{Weihnachtsbäckerei mal anders} Marzipanwaffeln

Marzipanwaffeln

Ihr Lieben, habt ihr schon mal an einem Running Dinner teilgenommen? Für mich war es letzte Woche das erste Mal, als ich bei einem von der Uni veranstalteten Event mitgemacht habe. Das funktionierte so: Mit einer Kochpartnerin/ Freundin wurde sich per Mail angemeldet. Dabei mussten wir uns bereits ein Land aussuchen, zu dem wir kochen wollten (geht natürlich auch mit einem anderen Motto als Ländern). Einige Tage später kam die Mail von den Organisatoren, die uns die Vorspeise zuwies. Weiter wussten wir nur, wo wir Hauptgericht und Nachspeise einnehmen sollten. Denn jeder Gang fand in einer anderen Wohnung zu einer anderen Länderküche und mit anderen Menschen statt. So verköstigten wir erst einmal ein paar Bachelorstudenten bei mir Zuhause mit persischen Mezze, traditionell auf Kissen und Decken sitzend und gesüßten Schwarztee schlürfend. Das war so eine nette Gesprächsrunde, dass ich liebend gern noch sitzen geblieben wäre. (Außerdem fand ich es ziemlich cool, vorher nicht zu wissen, wer gleich klingelt und bei mir isst!)

Marzipanwaffeln 1

Marzipanwaffeln 2

Wir mussten dann aber bald alle rauskehren, die Tellerberge blieben stehen. Denn es ging quer durch die Stadt, wir aßen bei ein paar Jahrgangs-älteren Masterstudenten einen syrischen Hauptgang. In den Linseneintopf hätte ich mich reinlegen können. Dann ging es, schon etwas rollend weil gesättigt, auf in den nächsten Stadtteil zum französischen Dessert (Schokoladentarte). Und danach war ich zu nichts mehr zu gebrauchen. So gut gegessen, so viele tolle Gespräche, aber auch so viel an einem Abend durch Dresden gereist. Was für ein schöner Abend!

Ihr seht, so ein Running Dinner kann ich euch nur empfehlen. Das gibt es ja schließlich nicht nur an der Uni. Einfach mal die Augen offen halten.

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Tja, und wo wir gerade bei gutem Essen waren: Ich habe mal wieder Waffeln gebacken. Das ist bei mir mittlerweile schon fast zur Sucht geworden. Ich liebe einfach diese Waffeln aus dem belgischen Eisen, außen knusprig und innen weich. Besonders zum Wochenende-Frühstück hab ich sie gern, aber natürlich würde ich sie auch nachmittags nicht vom Teller schubsen. Es müssen ja in der Vorweihnachtszeit nicht immer Plätzchen sein. So ein paar heiße Waffeln mit Apfelkompott und Puderzucker sind auch was ganz Feines!

Hier findet ihr übrigens bereits meine allerliebsten

Joghurt-Zimt-Waffeln

und meine Carrot Cake Waffeln.

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In diesem Rezept ist das Marzipan der Star. Nicht jeder Bissen in die saftige Waffel landet bei den Marzipanstücken, aber dann ist da wieder ein Bissen in die weiche Mandelmasse. Hmmm! Die Buttermilch macht die Waffeln im Inneren dieses Mal besonders saftig und weich. Dabei hilft auch das Natron.

Mein Trick: Ich mache auch für den Liebsten und mich immer sehr viele Waffeln. Viel zu viele. Die wandern dann in einem Gefrierbeutel in die Truhe und werden nach Lust und Laune schnell 2 Minuten im Toaster aufgetaut, wenn mir nach Waffeln ist. Meistens bleiben nicht lange welche eingefroren. Meiner Erfahrung nach sollte man sie aber dennoch in ca. 4 Wochen aufessen, sonst sind sie nach dem toasten nicht mehr so schön saftig.

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Für ca. 8-10 Waffeln:

125g Butter
1 geh. EL Zucker
30g Honig
1/2 TL Vanilleextrakt
30g Apfel, gerieben
2 Eier
250g Mehl
1 TL Backpulver
1/2 TL Natron
200ml Buttermilch
100g Marzipan

Die Butter schmelzen. Das Marzipan mit einem Messer in sehr feine Würfelnden schneiden. Alle Zutaten nach und nach mit dem Handführer vermischen. Das Waffeleisen vorheizen. Jeweils eine kleine Kelle des Teigs (oder etwa 2 EL) ins Waffeleisen geben und 2 Minuten hellbraun backen. Mit Puderzucker oder Apfelkompott servieren.

