Nutella Rugelach – Blättrige Hörnchen aus New York

Manche Dinge isst man weit weg von Zuhause und sucht dann lange nach dem richtigen Rezept. Es ist schwer, diesen Geschmack Zuhause so hinzubekommen. So ging es mir mit den großartigen Nutella Rugelach in New York.

*Werbung (unvergütet und umbeauftragt)  – Weil ich die Quelle des Rezepts nenne und im Rezept-Namen eine Marke genannt wird. 

Nutella Rugelach – diese blättrigen Hörnchen mit der verboten guten Füllung werden für mich immer mit meinem dreimonatigen New York-Aufenthalt ab Ende 2017 verbunden bleiben. Genau gesagt führte mich ein Freund tatsächlich am allerersten Tag meines Aufenthalts in ein süßes, kleines Café in der Nähe seiner Wohnung. Und dort gab es neben gutem Cappuccino eben diese Rugelach. Wahnsinnig sündig, wie beim Beißen die Nussnougat-Creme heraus quoll. Das hatte Suchtfaktor! „Nutella Rugelach – Blättrige Hörnchen aus New York“ weiterlesen

Berliner Muffins mit Rhabarbermarmelade

Letztes Wochenende trug sich Folgendes zu: Ich saß noch ganz verschlafen beim ersten Kaffee, in der Wohnung war es noch ganz still. Ich liebe diese gemütlichen, morgendlichen Wochenend-Momente ganz für mich allein. Und dann bekam ich (wie so oft) richtig Lust, mir den Morgen mit Gebäck zu versüßen. Der Entschluss zum Backen war schnell gefasst, aber es sollte auf gar keinen Fall aufwändig werden und lange dauern. Dann ist ja der Morgen-Moment dahin. Etwa 40 Minuten später biss ich bei der zweiten Tasse Kaffee schon in ein fluffiges, warmes Teilchen mit Marmelade-Füllung. Und seit diesem ersten Bissen bin ich den Berliner Muffins verfallen und muss deswegen heute unbedingt das Rezept mit euch teilen.  „Berliner Muffins mit Rhabarbermarmelade“ weiterlesen

Gefüllte Lebkuchenherzen – Ein Klassiker zum Nikolaus

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Wer kennt nicht die gefüllten Lebkuchen-Herzen mit Schokoladen-Überzug aus dem Supermarkt? Sie sind wohl einer der Klassiker auf dem Plätzchen-Teller. Ich habe mich mal an einer eigenen Version probiert, die der Gekauften garantiert in nichts nachsteht.

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{Ready for Sunshine} Saftige Zitronen-Buttermilch-Küchlein mit Maracuja Swirl

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Dieses Wochenende ist endlich mal Zeit für Muße, Langsamkeit und alles, was mir gefällt. Nachdem tatsächlich sechs von sieben Wochen meiner Semesterferien für Klausuren und Hausarbeiten draufgegangen sind, gehört dieses Wochenende mir. Eigentlich sogar 5 Tage, denn dann geht die Uni wieder los. Fünf Tage, ganz allein für mich. Das hatte ich ohne Arbeit mindestens ein halbes Jahr nicht mehr. Ich konnte schon immer gut allein sein. Deshalb genieße ich das gerade in vollen Zügen. Und freundlicherweise versüßt mir das Wetter diese Tage auch noch mit dem ersten tollen Frühlingswochenende. Herrlich! „{Ready for Sunshine} Saftige Zitronen-Buttermilch-Küchlein mit Maracuja Swirl“ weiterlesen

