{Ich back’s mir} Fruchtige Pie-Variationen mit Buttermilk Crust

Strawberry Apple Pie

Ihr Lieben, habt ihr einen Sommerurlaub geplant? Bei uns ist derzeit viel im Umbruch und er fällt wohl deshalb flach. Ich ziehe bald endlich wieder zum Liebsten und verlasse Dresden, zudem geht meine Klausurenphase an der Uni noch bis zum 1. August. Wahrscheinlich wird es bei einem kurzen Städtetrip bleiben. Noch haben wir nicht entschieden, wohin es geht: München, Warschau, Stockholm? Fände ich alles toll. Was aber tun, wenn man Fernweh hat und ganz dringend Urlaub braucht? „{Ich back’s mir} Fruchtige Pie-Variationen mit Buttermilk Crust“ weiterlesen

{Ich back’s mir} Nutella Kuchen

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Huch! Schon wieder Kuchen! Naja, so ist das immer am Ende des Monats, wenn „Five a Month“ und „Ich back’s mir“ aufeinander folgen. Aber wir haben ja alle nichts gegen Kuchen, oder? Claras Thema war in diesem Monat Rührkuchen. Genau mein Ding, denn bekanntlich würde ich einen saftigen Rührkuchen jederzeit einem Stück Sahnetorte vorziehen. Er macht einfach glücklich, man kann ihn unkompliziert direkt auf die Hand essen. Das macht einen guten Rührkuchen für mich aus.

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Noch dazu sind Rührkuchen ultra-schnell gebacken. Heute möchte ich das auf die Spitze treiben. Dieser Nutella-Kuchen wird komplett in Kaffeetassen abgemessen, damit ihr ihn immer und überall auch ohne Waage backen könnt. Einen elektrischen Mixer braucht es auch nicht, ein Schneebesen oder Holzlöffel reicht. Und da einfach alle Zutaten zusammen geworfen werden, ist er in ca. 4 1/2 Minuten im Ofen! So schnell habt ihr wahrscheinlich noch nie gebacken. Achja, und: NUTELLA! Dazu noch extra Chocolate Chips im Teig, wer mag. Was will ich mehr? Nutella und ich, das ist endless Love. Und ganz ehrlich: Ich wurde ein wenig blass, als ich letzte Woche beim Frühstück online etwas zu der Anti-Nutella-Kampagne in Frankreich las…Umweltschutz ist mir sehr wichtig und ich versuche, viele kleine Dinge zu tun, um das in meinem eigenen Leben umzusetzen. Aber so ganz ohne Nutella auskommen? Das könnte ich auch nicht. In Maßen genießen sollte das Credo sein.

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And now in English: 

So much cake this week! But who would mind, especially when I serve some delicious nutella pound cake?! I just love a moist pound cake a thousand times better than heavy layer cakes. They are easy and you can eat them just with your hands. This one is even easier than the normal pound cake as I wanted to create a recipe that you can bake anywhere, anytime without much equiment and with just a few ingredients. Eight it became! You do not need a scale as everything is measure in little coffee cups and it’s enough to mix everything together with a wooden spoon. So you need about 4 minutes to mix this dough and start baking. Have I mentioned there is NUTELLA involved? And even chocolate chips? I contribute this cake to Tastesheriff’s monthly baking challenge, have fun with the recipe!

Nutellakuchen

Für eine Kastenform / for one loaf pan

2 Eier – 2 eggs
1/2 Tasse br. Zucker – 1/2 mug brown sugar
1 1/2 Tassen Mehl – 1 1/2 mugs flour
1/2 Tasse Pflanzenöl – 1/2 mug vegetable oil
1/2 Tasse Buttermilch – 1/2 mug buttermilk
2 TL Backpulver – 2 tsp. baking powder
3/4 Tasse Nutella – 3/4 mug nutella
1/2 Tasse Schokotropfen – 1/2 mug chocolate chips

Den Ofen auf 175°C vorheizen. Alle Zutaten außer den Schokotropfen in eine große Schüssel geben und mit einem Handmixer oder einem Schneebesen gut vermischen. Dann die Schokotropfen zugeben. In eine gefettete Kastenform geben und 40 Minuten backen, Stäbchenprobe nicht vergessen. Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.

English Instructions:

Pre-heat oven to 175°C. Mix all ingredients except chocolate chips, until well combined. Then add choc chips. Fill the dough into a greased loaf pan and bake for 40 minutes. To try if it is baked through, use a wooden stick to pick into the cake. If it comes out clean, you can turn out the oven. Dust with powdered sugar before serving. 
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Hier findet ihr noch mal den köstlichen Rührkuchen von vorgestern: Erdbeer-Joghurt-Gugl.

