{Five a month} Maronikuchen mit Nüssen und kandiertem Ingwer

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Hihi, ihr Lieben! Dieser Monat unserer Five a Month-Aktion war aus verschiedenen Gründen etwas verpeilt. Grund Eins: der 25. Dezember wäre ein blödes Datum zum veröffentlichen gewesen, wir waren uns also einig, dass wir den Beitrag vorziehen. Aber aus verschiedenen Gründen haben wir jetzt doch alle an verschiedenen Tagen gepostet (oder zum Teil auch noch nicht). Also bitte nicht wundern, wenn ich noch nicht alle fünf Posts findet. Diesen Monat ist alles etwas anders.

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Der zweite Grund: Ich habe noch nie, nie, nie mit Maronen gebacken oder gar gekocht. Dementsprechend hat mich Rebecca vor eine saftige Herausforderung gestellt, als sie sich etwas mit Maroni wünschte. Was fang ich denn jetzt damit an?

Der dritte und letzte Grund: da ich am 16. Dezember erst wieder Zuhause in Deutschland angekommen bin und es im Orient keine Maronen gibt, wollte ich sicher gehen, dass ich auch welche zum rechtzeitigen Backen bereit habe. Ich war mir sicher, dass ich sie auf  den letzten Drücker in keinem Supermarkt finde. Also habe ich zähneknirschend schon vorher im Internet die auf den Bildern sichtbare Maronencreme für einen Wucherpreis und nochmal soviel Porto bestellt. Problem gelöst. Bei meinem allerersten Gang in den  heimischen Supermarkt lachte mich dann aber leider die gleiche Maronencreme an, ohne Portokosten und auch noch im Angebot, grr!

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Das Ergebnis ist trotz dieser Hindernisse am Ende aber richtig lecker geworden. Ich habe Kuchenwürfel mit Maronencreme gezaubert, die von einer dicken Schicht weißer Schokolade umhüllt werden. Ganze und gehackte Haselnüsse im Inneren sorgen für den nötigen Biss. Die Äpfel, die eine vorgegebene Zutat waren, schmeckt man im Teig nicht heraus, sie machen ihn aber schön saftig. Kandierter Ingwer sorgt für eine würzige Schärfe und rundet den Kuchen meiner Meinung nach erst ab. Ihr könnt die Würfelchen aber natürlich auch anders toppen, falls euch das ein bisschen zu ausgefallen ist. Probieren lohnt sich aber garantiert!

Maronikuchen

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Für eine 26er Springform oder ein Muffinblech:

250g weiche Butter
100g Zucker
40g Ahornsirup
Mark einer Vanilleschote
150g Maronencreme
3 Eier
1/2 TL Zimt
100g gemahlene Mandeln
250g Buchweizenmehl (oder Dinkelmehl Type 603)
1 TL Backpulver
100g ganze Haselnüsse
100g weiße Schokolade
1/2 TL Spekulatiusgewürz
30g kandierter Ingwer

Aus den ersten 10 Zutaten einen lockeren Rührteig herstellen. Falls er zu fest ist, einen guten Schuss Milch zugeben. Die Hälfte der Haselnüsse grob Hacken, die andere Hälfte ganz lassen. Alle Haselnüsse unter den Teig heben und ihn in eine gefettete Form füllen. Im vorgeheizten Ofen bei 175 Grad ca. 35 Min. backen. Die weiße Schokolade über dem Wasserbad schmelzen und mit dem Spekulatiusgewürz verrühren. Den kandierten Ingwer fein würfeln. Den Kuchen vollständig auskühlen lassen, in Würfel schneiden und mit weißer Schokolade und Ingwer verzieren.

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Schaut doch auch mal bei den anderen Mädels vorbei!

Maxulia

Coal Hearted

Icing Sugar

Frau Zuckerstein

 

{Swedish Christmas Bakery} Pfefferkuchen-Kuchen mit Preiselbeeren

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So ihr Lieben, jetzt hat für mich definitiv der Weihnachts-Countdown begonnen, und das ausschließlich im positiven Sinne. Denn ich habe jetzt Urlaub, bin schon Zuhause bei der Familie und werde die nächsten Tage bis Weihnachten noch einen Haufen schöner, entspannter, weihnachtlicher Dinge tun. Auf der To-Do-Liste ganz ohne Stress steht:

– Geschenke aus der Küche vorbereiten, unter anderem ein Kräuteröl und eingelegte Pilze

– ein richtig langes Bad mit einem guten Buch

– das Weihnachtsmenü zuende planen

– ein Lesenachmittag mit viel Tee auf der Couch

– mein PAMK-Päckchen an meine Tauschpartnerin abschicken

– Geschenke einpacken

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Hört sich doch nach einem guten Plan an, oder? So muss das sein. Mit viel „kann“ und wenig „muss“. Vor allem das mit dem Lesen habe ich mir diesen Winter vorgenommen, denn im Alltag komme ich leider viel zu wenig dazu. Und wann liest es sich besser, als wenn es draußen kalt und stürmisch ist, es einen warmen Tee und Plätzchen dazu gibt? Eben, nie! Den passenden Kuchen dazu habe ich auch mitgemacht, ein bisschen schwedisch angehaucht und zum Glück superschnell gemacht. Der Pfefferkuchen-Kuchen (hihi…)ist innerhalb von gerade mal 10 Minuten im Ofen. Ihr braucht wirklich nur so lange zum Zusammenrühren, bis der Backofen heiß genug ist (es sei denn, ihr habt im Gegensatz zu mir einen Turbo-Ofen..). Das heißt, er ist innerhalb von nicht einmal einer Stunde fertig, heißt: Verzehrfertig!Die Zutaten habt ihr wahrscheinlich auch fast alle sowieso Zuhause. Ob sich nun spontan Gäste angekündigt haben, oder ebenso spontan die Keksdose vor dem Adventskaffee leer wird, dieser Kuchen ist unsere Feiertags-Rettung!

