{Abendbrot} Rosmarin Olivenöl Brot mit Pinienkernen

Rosmarin Olivenöl Brot5

Brotaufstriche sind ja so eine Sache. Es gibt diejenigen, die eine große Liebe haben und ihr treu sind. Und dann gibt es die, die gern ausprobieren. Meine große Liebe ist guter Käse. Wurst interessiert mich wenig bis gar nicht, aber eine Scheibe guter Käse macht mein Abendbrot (oder Frühstück) perfekt. Aber ich mag auch gern ab und zu experimentieren, Brotaufstriche selbermachen kann nämlich echt Spaß machen und seeehr lecker sein. Hier habe ich zum Beispiel cremigen Hummus aufs Brot gestrichen. Mein liebster Brotbelag (neben Schnittkäse) ist schon seit Ewigkeiten Ziegenfrischkäse, Avocado, Pfeffer und Koriander. Ein Traum!

Rosmarin Olivenöl Brot1

Beim Brot muss ich aber sagen: Keine Kompromisse! Ich probiere zwar verschiedene Rezepte durch und backe mittlerweile richtig gern Brot. Aber: Bei Brot sind wir Deutschen (und Österreicher, Schweizer und vielleicht noch Skandinavier) ja bekanntlich anspruchsvoll, da zähle ich mich dazu. Nichts ist frustrierender, als sich die Mühe zu machen, ein Brot zu backen, und am Ende einen zu festen, wenig saftigen Klumpen aus dem Ofen zu holen.

Rosmarin Olivenöl Brot3

Zum Glück passiert das mit ein wenig Übung nicht mehr so oft und man kann irgendwann ein wenig abschätzen, welches Rezept gut werden könnte. Ich will damit also nicht sagen, dass ich immer das gleiche Brot backe. Sondern eher, dass ich versuche, mir eine kleine Auswahl an sehr guten Brotrezepten anzulegen. Das hier ist so eines, das in die Sammlung darf. Kein klassisches, dunkles Brot, sondern eher ein wenig mediterran. Hoffentlich schmeckt es euch auch!

Rosmarin Olivenöl Brot2

Für einen Laib in der 20-24cm Kastenform:

280g lauwarmes Wasser
1/2 TL Honig
2 TL Trockenhefe
560g Mehl (davon 100g Dinkelvollkornmehl)
2 EL Salz
3 TL Kräuter
3 EL Olivenöl
30g Pinienkerne

Das Wasser mit dem Honig und der Trockenhefe vermischen und 5 Minuten stehen lassen, bis sich kleine Bläschen bilden. Dann die restlichen Zutaten hinzugeben, den Anteil des Vollkornmehls könnt ihr nach Geschmack variieren. Den Teig gleich in die Form geben, die vorher leicht mit Olivenöl ausgepinselt wurde. An einem warmen Ort zugedeckt ca. 1 1/2 bis 2 Studen gehen lassen. Kurz vor Ende der Gehzeit den Backofen auf 210°C vorheizen. Das Brot 2o Minuten bei 210°C backen, dann den Backofen runterschalten und noch 15 Minuten bei 190°C zuende backen.

Rosmarin Olivenöl Brot4

Seid ihr interessiert an noch mehr tollen Brotrezepten? Ich hätte da noch so einige…

Carina

 

{Aus Omas Rezeptbüchlein} Streuseltaler wie früher

Dieses Mal möchte ich den „Aus Omas Rezeptbüchlein“-Beitrag einem Gebäck widmen, das dieses Plätzchen schon lange verdient hatte. Es war, um ehrlich zu sein, auch schon lange geplant. Denn wer kennt nicht die Hefetaler mit knusprigem Streusel-Belag und dick Puderzucker? Die Rede ist von Streuseltalern! Vielleicht kennt ihr sie auch unter einem anderen Namen, denn ich glaube es gibt sie auch als Streuselschnecke oder Plunder.

Streuseltaler2

Warum eigentlich backen Omas so viel mit Hefeteig und Streuseln? Weil beides zusammen eine unschlagbare Kombination ergibt, und hätte man den Begriff damals schon benutzt, dann wäre es das unschlagbarste Soulfood. Dafür ist Oma nämlich Spezialistin, auch wenn sie es anders nennen würde…Hefeteig und Streusel zusammen machen einfach jeden Tag besser.

Falls euch nicht eure Oma mal Streuseltaler gebacken hat, dann kennt ihr sie zumindest aus der kleinen Dorfbäckerei. Egal ob von Oma oder aus der Bäckerei, so ein noch leicht warmer Streuseltaler mit einer dicken Schicht Puderzucker-Schnee ist der größte Genuss!

Streuseltaler1

Ich löse hier auch gern auf, warum meine „Taler“ mehr aussehen, wie Brötchen: Ich habe keine Ahnung. Sie wollten vielleicht noch größer und saftiger werden. Der Geschmack ist jedenfalls perfekt! Der Liebste hat schon geschmunzelt, weil ich einfach nicht von meinem Hefeteil weg kam…die Nase voller Puderzucker, lange satt, aber der bleibt nicht auf dem Teller!