Achtung: Das Rezept ist für ein belgisches Waffeleisen. Für ein Herzwaffeleisen habe ich es bislang nicht getestet. Der Teig wäre dafür aber etwas zu fest. Wenn du den Teig in einem Herzwaffeleisen ausbacken möchtest, würde ich es mit etwas mehr Buttermilch (ca. 30-40ml) probieren. Berichte mir gern, wie deine Waffeln geworden sind!

Carina

{Breakfast Treat} Dutch Blueberry Pancake

Dutch Blueberry Pancake

Ich habe ja bereits ausgiebig vom Café Juliette in New York geschwärmt, vom guten Kaffee und dem leckeren Essen dort. Natürlich wollte ich aus NYC auch einige Food Inspirationen für den Blog verwenden. Den Anfang macht ein Dutch Blueberry Pancake, wie wir ihn im Juliette gegessen haben. Dutch Pancake liebe ich einfach zum Frühstück…wie schnell er zusammengerührt ist, dass er im Ofen wie ein Ballon aufgeht und dann ganz schnell zusammenfällt, dass man ihn nach Wunsch mit Früchten mischen oder garnieren kann…sogar den Liebsten habe ich schon davon überzeugt, und er ist gaaar nicht der Typ für süßes Frühstück.

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Dieser Post ist ganz spontan entstanden, wie man vielleicht sieht. Ich hatte das absolut allererste Mal seit unserem Umzug in den Nahen Osten Blaubeeren im Supermarkt gefunden (fragt nicht, was sie gekostet haben…). Die verlangten nach einem tollen Rezept! Spontan habe ich morgens also den Pancake gemacht. Die Fotos sind also tatsächlich an unserem Frühstückstisch vom Samstag entstanden und etwa 10 Sekunden danach wurde schon geschlemmt. Er bleibt schließlich nicht ewig warm! Also seht bitte großzügig über die Belichtung hinweg, manchmal muss es eben schnell gehen und ist mitten aus dem Leben!

Ich nehme für den Ofenpfannkuchen immer als Grundrezept ein Rezept aus meiner liebsten Food-Zeitschrift Sweet Paul ( Summer 2014 Ausgabe). Das klappt immer wunderbar und ich wandele es nach Lust und Laune ab. Auch dieses Mal hat es mich nicht enttäuscht und die New York Erinnerung war gleich wieder da.

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And now in English: 

I already told you about Café Juliette in New York and about their delicious food, among them this yummy Dutch Blueberry Pancake. As I wanted to turn some food inspirations from the Big Apple into blog posts, I started with this pancake. I love Dutch Pancake! How quick it comes together, how it grows big in the oven to fall back after baking, how you can combine it with any fruit.

This post came together very spontaneously last weekend, because I found some blueberries in the store for the very first time since we moved to the Middle East (Don’t ask for the price!). So I wanted to make something special. The pictures are straight from our breakfast table and we started feasting 10 seconds after shooting. The recipe is from my favorite food magazine Sweet Paul (German Edition, Summer 2014). I made the recipe many times and always switch it up a bit. With this version, my NYC memories came straight back.

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Für eine große Pfanne oder Ofenform – for one big cast-iron pan or baking pan:

2 EL weiche Butter – 2 tbsp. softened butter
3 Eier – 3 eggs
1 EL Zucker – 1 tbsp. sugar
1 Prs. Salz – 1 pinch of salt
65g Mehl – 65g flour
120ml Milch – 120ml milk
etw. Vanilleextrakt – a bit vanilla extract
100g frische Blaubeeren – 100g fresh blueberries

Honig oder Ahornsirup zum Servieren – Honey or maple syrup for topping

Backofen auf 200 °C vorheizen. Die Butter in die Pfanne oder Form geben und kurz zum Schmelzen in den Ofen stellen. Die Eier schaumig schlagen, dann die anderen Zutaten (außer die Beeren) zugeben und gut verrühren. Den Teig in die Pfanne gießen und die Blaubeeren darin verteilen. Im Ofen ca. 20 Minuten backen. Noch warm mit Ahornsirup oder Honig und Puderzucker servieren.

