Zimt Schokoladen Bagel Zöpfe

Falls ihr noch nach einer Alternative zum klassischen Osterzopf sucht, ist dieses Rezept für euch: Zimt Schokoladen Bagel Zöpfe. Die sind ganz sicher zu jedem Frühstück gern gesehen, nicht nur an Ostern. Und jeder bekommt seinen eigenen kleinen Zopf.

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Rhabarber Vanille Buchteln

Rhabarber Vanille Buchteln 1

Aus dem Leben einer Foodbloggerin: Eine Bloggerin, nennen wir sie der Anonymität halber C., kommt nach einem langen Spaziergang hungrig mit Freunden in eine Bäckerei. Sie will ganz unbedingt einen großen Kaffee und etwas Herzhaftes. In der Auslage entscheidet sie sich für ein belegtes Brötchen. Alle süßen Leckereien lassen sie heute ausnahmsweise mal kalt… Wenn da nicht in der hintersten Ecke der Auslage noch etwas gelegen hätte. „Rhabarber Vanille Buchteln“ weiterlesen

Grundrezept Dänischer Plunderteig UND buttrige Plunderteilchen mit Cremefüllung

Plunder mit Cremefüllung3

Bis vor Kurzem wäre ich nie, nie, nie! auf die Idee gekommen, Blätterteig oder Plunder selbst zu machen. Zu viel Aufwand, wenn es ihn auch in guter Qualität zu kaufen gibt. Ich wollte mir gar nicht vorstellen, wieviel Arbeit es macht, ihn selbst zu machen. Aber das Buch „Skandinavisch Backen“ von Stine Hahnemann (Rezension hier) hat mich dann doch dazu motiviert. Und es hat sich definitiv gelohnt. Toll, wenn am Sonntag etwas aus dem Ofen kommt, für das man von der Pike alles selbst gemacht hat! „Grundrezept Dänischer Plunderteig UND buttrige Plunderteilchen mit Cremefüllung“ weiterlesen

{Aus Omas Rezeptbüchlein} Dresdner Eierschecke

Dresdner Eierschecke 5

Endlich kommt mal wieder ein Klassiker auf den Kuchenteller! Dieses Mal habe ich euch eine Eierschecke mitgebracht. Aber nicht irgendeine. Denn meine ausführliche Recherche hat ergeben, dass die Dresdner Eierschecke noch mal ein ganz eigenes Rezept ist. Wie bereits mehrfach erwähnt, bin ich seit einigen Monaten in der sächsischen Landeshauptstadt Zuhause. Und wie kann man eine Kultur besser kennenlernen, als durch’s Kulinarische? Naja, ich geb‘ zu: Das geht auch anders. Mach ich auch. Aber Essen gehört für mich selbstredend dazu. Hierbei sei erwähnt: Die Dresdner Eierschecke war mir als Neu-Dresdnerin gleich sympathisch, denn sie enthält keine Rosinen. Yeah! „{Aus Omas Rezeptbüchlein} Dresdner Eierschecke“ weiterlesen

Mini-Krapfen

Mini Krapfen

Auf die Gefahr hin, mir hier Feinde zu machen: Ich stehe nicht so auf Karneval. Ich verstehe es zwar, dass es Spaß macht, sich zu verkleiden. Aber dafür muss bei mir nicht Karneval sein, denn eine Motto-Party tut es auch. Trotzdem gönne ich allen den Spaß, den sie in den nächsten Tagen hoffentlich auf der Straße beim Feiern haben!

Ich mag allerdings gern Backen und auch mit Karneval gibt es ja klare Gebäck-Verbindungen. Meistens sind die frittiert und schön zuckrig, wie zum Beispiel Quarkbällchen oder Berliner. Ich bin ja mit Hochdeutsch im Norden der Republik aufgewachsen, da heißen die Berliner. Allerdings mag ich einfach das Wort „Krapfen“. Krapfen ist ein viel schöneres Wort als „Berliner“. Irgendwie niedlich. Es klingt genau so fluffig und süß, wie es auch ist. Deswegen heißt mein Rezept heute „Krapfen“, auch wenn ich dieses Wort normalerweise nicht unbedingt benutzen würde.