Streuseltaler5

Um allen kleinen und großen Schleckermäulern gerecht zu werden (auch in diesem Haus), habe ich zwei Varianten gemacht. Die pure Variante mit nichts als Hefeteig und Streuseln, und die Variante mit einer klebrig-süßen Schicht Marmelade unter den Streuseln. Ich als Nicht-Marmeladen-Fan muss zugeben, ich habe ein ganzes mit Marmelade verdrückt. Ich bekenne mich schuldig…

Streuseltaler

Habt ihr übrigens die wunderschöne Gebäckzange bemerkt? Ich habe sie von meiner Mutter zu Weihnachten bekommen. Ich glaube, sie hat sie auf dem Flohmarkt gefunden. Ich finde es einfach unglaublich süß von ihr, dass sie mittlerweile schon für mich überall die Augen nach tollen Props offen hält. Und das war wirklich ein schönes Überraschungsgeschenk. Ich wusste also gleich, dass die schöne Zange beim nächsten Post aus dieser Reihe mit aufs Bild muss, denn nostalgisch ist sie auf jeden Fall. Und die Streuseltaler sind dafür wie gemacht! Ich geh jetzt noch ein bisschen die Gebäckzange anschmachten…Käsebrote lassen sich damit bestimmt auch stilvoll heben!

Streuseltaler4

Für 7-8 Streuseltaler:

Rezept aus „Backschätze – Rezepte für die Seele“ von Anne-Katrin Weber und Sabine Schlimm; das Rezept wurde von mir angepasst, insbesondere mengenmäßig.

Hefeteig: 

150ml Milch
375g Mehl
1 Pck. Trockenhefe
50g + 1 TL Zucker
1 Pck. Bourbon-Vanillezucker
50g weiche Butter
1 Ei
1/2 TL Salz
1 TL abgeriebene Zitronenschale

Streusel:

100g Mehl
1 kleine Msp. Backpulver
35g Zucker
65g kalte Butter
1 kl. Prs. Salz
1/2 TL Zimt (oder mehr)

Belag:
50g Marmelade nach Wahl
oder 2 EL Milch

Die Milch etwas erwärmen. Das Mehl in eine große Schüssel geben und eine kleine Mulde formen. Die Trockenhefe mit ein paar EL der Milch und einem TL Zucker dazugeben und leicht vom Rand her mit etwas Mehl verrühren. Die Schüssel mit einem Handtuch abdecken und den Vorteig 15 Minuten gehen lassen. Dann die restliche Milch und den übrigen Zucker, den Vanillezucker, das Ei, Salz, Zitrone und die Butter in Flöckchen dazugeben und gut verkneten. Eventuell noch mit der Hand zu einem homogenen Teig weiterkneten. Zugedeckt 30 Minuten gehen lassen. Derweil die Streusel zubereiten. Dafür alle Zutaten für die Streusel mit den Händen verreiben. Den Hefeteig noch einmal kurz kneten und dann je nach gewünschter Größe 7-8 gleich große Portionen formen. Jedes Teil noch einmal kurz auf der bemehlten Arbeitsfläche kneten und dann zu einem flachen, runden Fladen formen. Mit etwas Abstand alle Fladen auf einem Backblech platzieren und nochmal platt drücken. Nun jeden Fladen entweder mit Milch oder Marmelade gut bestreichen und dann mit einer ordentlichen Portion Streusel bestreuen. Zugedeckt weitere 15 Minuten gehen lassen. Den Backofen in der Zeit auf 180°C (Umluft) vorheizen. Die Streuseltaler darin 15-20 Minuten backen. Am besten noch warm mit Puderzucker bestreuen und aufessen! In einem Gefrierbeutel oder einer verschlossenen Dose kann man sie auch am nächsten Tag noch essen, aber frisch sind sie am allerbesten!

Streuseltaler3Falls ihr mal einen bestimmten Wunsch habt, welchen alten Klassiker ich in dieser Reihe vorstellen  könnte, dann lasst mir gern einen Kommentar da. Ich bin immer auf der Suche nach Inspiration!

Carina ❤

{Five a month} Mediterrane Schnecken

Herzhafte Schnecken2

Es geht wieder los, am 25. ist „Five a month“-Zeit! Dieses mal ist ein wenig besonders, denn sonst gibt es von uns fünf Mädels jeden Monat Süßes zu sehen. Heute ist allerdings komplett den herzhaften Leckereien gewidmet. Deswegen waren die vorgegebenen Zutaten Käse, Tomate, Lauchzwiebeln und Knoblauch. Das ist schon einmal eine vielversprechende Kombi, wie ich fand. Ihr wundert euch nun vielleicht, warum dieses Mal nur vier Zutaten vorgegeben waren. Die liebe Rebecca hat eine Runde ausgesetzt, und zwar aus gutem Grund. Sie ist den ganzen Januar in Neuseeland unterwegs – Neid!! Ich hoffe, es gibt davon später noch ein paar Bilder zu sehen und verstehe vollkommen, dass dafür unsere kleine Bäckerei-Challenge einmal zurückstecken muss.

Herzhafte Schnecken

Wie gesagt, die Zutatenkombi hat dieses Mal viel Spielraum gelassen. Am Ende bin ich bei herzhaften Hefeschnecken gelandet, lecker! Sie sind mediterran gefüllt mit einer Tomatenpaste. Wir haben sie an einem faulen Wochenendtag warm aus dem Ofen mit einem schönen Salat genossen. Als leichtes Essen kann ich sie deswegen weiterempfehlen – lecker!

Herhafte Schnecken3

Hefeteig geht bei mir irgendwie immer, ich finde, das hat etwas meditatives. Und ich freue mich jedes Mal, wenn er wächst – auch wenn ich zum Glück noch nie zu denen gehört habe, die mit Hefeteig auf Kriegsfuß waren. Und eine Schneckenform macht doch jedes Gebäck noch ein bisschen hübscher, oder? Man könnte diese Schnecken sicher auch in Zupfbrot- oder anderer Form backen, aber nun ja…Schnecken fetzen.