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Trotzdem ist das ganz großer Genuss für solche Schleckermäuler wie mich, die auf einfache, saftige Rührkuchen mit Gewürzen und ordentlich Puderzucker stehen! Und der Duft, wenn er aus dem Ofen kommt, macht bereits alles ganz heimelig…ich bin mir sicher, er würde sich auch sehr gut als Geschenk aus der Küche in einem kleinen Einmachglas, hübsch verpackt und dann verschenkt, machen. Denn wer mag im Winter keinen Gewürzkuchen? Also schnell in die Küche und am besten die anderthalbfache Menge anrühren. So habt ihr Kuchen für euch heute nachmittag und könnt gleich noch so ca. 3-4 kleine Weckgläschen für liebe Freunde mitbacken. Mhmmm….bekomme ich auch eins?

Pfefferkuchen

Meine Inspiration stammt aus dem Backbuch „Fika“, das einmal bei einer Shoppingtour beim Schweden in den bereits sehr vollen Einkaufskorb wanderte. Von einem Buch, dass vielleicht 10 Euro gekostet hat und das eben im Möbelhaus auslag, bin ich immernoch positiv überrascht. Es sind wirklich ein paar tolle Rezepte darin und so ziemlich alle lassen mich an schwedische Weihnachten denken. Das Rezept habe ich etwas abgewandelt. Im Originalrezept werden Preiselbeeren unter den Kuchen gemischt. Ich hatte leider keine Zuhause, wollte aber unbedingt jetzt diesen Kuchen backen. Deswegen habe ich dann einfach Himbeermarmelade genommen. Mit Preiselbeeren ist er bestimmt sogar noch einen Tick besser. Wenn ihr auch Himbeermarmelade nehmt, würde ich eventuell den Zucker um 20g reduzieren.

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Für eine 20cm-Springform:

75g Butter
2 Eier
150g brauner Zucker
100g griechischer Joghurt
1 1/2 TL Natron
1 TL Zimt
1 TL gem. Ingwer
1/2 TL gem. Nelken
3 Kapseln Kardamom, zerstoßen
1 Pck. Vanillezucker
1/2 TL Orangenschale
160g Mehl
140g Preiselbeeren oder Himbeermarmelade
Puderzucker

Butter, Eier, Vanillezucker und braunen Zucker cremig verrühren. Joghurt, Orangenschale und Gewürze untermischen. Dann Natron und Mehl vermischen und zum Teig geben. Zum Schluss erst die Preiselbeeren oder die Himbeermarmelade untermischen. Den Teig in eine gefettete Springform füllen und bei 180°C im vorgeheizten Ofen ca. 35-40 Min. backen.

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 Viel Spaß beim Backen, aufessen oder verschenken! ❤

Carina

Party! Raspberrysue wird 1! + Give Away

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Pauken und Trompeten! Konfettiiiiiii! Einen Tusch!

Raspberrysue wird heute ein Jahr alt! Ich kann es gar nicht glauben, dass es schon ein Jahr her ist, dass hier der erste Beitrag online gegangen ist. Apropos…versprecht ihr, nicht zu lachen? Dann schaut mal hier, denn das ist er. Ein paar ganz einfache Thunfischröllchen (OMG…THUNFISCHRÖLLCHEN!) machten den Anfang. Noch ganz ohne Bild und mehr als ein Testbeitrag. Konnte ja keiner ahnen, am wenigsten ich selbst, dass der Blog ein ganzes Jahr besteht und ich mal wieder darauf verweisen würde. Hihi! Am gleichen Tag ging noch der erste Beitrag MIT Bild online, und zwar diese Schwedische Rolltorte. Okay, zum Glück sieht das heute ein bisschen anders aus. Aber man muss ja auch zu den Anfängen stehen, finde ich.

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An Geburtstagen darf man auch ein bisschen Bilanz ziehen und in die Zukunft sehen. Auf der Seite der großen Schritte aus dem letzten Jahr würde ich verbuchen:

1. Ich liebe das Bloggen! Ich kann mir nicht mehr so richtig vorstellen, die leckersten Schlemmereien nicht mit euch zu teilen. Etwas aufzuessen ohne Fotos zu machen. Drauf los zu Backen ohne Mitzuschreiben, es könnte ja ein Geschmacks-Orgasmus werden, und dann…was habe ich da noch mal reingetan?!

2. Ich liebe es zu sehen, wie sich alles verändert und verbessert. Vor allem was meine Fotos angeht, habe ich sehr viel Spaß daran entwickelt, auszuprobieren und dazuzulernen. Deswegen war ich ja auch im Mai bei einem Foodphotography Workshop.

3. Es ist toll, sich mit ähnlich verrückten Foodies auszutauschen. Über Kochbücher und Zutaten zu fachsimpeln. Darüber die Zeit zu vergessen. Ohne das jemand nur komisch guckt und einen für ein bisschen seltsam hält. Nicht zuletzt gehört dazu auch, neue Bekanntschaften zu machen und daraus mit anderen tollen Bloggerinnen Aktionen wie zum Beispiel unser Five a Month zu entwickeln.