Mini Krapfen2

Ganz ehrlich, eigentlich esse ich die Krapfen/ Berliner nicht mal selbst. Den Teig mag ich, die Marmelade nicht. Aber mein Liebster findet sie göttlich. Er könnte sie jeden Tag essen. Wenn ich ihm eine besondere Freude machen möchte, mache ich also Krapfen. Apropos Bezeichnung: Der Liebste kommt aus dem Nordosten der Republik und nennt sie Pfannkuchen. Noch ein anderes Wort. Es soll ja sogar noch mehr regionale Bezeichnungen geben. Aber Pfannkuchen, das sind für mich flache, in der Pfanne gebackene Eierkuchen. Das geht also mal gar nicht.

Mini Krapfen3

Das Gute am Selbermachen: Man kann es genau machen, wie es einem selbst schmeckt. Deswegen lasse ich auch immer ein paar Krapfen ungefüllt. Das sind dann meine, mhmm! Und deswegen mache ich sie in mini. Mini ist einfach toller als die großen Dinger, die man beim Bäcker bekommt.

Als ich die Bilder gemacht habe, hatte ich leider noch nicht diese tolle Tülle mit der Spitze. Damit kann man die kleinen Dinger ganz einfach füllen. Wenn man sie flach drückt und um einen Klecks Marmelade herum von Hand schließt, so wie ich vorher, gehen sie beim Frittieren eventuell auf, so wie auf den Bildern. Geschmacklich kein Abbruch, optisch hat es mich aber gestört. Und schließlich kann man mit der Tülle ja auch andere Sachen (ein)füllen: Vanillepudding, Nutella, Pflaumenmus…

Mini Krapfen1

Wie wäre es mit selbstgemachten Krapfen zu Karneval, oder einfach danach in Ruhe? Die gehen einfach immer, auch jederzeit ohne Feier!

Mini Krapfen4

Mini Krapfen5

Für ca. 12 Krapfen: 

100ml lauwarme Milch
1 Pck. Trockenhefe
250g Mehl
90g Butter, zerlassen
1 Pck. Vanillezucker
30g Zucker
1 Prs. Salz
1 Ei
optional: 2 Tropen Butter-Vanille-Aroma

80g Lieblingsmarmelade
Zucker oder Puderzucker zum Wälzen

1/2 Liter Pflanzenöl zum Frittieren

Milch lauwarm erwärmen. Mehl in eine Schüssel geben, eine Mulde formen und die Hefe hineingeben. Milch und 1 Prise Zucker hinzugeben, dann alles mit etwas Mehl vom Rand verrühren. Abgedeckt an einem warmen Ort 10 Minuten ruhen lassen. Butter zerlassen und kurz abkühlen. Ei, Salz, Butter, übrigen Zucker und Vanillezucker und Vanillearoma dazugeben. Alles gut verkneten, bis ein homogener Teig entstanden ist, der sich vom Schlüsselrand löst. Noch einmal auf der bemehlten Arbeitsfläche durchkneten. An einem warmen Ort noch einmal abgedeckt 1 Stunde gehen lassen. Danach noch einmal kneten und dann in 12 etwas gleich große Portionen teilen, zu Bällchen formen (falls ihr keine Tülle habt, müsst ihr an dieser Stelle den Teig erst flach drücken, einen Klecks Marmelade in die Mitte geben und dann darum eine Kugel formen. Gut festdrücken!). Auf ein Backblech legen, abdecken und noch einmal 15 Minuten gehen lassen. Öl in einem Topf erhitzen, 4-5 Kugeln zugleich darin goldbraun frittieren und mit einer Schaumkelle herausheben. Seid bitte vorsichtig mit dem heißen Öl! Auf Küchenpapier ablegen. Wer eine Tülle hat, lässt die Krapfen abkühlen und spritzt dann die Lieblingsmarmelade hinein. Alle Krapfen noch in  Zucker oder Puderzucker wälzen.

Mini Krapfen6

Carina

Portugiesische Croissants

Portugiesische Croissants

Leckere, fluffige Croissants selber machen, und das ganz ohne großen Aufwand und ohne Blätterteig? Ja, das ist gerade möglich geworden und ich habe das perfekte Rezept für euch. Um genau zu sein, habe ich das Rezept in einer alten Lecker Bakery (Bakery Special 2014) gefunden und bestimmt schon 20 Mal daran vorbei geblättert. Dieses Mal, als ich mal wieder nach Rezepten suchte, blieb ich aber hängen und die Croissants sahen so gut aus, dass sie mir nicht aus dem Kopf gingen.