Carina

{Ich back’s mir} Lebkuchentorte

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Ihr Lieben, heute habe ich euch mein allerliebstes Weihnachtstörtchen mitgebracht. Ich habe es vor Jahren schon einmal gebacken und sehr gemocht. Dann ist das Rezept mehrere Jahre in meinem Rezeptbüchlein verschwunden, ohne beachtet zu werden. Aber immer mal wieder um die Weihnachtszeit habe ich an diese köstliche Creme und diese saftige Kuchenschicht gedacht und es nochmal backen wollen. Irgendwie kam es nur nie dazu. Aber jetzt! Dieses Jahr war es fällig! Das Rezept habe ich an einigen Stellen noch ein bisschen verändert (wo das Originalrezept mal her war, weiß ich leider nicht mehr). Mit dem Ergebnis, dass ihr hier nun wirklich mein perfektes Weihnachtstörtchen seht.

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Es ist eigentlich wirklich einfach und auch in recht kurzer Zeit zu machen, wenn ich an manch andere Torte denke. Also genau das, was wir in der Weihnachtszeit brauchen. Die Creme, die auf den Bildern ein bisschen nach Stracciatella aussieht, ist mit zerbröselten Lebkuchen versetzt und wunderbar cremig-lecker. Ich könnte mich da wirklich reinlegen! Die Creme spielt unbestritten die Hauptrolle in dieser Torte, der Kuchen hält sich vornehm zurück. Nicht jedoch, ohne saftig daherzukommen mit einer sanften Note von Haselnuss. Achja, nicht zu vergessen: Ein weiterer Clou verbirgt sich im Inneren, denn neben der Creme hat eine Schicht Marzipan auf dem ersten Boden Platz genommen. Wer kein Marzipan mag, kann die sicher auch weglassen, aber der Trend geht auf jeden Fall zum Marzipan 😉

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Da Claretti in diesem letzten „Ich back’s mir“-Monat unsere allerliebsten Weihnachtskuchen-Rezepte sehen möchte, war die Frage nach dem Rezept dieses Mal einwandfrei klar. Dieses Törtchen gab’s hier nicht zum ersten und nicht zum letzten Mal. Ich habe sie für eine kleine Party bei uns Zuhause gebacken, aber überlege schon, ob Sie nicht am Heiligabend auch eine gute Figur machen würde (–> ganz sicher!).

Und, wäre dieses feinen Törtchen etwas für euer Weihnachtsfest? ❤

Lebkuchentorte

Für ein Törtchen:

4 Eier
1 Pck. Vanillezucker
120g brauner Zucker
140g Mehl
2 TL Backpulver
20g gemahlene Haselnüsse
1/4 TL Lebkuchengewürz

100g griechischer Joghurt
250g Mascarpone
1 EL Zitronensfaft
4 Lebkuchen (oder 100g)
2 Pck. Vanillezucker
3 Blatt Gelatine
1 TL Zimt
400g Schlagsahne

100g Marzipan

Die Eier trennen und die Eiweiße steif schlagen. Die Eigelbe mit 1 EL Wasser schaumig rühren. Den Zucker und Vanillezucker zum Eigelb geben und verquirlen. Mehl, Backpulver, Haselnüsse und Lebkuchengewürz zugeben und unterrühren. Zum Schluss vorsichtig das Eiweiß unterheben, bis alles gerade so verrührt ist. Entweder den kompletten Teig auf einmal in einer 26cm-Springform bei 200°C ca. 16 Minuten backen, dann den Boden vollkommen auskühlen lassen und in der Mitte einmal teilen. Oder den Teig in 2 Portionen in einer 18cm-/20-Springform bei gleicher Temperatur ca. 12 Min. backen. Nach dem Abkühlen eventuelle die Oberflächen der beiden Böden mit einem zackigen Messer etwas begradigen.

