{Last Minute Inspiration} Lebkuchen vom Blech mit Zimtschmand und unser Weihnachtsmenü

Lebkuchen vom Blech

Ihr Lieben, könnt ihr es glauben? Morgen ist schon wieder Weihnachten. Habt ihr alles geschafft? Oder habt ihr euch einfach von Anfang an nicht stressen lassen?

Heute habe ich noch ein bisschen Last Minute Inspiration für euch. Erst einmal will ich euch von unserem Weihnachtsmenü erzählen. Bei uns ist es seit ein paar Jahren Tradition, dass wir drei Gänge kochen. Das liegt daran, dass es meiner Mutter und mir einen riesigen Spaß macht. Die Planung, das gemeinsame Kochen, das Schlemmen. Dieses Jahr sieht das Menü wieder ganz anders aus, als beim letzten Mal, und wir hatten viele Ideen. Das hier wird es nun:

Vorspeise: Wir wollten ein Süppchen. Und zwar ein einfaches, nicht zu schweres Süppchen, aber gern aus einem Gemüse, dass man nicht jeden Tag in der Suppe hat. Wir einigten uns auf Steckrübe. Und siehe da – die Foodistas haben zwei Tage danach wohl meine Gedanken gelesen! Ich entdeckte bei ihnen dieses Rezept, dass wir nun an Heiligabend machen: Steckrübensuppe mit Forelle. 

Hauptgang: Der Hauptgang stammt komplett aus einem meiner Kochbuch-Favoriten, „What Katie Ate at the Weekend“ von Katie Quinn Davies. Es wird ein mit grünem Apfel, Salbei und Pflaumen gefülltes Schweinefilet an einer Bratensauce aus Cidre und Ahornsirup. Klingt pervers gut oder? Und ihr wisst noch nicht einmal, was es dazu gibt! Nämlich Katie’s Kartoffel-Sellerie-Gratin aus dem gleichen Buch.

Dessert: Seit Jahren hat meine Ma ein Set mit Brenner für Crème Brûlée und will die mal ausprobieren. Aber jetzt endlich! Wir machen Zimt Crème Brûlée! Und ich hab jetzt schon eine Pfütze im Mund, wenn ich dran denke…

Was haltet ihr von diesem Menü? Nachdem wir zum Kaffee bereits diesen kleinen Espressionisten der lieben Jessie von Törtchenzeit vernascht haben (kam eben gerade aus dem Ofen), weiß ich auf jeden Fall eines: Wir werden am Ende alle selig und satt ins Bett kugeln. Aber das muss eben an Weihnachten auch mal sein!

Lebkuchen vom Blech 1

Achja, der Lebkuchen! Den Lebkuchen vom Blech habe ich neulich für eine Weihnachtsfeier gebacken. Er ist sehr schnell gemacht und schmeckt sogar noch warm. Richtig zum Reinlegen wird er mit etwas Zimtschmand und gebrannten Cashews on top. Und das Beste: Wenn ihr über die Feiertage noch was Gebackenes braucht, dann habt ihr wahrscheinlich sogar alles Zutaten für diesen Kuchen Zuhause.

Für 1 Blech fluffigen Lebkuchen:

Teig:
350g Mehl
250g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
200g gem. Haselnüsse (ersatzweise Mandeln)
1/2 Pck. Backpulver
1 Pck. Lebkuchengewürz (15g)
2 TL Zimt
150ml Öl
3 Eier
2 EL Honig
250ml Milch

Außerdem:
2 EL Honig und 3 EL Wasser

Puderzucker

Nach Belieben: 1 Becker Schmand, 1  TL Zimt, gebrannte Cashewkerne

Den Backofen auf 200°C vorheizen. Alle trockenen Zutaten für den Teig vermischen. Den Honig und die Milch erwärmen und verrühren. Dann das Öl und die Eier hinzugeben und gut verquirlen. Zu den trockenen Zutaten geben und rühren, bis ein homogener Teig entstanden ist. Den Teig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech streichen und im Ofen 20 Minuten backen. Derweil den restlichen Honig mit dem Wasser verrühren. Wenn der Kuchen fertig gebacken ist, das Honigwasser direkt auf dem warmen Kuchen verteilen. Auskühlen lassen. Zum Servieren mit Puderzucker bestäuben. Wer mag, serviert den Kuchen mit einem Becher Schmand, der mit Zimt verrührt wurde, und toppt alles mit gebrannten Cashews.