Portugiesische Croissants2Wir sind vom Ergebnis mehr als begeistert gewesen und das war sicher nicht das letzte Mal, dass ich sie gebacken habe. Die Zubereitung ist einfach, erfordert aber ein bisschen Zeit (ca. 2 Stunden inklusive Gehzeiten). Die Croissants werden weich, nur leicht süß und habe die perfekte Konsistenz. Und im Gegensatz zu den Blätterteig-Verwandten sind sie schon fast kalorienarm (*räusper*). Auf jeden Fall perfekt zu einer großen Schale Milchkaffee für das Wochenend-Frühstück.

Ich habe das Rezept nur minimal abgeändert. Zum einen war der Teig mit den angegebenen 75ml Milch etwas zu trocken. Außerdem habe ich Trockenhefe statt frischer Hefe verwendet. Je nach geplantem Belag würde ich eventuell den Zucker noch ein wenig reduzieren.

Portugiesische Croissants4

And now in English:

Baking perfect delicious croissants at home just got a lot easier! I found the perfect recipe in an old issue of Lecker Bakery (2014 Issue). I have flipped trough this issue many times but this time, they stayed in mind and I had to try them. I only changed the recipe a little. The dough was a bit too dry for my taste so I added some more milk.  Also I used dry yeast and next time I would maybe reduce the sugar a bit. I took me about two hours to make them, but they are well worth it.

We both loved the outcome and this was not the last time we had those beauties. Don’t they look perfect? The are sweet and soft. And they are so much easier than their millefeuille version. Maybe even a little lighter… Sure is: They are the best weekend breakfast with a big bowl of Café Latte or the star at a brunch with friends. Try them and enjoy!

Portugiesische Croissants3

Für 6 Stück / for 6 pieces:

100ml Milch – 100ml milk
375g Mehl + etwas mehr zum Kneten – 375g flour + some for kneading
1 Päckchen Trockenhefe – 1 pack. dry yeast
2 EL + 50g Zucker – 2 EL + 50g sugar
75g weiche Butter + 75g softened butter
1 Prs. Salz + 1 pinch of salt
4 Eigelb – 4 egg yolks

Die Milch etwas erwärmen. 375g Mehl in einer große Schüssel geben und in der Mitte eine Mulde formen. Hefe, 2 EL Zucker und Milch hineingeben und mit etwas Mehl vom Rand zu einem Vorteig verrühren. Zudeckt ca. 15-20 Minuten gehen lassen. Danach Butter in Flöckchen, restlichen Zucker, Salz und 3 Eigelbe hinzugeben. Alles gut verkneten und dann zugedeckt 40 Min. ruhen lassen. Den Hefeteig kurz durchkneten und auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck von ca. 25x40cm ausrollen. Sechs „Tortenstücke“ schneiden und von der kurzen Seite zur Spitze hin aufrollen. Auf ein Backblech mit Backpapier legen und nochmals zugedeckt ca. 15-20 Minuten gehen lassen. Backofen in der der Zeit auf 200°C vorheizen. Das verbleibende Eigelb mit 1 EL Wasser verquirlen und die Croissants damit bestreichen. 15 Minuten backen.

English Instructions:

Heat the milk in a small pot. Put the flour in a bowl and form a hole in the middle. Pour milk, yeast and 2 tbsp. sugar in the middle and mix with a bit of flour. Cover the bowl and let the yeast rest for 15-20 min. Then add the butter in small pieces, remaining sugar, salt and 3 egg yolks. Knead to a soft dough, cover and let it sit for 40 minutes. Knead again for a minute, then roll it out to a rectangle of 25x40cm. Cut six triangles and roll them up from the short side. Put on a baking tray and cover for another 15-20 min. Pre-heat the oven to 200°C. Whisk the remaining egg yolk together with 1 tbsp. water and spread onto the croissants. Bake for 15 minutes. 

