{Ernteglück} Veganer Zucchinikuchen

Ist bei euch auch gerade die Zucchini-Schwemme ausgebrochen? Oder wolltet ihr immer schon mal einen veganen Kuchen backen, bei dem das aber keiner ahnt? In beiden Fällen solltet ihr euch dringend dieses Rezept für saftigen Zucchinikuchen merken.

Dieser Zucchinikuchen sieht recht unspektakulär aus, ist aber ein Rührkuchen genau nach meinem Geschmack. Für solche Kuchen ist im englischen der Begriff „moist“ erfunden worden, im Deutschen eher „saftig“ oder fast ein kleines bisschen „klitschig“, falls ihr aus Norddeutschland seid. Das macht die Zucchini im Kuchen, die man ansonsten nicht so groß raus schmeckt. Sie hat aber noch eine andere Funktion: „{Ernteglück} Veganer Zucchinikuchen“ weiterlesen

Cremiges Nutella Eis – meine Sommer-Sünde

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Ihr Lieben, das Wetter zeigt sich endlich wieder von seiner besten Seite. Herrlich! Also kann die Eiscreme-Produktion ohne Probleme gleich weitergehen. Nach diesem tollen, super einfachen Erdbeereis, das ich euch vor zwei Wochen gezeigt habe, kommt nun ein weiterer Favorit. Kommen wir gleich zum Punkt. Es ist Nutella Eiscreme.

NUTELLA. EISCREME. Can it get any better?  „Cremiges Nutella Eis – meine Sommer-Sünde“ weiterlesen

{Aus Omas Rezeptbüchlein} Überraschungskuchen

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Es wird mal wieder Zeit für Omas Kuchenglück! Die Streuseltaler vom letzten Mal sind schon wieder viel zu lange her. Bevor wir bald um Obstkuchen à la Oma mit Berren und Co. nicht mehr herumkommen, gibt’s heute noch mal was ganz anderes: Einen Überraschungskuchen!!

Überraschungskuchen

Der Überraschungskuchen heißt so, weil er einen blinden Passagier versteckt. Er ist eigentlich ein fluffiger, saftiger Nusskucken. In diesen Nusskuchen hat sich aber eine ganze Tafel Schokolade geschlichen! Diese wird in Stückchen zerbrochen ganz am Ende unter den recht flüssigen Teig gemengt. Beim Backen sinken die Stückchen nach unten durch und schmelzen dort. Es entsteht eine gaaaanz herrliche, dunkle Schokoladenschicht, die erst beim Anschnitt ihr Geheimnis preis gibt. Wer möchte sich da nicht sofort mit einer Gabel bewaffnet über den Überraschungskuchen her machen? (Okay, Nussallergiker nehme ich mal aus…).

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Der Überraschungskuchen war dann auch ein sehr geduldiges Fotomodell, wie ihr seht. Ich finde, er macht einfach eine verdammt gute Figur mit all der Schokolade und den Nüssen. Stellt euch mal den Geruch beim Shooting vor, er war frisch aus dem Ofen…danach musste ich auch direkt ein Stück verdrücken, es ging nicht anders! Den Rest habe ich meinen Kollegen mit auf die Arbeit gebracht.

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Auch, wenn wir über Ostern gerade gut geschlemmt haben: Diesen Kuchen solltet ihr euch nicht entgehen lassen! Schnell zum Rezept!

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Für eine 26cm-Springform: 

2 Pck. Vanillezucker
200g Zucker
240g weiche Butter + Butter für die Form
3 Eier, zimmerwarm
1 EL Rum (optional)
1 Prs. Salz
250g gemahlene Haselnüsse
280g Mehl
1 Pck. Backpulver
360ml Milch
100g Zartbitterschokolade (1 Tafel)

Kuvertüre, 1 EL ganze Haselnüsse und 1 EL Haselnuss-Krokant

Eine Springform gut mit Butter fetten und den Ofen auf 180°C vorheizen. Aus den Zutaten einen Rührteig zubereiten: Zunächst Zucker und Vanillezucker mit der weichen Butter cremig schlagen, dann die Eier eins nach dem anderen hinzugeben. Den Rum und eine Prise Salz unterrühren und dann erst einmal Haselnüsse, Mehl und Backpulver in einer kleineren Schüssel vermischen. Anschließend zum restlichen Teig geben. Zum Schluss die Milch unterrühren, sodass der Teig recht flüssig wird. Die Schokolade hacken oder in Stücken brechen und unter den weichen Teig heben. Den Teig in die Springform füllen und im Ofen etwa 55-60 Minuten backen. Die Stäbchenprobe zum Ende der Backzeit nicht vergessen!