Für die Lebkuchencreme zunächst die Gelatineblätter in etwas kaltem Wasser 5 Minuten einweichen. Derweil die Mascarpone, den Joghurt und den Zitronensaft verrühren. Zimt und Vanillezucker dazugeben. Die Gelatine ausdrücken und in einem kleinen Topf erhitzen, bis sie komplett aufgelöst ist. Zwei Esslöffel von der Mascarponecreme unter die Gelatine rühren, bis alles glatt ist. Dann diese kleine Menge unter den Rest Mascarponecreme heben. Die Lebkuchen (zum Beispiel aus einer Packung mit Herzen, Brezeln, Sternen) fein zerbröseln und unter die Creme heben. Die Sahne steif schlagen und ebenfalls unterziehen. Die Creme im Kühlschrank fest werden lassen. Nach etwa einer Stunde den ersten Boden auf eine Kuchenplatte setzen. Das Marzipan zwischen zwei Schichten Backpapier dünn ausrollen und auf dem Boden platzieren. Mit der Creme großzügig bestreichen und dann den zweiten Boden aufsetzen. Oben und an den Seiten komplett mit der Creme einstreichen, das geht am besten mit einer Winkelpalette. Wenn gewünscht, die Torte mit etwas Kakao bestäuben und mit Zimtsternen oder Lebkuchen dekorieren. Bis zum Servieren kalt stellen.

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{Herbstgenuss} Kürbis Spinat Quiche

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Ich liebe einfach die Vielfalt des Herbstes! Alles ist bunt, knackig und unglaublich lecker. Exotische Früchte können mich gerade längst nicht so locken wie Kürbis, Pastinaken, Äpfel. Besonders der Kürbis hat es mir angetan und so gab es gestern ein süßes Rezept damit, heute wird es herzhaft! Tastesherriff Claretti möchte diesen Monat Quiche-Rezepte sammeln und wie auch jedes Mal davor, bin ich gern dabei und backe ihr etwas. Denn Quiche ist eines meiner absoluten Lieblingsgerichte. So vielfältig und einfach für jeden Anlass perfekt: Als Work Lunch, für Gäste, zum Brunch, alles schnelles Essen nach der Arbeit, kalt für’s Picknick, und so weiter.

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Der Mann mag leider Kürbis gar nicht so gern. Wiiiiiie schaaaade, *zwinker*, mehr für mich! Die Quiche durfte ich also ganz allein essen. Und trotzdem war es das bestimmt noch nicht mit Kürbis in diesem Jahr. Da kommt noch so einiges…

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Die Quiche habe ich mit einem Boden mit Roggenmehl-Anteil gebacken, weil ich finde, das passt gut und bringt schön Biss. Zum Kürbis gesellen sich noch Spinat, Gemüsezwiebel und Porree. Eine große Portion Cheddar, etwas Pesto und schwarzer Pfeffer sorgen für die Würze. Und dann ist er auch schon fertig, der knusprige Herbst-Genuss.

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Weitere Quiches auf meinem Blog findet ihr übrigens hier: Süßkartoffel Quiche, Karotten-Feta-Quiche.

Kürbisquiche

Mürbeteig: 

150g Weizenmehl
100g Roggenmehl
1 TL Salz
120g kalte Butter
1 Ei
Kräuter (Basilikum, Thymian, Rosmarin)

Füllung: 

300g Kürbis (zB 1/2 Butternut)
100g frischer Blattspinat
1 Stange Porree
1 Gemüsezwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Ei
100ml Sahne
1 Schuss Milch
1 TL grünes Pesto
50g würziger Cheddar
Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer, Sumach

Die Mehle und das Salz vermischen. Die Kräuter ebenfalls untermischen. Die kalte Butter in Flöckchen und das Ei mit der Hand unterkneten. Wenn nötig, einige Tropfen Eiswasser dazutun. Wenn alles gut verkneten ist, den Teig in Frischhaltefolie wickeln und für 25 Min. in den Kühlschrank legen.

Den Kürbis halbieren, Schälen und 300g Kürbisfleisch fein würfeln. Den Spinat waschen und etwas zerzupfen. Die Zwiebel und den Porree kleinschneiden. Alles vermischen. Den Mürbeteig ausrollen und eine Quicheform oder längliche Tarteform damit auskleiden. Das Gemüse darauf verteilen. Das Ei mit der gepressten Knoblauchzehe, Sahne, etwas Milch, Pesto und Gewürzen verquirlen und über das Gemüse gießen. Großzügig mit Cheddar bestreuen. Im vorgeheizten Ofen bei 190°C ca. 35 Min. backen. Am besten lauwarm mit einem Glas Wein genießen.