Portugiesische Croissants1

Carina

 

{Five a month} Semlor mit Rhabarberfüllung

Semlor mit Rhabarber1

Alle Welt feiert den Rhabarber. Und das ZU RECHT! Ehrlich gesagt habe ich letztes Jahr das erste Mal welchen gegessen, kein Scherz! Aber seitdem bin ich ihm verfallen. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass er eine tragende Rolle in der Mai-Runde von „Five a Month“ spielt! Zusätzlich waren im Mai-Rezept Vanille, Quark und Mandeln gefragt. Mal wieder eine Kombi, zu der ich ad hoc zehn Rezepte entwickeln könnte! Das klang schon vor dem Backen lecker.

Semlor mit Rhabarber4

Warum dieses Mal nur vier Zutaten vorgegeben waren? Unsere liebe Tanja schiebt fröhlich die letzten Tage eine Kugel vor sich her, bis ihr Bubi endlich sein Geschwisterchen bekommt. Wir Mädels freuen uns sehr für sie und natürlich macht sie deshalb eine Pause. Bis dahin sind wir also in kleinerer Besetzung unterwegs.

Sorry Mädels, ich hab es leider auch gestern nicht mehr geschafft mit dem veröffentlichen…shame on me! Dafür kommt jetzt ein Rezept, das ich ganz bestimmt noch mal machen werde, es war einfach zu gut! Sogar meine Familie, die meist alles mit Frucht erst einmal skeptisch beäugt, war hin und weg. Ich habe mich inspirieren lassen von den schwedischen Semlor, diesen süßen gefüllten Hefebrötchen mit etwas Kardamom. Die wollte ich schon so lange mal backen! Statt der Sahnefüllung habe ich aber lieber Quark und Marzipan genommen. Und da es Rhabarberzeit ist, und ich dieses Jahr leider noch kein einziges Rezept mit den hübschen Stangen verbloggt habe…was für eine geniale Idee! Die Süße von Marzipan, dazu saurer Rhabarber, Hefeteig, Kardamom und Vanille…traumhaft lecker. Also ihr Lieben, schnell ran an die Rührschüsseln und Hefeteig kneten!

Semlor mit Rhabarber3

Und vorher solltet ihr unbedingt noch bei Rebecca von Icing Sugar, Julia von Maxulia und Laura von Coal Hearted reinschauen (auch wenn Laura es dieses Mal leider nicht geschafft hat, da wartet eine unglaublich tolle Rhabarbermarmelade!). Da gibt’s noch mehr rhabarberige Leckereien…

Semlor mit Rhabarber2

Für ca. 8 Semlor: 

40g flüssige Butter
125ml warme Milch
1/4 Würfel frische Hefe (10g)
30g Zucker
1 Prs. Salz
1/2 TL Kardamom
180g Dinkelmehl
50g gem. Mandeln

200g Magerquark
1 Pck. Bourbon-Vanillezucker
50g Marzipan
8 EL Rhabarberkompott (z.B. nach diesem Rezept)

Puderzucker zum Servieren

Die Hefe mit 1 TL Zucker in der warmen Milch auflösen. Mehl, Mandeln, Salz, Kardamom und restlichen Zucker vermischen. Hefegemisch und flüssige Butter hinzugeben und zu einem glatten Teig verkneten. Zugedeckt an einem warmen Ort ca. 1 Stunde gehen lassen. Nochmal auf einer bemehlten Arbeitsfläche vorsichtig etwas kneten. Dann den Teig in 8 Portionen teilen, rund wirken und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Nochmals zugedeckt 30 Minuten gehen lassen. Den Ofen auf 170°C vorheizen. Die Semlor ca. 12-15 Minuten backen, bis sie leicht gebräunt sind. Auskühlen lassen und die Creme vorbereiten. Dafür den Quark mit dem Vanillezucker glatt rühren. Die Süße abschmecken und evtl. etwas mehr Zucker zugeben. Das Marzipan fein würfeln und unter die Quarkcreme heben. Die ausgekühlten Semlor aufschneiden und mit Quarkcreme und Rhabarberkompott füllen. Mit Puderzucker bestäuben.