Wenn der Kuchen fertig gebacken und ein wenig abgekühlt ist, die Kuvertüre (hell oder dunkel je nach Geschmack) im Wasserbad schmelzen. Die ganzen Haselnüsse grob hacken. Den Kuchen mit der Kuvertüre verzieren und die Haselnüsse und das Krokant darauf verteilen.

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Carina

Aus Omas Rezeptbüchlein

 

Pastinaken-Nuss-Wähe und 5 Fakten über mich

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Überall lese ich schon von der Lust auf Frühling. Ich habe heute nochmal ein richtiges Winteressen für euch. Aber vorher zu etwas anderem…

Einige von euch wissen bereits, dass ich Blogger Awards eher etwas kritisch betrachte. Viele davon sind für mich Kettenbriefchen, die immer wieder auftauchen. Wenn man etwas länger bloggt, dann wird man irgendwann ziemlich oft „nominiert“ und soll dann wieder andere Blogs nominieren, und so weiter. Ich freue mich dann zwar sehr, dass der Nominierende meinen Blog offenbar mag und dafür an mich denkt. Aber auf meinem Blog reiche ich die Awards nicht weiter, da ich euch auch nicht ständig Frage-Antwort-Spielchen zu meiner Person präsentieren möchte. Soviel zum „eigentlich“. Heute muss ich eine kleine Ausnahme machen, denn der liebe Michael hat mich nominiert für den „One Lovely Blog“-Award, und zwar für meine Fotografie! Vielen Dank dafür! Da das für mich ein Punkt ist, an dem ich in den letzten Monaten viel gearbeitet und gefeilt habe, habe ich mich über das Lob gefreut wie Bolle. Das konnte ich nicht so unbeantwortet stehen lassen. Und immerhin waren dieses Mal 5 Fakten gefragt. Die bekommt ihr also heute von mir zusätzlich zum Rezept, auch wenn ich nicht weiter nominieren möchte.

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1. Meine Fotografie: Dafür wurde ich von Michael nominiert und er hat anklingen lassen, dass ich dazu in meinem fünf Fakten auch etwas erzählen könnte…hmmm, also: Ich fotografiere seit einigen Jahren, auch vor meiner Blogger-Zeit, mit einer Canon Eos 1100d, eine sogenannte „Anfänger-Spiegelreflex“. Mit ihr bin ich immernoch sehr zufrieden und erst durch das Bloggen und regelmäßige Fotografieren habe ich angefangen, mich mit ihren manuellen Funktionen zu beschäftigen. Ich besitze dazu nur zwei Objektive, das 18-55mm-Standard-Objektiv und ein 50mm-Festbrennweitenobjektiv. Letzteres hat sich für die Food-Fotos wegen des besseren Lichteinfalls bewährt. Seit dem Workshop im Mai achte ich verstärkt auf meine Bilder und bin so langsam auch zufriedener damit. Trotzdem gibt es noch viel zu verbessern. Ich versuche, meine Shootings vorher ein wenig zu planen, merke aber immer wieder, dass ich spontan dann andere Ideen habe. Am allerwichtigsten, damit ich am Ende mit meinen Bildern zufrieden bin, sind diese Punkte: 1. Ich plane nach dem Zubereiten der Rezepte noch genug Zeit zum Knispsen ein, besonders im Winter. Wenn es um 15.00 Uhr dunkel wird, muss ich morgens gleich wissen, was ich machen will und loslegen. So ist auch noch genug Zeit für ein paar Foto-Variationen, falls mir die ersten Bilder nicht gefallen. 2. Ich überlege mir bereits beim Backen oder Kochen, welche Stimmung ich auf meinen Bildern vermitteln möchte und was bei euch ankommen soll. Ganz besonders wichtig sind dabei die Farben, die man für das Bild auswählt. Ich konzentriere mich meist auf ein bis zwei Farben, die vielleicht sogar im Gericht selbst zu finden sind (oder manchmal auch damit in Kontrast stehen!).

So viel zu meinem längsten Punkt. Wenn ihr dazu Fragen habt, immer raus damit. Dann noch ein paar andere kleine Fakten über mich.