Herhafte Schnecken4

Für eine Springform (20-24cm): 

250ml lauwarmes Wasser
1/2 Tütchen Trockenhefe
2 EL Olivenöl
1 Prs. Zucker
350g Mehl
(bei mir: 280g Weizen- und 70g Weizenvollkornmehl)
1 TL Salz
je 1 TL Oregano und Basilikum

30g ger. Parmesan
1/2 Bund Lauchzwiebeln
1 Knoblauchzehe
5 getr. Tomatenfilets in Öl
80g Feta
2 EL Creme fraiche
Salz, Pfeffer

Die Hefe in das lauwarme Wasser leicht einrühren, Öl und Zucker dazugeben und 5 Minuten stehen lassen. Das Mehl mit Salz und Gewürzen in einer großen Schüssel vermischen. Die Hefemischung darunter kneten, bis ein homogener Teig entsteht. Dann den Teig an einem warmen Ort abgedeckt ca. 1 Stunde gehen lassen. Ich habe ihn bei 40°C im Backofen stehen lassen.

Derweil die Tomatenfilets kurz abtropfen, in grobe Würfel schneiden und mit Feta und Creme fraiche in einen Multizerkleinerer geben. Die Knoblauchzehe dazupressen und alles zu einer Creme zerkleinern. Den geriebenen Parmesan und die in Ringe geschnittenen Lauchzwiebeln unterrühren. Die Creme sollte die Konsistenz eines Kräuterquarks haben und gut streichbar sein. Falls sie zu fest wird, sollte ein kleiner Schuss Milch oder 1 EL Joghurt die gewünschte Konsistenz herbeiführen.

Den Hefeteig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem großen Rechteck von ca. 1cm Dicke ausrollen. Das Rechteck komplett mit der Tomatenpaste bestreichen und dann mit Salz, Pfeffer, Oregano und Basilikum (oder was euch sonst noch gefällt) würzen. Das Rechteck auf der schmaleren Seite in 8 etwa gleich breite Streifen schneiden. Die Sprinform mit etwas Olivenöl auspinseln. Jeden Streifen zu einer Schnecke aufrollen und die Schnecken mit ein wenig Abstand in die Form setzen. Die Abstände sind kein Problem, da der Teig noch gehen soll. Dann die Form mit einem Geschirrhandtuch abdecken und wiederum ca. 30-45 Min an einem warmen Ort gehen lassen. Danach bei 175°C ca. 30-35 Min. backen, bis die Schnecken zart gebräunt sind. Am besten noch warm aufessen.

Herzhafte Schnecken1

Ich bin schon ganz gespannt, was die anderen Mädels aus diesem tollen Thema gemacht haben! Klickt doch auch mal zu Julia, Laura und Tanja rüber!

Lasst es euch schmecken!

Carina ❤

FiveamonthNew

Nussige Zimtschnecken – Kanelknuter

Zimtschnecken mit Nüssen2

Cheerio, ihr Schneckchen! Was ist das absolut Beste am Herbst? Richtig! Wir dürfen endlich überall wieder Zimt reinknallen, wie wir lustig sind. Hab ich zwar auch den Rest des Jahres gemacht, ABER jetzt ist das auch wieder allgemein anerkannt und akzeptiert. Nicht, dass ich diese kleinen Schätzchen im Hochsommer nicht auch allein gegessen hätte, wenn sich jemand über die Gewürze beschwert hätte. Aber auch ich, die Zimt immer und in allen isst, muss zugeben: Jetzt, wo der Wind pfeift, es immer nieselt und man die Jacke zuzieht, kommen Zimtschnecken, äh, Kanelknuter einfach nochmal besser.

Zimtschnecken mit Nüssen3

Ich genieße neben Zimtgebäck auch gerade meinen Urlaub im hohen Norden in vollen Zügen. Da wird geschlemmt, nach Herzenlust eingekauft, ins Kino gegangen, und am Wochenende, da geht es nach….BERLIN! Juchu! Berlin, mein Herz. Ick hör dir trapsen. Aaalso, erwarte am WE nicht allzu viel von mir…ich bin nämlich weg und im Großstadttrubel versunken. Dafür habe ich aber auch noch eine gute kleine Liste, was ich mit meiner vielen freien Zeit im Urlaub in Form von Rezepten anstellen werde. Da sind richtige Leckerbissen drauf, und du bekommst sicher auch das eine oder andere bald zu sehen. Mhmmm….wenn ich dran denke, möchte ich gleich weitermachen.

Nussige Zimtschnecken1

Das Nachbacken der Kanelknuter empfehle ich auf jeden Fall ganz dringend (es sei denn, du hast eine Nuss-Allergie). Sie sind nach der Geh-Phase schnell gemacht, weich, gleichzeitig durch die Nüsse knusprig. Zimt und Kardamom machen genau das richtige Herbstgefühl. Und etwas Marzipan ist wenig aufdringlich, verleiht den Schneckchen aber das gewisse Etwas. Die Nüsse könnt ihr variieren, im Originalrezept aus einer Lecker Bakery Ausgabe aus dem letzten Jahr (habe gerade vergessen, welche; es ist eine Schweden-Serie drin) werden nur Haselnüsse verwendet. Ich bin aber dauerverschossen in Walnüsse, und ein paar Mandeln mussten auch noch rein. Mach es also einfach, wie es dir am besten schmeckt.

Zimtschnecken mit Nüssen4

Für ca. 12 Kanelknuter:

200ml Milch
1/2 Würfel frische Hefe
400g Mehl
75g Zucker
Salz
1 Ei
75g weiche Butter

50g Butter
75g Zucker
1 1/2 TL Zimtpulver
100g gemischte Nüsse
(Haselnüsse, Walnüsse, Mandeln)
100g Marzipanrohmasse

Die Hefe in die lauwarme Milch bröckeln, verrühren und auflösen lassen. Alle anderen Zutaten außer der Butter in eine Schüssel geben und die Hefemilch dazugeben. Alles gut verkneten. Die weiche Butter nach und nach ebenfalls unterkneten. Es sollte sich ein geschmeidiger, homogener Teig formen. 40-60 Minuten gehen lassen.