Semlor mit Rhabarber

Das R…-Wort kam jetzt echt oft vor. Aber lecker war es! 😉

Carina

Alle „Five a month“-Rezepte auf einen Blick:

April: Limetteneis mit Erdbeerswirl
Februar: Grapefruit Upside Down Cake
Januar: Mediterrane Schnecken
Dezember: Maronikuchen mit Nüssen und Ingwer
November: Blaubeer-Schichtdessert
Oktober: Pumpkin Cheesecake mit Honig-Zimt-Guss
September: Saftiger Marzipan-Rührkuchen

FiveamonthNew

{Happy Easter} Möhren-Walnuss-Brot

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Ich hatte ja schon angekündigt, dass es nach den Carrot Cake Waffeln und dem Möhrentörtchen mit Mascarponecreme noch ein drittes Möhrenrezept geben wird! Dieses Mal wird es herzhaft! Als letztes Rezept zu Ostern zeige ich euch heute noch ein Rezept für fluffiges Möhren-Walnuss-Brot, dass man auch als Brötchen backen kann. Da das Rezept für zwei Brotlaibe reicht, habe ich einfach die Hälfte als Brot und die Hälfte als Brötchen gebacken.

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Zum Ende meiner Ostervorbereitungen hier auf dem Blog muss ich euch noch etwas gestehen. Ich bin eigentlich ein Oster-Muffel! Das liegt hauptsächlich daran, dass ich (besonders die käufliche) Osterdeko einfach immer viel zu kitschig finde. Häschen kommen mir nicht ins Haus. Den Frühling hole ich mir lieber mit ein paar Blümchen und hellen Farben ins Haus. Der Grund, warum ich mich trotzdem mittlerweile auf Ostern freue (neben den vielen Feiertagen) ist wohl, dass es das einzige Fest ist, bei dem das Frühstück die wichtigste Mahlzeit ist! Und Frühstück zelebriere ich bekanntlicherweise sehr gern.

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So, jetzt ist es raus! Trotzdem haben mir die Ostervorbereitungen hier sehr viel Spaß gemacht. Und jetzt gehen die Feiertage ja auch schon los. Mit meiner Familie bestand Ostern früher natürlich aus Ostereiersuchen, danach einem ausgedehnteen Frühstück und nachmittags meistens Kaffeetrinken bei Oma. Dieses Jahr gehen wir zum Osterbrunch bei Freunden. Ansonsten habe ich vor allem zwei Dinge vor: Ausschlafen und Entspannen. Und ihr so?

Möhren-Walnuss-Brot3

 

Für 2 Laibe in der 20cm Kastenform (oder 1 Laib und 4-5 Brötchen):

250g Möhren
250ml Milch, lauwarm
100ml trüber Apfelsaft
1 Pck. Trockenhefe
2 EL Öl, z.B. Walnussöl
2 EL Ahornsirup
80g Walnüsse, gehackt
75g Sauerteig
500g Mehl
1 EL Chiasamen
1 1/2 TL Salz
1 EL Leinsamen

2 EL Kürbiskerne

2 EL Milch

Die Möhren fein raspeln, am besten in der Küchenmaschine. Die Hefe mit der warmen Milch vermischen kurz 2 Minuten stehen lassen. Dann den Apfelsaft, Sauerteig, Ahornsirup und Öl hinzugeben. Anschließend das Mehl unterkneten. Möhrenraspel und Walnüsse zum Schluss dazugeben und gut verkneten. In einer leicht geölten großen Schüssel den Teig zugedeckt mindestens 45 Minuten gehen lassen. Dann noch einmal auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche durchkneten und in gefettete und ausgemehlte Kastenformen geben. Es können auch Brötchen geformt werden. Noch einmal zugedeckt 45 Minuten gehen lassen. Derweil den Backofen auf 240°C vorheizen. Ein ofenfestes Schälchen mit Wasser auf den Boden des Backofens stellen. Direkt vor dem Backen die Brote/ Brötchen mit etwas Milch bepinseln und mit Kürbiskernen bestreuen. Die Brote auf der untersten Schiene 10 Minuten backen. Dann die Temperatur auf 220°C reduzieren und die Brote noch einmal etwa 40 Minuten backen. Die Brötchen sollten nach etwa 10-15 Minuten aus dem Ofen genommen werden.

Möhren-Walnuss-Brot

Carina

 

{Kulinarische Entdeckungsreise} Auf geht’s nach Israel!