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Was wird auf Raspberrysue im nächsten Jahr passieren?

Ich habe KEINE AHNUNG! Das ist ja auch das Schöne: Ideen haben und verwirklichen. Nicht immer alles planen. Oder: Einen Beitrag perfekt planen, und im letzten Moment doch etwas anderes Backen. Weil ich es kann! Auf jeden Fall möchte ich weiter mit den Five a month – Mädels monatlich backen. Meine Aus Omas Rezeptbüchlein – Reihe ist auch noch längst nicht beendet. Ich suche seit einiger Zeit nach einem Design, dass ein bisschen luftiger und leichter daherkommt. Ich möchte meinen Blog weiter verbessern und dazulernen, was Tricks und Kniffe angeht. Definitiv auf der Wunschliste: Ein Blogger-Treffen! Dazu habe ich aber leider aufgrund meines Wohnorts nur selten im Urlaub Gelegenheit. Und vielleicht…ganz vielleicht…wird Raspberrysue ja auch mal auf eine eigene Seite umziehen, wer weiß. Aber eventuell wird davor auch noch ein Geburtstag ins Land gehen.

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Ich muss dem Liebsten an dieser Stelle mal einen kleinen Dank aussprechen, denn er war es, der mich zum Bloggen ermutigt hat. Die Domain gab es schon ein paar Wochen, aber ich wusste offen gestanden nicht, ob es sich lohnt. Mit dem Internet ist es in unserem derzeitigen Heimatland leider nicht so einfach, wie daheim. Mit 40GB Bandbreite im Jahr zu bloggen, nun ja…speziell! So manch einer verbraucht das an einem Wochenende. Außerdem war bin ich beim besten Willen kein Naturtalent, wenn es ums Internet und irgendwelche technischen Dinge geht, hüstel. Der Liebste hat gesagt: Mach es ! Machste deine Bilder eben kleiner. Probier es eben aus. Beste Entscheidung!! Achja, und er ist Nr.1-Testesser, Handmodel und fragt sogar mittlerweile nach, ob ich Dinge schon fotografiert habe, oder er sie essen kann – perfekter Blogger-Mann!

Der größte Dank gilt aber euch! Was war ich aufgeregt, als das erste Like, der erste Kommentar aufblinkten. Als ich jeden Tag Klicks bekam. Soooo aufgeregt! Alle Blogger unter euch erinnern sich an diese ersten Tage und Wochen. Und mittlerweile hat das Blögchen auch ein tolles, herzliches, treues Leserpublikum, EUCH! Vielen Dank für eure lieben Kommentare, für’s Lesen, Nachbacken und Weiterverlinken. Danke, dass es euch gibt, denn es macht soooo viel Spaß mit euch ❤

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Und weil ihr die Besten seid, habe ich auch was für euch, weiter unten! Erst einmal müsst ihr mit mir ein Stück Torte Essen. Mit viiiiiiel Sahne! Ich habe lange nachgedacht, geplant, wieder verworfen, welches Backwerk zu meinem Bloggeburtstag passen könnte. Eigentlich sollte es noch nicht weihnachtlich werden, aber irgendwie…ist es dann Schritt für Schritt doch ein Christmas Sweet Table geworden. Muss wohl an meiner Stimmung liegen. Und für euch sind das schonmal erste Inspirationen für’s Adventskaffee. Ich serviere ein Gewürztörtchen mit Glühweincreme und Granatapfel, Zimtcupcakes mit flüssigem Kern, Traumstücke und dazu weißen Glögg. Denn: „A party without a cake is just a meeting!“ Und jetzt, bitte alle schnell an den gedeckten Tisch! Wer will Torte? Und weil wir jetzt so lecker schlemmen, gibts die Rezepte erst später. Das würde diesen Beitrag wohl sonst sprengen.

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Denn jetzt kommt ja noch mein Geschenk an euch. Wie ihr wisst, nenne ich derzeit den Orient mein Zuhause. Zu meinem Blog-Geburtstag wollte ich ein ganz persönliches Dankeschön-Päckchen schnüren (ist ja zusätzlich auch mein erstes Give Away!). Deshalb habe ich mir überlegt, dass eine von euch ein von mir zusammengestelltes 1001-Nacht-Überraschungspaket pünktlich zu Weihnachten nach Hause bekommt. Was genau drin ist, verrate ich natürlich noch nicht, ist ja eine Überraschung. Aber es wird toll. Und es wird natürlich hauptsächlich kulinarischer Natur sein. Den Inhalt kaufe ich natürlich original orientalisch ein und bringe ihn dann mit in den Weihnachtsurlaub. Euer Paketchen geht dann so um den 16. Dezember rum auf Reisen. Naaaa, wer ist neugierig geworden?

Wenn ihr mitmachen möchtet, hinterlasst mir bis zum 10. Dezember einen Kommentar und verratet mir, welche kulinarische Köstlichkeit ihr vor allem mit 1001 und Orient verbindet. Ich bin gespannt! Teilnehmen kann jeder über 18, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Dieses Giveaway ist nicht gesponsert, sondern kommt von Herzen und ganz allein von mir. Bitte hinterlasst eine E-Mail-Adresse und einen Namen, unter dem euch im Falle eines Gewinns kontaktieren kann. Es gibt keine zusätzlichen Lose für’s Teilen, aber ich würde mich darüber freuen wie Bolle! Und jetzt husch husch, in den Lostopf!