Den Ofen auf 175°C vorheizen. Die Butter schmelzen. Die Nüsse (bei mir eine Mischung aus Mandeln, Walnüssen und Haselnüssen) hacken und den Zucker und Zimt in einem Schälchen vermischen. Marzipanrohmasse raspeln. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck ausrollen und mit der Hälfte der Butter bestreichen. Marzipan, dann Nüsse und Zimtzucker darüberstreuen. Von beiden kurzen Seiten zur Mitte klappen, etwas andrücken und in 12 Streifen schneiden. Jeden Streifen nun zu einer Schnecke oder nach Belieben zu einem Knoten einrollen. Auf ein Backblech setzen, jede Schnecke mit etwas Butter bestreichen und mit weiteren Nüssen und Rest Zimtzucker bestreuen. Noch einmal zugedeckt 10 Min. gehen lassen und dann im vorgeheizten Backofen 15 Min. backen. Auch, wenn die Schnecken dann noch recht hell sind, auf keinen Fall mehr als wenige Minuten länger backen. Sonst werden sie schnell trocken.

Zimtschnecken mit Nüssen5

Ich bin dann mal wieder in der Küche – Happy schwedische Fika! ❤

{Rezension} Ein richtig leckeres Nussbrot und das allerbeste Brotbackbuch

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Ich habe vor etwa einem Jahr angefangen, mit dem Brotbacken zu experimentieren. Mittlerweile macht mir das richtig viel Spaß, auch wenn lange nicht immer alles gelingt. Was mir noch fehlte, war ein richtig gutes Backbuch mit Brotrezepten. Die Anforderungen waren: Brote, die bodenständig und in nicht allzu langer Zeit umzusetzen sind. Für die man nicht jedes Mal fancy Zutaten einkaufen muss. Und die trotzdem zumindest ansatzweise mit einem Brot vom Bäcker vergleichbar ist. Ich weiß, das ist ziemlich anspruchsvoll, aber wer will denn weniger leckeres Brot?

Da ich ein solches Backbuch jetzt gefunden habe, wollte ich es unbedingt mit euch teilen. Aus „Brot genießen“ von Oliver Brachat und Tobias Rauschenberger habe ich jetzt schon eine größere Anzahl Rezepte ausprobiert, einige Brote habe ich auch schon mehrmals gebacken. Und bisher bin ich total begeistert. Besonders hat es mir das Nussbrot angetan, denn Nussbrot liebe ich schon immer. Deswegen gibt es für euch heute eine Rezension eines wirklich tollen Allround-Brotbackbuchs, ein oberleckeres Brot und auch noch ein Aufstrich, den ich mir dazu habe einfallen lassen. Klingt gut, oder?

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Zunächst einmal zum Buch. Es ist im Hölker Verlag erschienen und mit 19,95 € finde ich es auch preislich total in Ordnung. Es beginnt mit einigen grundsätzlichen Informationen und Tipps der Autoren zur Ausstattung, zu den wichtigsten Zutaten und zum Ziehen und Falten, Sauerteig und so weiter. Anschließend gibt es drei thematische Kapitel:

Herzhafter Genuss mit allerlei tollen Broten vom klassischen Roggenbrot über San Francisco Sourdough, Kürbisbrot und Baguette. Am Ende gibt es noch Rezepte für herzhafte Aufstriche.

Süßer Genuss mit zum Beispiel Sonntagsstuten, Schokobaguettes, Müslistangen oder Kalifornischem Pflaumenbrot. Am Ende gibt es noch ein paar süße Aufstriche.

Besonderer Genuss mit etwas außergewöhnlicheren Rezepten rund ums Brot, wie etwa einen Dinkelring mit Bärlauchbutter, Toastbrot aus der Dose, Hefeschnecken mit Olivencreme oder Grissini.

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Ich habe aus dem Buch schon folgende Rezepte ausprobiert: das Sauerteig-Grundrezept, Schwarzwälder Bauernbrot, Französisches Landbrot, San Francisco Sourdough Bread, Nussbrot Ciabatta, Italienisches Landbrot, Auberginencreme, Focaccia, Grissini aus Sauerteig, Bierstangen. Wie ihr seht, habe ich mich hauptsächlich bei den klassischen Broten ausgetobt, weil ich das Buch dafür ja gekauft habe. Aber die süßen und besonderen Rezepte reizen mich auch noch sehr. Insgesamt hat mich selten ein Buch insgesamt so überzeugt und selten wollte ich so viele Rezepte aus einem Buch ausprobieren. Einzig die Bierstangen haben mich nicht so richtig überzeugt – sie haben geschmeckt, aber die Konsistenz war etwas bröselig. Die Brote waren allesamt super in Konsistenz und Kruste. Die Rezepte sind in der Umsetzung meist recht unkompliziert und verzeihen es auch, wenn man die Gehzeit eventuell mal verkürzt (weil man so ungeduldig auf frisches Brot wartet…).

Nussbrot

Und hier sind noch ein paar kleine Eindrücke aus dem Buch. Ich finde auch die Aufmachung insgesamt wunderbar. Man merkt, dass die Autoren wirklich gern tun, worüber sie da schreiben und alles mit viel Liebe ausgewählt haben. Die Bilder sind toll und rücken trotzdem nur das Wichtige, das Brot, in den Fokus. Außerdem ist in diesem Buch keine Spur von dem Über-Styling der Foto-Objekte, das man aus manchen Werken kennt. So, wie die Brote auf den Fotos abgebildet sind, werden sie mit einem kleinen bisschen Muße und Übung auch bei jedem Hobbybäcker.