{Frosnapper} Dänisches Mohn-Sesam-Gebäck aus Plunderteig

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Vor ein paar Tagen habe ich euch bereits das Grundrezept für dänischen Plunderteig aus dem Buch „Skandinavisch backen“ von Trine Hahnemann verraten. Dazu gab es bereits das Rezept für Plunderteilchen mit Cremefüllung, die man daraus im Nu zaubern kann. Heute zeige ich euch eine weiteres Rezept, das dazu motiviert, den Plunderteig mal auszuprobieren: Es gibt Mohn-Besam-Gebäck, das in Dänemark Fortspannen genannt wird. Diese Teilchen sehen nicht nur hübsch aus, sondern bringen alles mit, was man am Sonntag zu einer schönen Tasse Tee haben möchte: Sie sind buttrig-zart, leicht süß und sind richtig schön knusprig. „{Frosnapper} Dänisches Mohn-Sesam-Gebäck aus Plunderteig“ weiterlesen

Mini-Krapfen

Mini Krapfen

Auf die Gefahr hin, mir hier Feinde zu machen: Ich stehe nicht so auf Karneval. Ich verstehe es zwar, dass es Spaß macht, sich zu verkleiden. Aber dafür muss bei mir nicht Karneval sein, denn eine Motto-Party tut es auch. Trotzdem gönne ich allen den Spaß, den sie in den nächsten Tagen hoffentlich auf der Straße beim Feiern haben!

Ich mag allerdings gern Backen und auch mit Karneval gibt es ja klare Gebäck-Verbindungen. Meistens sind die frittiert und schön zuckrig, wie zum Beispiel Quarkbällchen oder Berliner. Ich bin ja mit Hochdeutsch im Norden der Republik aufgewachsen, da heißen die Berliner. Allerdings mag ich einfach das Wort „Krapfen“. Krapfen ist ein viel schöneres Wort als „Berliner“. Irgendwie niedlich. Es klingt genau so fluffig und süß, wie es auch ist. Deswegen heißt mein Rezept heute „Krapfen“, auch wenn ich dieses Wort normalerweise nicht unbedingt benutzen würde.

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Ganz ehrlich, eigentlich esse ich die Krapfen/ Berliner nicht mal selbst. Den Teig mag ich, die Marmelade nicht. Aber mein Liebster findet sie göttlich. Er könnte sie jeden Tag essen. Wenn ich ihm eine besondere Freude machen möchte, mache ich also Krapfen. Apropos Bezeichnung: Der Liebste kommt aus dem Nordosten der Republik und nennt sie Pfannkuchen. Noch ein anderes Wort. Es soll ja sogar noch mehr regionale Bezeichnungen geben. Aber Pfannkuchen, das sind für mich flache, in der Pfanne gebackene Eierkuchen. Das geht also mal gar nicht.

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Das Gute am Selbermachen: Man kann es genau machen, wie es einem selbst schmeckt. Deswegen lasse ich auch immer ein paar Krapfen ungefüllt. Das sind dann meine, mhmm! Und deswegen mache ich sie in mini. Mini ist einfach toller als die großen Dinger, die man beim Bäcker bekommt.

Als ich die Bilder gemacht habe, hatte ich leider noch nicht diese tolle Tülle mit der Spitze. Damit kann man die kleinen Dinger ganz einfach füllen. Wenn man sie flach drückt und um einen Klecks Marmelade herum von Hand schließt, so wie ich vorher, gehen sie beim Frittieren eventuell auf, so wie auf den Bildern. Geschmacklich kein Abbruch, optisch hat es mich aber gestört. Und schließlich kann man mit der Tülle ja auch andere Sachen (ein)füllen: Vanillepudding, Nutella, Pflaumenmus…

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Wie wäre es mit selbstgemachten Krapfen zu Karneval, oder einfach danach in Ruhe? Die gehen einfach immer, auch jederzeit ohne Feier!