Israelische Schiffchen1

Nachdem die liebe Lixie Pott von Photolixieous mir diese Woche schon eine Landesküche näher gebracht hat, von der ich bislang absolut GAR nichts wusste (Ghana), darf ich heute Reiseleiterin der großen Kulinarischen Entdeckungsreise 2.0 sein! Und ich nehme euch heute mit nach Israel. Bislang habe ich hier auf dem Blog noch nie israelisch gekocht. Ein Blick ins Internet ergab, dass sich das Angebot lecker klingender israelischer Gerichte dort auch sehr auf das Übliche beschränkt, nämlich Hummus, Challah und Rugalach. Deswegen kam ich nicht drum herum, eines meines liebsten Kochbücher zu Rate zu ziehen, nämlich „Jerusalem“ von Yotam Ottolenghi und Sami Tamimi. Dort bin ich dann natürlich wie immer fündig geworden – mit ein paar Abwandlungen.

Tahini Kekse3

Ich habe 2010 zwei Wochen in Israel verbracht und fand, dass es ein wunderschönes Land ist! Ich verbrachte jeweils einige Tage in Jerusalem und Tel Aviv, aber auch einen Tag in Ramallah. Neben der wunderbaren Landschaft und den tollen kulturellen Sehenswürdigkeiten habe ich besonders das Essen in guter Erinnerung behalten. Israel hat eine Landesküche, die die tollsten Einflüsse aus dem Nahen Osten mit mediterranen Einflüssen kombiniert. Natürlich gibt es daneben noch sehr viele Gerichte, die die jüdischen Einwanderer aus aller Welt mitgebracht haben – russische, äthiopische und viele mehr.

Israelische Schiffchen3

Am liebsten an der Esskultur mag ich die Mezze! Wie im ganzen Nahen Osten versteht man darunter das Teilen vieler, kleiner Vorspeisen an einem Tisch. Darunter sind oftmals Brot, Hummus, Baba Ghanoush und Salat aus Tomate, Gurke und Petersilie oder Tabouleh. Meistens habe ich mich an den Mezze so satt gegessen, dass ein Hauptgericht überflüssig wurde. Und Hummus – den gab es wirklich morgens, mittags und abends. Und seitdem liebe ich ihn! Ein bisschen frisches Fladenbrot und leckere, reife Tomaten dazu, perfekt ist das tollste Essen, egal zu welcher Tageszeit! Aber euch heute Hummus aufzutischen, das wäre vielleicht ein wenig langweilig geworden.

Israelische Schiffchen2

Stattdessen habe ich etwas Süßes und etwas Herzhaftes mitgebracht. Als herzhaften Snack gibt es „Arachuli Khachapuri“. Der Name ist unaussprechbar und kaum zu merken, also habe ich sie einfach für mich wegen ihrer Form „Israelische Schiffchen“ getauft. Trotz des schwierigen Namens lohnt sich die Zubereitung, denn sie sind sehr lecker und können mit allen gefüllt werden, was euch gefällt. Eine häufige Variante sind irgendein Käse und ganze Eier. Ottolenghi schlägt Halloumi und Ei vor. Ich habe das Ei weggelassen und stattdessen etwas Creme Fraiche, Feta, Halloumi und frische Kräuter verwendet. Ziegenkäse wäre sich auch super, oder Paprika. Die Schiffchen sollten am Backtag gegessen werden und sind mit grünem Salat eine tolle leichte Mahlzeit oder lassen sich auch schön transportieren. Bitte lasst euch nicht von der langen Anleitung abschrecken, sie ist recht detailliert und die Zubereitung ist wirklich einfach! Sie braucht nur ein wenig Zeit…

Tahini Kekse

Als süßen Nachtisch bringe ich euch ein paar süße, mürbe Tahini-Plätzchen mit! Auf Instagram haben viele von euch sie für Schneeflöckchen gehalten, aber die gibt es anscheinend auch in israelischer Variante! Und sie sind richtig gut. Tahini ist eine Sesampaste, die in der Region überall (vor allem für Desserts) verwendet wird und auch hervorragend zu herzhaften Gerichten passt. Ottolenghi nennt sie die „israelische Erdnussbutter“. Ich habe Tahini seit einiger Zeit so richtig für mich entdeckt und nehme sie zum Beispiel gern für Dips, Gebäck, Gemüsepfannen und noch viel mehr. Solltet ihr sie noch nicht kennen, dann probiert sie unbedingt mal aus! Hier habe ich zum Beispiel ein altes Rezept damit verbloggt, den Dip essen wir immer noch sehr gern und häufig!