Achja, hätte ich fast vergessen: Sie schmecken!! Es geht einfach nichts über ein frisch gebackenes Brot. Nussbrot7

Für 2 kleinere Nussbrote: 

300g Weizenvollkornmehl
200g Weizenmehl (Type 405)
10g Salz
10g Frischhefe
350ml lauwarmes Wasser
75g gehackte Haselnüsse
75g gehackte Walnüsse
50g Rosinen (wer mag)
1 TL Honig

Beide Mehle uns Salz vermischen. Die Hefe in dem lauwarmem Wasser auflösen, zum Mehl geben und zu einem glatten Teig verkneten. Die anderen Zutaten dazugeben und nochmals verkneten. Alles bei Zimmertemperatur eine Stunde ruhen lassen. Danach auf einer bemehlten Arbeitsfläche in zwei Portionen teilen. Jeweils zu einem runden Laib wirken und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Nochmals ca. 40 Min. gehen lassen. In dieser Zeit sollte sich das Volumen fast verdoppeln.

Den Backofen auf 230°C vorheizen und ein feuerfestes Gefäß mit Wasser auf den Boden des Ofens stellen. Für 10 Minuten die Brote auf dieser Stufe backen. Dann die Temperatur auf 210°C senken und die Brote noch 25 Minuten zuende backen. Aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen.

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Für ein Schälchen Möhren-Feta-Creme:

200g Möhren
1 Knoblauchzehe
Kräuter, Salz und Pfeffer
100g Feta
etwas Olivenöl

Die Möhren schälen und dabei den Ofen auf 160°C vorheizen. Die Möhren in etwas kleinere Stücken schneiden und auf ein Backblech mit Backpapier verteilen. Die Knoblauchzehe schälen, grob hacken und mit aufs Blech geben. Mit Salz, Pfeffer und Kräutern (zum Beispiel Rosmarin und Thymian) würzen und ca. 20 Min. im Ofen weich rösten. Anschließend etwas abkühlen lassen. Mit dem Stabmixer oder im Multizerkleinerer alles zusammen mit dem Feta und dem Olivenöl fein pürieren. Auf frischem Brot genießen.

Nussbrot5

Kennst du noch ein richtig gutes Brotbackbuch? Dann immer raus damit ! 🙂

{Hey Schneckchen!} Kirsch-Ricotta-Schnecken

Kischschnecken2

Es ist endlich Kirschenzeit! Viele Lebensmittel bekommen wir hier in unserem neuen Heimatland gar nicht oder nur in minderer Qualität. Aaaaaber Kirschen! Die sind hier mindestens genauso lecker wie frisch gepflückt vom deutschen Biohof, wenn nicht sogar besser. Sogar der Liebste, der in Deutschland Kirschen nicht wirklich mochte (zuviel Lutsch-Kau-Aufwand für zuwenig Nahrhaftes) isst sie hier mit Begeisterung. Klar, dass ich sofort etwas damit machen musste. Übrigens wird es auch nicht bei einem Rezept mit Kirschen bleiben. Meine Kreativität, das alberne Stück, hat bei einer Kirschschnecke und Kaffee plötzlich Purzelbäume geschlagen.

Kischschnecken4

Diese Schnecken sind nicht zuletzt deswegen entstanden, weil ich sofort etwas mit meiner wunderschönen neuen Greengate Pünktchen-Ofenform machen musste. Ich bin schwer verliebt ❤

Kischschnecken3

Außerdem hatte ich riesige Lust auf Hefeschnecken. Diese hier sind ganz weich und leicht. Der Teig schmeckt fast wie Milchbrötchen. Deswegen würden sie sich zu einem süßen Frühstück ganz hervorragend machen. Aber auch als Kuchenersatz sind sie eine Wucht. Der Ricotta und die Kirschen als Füllung sind eine ziemlich spontane Eingebung gewesen, die sich gelohnt hat! Und dann auch noch weiße Schokolade als Topping…

Kirschschnecken6

Kischschnecken1

Für eine kleine Ofenform/ 9 Schnecken:

290g Mehl
30g Zucker
1 Prs. Salz
5g Trockenhefe
140ml lauwarme Milch
70g Butter
3-4 Tropfen Vanilleextrakt
50g Mandeln (ansonsten durch Mehl ersetzen)
120g Kirschen
70g Ricotta
70g weiße Schokolade

Kirschschnecken

Mehl, Mandeln, Trockenhefe, Salz und Zucker gut vermischen. Die weiche Butter, das Vanillearoma und die lauwarme Milch hinzugeben und alles gut vermischen. An einem warmen Ort abgedeckt für 45 Min. gehen lassen. Dann auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche vorsichtig zu einem Rechteck rollen oder zupfen. Das Rechteck großzügig mit Ricotta bestreichen und mit entsteinten und gehälfteten Kirschen belegen. Anschließend den Teig von der langen Seite aufrollen und die Rolle mit einem scharfen Messer zu neun etwa gleich dicken Schnecken zerschneiden. Die Ofenform mit Butter oder Öl bepinseln und die Schnecken hineinsetzen. Erneut abgedeckt 30 Min. ziehen lassen. Dann im vorgeheizten Backofen bei 190°C ca. 30 Min. backen.

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Wenn die Schnecken vollständig ausgekühlt sind, die Schokolade über den Wasserbad schmelzen. Mit einem Teelöffel oder dem Spritzbeutel unregelmäßige Schlieren über die Schnecken ziehen. Aushärten lassen, fertig!