Carina

{Ich back’s mir} Blueberry Muffins

Blueberry Muffins

Was ist euer absoluter Lieblingskuchen? Ich tue mich da wirklich schwer. Deswegen hat sich das „Ich back’s mir“-Thema von dem Monat, „Lieblingskuchen“, für mich als wirklich schwierige Hausaufgabe entpuppt. Dabei ist es eigentlich das einfachste Thema aller Zeiten, weil wirklich alles geht. Aber ein Lieblingskuchen ist ja nicht irgendein Kuchen. Ich backe so viel, aber aus Neugier selten zwei Mal das gleiche. Würde ich danach gehen, was ich immer wieder backe, wären es wohl vor allem Kuchen aus meiner Kindheit, wie der einfachste Zitronen-Blechkuchen aller Zeiten und Mamas Eierkikörkuchen. Oder der Russische Zupfkuchen, den der Liebste und ich heiß und innig lieben. Aber hat nicht jeder ein Rezept für Zupfkuchen?

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Und dann fiel mir auf, dass ich ein absolutes Knaller-Rezept schon abgelichtet habe und sowieso bald verbloggen wollte, nämlich diese Blaubeermuffins. Mit denen stand ich lange auf Kriegsfuß, und zwar, weil mir die meisten gekauften Blaubeermuffins viiiiiel zu süß und künstlich schmecken. Das sie auch SO GUT schmecken können, habe ich nur dunkel geahnt. Neulich habe ich mich dann mal rangewagt und wirklich ein klasse Rezept dafür gefunden. Diese Muffins haben das Potential, wieder und wieder gebacken zu werden. Ich liebe ja sowieso alles mit Beeren. Die Muffins sind damit wirklich voll beladen und süß genug um sie zum Nachmittagskaffee zu essen, aber nicht zu süß, um als Frühstück durchzugehen. Genau richtig. Wer mag, macht noch diesen köstlichen Schwarztee-Zimt-Guss dazu, der war eine spontane Eingebung. Aber richtig lecker…

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Puuuh, Problem gelöst 😉 Diese kleinen Teile kann ich problemlos als Lieblingskuchen verkaufen, denn dazu gehörten sie ab dem ersten Bissen. Achja, und ich habe ja neulich gerade erwähnt, dass sich meine Familie an Frucht im Kuchen gerade erst herantastet. Ich dachte, Blaubeeren wären noch ein bisschen viel. Aber, voll verschätzt! Ich musste mir am Ende noch einen in Sicherheit bringen, denn meine Mutter war auch total begeistert.

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Deswegen ist dieses Rezept mein „Lieblingskuchen“ und kommt in Clarettis Linkliste. Was wohl diesen Monat bei so einem breit gefassten Thema alles für Kuchen zusammenkommen? Hui, und nächsten Monat ist ja auch schon Dezember. Dann habe ich es tatsächlich geschafft, jeden einzigen Monat ein Rezept beizusteuern. Ich hoffe, dass es im nächsten Jahr auch wieder eine so schöne Aktion geben wird…

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Für ca. 10 Muffins:

100g Butter
100g brauner Zucker
150g Dinkelmehl
1 1/2 TL Backpulver
2 Eier
1 Msp. Muskat
etw. Orangenschale
1 Prs. Salz
150 Blaubeeren, frisch oder TK
Mark von 1/2 Vanilleschote
1 TL Zimt
etw. Ingwer

Butter und Zucker cremig schlagen. Das Salz, Vanillemark, Orangenschale, ein kleines bisschen Muskat und Ingwer, 1/2 TL Zimt und die Eier unterrühren. Das Mehl und Backpulver vermischen und dann nur noch kurz unter den Teig heben. Ebenso mit den Blaubeeren verfahren. Falls TK-Blaubeeren verwendet werden, diese erst direkt vor dem Unterheben aus der Kühlung nehmen. Im vorgeheizten Backofen bei 180°C ca. 25-30 Min. backen.

Für den Schwarztee-Zimtguss, falls gewünscht, eine halbe Kaffeetasse schwarzen Tee kräftig ziehen lassen. Mit 1/2 TL Zimt und ausreichend Puderzucker anrühren, sodass sich eine cremige Konsistenz ergibt. Über die Muffins streichen.

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Cremiges Süßkartoffelsüppchen mit Ziegenkäse

Süßkartoffelsüppchen

Ab morgen dürfen wir also schon offiziell weihnachtlich schmücken, Plätzchen backen, und der erste Advent ist auch nicht weit. Ich genieße gerade das Wochenende und freue mich auf noch mehr Wochenenden von dieser Sorte: In Decken gekuschelt mit dem Liebsten auf der Couch, dazu ein Tee und eine Folge „Game of Thrones“. Uns hat es gerade ziemlich gepackt, besser spät als nie. Dafür schauen wir aber gerade auch eine Folge nach der anderen, wann immer es geht. Ich habe mich entschlossen, dass ich jetzt auch noch die Bücher lesen werde. Die dunkle Jahreszeit dauert ja noch eine Weile, und in dieser Zeit steigt auch meine Lust auf Fantasy. Deswegen kann ich es auch kaum erwarten, dass endlich „Der Hobbit“ und „Die Tribute von Panem“ ins Kino kommen. Kino vor Weihnachten ist ist einfach klasse!