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Für ca. 12 Krapfen: 

100ml lauwarme Milch
1 Pck. Trockenhefe
250g Mehl
90g Butter, zerlassen
1 Pck. Vanillezucker
30g Zucker
1 Prs. Salz
1 Ei
optional: 2 Tropen Butter-Vanille-Aroma

80g Lieblingsmarmelade
Zucker oder Puderzucker zum Wälzen

1/2 Liter Pflanzenöl zum Frittieren

Milch lauwarm erwärmen. Mehl in eine Schüssel geben, eine Mulde formen und die Hefe hineingeben. Milch und 1 Prise Zucker hinzugeben, dann alles mit etwas Mehl vom Rand verrühren. Abgedeckt an einem warmen Ort 10 Minuten ruhen lassen. Butter zerlassen und kurz abkühlen. Ei, Salz, Butter, übrigen Zucker und Vanillezucker und Vanillearoma dazugeben. Alles gut verkneten, bis ein homogener Teig entstanden ist, der sich vom Schlüsselrand löst. Noch einmal auf der bemehlten Arbeitsfläche durchkneten. An einem warmen Ort noch einmal abgedeckt 1 Stunde gehen lassen. Danach noch einmal kneten und dann in 12 etwas gleich große Portionen teilen, zu Bällchen formen (falls ihr keine Tülle habt, müsst ihr an dieser Stelle den Teig erst flach drücken, einen Klecks Marmelade in die Mitte geben und dann darum eine Kugel formen. Gut festdrücken!). Auf ein Backblech legen, abdecken und noch einmal 15 Minuten gehen lassen. Öl in einem Topf erhitzen, 4-5 Kugeln zugleich darin goldbraun frittieren und mit einer Schaumkelle herausheben. Seid bitte vorsichtig mit dem heißen Öl! Auf Küchenpapier ablegen. Wer eine Tülle hat, lässt die Krapfen abkühlen und spritzt dann die Lieblingsmarmelade hinein. Alle Krapfen noch in  Zucker oder Puderzucker wälzen.

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Carina

{Fernweh} Samosas von Hase im Glück

Ihr Lieben, heute habe ich mal wieder einen tollen Gast für euch. Sandras Blog Hase im Glück lese ich mit großer Begeisterung, denn ihre wunderbaren Rezepte aus den unterschiedlichsten Inspirationsquellen kombiniert sie immer mit einer lustigen Geschichte aus dem Alltag. Ich habe schon so manches Mal laut lachen müssen und finde es sehr sympathisch, dass sie offenbar wie ich selten ein Fettnäpfchen auslässt. Ach ja, und Sandras Blog solltet ihr nicht anklicken, wenn ihr schon akuten Hunger habt. Denn ihre Bilder sorgen nur dafür, dass der noch viel schlimmer wird…wie auch bei diesen Samosas hier. Toll, dass du dabei bist, liebe Sandra!

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Liebe Carina, liebe Raspberrysue-Leser,

ich freue mich sehr, dass ich heute bei Euch zu Gast sein darf! Carina hatte mir geschrieben, dass es sie nach mehr als zwei Jahren im Ausland wieder nach Good-Old-Germany verschlagen hat und natürlich helfe ich gerne hier mit aus, damit sie sich so entspannt wie möglich wieder einleben kann.

Bevor ich mit meinem Rezept loslege, möchte ich mich bei Euch vorstellen. Ich heiße Sandra, bin 39 Jahre alt und wohne in München. Auf meinem Blog „Hase im Glück“ dreht sich alles um Food und das, was mich glücklich macht. Es wird mit viel Liebe, Herzblut und Enthusiasmus gerührt, geschnibbelt, gebacken, gebrutzelt, experimentiert, dekoriert, fotografiert, getextet und nicht zuletzt gegessen! Und dann, eingebettet in kleine Geschichten aus meinem Alltag, für meine lieben Leser auf meinem Blog veröffentlicht.

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Carinas Motto „Fernweh-Rezepte“ finde ich grandios. Ich bin zwar nicht so eine Weltenbummlerin wie Carina, aber Reisen ist eine absolute Leidenschaft von mir. Bis vor ein paar Jahren bin ich mit einem Rucksack losgezogen und habe viele Fernreisen unternommen. Ob Südost-Asien, Afrika oder Südamerika – ich bin unheimlich dankbar dafür, dass ich viele tolle Erfahrungen auf meinen Reisen erleben und Eindrücke, die mir keiner mehr nehmen kann, sammeln durfte. Auch in Europa gibt es wundervolle Plätze und schöne Ecken – also Carina, nicht traurig sein, dass Du wieder da bist!