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Ofenform: Greengate
Handtuch: Ikea
Schere: Dawanda Vintage

Ich back’s mir im Juni: Omas Butterkuchen

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Eigentlich sollte ja diese Woche der zweite Dänemark-Beitrag folgen. Dann habe ich es wegen des Lebens 1.0 nicht geschafft, alle Bilder zu bearbeiten. Und plötzlich merke ich gestern Abend auf der Couch: Morgen ist schon wieder Claretti-Zeit mit „Ich back’s mir!“ Dieses fröhliche Virtuell-Miteinander-Backen habe ich schon richtig lieb gewonnen und klicke mich immer mit Begeisterung durch das Pinterest Board. Heute zeige ich euch zum Thema Familienrezepte den Klassiker überhaupt: Jeder kennt Butterkuchen!

Ein leckerer, zuckriger Butterkuchen war bei uns auf der Kaffeetafel früher einfach der treuste Begleiter. Meine Oma hatte eigentlich immer einen da. Auch, wenn es zu Geburtstagen mal eine Torte gab, durfte er nicht fehlen. Besonders wir Kinder, die damals noch recht krüsch waren, wie man in Norddeutschland sagt, haben ihn gern gegessen. „Krüsch“ heißt nichts anderes, als das wir sehr mäkelig und wählerisch waren, was das Essen betraf. Mein Bruder und ich mochten eigentlich überhaupt keine Früchte im Kuchen (Heute kann ich das überhaupt nicht mehr nachvollziehen!) und wie Kinder so sind, war Neues eher eine Grauzone. Das hat sich zum Glück geändert.

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Als Teenie war Butterkuchen dann eher out. Zu oft gegessen, zu wenig cool. Da musste schon etwas Außergewöhnlicheres her, um Begeisterungsstürme auszulösen.

Als nun erwachsene Bäckerin aus Leidenschaft muss ich sagen: Der Butterkuchen hat definitiv wieder an Sympathie gewonnen und ich kann gar nicht fassen, dass ich ihn jetzt erst das erste Mal gebacken habe! Er gehört nicht zur hohen Kunst, aber ist eben wunderbar: bodenständig, butterig-süß, rustikal und voller Erinnerungen. Und Hefegebäck liebe ich sowieso in allen Formen!

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Was sich auch geändert hat: Heute lade ich meine Oma zu Kaffee und Kuchen ein. Und sie genießt es! Mit selbstgebackenem Kuchen kann ich ihr immer eine Freude machen.

Übrigens habe ich euch auch schon andere Familienrezepte gezeigt, weswegen ich dieses Mal erst überlegen musste, was ich backen könnte. Die üblichen Verdächtigen findet ihr nämlich bereist auf dem Blog: Beste Eierlikörtorte und Haferflockenkuchen.

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500g des Mehls in eine Schüssel geben. Die Trockenhefe, 1 TL Zucker und das Salz unterrühren, dann mit der lauwarmen Milch verkneten. Den restlichen Zucker, die weiche Butter in Flöckchen, das Ei und die Zitronenschale dazugeben. Alles gut verkneten und abgedeckt an einem warmen Ort 45 Min. gehen lassen. Danach den Teig mit dem restlichen Mehl noch einmal kräftig durchkneten, ausrollen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Noch einmal 10 Min. zugedeckt gehen lassen. Den Backofen auf 180°C vorheizen.

Nach dem Gehen mit dem Finger in die Teigoberfläche kleine Mulden drücken und jeweils mit einem Flöckchen Butter füllen. Dann die Mandelstifte auf dem Teig verteilen. Anschließend mit dem Zucker-Vanillezuckergemisch bestreuen.Auf der mittleren Schiebe ca. 20-25 Min. backen. Danach herausnehmen und mit einem Holzspießchen gleichmäßig überall einstechen. Am Ende 100ml Sahne über den Kuchen gießen, wenn gewünscht (dann kann der Kuchen erst nach ca. 1 Stunde verzehrt werden).

Butterkuchen1

Lasst es euch schmecken! Mein Butterkuchen kam beim letzten Public Viewing auf jeden Fall super an. So einiger hat sich da an seine Kindheit erinnert. Und lustigerweise hat Claretti auch einen Butterkuchen gebacken…

 

Herzhaftes Pesto-Zopfbrot mit Schinken

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Die Grillsaison hat angefangen! Habt ihr schon angegrillt? Ich nicht, aber ich freue mich schon sehr darauf. Wer kann Grillen schon nicht mögen? Immerhin kann man eigentlich alles Erdenkliche grillen, sodass für jeden etwas dabei ist: Fleisch, Fisch, Früchte, Gemüse, einfach alles. Ich mag es, wenn der Tisch bunt ist und es knackige Salate, gutes Brot, leckere Dips und am besten noch sommerliche Drinks dazu gibt.

Pesto3

Mit dem richtigen Brot versorge ich euch heute. Eigentlich hatte ich nur so lange mal vor, Pesto-Brot zu backen. Ich hatte schon mehrere Rezepte dafür irgendwann einmal gesehen und hatte die Idee seitdem im Kopf. Dann habe ich sie endlich einmal nach meinen eigenen Vorstellungen umgesetzt. Das Brot hat total super geschmeckt und wir haben es einfach zu einem kleinen Abendbrot dazugegessen. Dass es sich perfekt zum Grillen eignet, ist mir danach erst eingefallen. Ebensogut ist es aber als Snack mit etwas Butter und Salz, mhhhhm! Bei uns gibt es das auf jeden Fall bald wieder.

Pesto2

Das Brot ist weich und durch das Pesto und den Speck sehr würzig. Außerdem liebe ich ja Hefebrot, hatte ich das schon mal erwähnt? 😉

Übrigens gibt es hier auch bald den perfekten Sommer-Drink zu sehen, den ich auch für die nächste Grillparty einplane. Juchuuu, es wird endlich Sommer! ❤ Zumindest ist er langsam nicht mehr so weit entfernt, und man kann schon Pläne schmieden und sich darauf freuen.