Nach dem Backen werden die Tahini-Kekse noch in einer Puderzucker-Zimt-Mischung gewälzt. Mit einem frischen Minztee mit Honig (oder auch zum Kaffee) sind sie absolut spitze und man bekommt gleich ein bisschen 1001-Nacht-Feeling! Jetzt aber schnell zu den Rezepten.

Israelische Schiffchen

Arachuli Khachapuri (oder „Israelische Schiffchen“), 6 Stück:

Teig:
250g Mehl
1 1/2 TL Trockenhefe
1 Ei (verquirlt)
110g griechischer Joghurt
1/2 TL Salz

Füllung:
60g Feta
60g Creme Fraiche
1 Zweig frischer Thymian
etwas frische Petersilie
1/4 Bund Lauchzwiebeln
40g Halloumi
Salz + Pfeffer
optional: Sumach und/ oder Zatar

Das Mehl in eine Schüssel sieben, die Hefe untermischen. In der Mitte eine Mulde formen und eine Hälfte des verquirlten Eis, den Joghurt und 60ml lauwarmes Wasser dazugeben. Das Salz am Rand verteilen und mit einem Löffel ein Wenig Mehl vom Rand wie einen kleinen Vorteig unter die Flüssigkeit mischen. 10 Minuten stehen lassen. Dann das Ganze vermengen. Der Teig ist zunächst noch recht trocken, lässt sich aber mit ein paar Minuten kneten glatt verarbeiten. Nur wenn er nach ein paar Minuten noch bröckelt, ein wenig mehr Wasser hinzufügen. Anschließend wieder in die Schüssel legen und abgedeckt an einem warmen Ort etwa 1 1/2 Stunden gehen lassen. Ich stelle dafür meinen Backofen auf die niedrigste Stufe (35 °C) und lasse die Metallschüssel darin stehen. Wenn sich das Volumen etwa verdoppelt hat, nochmal kurz durchkneten. Den Teig in sechs Portionen teilen und zu Kugeln formen. Auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche noch einmal abgedeckt ca. 30 Minuten gehen lassen. In dieser Zeit die Zutaten für die Füllung vermischen: Den Halloumi dafür in sehr kleine Würfel schneiden, die frischen Kräuter hacken. 1 TL Thymian beiseite legen. Sumach bekommt man zum Beispiel beim Türken. Ein Rezept für eine Zatar-Gewürzmischung findet ihr hier. Den Backofen auf 220 °C vorheizen und ein Blech vorwärmen. Die Teigkugeln ausrollen. Einen guten Esslöffel Füllung auf jede Portion geben und zu den rechten und linken Ende verstreichen. Die Seiten anheben und die Enden gut zusammendrücken, damit sie beim Backen nicht auseinandergehen. Die Schiffchen mit dem restlichen Ei bepinseln. Mit dem restlichen Thymian bestreuen. Das Blech aus dem Ofen nehmen, die Teilchen auf Backpapier darauf legen und etwa 20 Minuten backen. Sie sollten etwas gebräunt sein. Die Schiffchen mit Olivenöl besträufelt servieren.

Tahini Kekse1

Tahini-Plätzchen, ca. 35-40 Stück: 

130g Zucker
150 weiche Butter
110g helle Tahini-Pasta (z.B. aus dem Bioladen)
1/2 Pck. Vanillezucker
40g Sahne
270g Mehl
2 EL Puderzucker
1 TL Zimt

Den Backofen auf 200 °c vorheizen. Mit dem Handrührer oder der Küchenmaschine erst mal den Zucker und die Butter hell und cremig rühren. Dann während des Rührens Tahini, Vanillezucker und Sahne dazugeben. Das Mehl zum Schluss ca. 1 Minute unterrühren. Den Teig danach auf der Arbeitsfläche noch durchkneten, bis er glatt ist. Er ist recht weiß, sollte aber nicht zu doll kleben. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Kleine Portionen des Teigs zwischen den Händen zu Kugeln rollen, diese auf das Backblech setzen und mit einer Gabel etwas flach drücken. Zwischen den Plätzchen sollte etwas Abstand sein. Im vorgeheizten Ofen ca. 15-17 Min backen und auskühlen lassen. Zimt und Puderzucker vermischen und über die noch warmen Plätzchen sieben. Das Gebäck kann luftdicht verschlossen ca. 10 Tage aufbewahrt werden.