English Instructions:

Pre-heat the oven to 200 °C. Put the butter into the cast-iron pan and let it melt in the oven. Beat the eggs until foamy and add the other ingredients (except blueberries). Pour the mixture into the pan and sprinkle with the berries. Bake for 20 minutes. Then serve warm with honey or maple syrup and powdered sugar.

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Hier findet ihr ein weiteres Rezept für Ofenpfannkuchen aus meinem Archiv:

Baked Pancake with Summer Berries

Carina

 

{Bye bye, Pumpkin!} Kürbis-Brotsalat und ein Geständnis

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Huiuiui, wie soll ich es sagen…habe ich vor ein paar Tagen noch behauptet, noch gaaaar kein bisschen in Weihnachtsstimmung zu sein, noch mindestens bis zum ersten Advent zu brauchen mit den ersten Plätzchen…ich glaube, es ist um mich geschehen. Heute, ganz plötzlich. Wie soll man sich auch wehren, wenn auf allen Blogs schon die Deko rausgekramt und losgebastelt wird? Ich weiß gar nicht mehr, wie es dazu kam, aber ich habe heute den halben Tag auf Pinterest „Christmas DIY“, „Adventskalender Freebie“ und ähnliches gesucht (Bitte nicht ausprobieren, wenn ihr weniger als vier Stunden Zeit habt!). Neue Pinnwände erstellt. Mich nicht mehr losreißen können. Und spontan beschlossen, noch zwei Kalender zu basteln. Was für welche, bleibt aber noch mein Geheimnis (vorsicht, eifrige Mitleser!).

Bevor ich jetzt wirklich anfange, mit Piment, Nelken und Plätzchenausstechern um mich zu werfen, muss ich euch noch schnell dieses eine, letzte (versprochen!) Kürbisrezept dieses Jahres zeigen.

Kürbis-Brotsalat

War ja auch langsam genug Kürbis, ich verstehe diejenigen, die das so sehen. Aber ich mag ihn eben, besonders in spannenden Kombis. Und habe auch in diesem Jahr die Kürbis-Liste nicht abarbeiten können. Zum Beispiel Stephs geniales Kürbispesto, dass ich im Mai beim Nudelworkshop kosten durfte, habe ich nicht geschafft (dabei stand es seit besagtem Workshop schon ganz oben auf der Liste…). Dafür aber diesen köstlichen und super einfachen Brotsalat, den ich in der „Einfach Hausgemacht“-Herbstausgabe gefunden habe. Er ist ganz schnell gemacht und ein klasse Essen für eine Person, weil es aus wenigen Zutaten besteht und diese ganz einfach reduziert werden können. Das Konzept von Brotsalat fand ich schon immer gut, und dieser hier hat mich in seiner Raffiniertheit gleich angesprochen. Huch – war da nicht noch eine rosa Grapefruit im Kühlschrank, die traurig auf eine Verwendung wartet? Und schon war mein Mittagessen geplant! Das Rezept habe ich zum Original nur leicht abgewandelt.

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Für 2 Portionen:

2 rosa Grapefruits
2 dicke Scheiben Graubrot (Sauerteigbrot)
300g Hokkaido-Kürbisfleisch
4 EL Olivenöl
1 EL Kürbiskerne
1 TL Honig
frischer Thymian
Salz und Pfeffer

Die Grapefruits zunächst schälen und vor der weißen Haut befreien. Dann mit einem V-Schnitt filettieren. Den Saft komplett auffangen und die Reste noch einmal kräftig auspressen. Das Brot in Würfel schneiden. Den Kürbis waschen, entkernen und in Spalten schneiden. Die Schale muss nicht abgeschält werden. Zwei Esslöffel Öl erhitzen und das Brot darin von allen Seiten knusprig anbraten. Die Kürbiskerne kurz dazu geben. Aus der Pfanne nehmen und kurz beiseite stellen. Im restlichen Olivenöl nun die Kürbisspalten garen. Mit Salz und Pfeffer würzen. 50ml von dem Grapefruitsaft, einen Zweig gerupfte Thymianblättchen und den Honig zuegeben, alles gut vermischen. Den Kürbis auf Tellern anrichten. Alle anderen Zutaten dazugeben, den restlichen Grapefruitsaft darüber träufeln und sofort servieren.