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Obwohl jede meiner Reisen auf ihre ganz eigene Art und Weise großartig war, hat mich am nachhaltigsten mein erster Afrikaurlaub beeindruckt. Ohne große Erwartungen bin ich vor mehr als zehn Jahren am Flughafen Arusha in Tansania aus dem Flieger gestiegen und dachte, der Himmel knallt mir auf den Kopf. Es hat sich so angefühlt, als könne man die Wolken einfach runter picken. Die Weite des Landes, die Tiere, die Menschen … ich habe mich sofort in Afrika verliebt.

Kulinarisch gesehen hat Ostafrika auch einiges zu bieten, wobei es selbstverständlich vor allem darauf ankommt, dass die Menschen satt werden. Die Grundlage bildet der sogenannte Ugali, ein Getreidebrei aus Maismehl, der zu einer relativ festen Konsistenz gekocht wird. Dazu gibt es dann Eintöpfe, die je nach Region verschiedene Gemüsesorten, Lamm-, Ziegen-, Rind- oder Hähnchenfleisch oder in den Küstenregionen Fisch enthalten.

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Ein sehr beliebter Snack bzw. eine häufig angebotene Vorspeise sind Samosa. Wer sich jetzt denkt: „Samosa? Sind die nicht typisch indisch?“ hat Recht, aber man muss wissen, dass in Ostafrika viele Inder leben und die Samosa quasi mitgebracht haben.

Egal ob am Straßenverkauf oder auf dem Markt – Samosa bekommt man in Tansania und anderen ost- bzw. zentralafrikanischen Ländern an jeder Ecke. Oft werden Samosa mit Essensresten wie Curries oder Hackfleischgerichten gefüllt, sie lassen sich herrlich snacken und es scheint so, als hätte jeder Samosa-Verkäufer sein ganz spezielles, gut gehütetes Familienrezept, was die Teilchen angeht.

Ich habe mich für zwei sehr traditionelle Füllungen entschieden. Zum einen gibt es Samosa mit einer Hackfleisch- und zum anderen mit einer Kartoffel-Erbsen-Paprika-Füllung.

Beim „Befüllvorgang“ haben mir vor allem die Bilder auf dem Blog tasteoftravel geholfen – diese findet Ihr HIER, aber es gibt aber auch sehr witzige indische YouTube-Videos zu dem Thema.

Jetzt wünsche ich Euch fröhliches Frittieren und dir, Carina, eine spannende Wiedereingewöhnungszeit in der Heimat.

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Zutaten Samosa (ca. 12 bis 15 Stück)

Samosa-Teig

250 g Dinkelmehl
125 g Weizenmehl
200 ml Wasser
2 El Sonnenblumenöl
1,5 Tl Kurkuma
1 Tl Salz
0,5 Liter Sonnenblumenöl

Hackfleisch Füllung

2 Zwiebeln
500 g Rinderhackfleisch
Salz, Pfeffer
1/4 Tl Kurkuma
2 Grüne Chilies
1 Bund Koriander

Füllung mit Kartoffeln, Erbsen und Paprika

500 g Kartoffeln
2 Tl Koriandersamen
1 Zwiebel
3 cm frischer Ingwer
200 g Tiefkühlerbsen
2 grüne Paprikaschoten
1 1/2 TL Garam Masala
1 El Zitronensaft
2 Tl Salz

Zubereitung Samosa

Samosa-Teig

Dinkel- und Weizenmehl mischen und mit Wasser, Öl und Kurkuma zu einem glatten, geschmeidigen Teig mindestens 5 Minuten kneten bis er weich und elastisch ist. Mit einem Küchentuch abdecken und 20 Minuten ruhen lassen.