So meine Lieben! Ich wünsche euch ein besinnliches Fest im Kreise eurer Familie oder guter Freunde, viel gutes Essen (siehe oben!), einen fleißigen Weihnachtsmann und ruhige, gemütliche Stunden danach. Ich verabschiede mich hiermit bis ins nächste Jahr und deshalb wünsch‘ ich euch auch gleich ein tolles Silvester und einen guten Rutsch! Wir sehen lesen und 2016!

Carina

Lebkuchen-Schoko-Kekse

Lebkuchen Schoko Cookies1

Bevor ich mich ab heute an die Geschenkeproduktion aus der Küche mache, zeige ich euch noch schnell ein weiteres Plätzchen-Rezept. Der Vorsatz in diesem Jahr war ja, außer den Klassikern noch ein paar neue Sachen auszuprobieren. Mit den Karamellkeksen und diesen Cookies hier ist das auch gelungen. Diese hier gehen super schnell und sind eine tolle Alternative zu Bethmännchen, Husarenkrapfen und Vanillekiperln. Vor allem für diejenigen, die nicht an den klassichen Cocolate Chip Cookies vorbeikommen. Dann gibt es sie eben zu dieser Jahreszeit mit einem weihnachtlichen Touch.

Lebkuchen Schoko Cookies

Der Elch wollte unbedingt mit aufs Foto, denn die Cookies haben durch das ganze Haus gerochen. Den Geruch kennt er aus seiner Heimat, Schweden. Und auch wenn er diesen Monat hauptberuflich meinen Adventskalender auf der Anrichte beschützen darf…habe ich ihn kurzerhand als Fotomodel engagiert.

Lebkuchen Schoko Cookies4

So kommt es auch, dass ihr leider selber backen müsst, denn unsere Kekse sind schon alle weggemampft. Ich empfehle gleich die doppelte Menge, falls bei euch Zuhause auch gerade zahlreiche Cookies spurlos und unerklärlich verschwinden.

Lebkuchen Schoko Cookies2

Für ca. 30 Kekse:

100g Zartbitter- oder Milchschokolade
50g Walnüsse
75g Butter
130g brauner Zucker
1 Ei
etw. Vanillemark oder -extrakt
1/2 TL gem. Nelken
1 TL Gem. Ingwer
1 TL Kardamom, zerstoßen
1 TL Zimt
165g Dinkelmehl
1 Prs. Salz
1/2 TL Backpulver

Schokolade und Nüsse hacken und beiseite stellen. Alle Zutaten außer Schokolade und Nüssen vermischen und zu einem glatten Teig verarbeiten. Dann Nüsse und Schokolade unterkneten. Aus dem Teig zwei Rollen von ca. 4 cm Dicke formen. Den Teig mindestens 1 1/2 Stunden in Frischhaltefolie gewickelt kühlen. Danach die Rollen in Scheiben schneiden und mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Im vorgeheizten Ofen bei 200°C ca. 12 Minuten backen.

Lebkuchen Schoko Cookies5

Das Original ist aus meinem liebsten Winter-Kochbuch „Wohlig warme Winterküche“ von Caroline Hofberg. Ich habe es aber etwas abgewandelt.

 

{Ich back’s mir} Lebkuchentorte

Lebkuchentorte1

Ihr Lieben, heute habe ich euch mein allerliebstes Weihnachtstörtchen mitgebracht. Ich habe es vor Jahren schon einmal gebacken und sehr gemocht. Dann ist das Rezept mehrere Jahre in meinem Rezeptbüchlein verschwunden, ohne beachtet zu werden. Aber immer mal wieder um die Weihnachtszeit habe ich an diese köstliche Creme und diese saftige Kuchenschicht gedacht und es nochmal backen wollen. Irgendwie kam es nur nie dazu. Aber jetzt! Dieses Jahr war es fällig! Das Rezept habe ich an einigen Stellen noch ein bisschen verändert (wo das Originalrezept mal her war, weiß ich leider nicht mehr). Mit dem Ergebnis, dass ihr hier nun wirklich mein perfektes Weihnachtstörtchen seht.