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{Ich back’s mir} Apfel-Feigen-Kuchen mit Pinienkernen

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Es gab zwar gestern schon Kuchen, aber für Claretti und die kleine Hilda leg ich doch gern gleich nochmal was Leckeres nach. Denn heute ist wieder „Ich back’s mir“-Tag! Das Thema war Apfelkuchen-Rezepte. Wem schwirren da nicht erst einmal diverse Klassiker im Kopf herum? Wahrscheinlich gibt es in Deutschland zu keinem Obst mehr Rezepte als zum guten, alten Apfel. Deswegen habe ich auch länger hin und her überlegt, aber mich gegen einen Klassiker entschieden. Etwas neues musste es sein (soweit das noch geht…).

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Den Ausschlag haben dann die Feigen gegeben, die ich im Kühlschrank hatte, und die schon sehr reif waren. Kein Scherz, das war das allererste Mal, dass ich Feigen probiert habe. Aber wie das immer so ist. Man will irgendetwas ganz dringend probieren, kauft es, probiert es einmal pur und weiß dann nicht mehr, was man damit machen soll. Alles immer in den Joghurt oder ins Müsli schnippeln ist langweilig. Also ab auf den Apfelkuchen damit! Und das war wirklich eine richtig leckere Kombination. Dazu noch ein paar Pinienkerne und ich schwelgte schon im Apfelkuchen-Himmel!

Und da die Apfelkuchenzeit gerade erst anfängt, werde ich ganz sicher gleich noch ein bisschen in den vielen anderen Beiträgen stöbern. Denn Apfelkuchen geht immer, mögen fast alle und man kann nie genug gute Rezepte dafür haben!

Apfelkuchen

Für eine 20cm-Springform:

200g weiche Butter
100g brauner Zucker + 1 EL
2 Pck. Bourbon-Vanillezucker
1 Prs. Salz
3 Eier
2 TL Backpulver
170g Mehl
30g Dinkelvollkornmehl
1 guter Schuss Rum (kann durch Apfelsaft ersetzt werden)
1 EL Honig
20g Pinienkerne
2-3 reife Feigen
1 säuerlicher Apfel

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Die weiche Butter mit den Zuckersorten, Honig und dem Salz mit dem Schneeebesen verschlagen. Die Eier eins nach dem anderen zugeben. Die beiden Mehlsorten und das Backpulver unterrühren, am besten mit einem Kochlöffel. Zum Schluss den Rum unterrühren, bis sich alles gerade gut vermischt hat. Den Apfel waschen, schälen und in feine Spalten schneiden. Die Feigen waschen, trocken tupfen und ebenfalls in Scheiben schneiden. Den Teig in eine gefettete 20cm-Springform geben und glatt streichen. Das Obst darauf nach Belieben drapieren. Mit Pinienkernen und 1 EL Zucker bestreuen. Den Kuchen bei 175°C ca. 40 Min lang backen und ihn dabei ihm Auge behalten, falls die Oberfläche zu dunkel wird (dann mit einem Stück Alufolie abdecken und normal zuende backen).

Wer lieber einen 26cm-Kuchen backen möchte, sollte mit der 1 1/2-fachen Menge gut auskommen.

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Ich back mir einen tropischen Panna Cotta Traum!

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Leider hat der Sommer (bei aller Begeisterung) auch seine Kehrseiten. Der unglaublichen Hitze hier kann man nicht entkommen. Derzeit sind es täglich zwischen 40 – 45 °C! Man bedenke, dass Frauen im Nahen Osten nicht wie in Berlin in Hotpants und Spaghetti-Top herumlaufen können, mich eingeschlossen. Und eine Kehrseite sind auch dieses Jahr die Scharen von Mücken, die uns trotz Fliegengitter vor den Fenstern nachts den Schlaf rauben. So hatten der Liebste und ich diese Woche mal wieder eine Nacht, in der wir uns um 2 Uhr wegen Hitze und Mücken wach vorfanden. Und dann kam da immer wieder dieses im Dunkeln bedrohlich klingende „Ssssssssssssssssss“, das näher kommt.

Man fühlt bereits ein Jucken am ganzen Körper. Licht an, geschlagene 15 Minuten Jagd gemacht, wieder hingelegt. Als der Halbschlaf kommt, plötzlich wieder: „Ssssssssssssssssss“! Das ganze Spiel von vorn. Licht an, Jagd gemacht, Mücke zerklatscht, wieder ins Bett gelegt. Das haben wir in dieser Nacht tatsächlich über mehrere Stunden mit so einigen Mücken gespielt, immer in die Hoffnung, es wäre die letzte. Highlight dabei: Der Liebste springt auf dem Bett herum, um die an der Decke sitzende Mücke mit einer meiner auf dem Nachttisch abgelegten Kochzeitschriften zu erwischen. Strike, Mücke fällt, Beckerfaust. Nun ja, am nächsten Morgen auf der Arbeit war zumindest einer von uns zerstochen (das wäre dann wohl ich…) und wir beide zerknautscht und müde. Was soll’s – ich mag dich Sommer, bleib doch noch ein bisschen!