Hackfleisch Füllung

Zwiebeln abziehen und in Würfel schneiden. Das Fleisch und Zwiebeln bei mittlerer Hitze anbraten. Mit Salz, Pfeffer und Kurkuma würzen.

Koriander waschen, trocken schütteln, die Blätter von den Stielen entfernen und grob hacken. Chilies waschen, die Kerne entfernen und in kleine Würfel schneiden.

Wenn die Bratenflüssigkeit komplett eingekocht ist, grünen Chili und Korianderblätter unter das Hackfleisch rühren und das ganze etwas abkühlen lassen.

Füllung mit Kartoffeln, Erbsen und Paprika

Die Kartoffeln schälen, in kleine Würfel schneiden und in Salzwasser ca. 10 Minuten bissfest kochen.

Zwiebel und Ingwer schälen und in kleine Würfel schneiden.

Etwas Sonnenblumenöl in einer Pfanne erhitzen und die Koriandersamen darin ca. 15 Sekunden andünsten. Zwiebel und Ingwer hinzugeben und ca. 5 weitere Minuten dünsten. Kartoffeln, Erbsen, Paprika, Salz und Garam Masala ebenfalls dazugeben und alles unter ständigem Rühren ca. 10 Minuten anbraten. Mit Salz, Pfeffer und etwas Zitronensaft abschmecken. (Wenn die Füllung zu flüssig sein sollte, mit etwas Mehl binden)

Fertige Samosa

Den Teig in 12 Portionen teilen, zu Kugeln rollen und jede Kugel zu einem Kreis mit ca. 15 cm Durchmesser ausrollen (ich habe eine Müslischüssel als „Schablone“ verwendet, denn je perfekter der Kreis ist, umso einfacher lassen sich die Taschen befüllen).

Die Kreise halbieren, falten (siehe mein Tipp oben) und mit ca. 2 El Füllung füllen. Ränder dünn mit Wasser bestreichen und die Samosa falten. Auf ein mit Mehl bestäubtes Backblech legen.

Wenn alle Samosa fertig gefüllt sind, in einer Pfanne ca. 3 Finger hoch Sonneblumenöl erhitzen bis an einem hineingehaltenen Holzkochlöffelstiel Blasen aufsteigen. Samosa in dem heißen Öl portionsweise ca. 2 bis 3 Minuten unter Wenden goldbraun und knusprig frittieren. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und am besten noch lauwarm essen.

Liebe Sandra, danke für deinen wunderbaren Post und die leckere Vertretung! Ich habe dir ja schon erzählt, dass mir Samosas bisher nicht so gelingen wollten. Vielleicht wage ich einen neuen Versuch, die sehen so gut aus…

Einen schönen Sonntag euch allen! ❤

Carina

{Happy Easter + New Book} Gebackene Minidonuts mit Schokolade

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Ich habe ein neues Kochbuch. Das ist absolut nicht außergewöhnlich, habe ich doch eine ausgewachsene mittelgroße Kochbuch-Sucht. Dieses Mal war ich aber schon seit Wochen ganz besonders gespannt, bis das Buch endlich erschien und sofort besorgt werden musste. Die Rede ist von „Sweet Pauls fabelhafte Welt“ von Paul Lowe, besser bekannt als Sweet Paul. Wahrscheinlich kennt ihr die gleichnamige Zeitschrift, die es vier Mal im Jahr gibt.

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Unter all den tollen Kochzeitschriften, die es mittlerweile gibt, ist die „Sweet Paul“ mein absoluter Liebling und ich fiebere jeder Ausgabe entgegen. Da ich jede wieder toll finde und bislang alle Rezepte daraus ohne Probleme gelungen sind, war gar keine Frage, dass das nun erschienene Buch in mein Regal einziehen wird. Da musste ich nicht einmal durchblättern, um zu wissen, es ist super. Und das ist es wirklich. Deswegen wird das auch die nächste Neuerscheinung, die ich euch demnächst vorstellen möchte. Jetzt gibt’s aber erst mal einen kleinen Vorgeschmack, und zwar einen sehr leckeren.