Lebkuchentorte3

Es ist eigentlich wirklich einfach und auch in recht kurzer Zeit zu machen, wenn ich an manch andere Torte denke. Also genau das, was wir in der Weihnachtszeit brauchen. Die Creme, die auf den Bildern ein bisschen nach Stracciatella aussieht, ist mit zerbröselten Lebkuchen versetzt und wunderbar cremig-lecker. Ich könnte mich da wirklich reinlegen! Die Creme spielt unbestritten die Hauptrolle in dieser Torte, der Kuchen hält sich vornehm zurück. Nicht jedoch, ohne saftig daherzukommen mit einer sanften Note von Haselnuss. Achja, nicht zu vergessen: Ein weiterer Clou verbirgt sich im Inneren, denn neben der Creme hat eine Schicht Marzipan auf dem ersten Boden Platz genommen. Wer kein Marzipan mag, kann die sicher auch weglassen, aber der Trend geht auf jeden Fall zum Marzipan 😉

Lebkuchentorte4

Da Claretti in diesem letzten „Ich back’s mir“-Monat unsere allerliebsten Weihnachtskuchen-Rezepte sehen möchte, war die Frage nach dem Rezept dieses Mal einwandfrei klar. Dieses Törtchen gab’s hier nicht zum ersten und nicht zum letzten Mal. Ich habe sie für eine kleine Party bei uns Zuhause gebacken, aber überlege schon, ob Sie nicht am Heiligabend auch eine gute Figur machen würde (–> ganz sicher!).

Und, wäre dieses feinen Törtchen etwas für euer Weihnachtsfest? ❤

Lebkuchentorte

Für ein Törtchen:

4 Eier
1 Pck. Vanillezucker
120g brauner Zucker
140g Mehl
2 TL Backpulver
20g gemahlene Haselnüsse
1/4 TL Lebkuchengewürz

100g griechischer Joghurt
250g Mascarpone
1 EL Zitronensfaft
4 Lebkuchen (oder 100g)
2 Pck. Vanillezucker
3 Blatt Gelatine
1 TL Zimt
400g Schlagsahne

100g Marzipan

Die Eier trennen und die Eiweiße steif schlagen. Die Eigelbe mit 1 EL Wasser schaumig rühren. Den Zucker und Vanillezucker zum Eigelb geben und verquirlen. Mehl, Backpulver, Haselnüsse und Lebkuchengewürz zugeben und unterrühren. Zum Schluss vorsichtig das Eiweiß unterheben, bis alles gerade so verrührt ist. Entweder den kompletten Teig auf einmal in einer 26cm-Springform bei 200°C ca. 16 Minuten backen, dann den Boden vollkommen auskühlen lassen und in der Mitte einmal teilen. Oder den Teig in 2 Portionen in einer 18cm-/20-Springform bei gleicher Temperatur ca. 12 Min. backen. Nach dem Abkühlen eventuelle die Oberflächen der beiden Böden mit einem zackigen Messer etwas begradigen.

Für die Lebkuchencreme zunächst die Gelatineblätter in etwas kaltem Wasser 5 Minuten einweichen. Derweil die Mascarpone, den Joghurt und den Zitronensaft verrühren. Zimt und Vanillezucker dazugeben. Die Gelatine ausdrücken und in einem kleinen Topf erhitzen, bis sie komplett aufgelöst ist. Zwei Esslöffel von der Mascarponecreme unter die Gelatine rühren, bis alles glatt ist. Dann diese kleine Menge unter den Rest Mascarponecreme heben. Die Lebkuchen (zum Beispiel aus einer Packung mit Herzen, Brezeln, Sternen) fein zerbröseln und unter die Creme heben. Die Sahne steif schlagen und ebenfalls unterziehen. Die Creme im Kühlschrank fest werden lassen. Nach etwa einer Stunde den ersten Boden auf eine Kuchenplatte setzen. Das Marzipan zwischen zwei Schichten Backpapier dünn ausrollen und auf dem Boden platzieren. Mit der Creme großzügig bestreichen und dann den zweiten Boden aufsetzen. Oben und an den Seiten komplett mit der Creme einstreichen, das geht am besten mit einer Winkelpalette. Wenn gewünscht, die Torte mit etwas Kakao bestäuben und mit Zimtsternen oder Lebkuchen dekorieren. Bis zum Servieren kalt stellen.

Lebkuchentorte2

{Aus Omas Rezeptbüchlein} Elisenlebkuchen

Elisenlebkuchen

Elisenlebkuchen sind wohl einer der größten Klassiker zur Weihnachtszeit. Trotzdem, oder auch genau deswegen, habe ich sie noch nie selbst gebacken. Ich dachte immer, das wäre sehr aufwendig. Nachdem ich es nun endlich ausprobiert habe, muss ich aber sagen: Es ist total einfach und lohnt sich! Wegen dem hohen Klassiker-Retro-Faktor eigeneten sich die Küchlein wunderbar für den nächsten Beitrag meiner kleinen Reihe.