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Damit ihr von so spannenden Filmen oder Büchern nicht so lange abgehalten werdet, geht diese Suppe wirklich schnell und ist das perfekte Winteressen. Mein Liebling, die Süßkartoffel, wärmt mit Chili und Ingwer so richtig schön durch. Den Pfiff bekommt diese Suppe vom Ziegenfrischkäse, der für die Cremigkeit sorgt. Probiert es mal aus! Schmeckt wirklich klasse, und auch nicht zu aufdringlich. Mit ein paar gerösteten Kürbiskernen und einem Klecks Schmand serviert hätte ich dieses Süppchen gleich eine ganze Woche am Stück essen können. Süßkartoffeln sind einfach ein absolutes Soulfood!

Achja, und feiert jemand von euch Thanksgiving? Auch dafür wäre diese Suppe sehr passend. Auch wenn es in diesem Jahr wieder nichts wird: Ich hätte wirklich Lust, für Freunde mal ein kleines Thankgiving-Dinner auszurichten. Vielleicht im nächsten Jahr!

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Für ca. 4-5 Portionen:

1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
600g Süßkartoffel (ca. 2 Stück)
2 Möhren
2 mittelgroße Kartoffeln
etw. Olivenöl
Thymian
Ingwer
ca. 750ml Gemüsebrühe
1 Chilischote
125g Ziegenfrischkäse
1 EL Schmand
Kurkuma, Salz, Pfeffer, Sumach, Chili
Kürbiskerne und Kürbiskernöl

Süßkartoffeln, Kartoffeln und Möhren schälen und in Würfel schneiden. Schalotte, Ingwer und Knoblauch pellen und fein hacken. Schalotte und Knoblauch in einem großen Topf in Olivenöl kurz anbraten. Dann das Gemüse und den Ingwer hinzugeben. Die Chilischote waschen, die Kerne und Scheidewände entfernen und die Schote fein gehackt zum Gemüse geben. Nach ca. 5 Minuten die Gemüsebrühe aufgießen und alles zugedeckt 20-25 Min. köcheln lassen. Wenn das Gemüse weich genug ist (mit der Gabel testen), alles mit einem Pürierstab fein pürieren. Je nach gewünschter Konsistenz noch mehr Gemüsebrühe zugeben. Wenn die Suppe schön cremig ist, den Ziegenfrischkäse und den Schmand einrühren. Zum Schluss mit frischen Thymianblättchen, Salz, Pfeffer und anderen Gewürzen nach Wahl abschmecken. Mit etwas Kürbiskernöl und (eventuell angerösteten) Kürbiskernen servieren.

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Schnelle Frühtücksidee – Herbstlicher Birnen-Zimt Joghurt

Herbstfrühstück

So gern ich frühstücke: Unter der Woche muss es schnell gehen. Da ich außerdem erst im Büro essen kann (wir fangen um 7.00 Uhr an, davor bekomme ich echt nichts runter), muss mein Frühstück transportabel sein. Diese herbstliche Frühstücksidee ist derzeit meine liebste. Birne, Ingwer und Zimt machen sie zum einem echten Wohlfühl-Essen, das auch noch gut für mich ist. Noch ein Vorteil: Es kann sowohl morgens schnell zusammengeschmissen, als auch als Overnight Oats am Vorabend schon komplett vorbereitet werden. Ganz wie du es lieber magst!

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Ich mache das mal so, mal so. Erstens, weil ich abends oft vergesse, die Overnight Oats anzurühren. Andererseits auch, weil ich es eben manchmal richtig kernig mag. Da sollen dann die Haferflocken ruhig noch ordentlich Biss haben.

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Zu richtig gutem Frühstück fällt mir gerade noch etwas ein: Mein Berlin Wochenende über Halloween hat, was das Frühstück anging, auch mal wieder richtig eingeschlagen. Natürlich auch sonst. Aber eben gerade auch mit einer Entdeckung beim Frühstück. Am zweiten Tag haben wir am Hemholtzplatz (Prenzlauer Berg) beim Café Liebling gegessen. So ein süßes kleines Café! Anscheinend hauptsächlich von Studenten geführt, war der Kaffee samt Latte Art einfach traumhaft gut und die Frühstücksvariationen haben mich vor so manche Entscheidungsschwierigkeit gestellt. Entschieden habe ich mich dann schließlich für eine Vollkorn-Schnitte mit Rucola, Ziegenkäse, Birne und Balsamico-Creme, sowie eine warme Zimtschnecke. Letztere wurde im Glas serviert und war einfach himmlisch, vielleicht die beste Zimtschnecke aller Zeiten. Weich, fluffig, warm und klebrig, hach! (Um das ganze ein bisschen auszugleichen habe ich dann noch einen grünen Smoothie bestellt, so!). Also, wenn du mal in Berlin bist, weeßte, wo’s zum Frühstück hingeht! Café Liebling, ganz unbedingt!