Schoko Mini Donuts

Die Minidonuts mit Schokolade und Kokos haben mich direkt verführt. Zum einen war dies mal wieder eine Möglichkeit, meine Minidonut-Form zu benutzen. Zum anderen ist das einfach ein tolles Portiönchen, wenn man zwischendurch etwas naschen möchte – Mini eben. Achja, und außerdem gab es auf dem Blog bislang nur die frittierte Donut-Variante mit Chai – da kam mir dieser Rührteig genau richtig.

Wie gesagt, ich erwartete viel, nämlich nicht weniger, als dass die Donuts super werden. Und das wurden sie wirklich! Lauwarm und frisch aus dem Ofen sind die kleinen Dinger eine Wucht! Der Liebste schlich noch während ich Fuhre zwei und drei in den Ofen schob immer wieder in die Küche und schnappte eins weg. Zuuuu gut! Außen sind sie ein wenig fester, innen aber richtig weich und saftig. Perfekt zum Dippen in den Kaffee oder zum Knabbern zur Lieblingsserie. Lieber Paul, ich bin wieder mal überzeugt und werde mich noch durch viele weitere Rezepte probieren.

Nebenbei ist dieses Rezept auch das erste von mehreren, die noch folgen werden, die ich euch für einen ausgedehnten Osterbrunch ans Herz legen möchte. So kleine Häppchen machen nicht allzu voll und man kann noch jede Menge anderes probieren. Außerdem darf ein bisschen Schokolade auf dem Osterfrühstückstisch nicht fehlen! Am besten ganz frisch backen, so schmecken sie am besten.

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Für ca. 40 Mini-Donuts (oder 20 Normale): 

125g zerlassene Butter
425g Mehl
225g Zucker
1 TL Natron
1/2 TL Backpulver
1 TL Zimt
300ml Buttermilch
3 große Eier
1 EL Honig
50g dunkle Kuvertüre
30g Kokosraspel

Den Backofen auf 200°C vorheizen. Eine Minidonut-Form mit etwas weicher Butter fetten. Alle trockenen Zutaten in einer Schüssel gut vermischen. In eineer weiteren Schüssel Buttermilch, Eier, Honig und die zerlassene Butter verquirlen. Zu den trockenen Zutaten geben und alles gut verrühren. Mit zwei kleinen Löffeln den Teig in die Donutförmchen füllen, diese sollten nicht ganz bis zum Rand gefüllt sein. Im Ofen auf mittlerer Schiene 5-6 Minuten backen (normal große Donuts ca. 10-11 Min.), bis sich die Ränder goldbraun färben. Die fertig gebackenen Donuts vorsichtig auf ein Auskühlgitter stürzen, die Form neu einfetten und den restlichen Teig darin ebenso backen. Die Kuvertüre über dem Wasserbad schmelzen. Jeden Donut kopfüber bis zur Hälfte hineintauchen und auf Backpapier trocknen lassen. Mit Kokosraspeln bestreuen. In einer luftdichten Dose sind die Donuts etwa 4-5 Tage haltbar, am besten schmecken sie aber lauwarm am Backtag.

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Carina

 

Nussige Zimtschnecken – Kanelknuter

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Cheerio, ihr Schneckchen! Was ist das absolut Beste am Herbst? Richtig! Wir dürfen endlich überall wieder Zimt reinknallen, wie wir lustig sind. Hab ich zwar auch den Rest des Jahres gemacht, ABER jetzt ist das auch wieder allgemein anerkannt und akzeptiert. Nicht, dass ich diese kleinen Schätzchen im Hochsommer nicht auch allein gegessen hätte, wenn sich jemand über die Gewürze beschwert hätte. Aber auch ich, die Zimt immer und in allen isst, muss zugeben: Jetzt, wo der Wind pfeift, es immer nieselt und man die Jacke zuzieht, kommen Zimtschnecken, äh, Kanelknuter einfach nochmal besser.