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2. Meine Props: Ich drücke das mal vorsichtig aus…ich bin vollkommen Geschirr- und „Küchen-Tüdelü“-süchtig. Ich kann an keinem kleinen Lädchen vorbeigehen, in dem es etwas geben könnte, das ich noch nicht kenne oder habe. Aber auch Flohmärkte haben sich als sehr ergiebig erwiesen. In Zusammenarbeit mit meiner Ma, die ja mittlerweile für mich auch schon nach schönen Stücken die Augen offen hält, habe ich dort schon die tollsten Käufe für kleinstes Geld gemacht. Zum Beispiel diesen tollen alten Handrührer auf den Bildern. Meine Props nehmen mittlerweile eine kleine Kommode ein (und dazu gehört noch nicht das Geschirr im täglichen Gebrauch). Besonders liebe ich die Greengate Serie „Audrey Indigo“. 

3. Herzensstadt: Ich habe mein Herz an Berlin verloren. Auch als Norddeutsches Deern habe ich mich in Berlin vom ersten Tag an Zuhause gefühlt. Ich weiß, dass es mich auch irgendwann wieder für länger dorthin verschlägt. Bis dahin begnüge ich mich mit ein bis zwei Mini-Urlauben pro Jahr in der Stadt, die ich bereits so gut kenne.

4. Improvisation: Aufgrund der Auslandsaufenthalte und unterschiedlichen Verfügbarkeit von Lebensmitteln bin ich in den letzten Jahren beim Kochen wohl zu einem echten Improvisationstalent geworden. Das hilft besonders, wenn der Kühlschrank leer ist, und noch ein Essen auf den Tisch muss. Außerdem habe ich gelernt, dass nicht an jedem Ort auf der Erde einfach immer alles verfügbar ist. Da geht man nicht mit einem Einkaufszettel in den Supermarkt, sondern schaut erstmal, was da ist. Dann wird daraus hinterher kreativ ein Speiseplan gemacht.

5. Schlafrhytmus: Ich gestehe jetzt mal, ich bin eine riesige Schlafmütze. Meinen Schlaf brauchte ich schon immer und wenn ich müde bin, dann gibt es kein Aufschieben und keine Kompromisse. Mich Wachhalten ist nicht drin. Ich gehe früh ins Bett und schlafe lange, und das finde ich gar nicht schlimm, so! Mein Liebster hat zum Glück viel Verständnis dafür und bezeichnet Schlafen manchmal als mein liebstes Hobby. Ist es, aber erst nach dem Backen und Bloggen natürlich!

Hoffentlich haben euch diese Fakten über mich ein wenig gefallen. Für alle, die schnell gescrollt haben, hier endlich das Rezept! Die Winter-Quiche ist mit ihrer Pastinaken-Füllung wunderbar saftig. Die Idee mit den Haselnüssen im Boden fand ich sehr interessant. Ich würde aber beim nächsten Mal etwas weniger Haselnüsse nehmen und durch normales Mehl ersetzen, da mir der Boden etwas zu sehr nach Nusskuchen minus Zucker schmeckte. Im Rezept findet ihr die von mir für diese Quiche verwendete Menge, reduziert sie einfach nach Bedarf oder probiert es mal aus! Den Schinken kann man hier getrost weglassen, denn die Pastinaken sind der Star des Gerichts in dieser etwas ungewöhnlichen Erscheinungsform.

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Für eine Pastinaken-Nuss-Wähe in der 26cm-Springform
(Rezept etwas abgewandelt aus dem Büchlein „Quiches – Ofenfrisch verführerisch“ von Tanja Dusy)

150g Weizenvollkornmehl
50g Weizenmehl
80g gem. Haselnüsse
100g weiche Butter
1 Ei
1/2 TL Salz
600g Pastinaken
1 grüner Apfel
1 Zwiebel
30g gewürfelter Schinken
etwas Zitronensaft
50g Emmentaler
2 Zweige Thymian
2 EL Butter
50ml Gemüsebrühe
3 Eier
150ml Milch
150ml Sahne
Salz + Pfeffer