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Und wenn schon die Moskitos eher an eine tropische Hütte im Regenwald erinnern, will ich auch entsprechend sommerlich-tropisch essen! In meinem Kühlschrank befinden sich zuuuuuufällig auch gerade ein Dutzend reife Mangos. It’s Mango time! Da passt das Motto vom Tastesheriff zum Juli-Backen ganz wunderbar in meinen Kram: *Sommerrezepte!* Aye, liebe Claretti: Ich back mit ein wunderbar cremiges Panna Cotta mit zitronigem Sommerkick in knuspriger Schale mit Mango-Tropen-Topping.

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Für die Zitrusnote kommt wie im letzten Rezept, dem Passion Fruit Curd Cake (auch ein wunderbares Sommerrezept!) ein Curd zum Einsatz. Jaaaa, ich habe es schon wieder getan. Sucht ist Sucht. Ihr könnt dafür euer Lieblingscurd verwenden, am besten Limette oder Zitrone. Auf jeden Fall Zitrus. Mein Rezept für das Curd bekommt ihr morgen nachgeliefert. Meint ihr, man kann auch Mango-Curd machen? Ich hätte da noch ca. 11 Mangos, die verwertet werden wollen…ich werde also berichten. In jedem Fall gibt es bald mehr Mango. Jippie!

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Mürbeteig für eine 26cm-Pieform:

250g Mehl
1 Ei
1 Pck. Vanillezucker
50g Zucker
1 Prs. Salz
120g kalte Butter

1 Eigelb
1 Schuss Milch

Panna Cotta Füllung: 

750g Sahne
110g Zucker
1 Vanilleschote
4 Blätter Gelatine
30g weiße Schokolade
4-5 EL Lieblings-Curd (am besten Zitrone oder Limette)
1 reife gelbe Mango

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Für den Mürbeteig das Mehl mit Salz, Vanillezucker und Zucker mischen. Die Butter in kleinen Stückchen dazugeben und ins Mehl reiben, dann auch das Ei dazugeben. Nur so lange kneten, bis der Teig nicht mehr bröselt. Für 20 Minuten in Frischhaltefolie gewickelt in den Kühlschrank legen.

Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Derweil die Vanilleschote aufschlitzen und das Mark herauskratzen. Die Sahne mit dem Zucker, der Vanilleschote und dem Vanillemark verrühren und in einem Topf aufkochen. Die weiße Schokolade in Stückchen dazugeben. Vom Herd nehmen und die Gelatine gut ausdrücken und anschließend unter ständigem Rühren in der Sahne auflösen. Anschließend nach Geschmack 4-5 EL von dem Zitrus-Curd unterrühren. Die Sahnemischung etwas abkühlen und zwischendurch immer wieder rühren. Den Mürbeteig ausrollen und in eine gefettete Pie- oder Tarteform drücken. Mit einer Gabel mehrmals den Boden einstechen. Bei 225 °C ca. 12 Minuten backen. Danach mit einer Mischung aus verquirltem Eiweiß und Milch bestreichen. Wenn der Tarteboden einigermaßen abgekühlt ist, die Panna Cotta Mischung hineingießen und mindestens 3 Stunden im Kühlschrank fest werden lassen.

Die Hälfte des Mango-Fruchtfleischs in einem hohen Gefäß fein pürieren. Falls nötig mit etwas Puderzucker abschmecken. Die andere Hälfte würfeln. Beides vor dem Servieren auf dem Panna Cotta Träumchen verteilen.

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Ich back’s mir im Juni: Omas Butterkuchen

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Eigentlich sollte ja diese Woche der zweite Dänemark-Beitrag folgen. Dann habe ich es wegen des Lebens 1.0 nicht geschafft, alle Bilder zu bearbeiten. Und plötzlich merke ich gestern Abend auf der Couch: Morgen ist schon wieder Claretti-Zeit mit „Ich back’s mir!“ Dieses fröhliche Virtuell-Miteinander-Backen habe ich schon richtig lieb gewonnen und klicke mich immer mit Begeisterung durch das Pinterest Board. Heute zeige ich euch zum Thema Familienrezepte den Klassiker überhaupt: Jeder kennt Butterkuchen!