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Ich genieße neben Zimtgebäck auch gerade meinen Urlaub im hohen Norden in vollen Zügen. Da wird geschlemmt, nach Herzenlust eingekauft, ins Kino gegangen, und am Wochenende, da geht es nach….BERLIN! Juchu! Berlin, mein Herz. Ick hör dir trapsen. Aaalso, erwarte am WE nicht allzu viel von mir…ich bin nämlich weg und im Großstadttrubel versunken. Dafür habe ich aber auch noch eine gute kleine Liste, was ich mit meiner vielen freien Zeit im Urlaub in Form von Rezepten anstellen werde. Da sind richtige Leckerbissen drauf, und du bekommst sicher auch das eine oder andere bald zu sehen. Mhmmm….wenn ich dran denke, möchte ich gleich weitermachen.

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Das Nachbacken der Kanelknuter empfehle ich auf jeden Fall ganz dringend (es sei denn, du hast eine Nuss-Allergie). Sie sind nach der Geh-Phase schnell gemacht, weich, gleichzeitig durch die Nüsse knusprig. Zimt und Kardamom machen genau das richtige Herbstgefühl. Und etwas Marzipan ist wenig aufdringlich, verleiht den Schneckchen aber das gewisse Etwas. Die Nüsse könnt ihr variieren, im Originalrezept aus einer Lecker Bakery Ausgabe aus dem letzten Jahr (habe gerade vergessen, welche; es ist eine Schweden-Serie drin) werden nur Haselnüsse verwendet. Ich bin aber dauerverschossen in Walnüsse, und ein paar Mandeln mussten auch noch rein. Mach es also einfach, wie es dir am besten schmeckt.

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Für ca. 12 Kanelknuter:

200ml Milch
1/2 Würfel frische Hefe
400g Mehl
75g Zucker
Salz
1 Ei
75g weiche Butter

50g Butter
75g Zucker
1 1/2 TL Zimtpulver
100g gemischte Nüsse
(Haselnüsse, Walnüsse, Mandeln)
100g Marzipanrohmasse

Die Hefe in die lauwarme Milch bröckeln, verrühren und auflösen lassen. Alle anderen Zutaten außer der Butter in eine Schüssel geben und die Hefemilch dazugeben. Alles gut verkneten. Die weiche Butter nach und nach ebenfalls unterkneten. Es sollte sich ein geschmeidiger, homogener Teig formen. 40-60 Minuten gehen lassen.

Den Ofen auf 175°C vorheizen. Die Butter schmelzen. Die Nüsse (bei mir eine Mischung aus Mandeln, Walnüssen und Haselnüssen) hacken und den Zucker und Zimt in einem Schälchen vermischen. Marzipanrohmasse raspeln. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck ausrollen und mit der Hälfte der Butter bestreichen. Marzipan, dann Nüsse und Zimtzucker darüberstreuen. Von beiden kurzen Seiten zur Mitte klappen, etwas andrücken und in 12 Streifen schneiden. Jeden Streifen nun zu einer Schnecke oder nach Belieben zu einem Knoten einrollen. Auf ein Backblech setzen, jede Schnecke mit etwas Butter bestreichen und mit weiteren Nüssen und Rest Zimtzucker bestreuen. Noch einmal zugedeckt 10 Min. gehen lassen und dann im vorgeheizten Backofen 15 Min. backen. Auch, wenn die Schnecken dann noch recht hell sind, auf keinen Fall mehr als wenige Minuten länger backen. Sonst werden sie schnell trocken.