Elisenlebkuchen5

Im November habe ich es leider wegen meines Urlaubs und noch einigen anderen Dingen nicht geschafft, einen Beitrag zu dieser Reihe zu veröffentlichen. Erst hat mich das sehr unter Druck gesetzt, aber – sollten wir uns wirklich von den eigenen Erwartungen stressen lassen und dadurch den Spaß rauben lassen? Oma hätte dazu nur den Kopf geschüttelt. Und zur Entspannung einen selbstgebackenen Keks angeboten. Deswegen habe ich dann den Novemberbeitrag sein lassen und mit viel Freude diese Lebküchlein gebacken. Schon etwas weihnachtliches zu backen, ist ohnehin super, denn Omas Repertoire von Weihnachtsplätzchen ist natürlich riesig!

Elisenlebkuchen3

Was verbindet ihr mit Lebkuchen? Hmmm, ich verbinde damit die ersten Plätzchen im Jahr, Glühweinduft und dicke Handschuhe, Mützen und Schals. Schlittenfahren und in der Pause Kakao aus der Thermoskanne trinken und Lebkuchen essen. Und genau so riechen auch diese Elisenlebkuchen, wenn sie aus dem Ofen kommen. Dann muss man sie noch mit Zuckerguss überziehen und warten. Laut Rezept mindestens eine ganze Woche warten. Das ist wirklich eine Geduldsprobe, für kleine und große Schleckermäuler. Wenn ihr also noch schnell zum dritten Advent oder zum Fest das Rezept ausprobieren möchtet, solltet ihr bald anfangen. Ich war schon sooo gespannt, wie sie vollständig durchgezogen schmecken (musste aber natürlich schon mal kosten, allein für euch, im Dienste der Wissenschaft!). Schon frisch gebacken schmecken sie auf jeden Fall gut!

Elisenlebkuchen2

Unser Vorrat ging leider auch schon vor Ablauf der einen Woche bedrohlich zur Neige, denn mein Freund hat die Lebkuchen in der Dose erspäht und naschte die kleinen Dinger einen nach dem anderen weg – keine Chance für die meisten von Ihnen, ihr endgültiges Aroma zu entwickeln. Das spricht wohl dafür, dass sie vorher auch schon verdammt lecker sind. Aber auch nach einer Woche – nämlich heute – schmecken sie richtig gut. Noch besser. Also unbedingt auch ein paar in Sicherheit bringen! Hat bei mir zumindest teilweise geklappt. Ich gehe jetzt noch einen davon knabbern, mhmmm!

Denkt dran, bis zum 10. Dezember könnt ihr noch an meiner Überraschungspaket-Verlosung zum Bloggeburtstag teilnehmen. Und dann mache ich mich bald an die Auslosung!

Elisenlebkuchen4

Für ca. 35-40 Stück:

2 Eier
150g Zucker
1 Prs Salz
170g gem. Mandeln
130g gem. Haselnüsse
2 TL Lebkuchengewürz
1 Msp. Backpulver
100g Puderzucker
2 EL Zitronensaft

35-40 Backoblaten

Am Vortag: Eier, Zucker und Salt zu einer cremigen, schaumigen Masse verschlagen. Mandeln, Haselnüsse, Lebkuchengewürz und Backpulver dazugeben und gut verrühren. Die Schüssel mit Folie abdecken und den Teig eine Nacht im Kühlschrank gut durchziehen lassen.

Am nächsten Tag Oblaten auf mit Backpapier ausgelegten Backblechen platzieren. Je etwa 1 EL des Teigs darauf platzieren und mit den Fingern in Form eines Lebkuchens an die Oblate andrücken. Einen kleinen Rand lassen, da die Lebkuchen noch ein wenig aufgeben (ca. 0,2mm). Die Lebuchen im vorgeheizten Ofen bei 160°C ca. 15-20 Min. backen. Sie sollten hellbraun werden, aber auf Druck leicht nachgeben. Die Plätzchen komplett abkühlen lassen. Aus Puderzucker, dem Zitronensaft und ein paar Tropfen Wasser einen geschmeidigen Zuckerguss anrühren. Alle Lebkuchen mit einem Backpinsel gut bepinseln und trocknen lassen. Dann die Lebkuchen in einer Dose aufbewahren und mindestens eine Woche durchziehen lassen. Vor hungrigen Männer- und Kinderhänden beschützen, oder einfach schön früher wegnaschen.

Elisenlebkuchen1

Macht euch einen schönen zweiten Advent, ihr Lieben! ❤

Die bisherigen anderen Rezepte von Oma findet ihr hier:

Birnen-Baiser-Wölkchen

Pflaumenkuchen mit Marzipan-Zimtstreusel

Aus Omas Rezeptbüchlein