Ein leckerer, zuckriger Butterkuchen war bei uns auf der Kaffeetafel früher einfach der treuste Begleiter. Meine Oma hatte eigentlich immer einen da. Auch, wenn es zu Geburtstagen mal eine Torte gab, durfte er nicht fehlen. Besonders wir Kinder, die damals noch recht krüsch waren, wie man in Norddeutschland sagt, haben ihn gern gegessen. „Krüsch“ heißt nichts anderes, als das wir sehr mäkelig und wählerisch waren, was das Essen betraf. Mein Bruder und ich mochten eigentlich überhaupt keine Früchte im Kuchen (Heute kann ich das überhaupt nicht mehr nachvollziehen!) und wie Kinder so sind, war Neues eher eine Grauzone. Das hat sich zum Glück geändert.

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Als Teenie war Butterkuchen dann eher out. Zu oft gegessen, zu wenig cool. Da musste schon etwas Außergewöhnlicheres her, um Begeisterungsstürme auszulösen.

Als nun erwachsene Bäckerin aus Leidenschaft muss ich sagen: Der Butterkuchen hat definitiv wieder an Sympathie gewonnen und ich kann gar nicht fassen, dass ich ihn jetzt erst das erste Mal gebacken habe! Er gehört nicht zur hohen Kunst, aber ist eben wunderbar: bodenständig, butterig-süß, rustikal und voller Erinnerungen. Und Hefegebäck liebe ich sowieso in allen Formen!

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Was sich auch geändert hat: Heute lade ich meine Oma zu Kaffee und Kuchen ein. Und sie genießt es! Mit selbstgebackenem Kuchen kann ich ihr immer eine Freude machen.

Übrigens habe ich euch auch schon andere Familienrezepte gezeigt, weswegen ich dieses Mal erst überlegen musste, was ich backen könnte. Die üblichen Verdächtigen findet ihr nämlich bereist auf dem Blog: Beste Eierlikörtorte und Haferflockenkuchen.

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500g des Mehls in eine Schüssel geben. Die Trockenhefe, 1 TL Zucker und das Salz unterrühren, dann mit der lauwarmen Milch verkneten. Den restlichen Zucker, die weiche Butter in Flöckchen, das Ei und die Zitronenschale dazugeben. Alles gut verkneten und abgedeckt an einem warmen Ort 45 Min. gehen lassen. Danach den Teig mit dem restlichen Mehl noch einmal kräftig durchkneten, ausrollen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Noch einmal 10 Min. zugedeckt gehen lassen. Den Backofen auf 180°C vorheizen.

Nach dem Gehen mit dem Finger in die Teigoberfläche kleine Mulden drücken und jeweils mit einem Flöckchen Butter füllen. Dann die Mandelstifte auf dem Teig verteilen. Anschließend mit dem Zucker-Vanillezuckergemisch bestreuen.Auf der mittleren Schiebe ca. 20-25 Min. backen. Danach herausnehmen und mit einem Holzspießchen gleichmäßig überall einstechen. Am Ende 100ml Sahne über den Kuchen gießen, wenn gewünscht (dann kann der Kuchen erst nach ca. 1 Stunde verzehrt werden).

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Lasst es euch schmecken! Mein Butterkuchen kam beim letzten Public Viewing auf jeden Fall super an. So einiger hat sich da an seine Kindheit erinnert. Und lustigerweise hat Claretti auch einen Butterkuchen gebacken…

 

Dreamy Lemon Rosemary Shortbread

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Es gibt einfach Geschmacks-Kombinationen, die es krachen lassen. Die erst vorsichtig auf der Zunge prickeln, dann das Gehirn kleine Luftsprünge machen lassen und dann verlangen die Geschmacksknospen und das Bäuchlein laustark nach Nachschub. VIEL. NACHSCHUB. So geschehen bei mir zum Beispiel schon mit:

Schokolade und Salzbrezeln (Oh JA! Davon werdet ihr bald mehr sehen..).

Banane und Erdnussbutter.

Karamell und Salz.

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Und nun auch mit: Zitrone und Rosmarin. Ich weiß, diese Zusammenstellung ist nicht neu. Und ich war schon immer neugierig darauf, einige Rezepte sind auf meiner Nachbackliste bereits vor geraumer Zeit gelandet. Und trotzdem hatte ich bisher nie die Zeit/Muße/Zutaten, um etwas damit zu verwirklichen, wenn es mir nach etwas Frischem war.

