecht es in der ganzen Küche toll..