Pesto

Für einen großen Zopf:

350g Weizenmehl
150g Weizenvollkornmehl
1 TL Honig
1/2 TL Salz
1 Pck. Trockenhefe
100g Schinkenwürfel
1/2 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
300ml lauwarmes Wasser
40g weiche Butter
1/2 Glas Pesto (oder mehr)
etwas Mehl zum Bestäuben

Pesto1

Das Mehl in einer Schüssel mit der Trockenhefe und dem Salz mischen. Das lauwarme Wasser, den Honig und die Butter dazugeben und mit der Küchenmaschine zu einem glatten Teig verkneten. In eine geölte Schüssel setzen, mit etwas Mehl bestäuben und mit einem feuchten Küchenhandtuch bedeckt ca. 60 Minuten gehen lassen.

Das Pesto mit der gepressten Knoblauchzehe, der gehackten Zwiebel und den Schinkenwürfeln verrühren. Den Teig in drei dicke Stränge teilen und jeden Strang zunächst etwas platt drücken. Der Länge nach etwas von der Pesto-Mischung daraufgeben und die Stränge damit in der Mitte zu Würsten rollen. Nun alle drei an einem Ende verbinden und anfangen, darauf vorsichtig einen dicken Zopf zu flechten. Es macht nichts, wenn dabei etwas Pesto zutage tritt. Den Zopf mit etwas Mehl bestäuben und zugedeckt nochmal 30 Minuten gehen lassen.

Im vorgeheizten Backofen den Zopf bei 190°C ca. 35-40 Minuten backen.

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Frühstücksfein: Saftiges Hefebrot mit Mandeln und Kardamom

Hefebrot1

Wenn ihr es nicht schon längst bemerkt habt, oute ich mich hiermit als Frühstücksjunkie. Ich liebe es einfach, am Wochenende im Schlafanzug in die Küche zu schlurfen, die Kaffeemaschine anzuschmeißen und ein leckeres Frühstück zu zaubern. Dann mit dem Liebsten ganz gemütlich zu essen und wachzuwerden ist einfach der absolut beste Teil des ganzen Wochenendes. Dafür mache ich auch gern mal ein bisschen mehr Aufwand. Zum Beispiel mache ich mir am Wochenende neuerdings gern einen Cappuccino, weil wir einen tollen neuen Milchschäumer haben, der den perfekten Milchschaum zaubert. Ich trinke Kaffee eigentlich immer schwarz, aber da werde ich trotzdem schwach. Manchmal mache ich dem Liebsten auch sein Lieblingsfrühstück, gebackene Bananen. Was aber auf jeden Fall nicht fehlen darf: Ein tolles Brot oder gute Brötchen. In unserem neuen Heimatland ist das nicht einfach zu bekommen. Deswegen backe ich meistens schon am Vorteig selbst, damit es zum Frühstück gutes Brot gibt.

Hefebrot4

Dieses Brot gab es am letzten Wochenende, und es war ein absoluter Volltreffer. Es ist wohl das beste Frühstücksbrot, dass ich bisher gebacken habe, und ich bin in diesem Punkt sehr kritisch. Es ist fluffig, locker und saftig, mit einem Hauch von Kardamom und Zimt. Es riecht nach Ferien in Schweden, in einem roten Holzhaus mit Kamin. Ja, ich weiß: Total Klischeehaft. Aber ich bin eben schon wieder urlaubsreif, und man wird ja noch träumen dürfen 😉

Hefebrot

Den Kardamom kann man natürlich auch weglassen, wenn man ihn nicht mag. Aber er macht dieses Brot einfach perfekt. Es wird auch ein Apfel in den Teig gerieben, das macht das Brot später so saftig. Schmecken tut man ihn ansonsten nicht. Aber verzichtet nicht darauf. So bleibt das Brot auch einige Tage lang weich und saftig. Ich esse mein Brot am liebsten mit etwas Himbeermarmelade…hmmm!

Hefebrot2

Für 1 Kastenform:

20g gemahlene Mandeln
1 kleiner Apfel (nicht zu sauer)
1 Ei
300g Weizenmehl
130ml Sahne
70ml Milch
70ml lauwarmes Wasser
1/2 TL Zimt
1 Kapsel Kardamom, gemahlen
1 EL Honig
1 Pck Trockenhefe
50g flüssige Butter
1 Prise Salz
1 TL Zitronenabrieb
1 Handvoll gehobelte Mandeln

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Mehl, Mandeln, Salz und Trockenhefe in einer Schüssel gut vermischen. Das Ei trennen und das Eiweiß steif schlagen. Sahne, Milch und Wasser lauwarm erwärmen (z.B. in der Microwelle) und mit Honig, flüssiger Butter, gemahlenem Kardamom und Zimt mischen. Die Flüssigkeit zu der Mehl-Mischung geben. Den Apfel schälen, vierteln und in den Teig raspeln. Alles zu einer glatten Masse verarbeiten. Dann das Eiweiß vorsichtig darunterheben. Den Teif in eine gefette Kastenform geben und ca. 1 Stunde zugedeckt gehen lassen.

Den Backofen auf 190 °C vorheizen. Das Eigelb mit einem Esslöffel Wasser vermischen und das Brot damit bestreichen. Mit den gehobelten Mandeln bestreuen und ca. 35 Minuten backen.