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Bye bye, Kürbis! See you next year!

Carina

 

Schnelle Frühtücksidee – Herbstlicher Birnen-Zimt Joghurt

Herbstfrühstück

So gern ich frühstücke: Unter der Woche muss es schnell gehen. Da ich außerdem erst im Büro essen kann (wir fangen um 7.00 Uhr an, davor bekomme ich echt nichts runter), muss mein Frühstück transportabel sein. Diese herbstliche Frühstücksidee ist derzeit meine liebste. Birne, Ingwer und Zimt machen sie zum einem echten Wohlfühl-Essen, das auch noch gut für mich ist. Noch ein Vorteil: Es kann sowohl morgens schnell zusammengeschmissen, als auch als Overnight Oats am Vorabend schon komplett vorbereitet werden. Ganz wie du es lieber magst!

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Ich mache das mal so, mal so. Erstens, weil ich abends oft vergesse, die Overnight Oats anzurühren. Andererseits auch, weil ich es eben manchmal richtig kernig mag. Da sollen dann die Haferflocken ruhig noch ordentlich Biss haben.

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Zu richtig gutem Frühstück fällt mir gerade noch etwas ein: Mein Berlin Wochenende über Halloween hat, was das Frühstück anging, auch mal wieder richtig eingeschlagen. Natürlich auch sonst. Aber eben gerade auch mit einer Entdeckung beim Frühstück. Am zweiten Tag haben wir am Hemholtzplatz (Prenzlauer Berg) beim Café Liebling gegessen. So ein süßes kleines Café! Anscheinend hauptsächlich von Studenten geführt, war der Kaffee samt Latte Art einfach traumhaft gut und die Frühstücksvariationen haben mich vor so manche Entscheidungsschwierigkeit gestellt. Entschieden habe ich mich dann schließlich für eine Vollkorn-Schnitte mit Rucola, Ziegenkäse, Birne und Balsamico-Creme, sowie eine warme Zimtschnecke. Letztere wurde im Glas serviert und war einfach himmlisch, vielleicht die beste Zimtschnecke aller Zeiten. Weich, fluffig, warm und klebrig, hach! (Um das ganze ein bisschen auszugleichen habe ich dann noch einen grünen Smoothie bestellt, so!). Also, wenn du mal in Berlin bist, weeßte, wo’s zum Frühstück hingeht! Café Liebling, ganz unbedingt!

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Und damit ihr nach so viel Frühstücks-Schwämerei jetzt nicht ganz „ohne“ da steht, hier noch schnell mein Rezept:

Für zwei Portionen Birnen-Zimt-Joghurt: 

5 gehäufte EL Vollmilch- oder griechischer Joghurt
etwas Honig oder Ahornsirup
2-3 EL körnige Haferflocken
1 kleine Birne
1/2 TL Zimt
ein fingernagelgroßes Stück frischer Ingwer
5-6 Walnüsse (oder andere Nüsse)
1 EL gehackte Pistazien

Den Joghurt auf zwei Schraubgläser aufteilen und nach Belieben mit Honig oder Ahornsirup süßen. In einem Schüsselchen den fein geriebenen oder gehackten Ingwer, den Zimt, die gehackten Walnüsse und die Pistazien vermischen. Die Haferflocken untermischen. Die Birne waschen, das Kerngehäuse entfernen und in feine Spalten oder Würfel schneiden. Die Haferflocken-Mischung und die Birne auf dem Joghurt anrichten. Wenn gewünscht, mit etwas Honig toppen. Wenn das Ganze als Overnight Oats zubereitet wird, alles gut umrühren und über Nacht in den Kühlschrank stellen. Morgens mit etwas Milch oder Mandelmilch verrühren und kalt oder leicht angewärmt genießen.