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BÄM! Hier sind sie. Und das nicht das letzte Mal, das weiß ich jetzt schon. Der Mann, beim in-den-Ofen-schieben noch skeptisch („Kekse? Weihnachten ist schon längst vorbei!“) ist hinterher ganz happy mit seinem Keks-Blümchen („Schmecken gut, deine Kekse“ –> Ritterschlag!). Ich habe mir verkniffen, ihm zu erklären, dass es sich nicht um irgendwelche Kekse, sondern um Shortbread handelt. Hauptsache, es schmeckt! Nicht nur das. Ich könnte mich echt reinlegen in diese buttrigen, lockeren, knusprigen Shortbread-Blümchen. Und da mich das Rezept so begeistert hat, ist es mein Beitrag zu Clarettis Backthema des Monats Zitrusfrüchte bei der tollen Aktion „Ich back’s mir“!

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Das Rezept ist von diesem grandiosen Blog, auf den ich über Pinterest gestoßen bin. Da steht auf jeden Fall jetzt noch eine Menge mehr auf meiner Liste. Ich habe das Rezept nur ein ganz kleines Bisschen abgeändert, denn die Cookies sind ziemlich perfekt. Das Rezept habe ich trotzdem aufgeschrieben, damit ihr es nicht beim Backen noch konvertieren müsst, wie ich. Das finde ich nämlich gar nicht so einfach, wenn man keine Measuring Cups hat. Schaut trotzdem unbedingt mal bei Two Peas and Their Pod vorbei, da sind wahnsinnig leckere Rezepte zu entdecken! Was haltet ihr das nächste Mal von den Dark Chocolate Chunk, Pistacchio and Sea Salt Cookies? Hört sich wahnsinnig gut an, wie ich finde.

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Und dann wollte ich euch noch schnell eine tolle Dessert-Idee zeigen, die mir zu den Shortbread-Cookies gekommen ist. Aber, ich habe leider gar keine Fotos davon, weil es einfach zu gut, und gar nicht so mega ungesund ist. Ich habe es mir in letzter Zeit immer als After-Work Snack gemacht, denn es geht ganz schnell: Ihr rührt ein Schüsselchen griechischen Joghurt mit 1-2 TL Honig und dem Saft einer viertel Zitrone zusammen und krümelt dann nach Belieben zwei oder drei Cookies hinein…mhmmmmm! Probiert es aus!

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Für eine Menge Lemon Rosemary Shortbread: 

240g Mehl
1/4 TL Salz
1 1/2 TL Zitronenabrieb
1 TL frischer, gehackter Rosmarin
200g Butter (Raumtemperatur)
85g Puderzucker
1 TL Vanilla
2 EL Zitronensaft

Shortbread

Mehl, Salz, Zitronenabrieb und gehackten Rosmarin in einer Schüssel kurz vermischen und beiseitestellen. Die Butter und den Puderzucker zusammen cremig schlagen, dann Vanilleextrakt und Zitronensaft dazugeben. Nach und nach die Mehlmischung dazugeben und nur rühren, bis gerade so ein Teig entstanden ist. Dann den Teig in Frischhaltfolie wickeln und für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank legen. Den Ofen auf 160°C vorheizen. Den Teig auf einer leicht bemehlten Fläche etwa 1/2 cm dick ausrollen. Entweder Formen ausschneiden oder einen beliebigen Ausstecher verwenden. Die Cookies auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und ca. 10-12 Minuten backen. Sie sind fertig, wenn einige von ihnen an den Ecken goldbraun werden, dann nicht länger backen! Komplett auskühlen lassen. Sie halten sich in einer Dose oder einem Cookiejar eine ganze Weile frisch.

Großmutters Gugl-Glück

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Manchmal sind die einfachsten Dinge die besten. Es muss nicht immer abgefahren, neu und total außergewöhnlich sein. Dieser Gugl besticht mit seiner schlichten Saftigkeit. Nein, das ist kein Familienrezept. Aber es könnte eins sein. Omas Kuchen sind immer die besten, ohne Erdnussbutter, Matcha oder Tonkabohne. Genauso wird dieser Gugl mit einfachen Zutaten gemacht, die zusammen einen Kuchen wie Sonntags bei Oma auf den Tisch bringen: weich, lecker, saftig und einfach gut.