Für den Boden aus den Mehlsorten, Haselnüssen, Butter, Ei und Salz einen homogenen Teig kneten. Eventuell einige Spritzer kaltes Wasser hinzugeben. Den Teig in Frischhaltefolie gewickelt 30 Min. im Kühlschrank lagern. Die Pastinaken komplett schälen und dann in feine Würfel schneiden. Dazu sofort etwas Zitronensaft geben und vermischen. Den Apfel ebenfalls schälen, entkernen, fein würfeln und mit den Pastinaken vermischen. Die Zwiebel schälen und fein hacken. Die Butter in einer Pfanne zerlassen und die Zwiebel andünsten. Den Schinken (falls gewünscht) ca. 2 Minuten anbraten und dann Pastinaken und Apfel hinzugeben. Gut salzen und Pfeffern, Gemüsebrühe angießen und den gewaschenen und zerzupften Thymian unterrühren. Offen bei mittlerer Hitze garen, bis die Flüssigkeit verdunstet ist. Die Pfanne vom Herd nehmen. Den Backofen auf 200°C vorheizen. Den Teig für den Quiche-Boden aus dem Kühlschrank nehmen, auf der bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und in die Springform drücken. Dabei einen Rand formen. Die Masse aus der Pfanne auf dem Boden verteilen. Aus Eiern, Sahne, Milch, Salz und Pfeffer den Guss verquirlen und gleichmäßig über die ganze Form verteilen. Den geriebenen Käse darüber streuen. Die Quiche im Ofen ca. 40-45 Min. backen. Sie hält sich etwa 2 Tage im Kühlschrank und lässt sich gut einfrieren.

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Guten Appetit!

Carina

Geschirrtuch grau: Greengate
Geschirrtuch weiß-rot: Ikea
Tortenplatte: Tchibo
Handrührer: Flohmarkt
alles andere: kleine Lädchen

 

{Five a month} Maronikuchen mit Nüssen und kandiertem Ingwer

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Hihi, ihr Lieben! Dieser Monat unserer Five a Month-Aktion war aus verschiedenen Gründen etwas verpeilt. Grund Eins: der 25. Dezember wäre ein blödes Datum zum veröffentlichen gewesen, wir waren uns also einig, dass wir den Beitrag vorziehen. Aber aus verschiedenen Gründen haben wir jetzt doch alle an verschiedenen Tagen gepostet (oder zum Teil auch noch nicht). Also bitte nicht wundern, wenn ich noch nicht alle fünf Posts findet. Diesen Monat ist alles etwas anders.

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Der zweite Grund: Ich habe noch nie, nie, nie mit Maronen gebacken oder gar gekocht. Dementsprechend hat mich Rebecca vor eine saftige Herausforderung gestellt, als sie sich etwas mit Maroni wünschte. Was fang ich denn jetzt damit an?

Der dritte und letzte Grund: da ich am 16. Dezember erst wieder Zuhause in Deutschland angekommen bin und es im Orient keine Maronen gibt, wollte ich sicher gehen, dass ich auch welche zum rechtzeitigen Backen bereit habe. Ich war mir sicher, dass ich sie auf  den letzten Drücker in keinem Supermarkt finde. Also habe ich zähneknirschend schon vorher im Internet die auf den Bildern sichtbare Maronencreme für einen Wucherpreis und nochmal soviel Porto bestellt. Problem gelöst. Bei meinem allerersten Gang in den  heimischen Supermarkt lachte mich dann aber leider die gleiche Maronencreme an, ohne Portokosten und auch noch im Angebot, grr!

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Das Ergebnis ist trotz dieser Hindernisse am Ende aber richtig lecker geworden. Ich habe Kuchenwürfel mit Maronencreme gezaubert, die von einer dicken Schicht weißer Schokolade umhüllt werden. Ganze und gehackte Haselnüsse im Inneren sorgen für den nötigen Biss. Die Äpfel, die eine vorgegebene Zutat waren, schmeckt man im Teig nicht heraus, sie machen ihn aber schön saftig. Kandierter Ingwer sorgt für eine würzige Schärfe und rundet den Kuchen meiner Meinung nach erst ab. Ihr könnt die Würfelchen aber natürlich auch anders toppen, falls euch das ein bisschen zu ausgefallen ist. Probieren lohnt sich aber garantiert!

Maronikuchen

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Für eine 26er Springform oder ein Muffinblech:

250g weiche Butter
100g Zucker
40g Ahornsirup
Mark einer Vanilleschote
150g Maronencreme
3 Eier
1/2 TL Zimt
100g gemahlene Mandeln
250g Buchweizenmehl (oder Dinkelmehl Type 603)
1 TL Backpulver
100g ganze Haselnüsse
100g weiße Schokolade
1/2 TL Spekulatiusgewürz
30g kandierter Ingwer

Aus den ersten 10 Zutaten einen lockeren Rührteig herstellen. Falls er zu fest ist, einen guten Schuss Milch zugeben. Die Hälfte der Haselnüsse grob Hacken, die andere Hälfte ganz lassen. Alle Haselnüsse unter den Teig heben und ihn in eine gefettete Form füllen. Im vorgeheizten Ofen bei 175 Grad ca. 35 Min. backen. Die weiße Schokolade über dem Wasserbad schmelzen und mit dem Spekulatiusgewürz verrühren. Den kandierten Ingwer fein würfeln. Den Kuchen vollständig auskühlen lassen, in Würfel schneiden und mit weißer Schokolade und Ingwer verzieren.