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{Five a month} Pumpkin Cheesecake mit Honig-Zimt-Guss

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Es ist der 25. Oktober, das heißt: Five a month – Zeit! Ich glaube, wir fünf Mädels haben schon richtig Feuer gefangen und großen Spaß daran, uns jeden Monat etwas neues auszudenken. Diesen Monat lauteten die Zutaten, aus denen wir ein Oktober-Rezept basteln sollten: Kürbis, HONIG, Pekannüsse, Kardamom und Zimt. Wahrscheinlich haben wir uns alle so auf den Herbst gefreut, dass die Kombi einfach wunderbar zusammen passte, daher gab es, wie ich finde, eine Fülle von Möglichkeiten. Entschieden habe ich mir für den guten alten Cheesecake, denn ein Pumpkin Cheesecake klingt doch ziemlich super, oder? Die Gewürze passen ganz klasse dazu und machen daraus ein richtig herbstliches Soulfood. Nom nom.

Pumpkin Cheesecake

Der Kuchen war dann auch ratz fatz weg. Könnte es aber tatsächlich zu einem meiner Kürbis-Rezepte schaffen, die jedes Jahr sein müssen. Ja, SO lecker ist er!

Ich bin übrigens seit gestern endlich mal wieder Zuhause in Norddeutschland. Der Orient hat mich zuletzt wirklich geschafft, und ein bisschen Heimat tut richtig gut. Zwei Wochen werde ich es mir jetzt gut gehen lassen und den Urlaub genießen. Dazu gehört natürlich auch, in Ruhe ein wenig zu kochen und zu backen und meine Familie damit zu beglücken. Aber ich habe mir auch so viel anderes vorgenommen. Und, ohne Witz: Obwohl ich seit meiner Ankunft gestern morgen stetig friere, genieße ich so richtig das Norddeutsche Schietwetter mit Nieselregen und Wind. Draußen ist es grau, das heißt, Nachmittagen auf der Couch mit Tee und Decke steht nichts im Wege. Hach!

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So, und wenn du jetzt Lust bekommen hat auf ein herbstliches Kürbisgebäck mit Gewürzen, dann solltest ganz unbedingt auch schnell mal rüberhüpfen zu Tanja, Rebecca, Laura und Julia! Das mache ich gleich auch und bin ganz gespannt, was die anderen gezaubert haben. Denn ich bin gerade erst auf den Geschmack gekommen und freue mich auf noch mehr tolle Kürbisrezepte, mhmmm!

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Achja, und meine Zutat für den nächsten Monat werden Pistazien! Die mag ich nämlich ganz besonders gern!

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 Für eine 20cm-/ 22cm-Springform: 

400g Frischkäse
100g Mascarpone
2 Eier
100g Rohrohrzucker
60g Honig
1 Pck. Bourbon Vanillezucker
1 TL Zimt
3/4 TL Ingwerpulver
1 Kardamomkapsel/ 1/2 TL gem. Kardamom
100g Mehl
1/2 TL Backpulver
1 EL Stärke
220g Kürbis (Butternut/ Hokkaido)

25g Honig
1 TL Zimt
150g Mascarpone (oder 1/2 Frischkäse)
2 EL Puderzucker
1-2 EL Orangensaft
1 Hand voll Pekannüsse

Den Backofen auf 150°C vorheizen. Mit Schale in Spalten schneiden und auf ein Backblech legen. Ca. 50 Minuten weich rösten. Dann 220g Kürbisfleisch von der Schale befreien und mit einer Gabel fein zerdrücken.

Frischkäse und Mascarpone mit dem Zucker und Vanillezucker vermischen. Die Eier trennen und die Eigelbe zur Frischkäsemasse geben und unterrühren. Den Honig und die Gewürze dazugeben. Ich war mit den Gewürzen etwas sparsamer, weil ich wollte, dass der Kürbis die Hauptrolle spielt. Ihr könnt aber die Mengen ein bisschen erhöhen, wenn die Gewürze dominieren sollen. Danach noch Mehl, Stärke und Backpulver vermischen und zum Teig geben. Das Kürbismus unterrühren. Ganz zum Schluss die Eiweiße steif schlagen und vorsichtig unter den Teig heben. Eine Springform fetten (bei einer 20cm-Springform bleibt noch Teig für zwei Muffins übrig) und mit Paniermehl ausstreuen. Den Backofen auf 170°C hoch heizen. Die Springform vollständig mit Alufolie bedecken und den Cheesecake 60 Min. backen. Dann die Alufolie abnehmen und noch einmal 15 Minuten backen. Unbedingt eine Stäbchenprobe machen.