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Ein echtes Grundrezept, das man bestimmt auch beliebig abwandeln könnte. Am besten schmeckt er meiner Meinung nach noch ein bisschen warm, nur mit etwas Puderzucker bestreut. Da denke ich gleich an Sonntage bei meiner liebsten Oma, an denen wir zum Kaffeetrinken eingeladen wurden. Mit Omas leckerstem Kuchen und Fruchtschorle. Und danach werden Himbeeren vom Strauch gepflückt und auf dem Kirschbaum rumgeklettert. Hach… 🙂 Naja, vielleicht heute nicht mehr.

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Gugel4

Für eine große Guglform:

250g Butter
100g Frischkäse
100g Magerquark
400g Zucker
5 Eier
400g Mehl
1 Prs Salz
1 TL Backpulver
4 EL Rum

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Die weiche Butter, den Frischkäse, den Quark und den Zucker zusammen cremig schlagen. Ein Ei nach dem anderen und schließlich den Rum dazugeben. Das Mehl mit dem Backpulver und dem Salz vermischen und schließlich ebenfalls unterrühren. Die Guglform fetten und mit Paniermehl ausstreuen (das schmeckt man am Ende nicht). Den Teig einfüllen und im vorgeheizten Ofen ca. 35 Minuten backen. Auskühlen lassen und anschließend mit Puderzucker bestreuen. Und dann: Genießen!

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Das Rezept habe ich von hier, habe es aber etwas abgewandelt und umbenannt, da ich den Namen nicht ganz passend fand.

Ricotta-Käsekuchen mit weißer Schokolade

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Die Aktion „Ich back’s mir“ von Clara alias „Tastesheriff“ geht in die zweite Runde. Da mir die erste Runde, in der zur Zimtschnecken-Backerei aufgerufen wurde (meinen Franzbrötchen-Beitrag findet ihr hier), viel Spaß gemacht hat, bin ich natürlich wieder dabei. Clara hat mit einem tollen California Cheesecake vorgelegt, klick. Bei mir bekommt ihr heute eine leckere Abwandlung des Käsekuchen, den Ricotta-Kuchen. Und zwar einen besonders tollen mit weißer Schokolade, Zitrone, Mandel und Kokos. Und los geht’s mit der Käsekuchenschlacht!

Käsekuchen6

Käsekuchen

Den Backofen auf 175°C vorheizen. Die Vollkorn-Kekse im Blitzhacker oder in einem Gefrierbeutel mit dem Nudelholz zu sehr feinen Bröseln verarbeiten. Die Butter schmelzen und unter die Brösel mischen. Die Mischung auf dem Boden einer 26cm-Springform festdrücken und den Boden 10 Minuten backen.

Ricotta und Frischkäse glatt rühren, dann den Zucker, Vanillezucker, Vanilleextrakt und Speisestärke untermischen. Dann nach und nach die Eigelbe und schließlich die Sahne darin verschlagen, bis alles cremig ist. Die Eiweiße anschließend mit gereinigten Quirlen steif schlagen und zunächst beiseite stellen.

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Die Schale der Zitrone in den Teig raspeln. Dann die Zitrone halbieren und etwas Zitronensaft dazu pressen. Das Bittermandel-Aroma dazugeben. Die Schokolade in Stücke brechen und über dem Wasserbad schmelzen. Dann unter die Masse ziehen. Zum Schluss die Kokosraspel einrühren und das Eiweiß vorsichtig mit einem Teigspatel oder Holzlöffel unterheben. Den Teig auf den Kuchenboden geben und etwas glatt streichen. Kleine Unebenheiten vom Eiweiß sind bei mir geblieben, was ich aber nicht schlimm finde. Den Kuchen ca. 70 Minuten backen. Nach einiger Zeit den Kuchen mit Alufolie abdecken, damit der Kuchen nicht zu dunkel wird. Nach dem Backen noch 30 Minuten im ausgeschalteten Ofen runterkühlen lassen.

Käsekuchen3

Ich habe mich bei dem Rezept an Leila Lindholms Ricotta-Cheesecake aus dem Buch „Noch ein Stück“ orientiert. Da ich hier jedoch keinen Quark bekomme, habe ich stattdessen Frischkäse zum Ricotta gemischt. Einige Mengenangaben wurden für die Festigkeit des Kuchens verändert und die Backzeit verlängert. Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Der Kuchen schmeckt warm aus dem Ofen noch fast wie ein festerer, etwas weniger süßer Pudding. Nach dem Abkühlen hat er eine seidige Konsistenz und die Zitrone, Mandel und Kokos ergeben eine tolle Mischung. Dies ist kein typischer Käsekuchen im Geschmack, aber wirklich lecker!

Käsekuchen4

Käsekuchen5