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Schaut doch auch mal bei den anderen Mädels vorbei!

Maxulia

Coal Hearted

Icing Sugar

Frau Zuckerstein

 

{Hallo Winterspeck!} Schokoladige Giotto-Torte

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Ihr Lieben! Also ich backe ja sonst schon so 1-2 Mal pro Woche. Aber im Moment….könnte ich das den ganzen Tag tun! Es gibt mir eine wahnsinnige Gelassenheit und (meistens) Zufriedenheit über das, was da herauskommt. Meine To-Bake-Liste wächst trotzdem ständig nur weiter an und wird nicht kürzer. So vieles würde ich gern in die paar Stunden am Tag quetschen, in denen ich mir die Zeit nehmen kann. So viel Inspiration und Muße…es kann also durchaus sein, dass ihr auf Raspberrysue demnächst mit einer mittelgroßen Gebäckwelle überschmemmt werdet.

Aber es ist auch einfach die beste Zeit dafür! Auch wenn dass Wetter draußen noch nicht so mitspielt, bin ich total im Hebrstmodus. Habe meine geliebten Stiefeletten aus dem Schrank gekramt, esse mit Hingabe Kürbissuppe und -brot. Und das Backen gehört eben auch für mich dazu, wenn die Tage kürzer werden. Außerdem ist jetzt das letzte Mal für einige Monate die Gemüse- und Obstauswahl so traumhaft, dass ich jedes Mal viel zu viel davon kaufe und am Ende massenweise Smoothies aus den Resten mache. Aber ein paar Vitamine haben zum Herbstanfang noch keinem geschadet, oder? Ein bisschen was wird auch eingekocht. Geht es dir auch so, oder bin ich hier die Einzige, die offenbar den Vorratstrieb eines Eichhörnchens vor dem Winter hat?

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Es ist Sonntag! Das heißt: Wir gönnen uns etwas, ein Sonntagtssüß, also bitte Klotzen und nicht Kleckern! Dieses Mal hatte ich Lust auf Haselnuss (Eichhörnchen eben…), Schokolade und Crunch! So richtig reich an….naja, ganz sicher nicht an Nährstoffen^^ aber das gleichen ja zum Glück die Smoothies wieder aus, also können wir nach Herzenslust schlemmen. Sag ich jetzt mal so. Wäre auch schade um diese Torte, wenn nicht, denn sie ist wirklich göttlich. Kleiner Tipp: Eher schmale Stückchen schneiden. Beim ersten Stück bin ich kläglich gescheitert, weil ich eines in Normal-Größe verdrücken wollte. Aber dieses Törtchen ist eben ein bisschen reichhaltiger als andere…in dem Sinne: Schönen Sonntag, und jetzt schnell ein Stückchen Torte für den Winterspeck!

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65g Butter
200g Mehl
1 EL ungesüßtes Kakaopulver
1 TL Backpulver
1 TL Natron
1 Prs Salz
150g Zucker
1 Ei
25g gem. Haselnüsse
100ml kochendes Wasser
100ml Milch
75ml Baileys

280g Mascarpone
200g Frischkäse
1 Stange Giotto
2 EL Baileys
50g Butter
60g Puderzucker
60g Zartbitter
1 EL Nutella
1 Prs Salz

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Für die Schokoganache und die Giottocreme werden zunächst Frischkäse und Mascarpone verrührt. Dann die Masse auf zwei Gefäße gleichmäßig aufteilen. Für die Giottocreme den Puderzucker, die Butter und den Baileys zugeben. Die Giotto-Kugeln fein zerbröseln und unterheben.

Die andere Hälfte ist für die Schoko-Ganache. Dafür die Schokolade über den Wasserbad schmelzen und die Nutella einrühren. Dazu kommt noch eine kleine Prise Salz.