Für den Honig-Zimt-Guss die Mascarpone mit den Orangensaft glatt rühren. Den Honig, Zimt und Puderzucker untermischen. Das Frosting auf dem Kuchen verteilen und mit Pekannüssen dekorieren.

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Meinen Beitrag im September findest du hier:  Saftiger Marzipan-Rührkuchen

FiveamonthNew

 

{Ich back’s mir} Apfel-Feigen-Kuchen mit Pinienkernen

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Es gab zwar gestern schon Kuchen, aber für Claretti und die kleine Hilda leg ich doch gern gleich nochmal was Leckeres nach. Denn heute ist wieder „Ich back’s mir“-Tag! Das Thema war Apfelkuchen-Rezepte. Wem schwirren da nicht erst einmal diverse Klassiker im Kopf herum? Wahrscheinlich gibt es in Deutschland zu keinem Obst mehr Rezepte als zum guten, alten Apfel. Deswegen habe ich auch länger hin und her überlegt, aber mich gegen einen Klassiker entschieden. Etwas neues musste es sein (soweit das noch geht…).

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Den Ausschlag haben dann die Feigen gegeben, die ich im Kühlschrank hatte, und die schon sehr reif waren. Kein Scherz, das war das allererste Mal, dass ich Feigen probiert habe. Aber wie das immer so ist. Man will irgendetwas ganz dringend probieren, kauft es, probiert es einmal pur und weiß dann nicht mehr, was man damit machen soll. Alles immer in den Joghurt oder ins Müsli schnippeln ist langweilig. Also ab auf den Apfelkuchen damit! Und das war wirklich eine richtig leckere Kombination. Dazu noch ein paar Pinienkerne und ich schwelgte schon im Apfelkuchen-Himmel!

Und da die Apfelkuchenzeit gerade erst anfängt, werde ich ganz sicher gleich noch ein bisschen in den vielen anderen Beiträgen stöbern. Denn Apfelkuchen geht immer, mögen fast alle und man kann nie genug gute Rezepte dafür haben!

Apfelkuchen

Für eine 20cm-Springform:

200g weiche Butter
100g brauner Zucker + 1 EL
2 Pck. Bourbon-Vanillezucker
1 Prs. Salz
3 Eier
2 TL Backpulver
170g Mehl
30g Dinkelvollkornmehl
1 guter Schuss Rum (kann durch Apfelsaft ersetzt werden)
1 EL Honig
20g Pinienkerne
2-3 reife Feigen
1 säuerlicher Apfel

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Die weiche Butter mit den Zuckersorten, Honig und dem Salz mit dem Schneeebesen verschlagen. Die Eier eins nach dem anderen zugeben. Die beiden Mehlsorten und das Backpulver unterrühren, am besten mit einem Kochlöffel. Zum Schluss den Rum unterrühren, bis sich alles gerade gut vermischt hat. Den Apfel waschen, schälen und in feine Spalten schneiden. Die Feigen waschen, trocken tupfen und ebenfalls in Scheiben schneiden. Den Teig in eine gefettete 20cm-Springform geben und glatt streichen. Das Obst darauf nach Belieben drapieren. Mit Pinienkernen und 1 EL Zucker bestreuen. Den Kuchen bei 175°C ca. 40 Min lang backen und ihn dabei ihm Auge behalten, falls die Oberfläche zu dunkel wird (dann mit einem Stück Alufolie abdecken und normal zuende backen).

Wer lieber einen 26cm-Kuchen backen möchte, sollte mit der 1 1/2-fachen Menge gut auskommen.

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Beeren-Frühstücksbecher mit Baiser

Beerenbecher

Frühstück. Da wären wir wieder einmal bei meinem Lieblingsthema…heute habe ich nur eine schnelle Anregung für euch, wie man sich mit einem wunderbaren Sommerfrühtück den Morgen versüßen kann. Die Devise ist: Gesund schlemmen (nein, das muss kein Widerspruch sein, ehrlich). Den Twist an diesem Frühstück machen die Beeren und Baiser-Bröckchen, die den Frühstücksbecher interessant machen. Und so richtig gut, ich meine: Zum Reinlegen gut! Ihr könnt euren Lieblings-Fruchtjoghurt verwenden, aber Zitronenjoghurt passt für mich einfach perfekt. Wegen des Fruchtjoghurts muss man auch nur sparsam bis gar nicht mit Honig nachsüßen.