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Und damit ihr nach so viel Frühstücks-Schwämerei jetzt nicht ganz „ohne“ da steht, hier noch schnell mein Rezept:

Für zwei Portionen Birnen-Zimt-Joghurt: 

5 gehäufte EL Vollmilch- oder griechischer Joghurt
etwas Honig oder Ahornsirup
2-3 EL körnige Haferflocken
1 kleine Birne
1/2 TL Zimt
ein fingernagelgroßes Stück frischer Ingwer
5-6 Walnüsse (oder andere Nüsse)
1 EL gehackte Pistazien

Den Joghurt auf zwei Schraubgläser aufteilen und nach Belieben mit Honig oder Ahornsirup süßen. In einem Schüsselchen den fein geriebenen oder gehackten Ingwer, den Zimt, die gehackten Walnüsse und die Pistazien vermischen. Die Haferflocken untermischen. Die Birne waschen, das Kerngehäuse entfernen und in feine Spalten oder Würfel schneiden. Die Haferflocken-Mischung und die Birne auf dem Joghurt anrichten. Wenn gewünscht, mit etwas Honig toppen. Wenn das Ganze als Overnight Oats zubereitet wird, alles gut umrühren und über Nacht in den Kühlschrank stellen. Morgens mit etwas Milch oder Mandelmilch verrühren und kalt oder leicht angewärmt genießen.

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Herbstliche Apple Handpies mit Karamell und Gewürzen

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Bei mir ist schon wieder die Saison der dicken Socken und Strickjacken angebrochen, in der ich mich regelmäßig nach etwas Warmem sehne. In Deutschland ist das Wetter ja jetzt mehr oder weniger schon herbstlich. Hier bei uns sind es zwar immernoch 20°C. Wenn man jedoch seit 5 Monaten Temperaturen über 35°C gewohnt ist, dann fängt man auch ganz schnell an zu frieren, wenn der Durchschnittseuropäer noch schwitzt. In ein paar Tagen sind wir auch mal wieder in Norddeutschland, und ich freue mich tatsächlich auf ein bisschen waschechtes Novemberwetter. Aber gerade dann, braucht man ab und an etwas Warmes.

Apple Handpies

Eine Tasse Tee, zusammen mit einem dieser köstlichen, nach Gewürzen duftenden Handpies, passt da ganz gut. Am besten frisch aus dem Ofen. Und ihr kennt das ja mit mir und den Übertreibungen. Es ist zwar etwas Karamell in den Minipies drin, aber das reicht mir nicht. Ich dippe nochmal in Karamellsauce. Es soll kalt werden, wir brauchen ein bisschen Winterspeck. Daran arbeite ich im Moment wirklich sehr hart wie ihr merkt, hihi. Nichts leichter als das.

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Für die Pies habe ich eine kleine herbstliche Gewürzmischung aus dem Folgenden angemischt: 1 TL gemahlener Ingwer, 2 TL Zimt, 1 TL Piment, 1/2 TL Nelkenpulver, etwas gemahlener Kardamom. Das Gewürz lässt sich auch prima für andere Leckereien aus dem Backofen verwenden, zum Beispiel Kürbisbrot, Apfelkuchen…

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Anstatt als Handpies könnt ihr natürlich auch kleine Tartelettes aus dem Teig backen. Egal in welcher Form, Liebhaber von Mürbeteig und Gewürzgebäck kommen hier so richtig auf ihre Kosten. Für den Mürbeteig habe ich zur Hälfte Dinkelvollkornmehl genommen. Das muss man mögen, der Mürbeteig wird dann sehr nussig. Nur Weizenmehl oder ein kleinerer Anteil Dinkelvollkornmehl tut’s ansonsten natürlich auch.

Zur Zierde habe ich aus den Teigresten noch kleine Sternchen ausgestochen. Diese werden dann mit dem übrigen Eiweiß auf die Pies „geklebt“. Hübsch oder?

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Für ca. 12 Handpies/ 4-5 Tarteletts:

1 Ei (getrennt)
250g Mehl (bei mir: halb Dinkelvollkorn)
1 TL Herbstgewürzmischung
35g brauner Zucker
1 Prs. Salz
140g kalte Butter

1-2 säuerliche Äpfel (140g)
ca. 6 EL Karamellsauce (z.B. nach diesem Rezept)

Das Mehl/ die Mehlsorten mit der Gewürzmischung, dem Zucker und Salz vermischen. Das Eigelb und die Butter in Flöckchen dazugeben und mit den Händen in die Mehlmischung reiben. Eigelb beiseite stellen. Ein paar Esslöffel eiskaltes Wasser dazugeben und weiter verkneten, bis der Teig gerade weich genug ist, damit er nicht bröselt. In Frischhaltefolie wickeln und für ca. 20 Minuten in den Kühlschrank legen. Den Apfel schälen und fein würfeln. Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und in kleineren Portionen auf der bemehlten Arbeitsfläche ausrollen (nicht zu dünn, sonst reißt der Teig!). Kreise ausstechen. Die Hälfte der Kreise mit Apfelstückchen und je 1 TL Karamellsauce belegen. Einen zweiten Kreis auflegen und die beiden Teigkreise mit den Zinken einer Gabel rundum etwas fixieren. Falls kleine Muster gewünscht sind, diese ebenfalls aus Teigresten ausstechen und mit dem übrig gebliebenen Eiweiß auf die Pies „kleben“. Im vorgeheizten Ofen bei 180°C ca. 20 Minuten backen. Die Tarteletts, falls gewünscht, etwas länger.

Apple Handpies2

 

Chicken Korma (mit oder ohne Chicken)

ChickenKorma

Mein Asien-Tick kommt wieder durch. Dieses Gericht habe ich das erste Mal vor einigen Wochen für Freunde gekocht. Weil es auf Instagram so gut ankam und nach dem Rezept gefragt wurde (ich aber nicht so gern ganze Rezept auf dem Handy tippe) habe ich mich entschlossen, es hier zu veröffentlichen.