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Ich bin dann mal wieder in der Küche – Happy schwedische Fika! ❤

Herbstliche Apple Handpies mit Karamell und Gewürzen

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Bei mir ist schon wieder die Saison der dicken Socken und Strickjacken angebrochen, in der ich mich regelmäßig nach etwas Warmem sehne. In Deutschland ist das Wetter ja jetzt mehr oder weniger schon herbstlich. Hier bei uns sind es zwar immernoch 20°C. Wenn man jedoch seit 5 Monaten Temperaturen über 35°C gewohnt ist, dann fängt man auch ganz schnell an zu frieren, wenn der Durchschnittseuropäer noch schwitzt. In ein paar Tagen sind wir auch mal wieder in Norddeutschland, und ich freue mich tatsächlich auf ein bisschen waschechtes Novemberwetter. Aber gerade dann, braucht man ab und an etwas Warmes.

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Eine Tasse Tee, zusammen mit einem dieser köstlichen, nach Gewürzen duftenden Handpies, passt da ganz gut. Am besten frisch aus dem Ofen. Und ihr kennt das ja mit mir und den Übertreibungen. Es ist zwar etwas Karamell in den Minipies drin, aber das reicht mir nicht. Ich dippe nochmal in Karamellsauce. Es soll kalt werden, wir brauchen ein bisschen Winterspeck. Daran arbeite ich im Moment wirklich sehr hart wie ihr merkt, hihi. Nichts leichter als das.

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Für die Pies habe ich eine kleine herbstliche Gewürzmischung aus dem Folgenden angemischt: 1 TL gemahlener Ingwer, 2 TL Zimt, 1 TL Piment, 1/2 TL Nelkenpulver, etwas gemahlener Kardamom. Das Gewürz lässt sich auch prima für andere Leckereien aus dem Backofen verwenden, zum Beispiel Kürbisbrot, Apfelkuchen…

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Anstatt als Handpies könnt ihr natürlich auch kleine Tartelettes aus dem Teig backen. Egal in welcher Form, Liebhaber von Mürbeteig und Gewürzgebäck kommen hier so richtig auf ihre Kosten. Für den Mürbeteig habe ich zur Hälfte Dinkelvollkornmehl genommen. Das muss man mögen, der Mürbeteig wird dann sehr nussig. Nur Weizenmehl oder ein kleinerer Anteil Dinkelvollkornmehl tut’s ansonsten natürlich auch.

Zur Zierde habe ich aus den Teigresten noch kleine Sternchen ausgestochen. Diese werden dann mit dem übrigen Eiweiß auf die Pies „geklebt“. Hübsch oder?

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Für ca. 12 Handpies/ 4-5 Tarteletts:

1 Ei (getrennt)
250g Mehl (bei mir: halb Dinkelvollkorn)
1 TL Herbstgewürzmischung
35g brauner Zucker
1 Prs. Salz
140g kalte Butter

1-2 säuerliche Äpfel (140g)
ca. 6 EL Karamellsauce (z.B. nach diesem Rezept)

Das Mehl/ die Mehlsorten mit der Gewürzmischung, dem Zucker und Salz vermischen. Das Eigelb und die Butter in Flöckchen dazugeben und mit den Händen in die Mehlmischung reiben. Eigelb beiseite stellen. Ein paar Esslöffel eiskaltes Wasser dazugeben und weiter verkneten, bis der Teig gerade weich genug ist, damit er nicht bröselt. In Frischhaltefolie wickeln und für ca. 20 Minuten in den Kühlschrank legen. Den Apfel schälen und fein würfeln. Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und in kleineren Portionen auf der bemehlten Arbeitsfläche ausrollen (nicht zu dünn, sonst reißt der Teig!). Kreise ausstechen. Die Hälfte der Kreise mit Apfelstückchen und je 1 TL Karamellsauce belegen. Einen zweiten Kreis auflegen und die beiden Teigkreise mit den Zinken einer Gabel rundum etwas fixieren. Falls kleine Muster gewünscht sind, diese ebenfalls aus Teigresten ausstechen und mit dem übrig gebliebenen Eiweiß auf die Pies „kleben“. Im vorgeheizten Ofen bei 180°C ca. 20 Minuten backen. Die Tarteletts, falls gewünscht, etwas länger.

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