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Für 1 großen / 2 kleine Frühstücksbecher:

150g Quark (20% Fett)
100g Fruchtjoghurt nach Wahl (bei mir: Zitrone)
100g Naturjoghurt
ca. 2 TL Honig
1 kl. Handvoll Nüsse
1/2 Pfirsich
4 EL Haferflocken
2-3 Baisers
1 kl. Schälchen Beeren

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Den Quark mit Fruchtjoghurt und Naturjoghurt glattrühren. Mit dem Honig nach Geschmack süßen. Dann die Quarkcreme abwechselnd mit Haferflocken, gehackten Nüssen und Früchten in ein Glas schichten. Obenauf mit ein paar Beeren und dem zerbröselten Baiser bestreuen.

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Happy Breakfasting! Carina

Gebackene Bananen mit Honig und ein Skiausflug

Ich schulde euch noch einen Bericht vom Skiausflug vor einer Woche, ich habe es nicht vergessen. Wie gesagt, ich habe vorher noch nie auf den Brettern gestanden. Wir sind früh aufgebrochen, dick eingepackt in diverse Lagen Klamotten. Wir waren eine Gruppe von acht Leuten, außer Deutschen auch noch eine Dänin, ein Schwede und eine Holländerin. Aber außer mir und einem Mitfahrer konnten alle bereits gut bis sehr gut fahren.

Angekommen, ging es erst einmal zum Leihstand. Wir brauchten Ski und Schuhe, außerdem eine Brille. Das Gefühl in den Skischuhen war erstmal furchtbar. Sie müssen natürlich eng sitzen, aber drückten eben deswegen auch sehr und man kann nicht mehr normal gehen. Das wiederum sieht bei einer größeren Gruppe sehr lustig aus.

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Das Wetter war wunderbar. Kalt, aber nicht zu kalt, und sehr sonnig. Wir nahmen den wohl einzigen Lehrer der Piste, der englisch sprach und schon ging es los. Auf dem Babyhügel übten wir den ganzen Tag: Bremsen, seichte Hügel, etwas höhere Hügl, Slalom, Bremsen im Slalom, Schlepplift-Fahren…und es klappte nach ein paar Mal echt gut. Ich fühlte mich immer sicherer.

Mittags wollten wir dann mit dem großen Lift auf den Berg fahren, um dort mit den anderen zu essen. Diese Idee stellte sich als glänzend heraus. Dort saßen wir inmitten weißer Berggipfel in strahlendem Sonnenschein. Um uns heurum Leute in coolen Klamotten und House-Musik dröhnte aus der Skihütte. Es fühlte sich an wie mitten in Österreich, nicht in einer islamischen Republik. Traumhaft! Wir ließen uns zum Abschluss des Essens sogar noch eine Shisha kommen. Es war einfach perfekt.

Mein Plan war es, heute einfach mit dem Lift wieder runter zu fahren. Aber mein Mitfahrer vom Babyhügel war durch die coolen Leute auf der Abfahrt offenbar motiviert worden. Er bearbeitete den Skilehrer, dass wir die Abfahrt mit viel Bremsen schaffen könnten. Ich sagte zwar, ich wolle das nicht, aber sie waren dann beide von der Idee angetan. Also runter da. Ich hatte eine wahnsinns Angst. Der Weg war zwei Meter breit und daneben kam der Abgrund, steil wechselte sich ab mit etwas seichter. Zwischendurch hatte ich solche Muskelschmerzen, dass wir pausieren mussten. Es waren schließlich die ersten paar Stunden Skifahren für mich!