Mein Teig enthält etwas mehr Sahne als im Original-Rezept. Außerdem wird dort der Zimt schon vor dem Backen auf die Plätzchen gegeben, der Puderzucker wird weggelassen. Macht es einfach, wie ihr mögt!

Tahini Kekse2

Ich hoffe, mein kulinarischer Israel-Ausflug hat euch gefallen. Und bald geht es schon weiter bei Nadine von Sweet Pie. Lasst euch überraschen, in welches Land sie uns mitnimmt!

Carina

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{Abendbrot} Rosmarin Olivenöl Brot mit Pinienkernen

Rosmarin Olivenöl Brot5

Brotaufstriche sind ja so eine Sache. Es gibt diejenigen, die eine große Liebe haben und ihr treu sind. Und dann gibt es die, die gern ausprobieren. Meine große Liebe ist guter Käse. Wurst interessiert mich wenig bis gar nicht, aber eine Scheibe guter Käse macht mein Abendbrot (oder Frühstück) perfekt. Aber ich mag auch gern ab und zu experimentieren, Brotaufstriche selbermachen kann nämlich echt Spaß machen und seeehr lecker sein. Hier habe ich zum Beispiel cremigen Hummus aufs Brot gestrichen. Mein liebster Brotbelag (neben Schnittkäse) ist schon seit Ewigkeiten Ziegenfrischkäse, Avocado, Pfeffer und Koriander. Ein Traum!

Rosmarin Olivenöl Brot1

Beim Brot muss ich aber sagen: Keine Kompromisse! Ich probiere zwar verschiedene Rezepte durch und backe mittlerweile richtig gern Brot. Aber: Bei Brot sind wir Deutschen (und Österreicher, Schweizer und vielleicht noch Skandinavier) ja bekanntlich anspruchsvoll, da zähle ich mich dazu. Nichts ist frustrierender, als sich die Mühe zu machen, ein Brot zu backen, und am Ende einen zu festen, wenig saftigen Klumpen aus dem Ofen zu holen.

Rosmarin Olivenöl Brot3

Zum Glück passiert das mit ein wenig Übung nicht mehr so oft und man kann irgendwann ein wenig abschätzen, welches Rezept gut werden könnte. Ich will damit also nicht sagen, dass ich immer das gleiche Brot backe. Sondern eher, dass ich versuche, mir eine kleine Auswahl an sehr guten Brotrezepten anzulegen. Das hier ist so eines, das in die Sammlung darf. Kein klassisches, dunkles Brot, sondern eher ein wenig mediterran. Hoffentlich schmeckt es euch auch!

Rosmarin Olivenöl Brot2

Für einen Laib in der 20-24cm Kastenform:

280g lauwarmes Wasser
1/2 TL Honig
2 TL Trockenhefe
560g Mehl (davon 100g Dinkelvollkornmehl)
2 EL Salz
3 TL Kräuter
3 EL Olivenöl
30g Pinienkerne

Das Wasser mit dem Honig und der Trockenhefe vermischen und 5 Minuten stehen lassen, bis sich kleine Bläschen bilden. Dann die restlichen Zutaten hinzugeben, den Anteil des Vollkornmehls könnt ihr nach Geschmack variieren. Den Teig gleich in die Form geben, die vorher leicht mit Olivenöl ausgepinselt wurde. An einem warmen Ort zugedeckt ca. 1 1/2 bis 2 Studen gehen lassen. Kurz vor Ende der Gehzeit den Backofen auf 210°C vorheizen. Das Brot 2o Minuten bei 210°C backen, dann den Backofen runterschalten und noch 15 Minuten bei 190°C zuende backen.

Rosmarin Olivenöl Brot4

Seid ihr interessiert an noch mehr tollen Brotrezepten? Ich hätte da noch so einige…

Carina