Die Cremes beide kalt stellen. Derweil (oder wie ich am Vorabend) die Böden vorbereiten. Dafür zuerst die Butter schmelzen. Mehl, gem. Haselmüsse, Kakao, Backpulver und Natron in einer Schüssel vermischen. Zucker, Salz, Ei, Wasser, Milch und Baileys dazugeben und alles zu einem geschmeidigen Teig verrühren. Eine 18cm-Springform fetten und mit einem Drittel des Teigs füllen. Im vorgeheizten Backofen bei 170°C ca. 20-22 Min. backen. Nacheinander alle drei Böden backen, die Form zwischendurch wieder fetten. Alle Böden auf einem Kuchenrost vollständig auskühlen lassen.

Zusammensetzen der Torte: Die ausgekühlten Böden eventuell mit einem Sägemesser etwas begradigen. Einen Boden zuunterst auf einen Teller oder eine Tortenplatte setzen. Mit 1/2 der Giottocreme bestreichen. Den zweiten Boden daraufsetzen und mit dem Rest der Giottocreme bestreichen. Den letzten Boden oben aufsetzen. Die Schokoladenganache eventuell noch einmal ganz kurz in der Microwelle anschmelzen, sodass sie streichfähig ist. Dann das Törtchen rundum mit der Ganache bestreichen, sodass die Oberfläche schön glatt ist. Nach Belieben mit Haselnusskrokant und weiteren Giotto-Kugeln verzieren und bis zum Servieren im Kühlschrank lagern.

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{Rezension} Ein richtig leckeres Nussbrot und das allerbeste Brotbackbuch

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Ich habe vor etwa einem Jahr angefangen, mit dem Brotbacken zu experimentieren. Mittlerweile macht mir das richtig viel Spaß, auch wenn lange nicht immer alles gelingt. Was mir noch fehlte, war ein richtig gutes Backbuch mit Brotrezepten. Die Anforderungen waren: Brote, die bodenständig und in nicht allzu langer Zeit umzusetzen sind. Für die man nicht jedes Mal fancy Zutaten einkaufen muss. Und die trotzdem zumindest ansatzweise mit einem Brot vom Bäcker vergleichbar ist. Ich weiß, das ist ziemlich anspruchsvoll, aber wer will denn weniger leckeres Brot?

Da ich ein solches Backbuch jetzt gefunden habe, wollte ich es unbedingt mit euch teilen. Aus „Brot genießen“ von Oliver Brachat und Tobias Rauschenberger habe ich jetzt schon eine größere Anzahl Rezepte ausprobiert, einige Brote habe ich auch schon mehrmals gebacken. Und bisher bin ich total begeistert. Besonders hat es mir das Nussbrot angetan, denn Nussbrot liebe ich schon immer. Deswegen gibt es für euch heute eine Rezension eines wirklich tollen Allround-Brotbackbuchs, ein oberleckeres Brot und auch noch ein Aufstrich, den ich mir dazu habe einfallen lassen. Klingt gut, oder?

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Zunächst einmal zum Buch. Es ist im Hölker Verlag erschienen und mit 19,95 € finde ich es auch preislich total in Ordnung. Es beginnt mit einigen grundsätzlichen Informationen und Tipps der Autoren zur Ausstattung, zu den wichtigsten Zutaten und zum Ziehen und Falten, Sauerteig und so weiter. Anschließend gibt es drei thematische Kapitel:

Herzhafter Genuss mit allerlei tollen Broten vom klassischen Roggenbrot über San Francisco Sourdough, Kürbisbrot und Baguette. Am Ende gibt es noch Rezepte für herzhafte Aufstriche.

Süßer Genuss mit zum Beispiel Sonntagsstuten, Schokobaguettes, Müslistangen oder Kalifornischem Pflaumenbrot. Am Ende gibt es noch ein paar süße Aufstriche.

Besonderer Genuss mit etwas außergewöhnlicheren Rezepten rund ums Brot, wie etwa einen Dinkelring mit Bärlauchbutter, Toastbrot aus der Dose, Hefeschnecken mit Olivencreme oder Grissini.

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Ich habe aus dem Buch schon folgende Rezepte ausprobiert: das Sauerteig-Grundrezept, Schwarzwälder Bauernbrot, Französisches Landbrot, San Francisco Sourdough Bread, Nussbrot Ciabatta, Italienisches Landbrot, Auberginencreme, Focaccia, Grissini aus Sauerteig, Bierstangen. Wie ihr seht, habe ich mich hauptsächlich bei den klassischen Broten ausgetobt, weil ich das Buch dafür ja gekauft habe. Aber die süßen und besonderen Rezepte reizen mich auch noch sehr. Insgesamt hat mich selten ein Buch insgesamt so überzeugt und selten wollte ich so viele Rezepte aus einem Buch ausprobieren. Einzig die Bierstangen haben mich nicht so richtig überzeugt – sie haben geschmeckt, aber die Konsistenz war etwas bröselig. Die Brote waren allesamt super in Konsistenz und Kruste. Die Rezepte sind in der Umsetzung meist recht unkompliziert und verzeihen es auch, wenn man die Gehzeit eventuell mal verkürzt (weil man so ungeduldig auf frisches Brot wartet…).