Das Chicken Korma ist nicht 100%ig Original, ich habe einfach meine eigene Interpretation daraus gemacht. Wenn es nach mir ginge, wäre es eher ein Tofu Korma geworden. Genauso gut kann es mit mehr Kartoffeln statt Fleisch zubereitet werden. Aber der Mann im Haus will ab und zu Fleisch. Ich finde aber tatsächlich, dieses Gericht braucht kein Fleisch. Tofu würde ich genauso vorher marinieren wie das Fleisch, mit Kartoffeln würde ich den Joghurt und die Gewürze erst beim Kochen einrühren.

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Was das Gemüse angeht, könnt ihr es auf jeden Fall variieren. Bei mir sind grüne Spitzpaprika, Möhren, Kartoffel und Kichererbsen in den Topf gewandert. Das mit den Kichererbsen war beim ersten Kochversuch eine spontane Idee und gefiel mir so gut, dass sie auf jeden Fall wieder rein mussten. Probiert es mal aus! Kichererbsen entwickeln sich langsam zu einem absoluten Dauerbrenner in meinem Vorratsschrank (zum Beispiel auch in Salaten).

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Wenn ihr Fleisch oder Tofu mit hineingebt, fangt ihr am besten morgens an (oder so ca. 5h vorher), es mit Joghurt, Knoblauch und Ingwer zu marinieren wie auf dem Bild unten. Das ist das Einzige an dem Gericht, was etwas Zeit braucht.

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Das Gericht ist eine wunderbare Kombination aus verschiedenen Gewürzen. Da würde ich ganz nach Lust und Laune abschmecken. Die Angaben sind nur ungefähre Richtwerte. Wer es scharf mag, sollte auf jeden Fall noch etwas mehr Chili hinzugeben. Auch Curry kann noch dazu, wer mag.

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Für 4 Personen:

(bitte von der Liste nicht abschrecken lassen, viele Dinge kommen aus dem Vorrat)

600g Hühnchen oder Tofu
2 Knoblauchzehen
150g Joghurt
1cm frischer Ingwer
1 Zwiebel
1 getr. Chilischote
1/2 Dose Kichererbsen
2 scharfe Spitzpaprika
1 große Kartoffel
2 Möhren
1 EL Sesamöl
1 TL Koriander
1 TL Kurkuma
1 TL Garam Marsala
1/2 TL schwarzer Pfeffer
1 Dose Kokosmilch
40g gem. Mandeln
Saft von 1/2 Limette (oder ggf. Zitrone)
etwas Salz

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Das Fleisch oder den Tofu in mundgerechte Stücken schneiden. Mit dem Joghurt, dem gepressten Knoblauch und dem Ingwer in einer Schüssel verrühren und mit Frischhaltefolie abdecken. Mindestens 5 Stunden marinieren. Das Gemüse waschen, wenn nötig schälen und in Wüfel oder Stückchen schneiden. Die Zwiebel hacken. In einem Wok oder einer großen Pfanne das Öl erhitzen, die Zwiebelwürfel und die gehackte getrockenete Chilischote darin kurz anbraten. Das Garam Marsala, Kurkuma, den Koriander und den Pfeffer dazugeben und 2 Minuten rösten (dabei am besten die Dunstabzugshaube einschalten, die Gewürze reizen die Schleimhäute). Anschließend das Hühnchen oder Tofu samt Marinade dazugeben. Für 10 Minuten anbraten und gelegentlich rühren. Mit Kokosmilch und ca. 200ml Wasser aufgießen und etwa 20 Minuten köcheln lassen. Dann vom Herd nehmen, die gemahlenen Mandeln und den Limettensaft einrühren. Eventuell mit etwas Salz abschmecken und mit frischem Koriander zu Duftreis servieren.

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Asiatische Spinat-Erdnuss-Pasta – schnell und saulecker

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Heute habe ich mal wieder etwas herzhaftes aus der Sparte „Feierabendquickie“ für euch. Diese Pasta ist in 15 Minuten auf dem Teller. Sie ist wunderbar cremig-nussig und ich habe mich gleich verliebt. Bitte entschuldigt das Bier ist Bild…das hat sich da so reingemogelt. Aber auch, wenn ich damit rein gar nichts Zutun habe, kann ich euch aus meiner Thailand-Zeit sagen, dass ein kühles Bier einfach das allerbeste zu asiatischem Essen ist! Oder natürlich alternativ ein kalter Ananasshake, nom nom.

Erdnusspasta

Lasst es euch schmecken! Bei den lauen Temperaturen derzeit am besten auf der Terasse oder dem Balkon. Ich gehe jetzt joggen, denn das schöne Wetter muss ausgenutzt werden!

Erdnusspasta2

Spinat-Erdnuss-Pasta:

1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1cm frischer Ingwer
200g Asia-Nudeln (Eiernudeln)
200g frischer Blattspinat
100ml Kokosmilch
100ml Gemüsebrühe
2 gehäufte EL Erdnussbutter (crunchy)
ein paar Spritzer Sriracha (oder andere Chilisauce)
Zitronensaft von 1/4 Zitrone
2 EL gesalzene Erdnüsse
Salz + Pfeffer

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Die gehackte Zwiebel, den klein gehackten Ingwer und die gepresste Knoblauchzehe in etwas Öl in einer großen Pfanne andünsten. Derweil die Eiernudeln nach Packungsanweisung garen. Den Blattspinat waschen und dann 2 Minuten mitdünsten, bis er komplett zusammengefallen ist. Mit Gemüsebrühe und Kokosmilch ablöschen, dann die Erdnussbutter unterrühren. Mit scharfer Sauce, Salz und Pfeffer würzen und mit den Eiernudeln  und mit Ernusskernen bestreut servieren.