Am Ende sind wir unten angekommen, und ich war völlig fertig. Die Abfahrt hätte ich am ersten Tag nicht gebraucht, aber wir haben es geschafft. Der Muskelkater hat mich noch Tage lang daran erinnert…IMG_4701

Da es Kaiserschmarrn ja schon gegeben hat, zeige ich euch einen absoluten Favoriten aus unserem Haus: Gebackene Bananen. Mein Freund liebt sie abgöttisch. Und während die meisten Menschen sie wahrscheinlich eher als Dessert essen würden, möchte er sie regelmäßig zum Frühstück. Das kommt vielleicht auch von unserer Zeit in Thailand, dort hat er sie zu jeder Tageszeit gegessen. Ich selbst esse eher selten welche davon, da ich kein großer Bananen-Fan bin. Aber da sie immer allseits beliebt waren, wenn ich sie gemacht habe, möchte ich sie euch nicht vorenthalten.

Da ich nun schon eine Weile damit experimentieren, kann ich wohl auch zu recht sagen, ich habe die perfekte Zusammensetzung für einen fluffigen, goldbraunen Teig gefunden. Deswegen wundert euch nicht über die laienhaften Mengenangaben, das kommt eben vom ausprobieren und der Routine..IMG_4694

Gebackene Bananen à la Carina (eine große Portion):

1 EL Mehl, 1 Banane, 1 TL Vanillezucker, 1 gestrichener TL Backpulver, 1 Ei, etwas Milch und evtl. Mineralwasser

Das Mehl mit Backpulver, Vanillezucker und dem Ei mit einer Gabel verschlagen. Dann mit Milch und evtl. einem Schuss Mineralwasser (mit Kohlensäure, das macht den Teig besonders locker) verrühren. Nicht zu viel Flüssigkeit zugeben, der Teig sollte etwa die Konsistenz eines Pfannkuchenteigs haben. Wenn er zu flüssig ist, noch etwas Mehl einrühren.

Die Banane in dünne Scheiben schneiden und vollständig mit dem Teig bedecken. In eine große Pfanne so viel Pflanzenöl (z.B. Sonnenblumenöl) eingießen, bis es ein paar Milimeter hoch steht und erhitzen. Wenn es so heiß ist, das ein Tropfen Teig sofort beim reintröpfeln brät, die Bananenscheiben vorsichtig mit der Gabel hineingeben. Vorsicht, es kann spritzen! Nun müsst ihr genau beobachten, wann der Teig eine goldbraune Farbe annimmt, und die Scheiben dann wenden.

Wenn alle Bananenscheiben von allen Seiten goldbraun ist und der Teig etwas aufgegangen ist, diese mit der Gabel oder einem Schaumlöffel rausfischen und auf einem Küchenkrepp abtropfen.

IMG_4695Zum Schluss die Bananenscheiben auf einem Teller mit eurem Lieblingstopping anrichten. Mein Freund isst dazu immer viel Honig, aber Puderzucker, Apfelmuß, Zimtzucker oder Vanilleeis sind sicher auch gut. Noch warm genießen. Guten Appetit!

Winterliches Granatapfel-Dessert

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Granatäpfel haben ja gerade Hochsaison. Besonders bei uns findet man sie im Moment überall. Als das Ganze vor ein paar Wochen losging, wurde mir bewusst, dass ich noch nie (!) bewusst einen probiert hatte. Nur Granatapfelsaft habe ich vorher einmal in Thailand getrunken.

Also kam mit das Rezept von Wilma genau richtig, dass ich als leichtes Dessert beim letzten Essen mit Freunden serviert habe. Es ist sehr einfach und lecker. Außerdem benötigt man nur wenige Zutaten, was mir bei dem begrenzten Supermarktangebot hier genau recht kommt.

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Und das geht so:

Man sucht sich ein paar schöne Gläser oder Schälchen (am besten aus Glas, weil das Ergebnis auch etwas für’s Auge ist). Als erstes kommt eine Schicht flüssiger Honig hinein. Für meinen Freund ist es immer eine dicke Schicht, ich nehme etwas weniger. Als nächstes der Joghurt. Dafür keinen allzu fettarmen Joghurt verwenden. Für Gäste kann man Griechischen Joghurt vorher mit etwas Vanillezucker anmachen. Den Joghurt bis etwas 1-2 cm unter den Rand des Gefäßes auffüllen. Nun Granatafelkerne und zum Schluss Pistazien darüber streuen. Enjoy!