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Und hier sind noch ein paar kleine Eindrücke aus dem Buch. Ich finde auch die Aufmachung insgesamt wunderbar. Man merkt, dass die Autoren wirklich gern tun, worüber sie da schreiben und alles mit viel Liebe ausgewählt haben. Die Bilder sind toll und rücken trotzdem nur das Wichtige, das Brot, in den Fokus. Außerdem ist in diesem Buch keine Spur von dem Über-Styling der Foto-Objekte, das man aus manchen Werken kennt. So, wie die Brote auf den Fotos abgebildet sind, werden sie mit einem kleinen bisschen Muße und Übung auch bei jedem Hobbybäcker.

Achja, hätte ich fast vergessen: Sie schmecken!! Es geht einfach nichts über ein frisch gebackenes Brot. Nussbrot7

Für 2 kleinere Nussbrote: 

300g Weizenvollkornmehl
200g Weizenmehl (Type 405)
10g Salz
10g Frischhefe
350ml lauwarmes Wasser
75g gehackte Haselnüsse
75g gehackte Walnüsse
50g Rosinen (wer mag)
1 TL Honig

Beide Mehle uns Salz vermischen. Die Hefe in dem lauwarmem Wasser auflösen, zum Mehl geben und zu einem glatten Teig verkneten. Die anderen Zutaten dazugeben und nochmals verkneten. Alles bei Zimmertemperatur eine Stunde ruhen lassen. Danach auf einer bemehlten Arbeitsfläche in zwei Portionen teilen. Jeweils zu einem runden Laib wirken und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Nochmals ca. 40 Min. gehen lassen. In dieser Zeit sollte sich das Volumen fast verdoppeln.

Den Backofen auf 230°C vorheizen und ein feuerfestes Gefäß mit Wasser auf den Boden des Ofens stellen. Für 10 Minuten die Brote auf dieser Stufe backen. Dann die Temperatur auf 210°C senken und die Brote noch 25 Minuten zuende backen. Aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen.

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Für ein Schälchen Möhren-Feta-Creme:

200g Möhren
1 Knoblauchzehe
Kräuter, Salz und Pfeffer
100g Feta
etwas Olivenöl

Die Möhren schälen und dabei den Ofen auf 160°C vorheizen. Die Möhren in etwas kleinere Stücken schneiden und auf ein Backblech mit Backpapier verteilen. Die Knoblauchzehe schälen, grob hacken und mit aufs Blech geben. Mit Salz, Pfeffer und Kräutern (zum Beispiel Rosmarin und Thymian) würzen und ca. 20 Min. im Ofen weich rösten. Anschließend etwas abkühlen lassen. Mit dem Stabmixer oder im Multizerkleinerer alles zusammen mit dem Feta und dem Olivenöl fein pürieren. Auf frischem Brot genießen.

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Kennst du noch ein richtig gutes Brotbackbuch? Dann immer raus damit ! 🙂

Bailey’s Cupcakes

BCupcakesIch bin ja der Meinung, Backen mit Schnaps geht immer. Ich hatte mal so eine Phase, in der ein Kuchen ohne einen Schuss Eierlikör von mir nur mitleidig angeguckt wurde. Immernoch halte ich ihn für eine tolle Beigabe, habe sie aber auf einige wenige Kuchen beschränkt. Besonders bei einer Party ergänzen sich aber Alkohol im Glas und Alkohol im Törtchen vorzüglich.  Hicks. Wie ging noch dieser Spruch mit der „Balanced Diet“?