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Erinnerungen an Bangkok: Tom Kha Gai

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Im Jahr 2012 habe ich neun Monate lang in Bangkok gelebt und gearbeitet. Was als ein großes Abenteuer und Reise ins Ungewisse begann, wurde zu einer der besten Entscheidungen, die ich bis dahin getroffen hatte. Ich war vorher noch nie in Asien und es hatte mich auch nicht besonders angezogen. Eigentlich war bis kurz vor Abreise ein anderer Ort für die neun Monate geplant. Plötzlich musste ich innerhalb von wenigen Wochen komplett neu planen und entscheiden, ob ich mich ohne jegliche Kenntnisse oder Ahnung, was mich erwartet, nach Asien versetzen lasse. Zum Glück habe ich es gemacht! Nach neun Monaten bin ich ein riesiger Asien-Fan geworden und habe mehr erlebt, als ich je erwartet hätte.

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Bangkok haftet ein etwas verruchter und nicht immer guter Ruf an. Ob er sich bewahrheitet hat? Ja. Aber das ist ein Teil der Stadt, den man nicht täglich sieht und der einfach da ist. Was ich an „meinem“ Bangkok liebe, sind die vielen Gegensätze: Alte Tempel neben riesigen Wolkenkratzern, westliche Touristen und alte chinesische Familienclans, buddhistische Zeremonien und brodelndes Nachtleben, High Tea in teuren Hotels und köstliches Streetfood an jeder Ecke. Ich liebe die Möglichkeit, innerhalb weniger Stunden in ein ganz anderes Land in Asien zu verreisen (und zwar für sooo wenig Geld!). In meiner Bangkok-Zeit habe ich insgesamt sechs Länder der Region bereist: außer Thailand noch Kambodscha, Laos, Myanmar, Singapur und Vietnam.

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Selbst ich als Kochjunkie habe in Bangkok nur wenige Male in der Küche gestanden. Zu verlockend ist das Angebot, das draußen auf den geneigten Feinschmecker wartet. Ich habe fast alles probiert (außer vielleicht die Suppe mit Hühnerfüßen und die gerillten Mehlwürmer). Meine absoluten Lieblinge? Kokospfannkuchen. Chicken und Rice. Massaman Curry. Scharfer Papayasalat. Gedämpfter Chili-Fisch. Spicy Thai Basil Beef. Soll ich weitermachen?

Aber nichts, NICHTS, kam an dieses Gericht heran, dass sich zu meinem absoluten Lieblingsgericht entwickelte. Ich kann auch nach zwei Jahren kaum an einem Thai-Imbiss vorbeigehen, ohne Tom Kha Gai zu essen. Zum Glück weiß ich mittlerweile auch, wie man es Zuhause einfach und Gelingsicher nachmachen kann. Mhhhhm.

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Tom Kha Gai für 4 Personen (Hauptgericht): 

400ml Kokosmilch
2 Zitronengras-Stiele (längs geschlitzt)
5 cm Galangal, ersatzweise normaler Ingwer
2 Schalotten
10 schwarze Pfefferkörner
425 g Hühnchenfilet
2 TL Fischsauce
2 TL Honig oder brauner Zucker
150 g Champignons (oder zB auch Austernpilze)
3 TL Zitronensaft
2-3 Kaffir Limettenblätter
2-3 kleine rote Chilis, zB Bird’s Eye
eine Handvoll Kirschtomaten
Korianderblätter zum Ganieren

(ca. 300 g Reis)

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Die Kokosmilch mit den Zitronengras-Stängeln, dem Galangal.Ingwer, den Pfefferkörnern und den jeweils halbierten Schalotten zum Kochen bringen.  Das Hühnchen dazugeben, dann die Fischsauce und den Honig oder Zucker. Für 4-5 Minuten kochen lassen und gelegentlich rühren, bis das Hünchen gar ist. Die Pilze putzen, vierteln und in den Topf geben. Zitronensaft, Limettenblätter und Chilis nun ebenfalls dazugeben. Dann abschmecken. Die Suppe soll etwas säuerlich sein, bei Bedarf noch Zitronensaft zufügen. Zwei Minuten kochen und schließlich noch kurz die halbierten Tomaten dazugeben. Nur kurz mitkochen, sodass sie nicht ihre Form verlieren.

Entweder als Suppe servieren, oder als Hauptgericht zu Reis, wie ein Curry. Mit ein paar Korianderblättern garnieren. Die Limettenblätter, Zitronengras-Stängel und den Galangal-Ingwer sollte man nicht mitessen, sie dienen der Würze. Entweder fischt ihr diese Teile vor dem Servieren mit einer Schaumkelle aus dem Topf, oder sagt euren Mitessern, was sie beiseite legen sollten. Etwas umständlich, aber es lohnt sich!

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Ich weiß, das war viel Erinnerungsduselei. Aber Respekt, wenn du alles gelesen hast 😉

Da ich in Asien auch viel fotografiert habe, plane ich bereits einen kleinen Beitrag mit den besten Bildern, die ich auf meinen Reisen gemacht habe. Sobald ich ein bisschen Zeit habe, wird er kommen!

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