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Happy Breakfasting! 😉

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Frühstücksfreuden: Mein liebstes Crunchy Müsli und Schokohörnchen

Frühstück2Seit der Mann beschlossen hat, gesünder zu essen, haben wir einen unglaublichen Müsli-Verbrauch. Er macht das auch wirklich durchdacht: Abends schnürt er sich ein Päckchen aus Magerjoghurt, Apfelschnitzen und Müsli und lässt es über Nacht im Kühlschrank stehen. Morgens hat er dann keinen Stress und außerdem noch leckeres, durchgezogenes, gesundes Müsli. Ich bin dazu nicht organisiert genug, ich mache das immer morgens. Aber auch ich esse gern Müsli und finde es besonders im Büro praktisch.

Dass ich es selbst mache, ist aber neu. Vor allem, weil der Verbrauch gestiegen ist, ist das günstig und man weiß genau, was drin ist. Ich habe nämlich, wie auch bei anderen Dingen, eine sehr genaue Vorstellung davon, wie mein Müsli aussehen soll: Auf keinen Fall mit Rosinen, aber gern mit etwas Fruchtigem, nicht zu süß, aber auch nicht dröge, crunchy, aber ohne riesige klebende Brocken, möglichst ohne Zusatzstoffe, aber mit verschiedenen Sorten Haferflocken oder Getreide…

Diese Vorstellung ist eigentlich unmöglich im Supermarkt zu finden und so mache ich bei gekauften Müsli oft Kompromisse, auch wenn ich die eine oder andere Sorte gern esse. Deswegen bin ich jetzt ziemlich begeistert vom Müsli selbermachen. Ich habe dafür im Internet nach Grundrezepten gesucht, die ich nach meinem Geschmack ergänzen kann, und habe aus dieser Recherche und meinen eigenen Ideen die beste Kombination gezaubert. Und es ist soooo lecker! Der Mann war zunächst misstrauisch, hatte aber keine Alternative, als zu probieren. Und seitdem isst er es jeden Morgen gern und ist zufrieden, es sei denn, der Vorrat ist mal wieder aufgebraucht. Aber: Es geht ja ganz schnell, ich mach dir noch ein Blech, Schatz 🙂

Müsli

Mein Lieblingsmüsli (1 Blech):

ca. 150g zarte Haferflocken
100g kernige Haferflocken
4 EL flüssiger Honig
4 EL Apfelmus
evtl. 1 TL Pflanzenöl (optional)
1 TL Zimt
2 EL Kokosraspel
1 Handvoll gehackte Walnüsse
ein paar gehackte Cashews
30g gehackte Haselnüsse
30g gehackte Mandeln
Trockenfrüchte nach Wahl (ich mochte es sehr gern mit einer Snack-Mischung Kokosschnitze und Mango aus dem Bio-Regal im Supermarkt)
1 TL Vanilleextrakt
1 Msp. Salz

Alle Zutaten mischen und auf ein Bleck kippen, sodass die Masse gleichmäßig verteilt ist. Im vorgeheizten Ofen bei 160°C backen, bis es goldbraun wird. Beim Rausnehmen sollte es noch nicht komplett knusprig sein, dass passiert beim Auskühlen. Dazu das Blech einfach eine halbe Stunde stehen lassen. Anschließend alles in mundgerechte Stücke brechen und in einen luftdichten Behälter verschließen. Mit Milch, Joghurt, Saft, Früchten oder wie ihr es am liebsten mögt servieren.

FrühstückAls letztes Rezept, dass ich noch von meinem Brunch nachliefern wollte, kommen diese Schoko-Hörnchen. Hörnchen schreiben für mich förmlich: SONNTAGSFRÜHSTÜCK! Muss wohl an den Kindheitserinnerungen an Familiefrühstücke liegen, wenn mein Papa uns Kindern Hörnchen mitgebracht hat. Kennt ihr dieses tolle Sonntagsfrühstück-Gefühl auch?

Das Rezept  ist von hier inspiriert, habe es allerdings an meine Vorräte angepasst.

HörnchenFür ca. 20 kleine Hörnchen:

375g Weizenmehl
1 Pck. Trockenhefe
125 ml Milch
1 Ei
1 Prs. Salz
80g Zucker
50g weiche Butter
3 EL Schokoraspel oder Nussnougat-Creme
 

Das Mehl in eine Rührschüssel geben und mit der Trockenhefe mischen. Die warme Milch zugeben und verkneten. Dann das Ei trennen und Eiweiß zum Teig geben. Eigelb zunächst beiseite stellen. Salz, Zucker und Butter ebenfalls dazugeben und alles ca. 2 Minuten zu einem glatten Teig verarbeiten. Das Eigelb mit einem EL Milch vermischen. Den Teig halbieren und auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu dünnen Platten ausrollen. Diese halbieren, vierteln und die Viertel noch einmal teilen, sodass ihr kleine „Tortenstücke“ erhaltet. Auf diese erst ein bisschen Eigelb-Milch und dann etwas Schokolade geben und von der langen Seite zur Spitze zum Hörnchen rollen und etwas rund in Form drücken. Auf ein Blech setzen und nach Belieben noch einmal mit Eigelb bestreichen. Ohne sieht auch schön aus, weil dann eine dünne Mehlschicht bleibt.

Im vorgeheizten Ofen bei 180°C ca. 15 Minuten backen, bis sie duften und goldbraun werden.

Ich fand die Hörnchen in Milch, Marmelade oder Nutella gedippt sehr lecker. Ohne alles waren sie einen Tick zu trocken. Deswegen würde ich das nächste Mal anstatt Raspelschokolade wohl Nussnougat-Creme zum Füllen nehmen. Auch wenn die Raspel sehr hübsch aussehen. Auf jeden Fall ist das etwas ganz Besonderes, wenn es selbstgemacht ist…perfekt für ein ausgedehntes Frühstück mit dem Liebsten oder den Freundinnen. Ja…ich weiß…ich liebe Frühstück. Hättet ihr nicht gedacht, oder? Hach…bald ist wieder Wochenende.