Nein, ist natürlich nur Spaß. Trotzdem kommt Backwerk mit einem kleinen Schwips bei den Großen von uns immer gut an. Da es sich bei meiner Party ausschließlich um eine Erwachsenen-Party handelte, war das auch nicht problematisch. Ehrlich gesagt fällt mir für das Rezept keine kinderfreundliche Variante ein, denn der Bailey’s ist Namensgeber und besondere Note zugleich. Also am besten einfach für Anlässe ohne die kleinen Fratze einplanen ODER den Erwachsenen-Sweettable außerhalb der Reichweite kleiner Patschehändchen errichten. Und die Rasselbande mit einem viiiiel bunteren, viiiiiel größeren und süßeren Kinder-Sweettable ablenken. Wenn auch der eine oder andere Volljährige drauf reinfällt, um so besser. Mehr Bailey’s für uns! BCupcakes1

Für 12 Cupcakes:

2 Eier
100 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
140 EL Sonnenblumenöl
150 mlBaileys
150g Mehl
1 ½ TL Backpulver
125g Puderzucker
4 EL Bailey’s

Eier und Zucker mit dem Rührgerät schaumig schlagen. Den Vanillezucker, Öl und Bailey’s dazugeben. Mehl und Backpulver zuerst vermischen, dann in die Schüssel mit der Eiermischung sieben.

Ein 12er Muffinblech fetten oder mit Förmchen auslegen. Den Teig gleichmäßig darauf verteilen. Bei 175°C ca. 30 Minuten backen. Vollständig auskühlen lassen und anschließend mit dem Frosting verzieren.

Für das Frosting:

200g Frischkäse
50g Puderzucker
3 EL Bailey’s Haselnuss
2-3 EL Haselnusskrokant

Den Frischkäse mit Puderzucker auf die gewünschte Süße abschmecken und mit Bailey’s glattrühren. Die Cupcakes damit toppen und mit etwas Haselnusskrokant bestreuen.

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Haselnuss-Wölkchen, oder: Ein super Seelentröster.

IMG_5361Ja, es ist etwas Schlimmes passiert. Meine geliebte Nähmaschine hat ihren Geist aufgegeben. Naja, eigentlich war sie in den letzten Wochen nicht mehr so geliebt. Und eigentlich hat sie auch nicht den Geist aufgegeben, sondern spinnt jetzt so sehr, dass sie auch für eine Anfänger-Hobby-Näherin mit etwas Ambition nicht mehr tragbar ist. Sie zieht jede Naht zusammen, ich muss ständig oben und unten neu einfädeln…ich habe beschlossen: Jetzt ist Schluss! Etwas neues muss her.

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Also habe ich im Internet recherchiert. Wie meine aufmerksamen Leser mittlerweile wissen, bin ich nicht mehr in Deutschland und das nächste Nähmaschinen-Beratungsgeschäft, wo man mich versteht, ist weit. Ich werde mir das neue Teil wohl schicken lassen. Wenn ich mich endlich entschieden habe (zwei sind in der engeren Auswahl). Dann wird es einige Wochen dauern, bis das neue Schätzchen hier eintrifft. Komischerweise habe ich nun dauernd das Bedürfnis, schnell etwas Kreatives zu schneidern, kennt ihr das? Murphys Law. Manchmal steht das Ding mehrere Wochen unbenutzt rum, und wenn es kauputt ist, möchte man nichts lieber tun, als zu nähen.
IMG_5342Um mich über meinen Verlust hinweg zu trösten, habe ich diesen kleinen Seelentröster kreiert. Mmmmh…er wärmt, hat Schnaps und ist süß. Genau das richtige. Und extrem lecker, mit Suchtgefahr. Ohnehin habe ich mir vorgenommen, in den nächsten Wochen und Monaten ein bisschen mit Kaffee rumzuprobieren und das Repertoire etwas zu erweitern. Morgens gibt es nämlich bei mir nur schwarz. Nachtschwarz. Und mehr Kaffe, außer den gelegentlichen Cappucino, trinke ich nicht. Das soll sich jetzt ändern, denn eine kleine Recherche hat schon ergeben: Es gibt eine Million Möglichkeiten und meine Inspiration übernahm das Ruder. Seid also gespannt! IMG_5376Für ein großes Glas Haselnuss-Wölkchen braucht ihr:

1 Doppelter Espresso oder 1 halbe Tasse starken Filterkaffe, 1 Schnapsglas voll Bailey’s mit Haselnuss, ca. 150ml Milch, etwas Haselnusskrokant, etwas Kakao oder Schokoraspel, einen Klecks Sahne nach Belieben

Die Milch in einem kleinen Topf erwärmen und derweil des Kaffee oder Espresso kochen. Kaffee oder Espresso in ein großes Glas geben, es sollte zu ca. 1/3 gefüllt sein. Bevor ihr die Milch vom Herd nehmt, den Bailey’s einrühren, dann ins Glas geben. Mit Milchschaum oder einem Klecks Sahne toppen und mit Haselnusskrokant und Kakao verschönern. Und jetzt: Mhhhhhhm…!