{Rezension} La Veganista backt

Heute habe ich mal wieder ein Buch für euch! Ich hatte ja für den Gastbeitrag bei Liv neulich vegane Guglchen gebacken. Das Wissen für das Gelingen meines Rezepts habe ich mir mit diesem Buch angelesen. Und vor ein paar Tagen habe ich euch ja bereits die leckeren Apfel-Marzipan-Scones daraus vorgestellt.

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Fakten und Äußerliches:

„La Veganista backt“ von Nicole Just ist mein erstes veganes Backbuch, von denen es ja mittlerweile einige gibt. Die äußere Gestaltung finde ich sehr ansprechend. Der Hardcover-Einband liegt angenehm in der Hand und die süßen Illustrationen auf dem Deckel eins ein schönes Gegenbeispiel zu anderen, meist foto-lastigen Covern. Das Buch umfasst auf 192 Seiten 82 ausschließlich vegane Rezepte, etwa ein Viertel davon ist herzhaft. Mit 16,99€ finde ich den Preis für ein so umfangreiches Buch und auch Nachschlagewerk sehr gut. Erschienen ist es im September 2014.

Design & Fotos:

Die meisten Rezepte im Buch nehmen eine Doppelseite, manche auch eine Einzelseite ein. Zu jedem Rezept gibt es ein oft ganzseitiges Bild, was mir immer ziemlich wichtig ist. Die Fotos sind farbenfroh und fast süß, aber keinesfalls überstylt. Das Gebäck ist stets im Mittelpunkt. Überhaupt ist das ganze Buch sehr fröhlich gehalten und ich mochte sofort die kleinen Illustrationen im Kreidezeichnungs-Stil, die man auf dem Cover und im ganzen Buch wiederfindet!

La Veganista backt

Kategorien und Rezepte:

Das Buch ist in fünf Kapitel unterteilt: „Service – So geht vegan backen“, „Süße kleine Sünden – Backen im Kleinformat“, „Endlich Kaffeepause – Kuchen für immer und jeden Tag“, „Besonders fein – Für die Tortenmomente im Leben“ und „Herzlich gern herzhaft – Brot, Pizza, Quiche & Co“. Jedes umfasst um die 20 Rezepte und beginnt mit einem Grundrezept. Die Grundrezepte für Hefeteig, Biskuitteig, Rührteig und Mürbeteig sind schließlich ganz besonders wichtig, wenn man auch mal außerhalb der vorgestellten Leckereien des Buchs vegan backen möchte. Das Einführungskapitel finde ich besonders wichtig, denn hier wird Grundwissen zum veganen Backen vermittelt. Wie ersetze ich welches tierische Produkt? Wie kann ich veganes Eiweiß machen? Welche Zutaten sollte ich immer Zuhause haben? Die Tipps und Erklärungen fand ich sehr interessant und hilfreich.

Die Rezepte sind sehr vielfältig und reichen von Tartes und Kuchen über Torten, Cakepops, Waffeln, Cronuts und herzhaftes Quiches und Brote. Die Beschreibungen sind präzise und ausführlich. Zu hedem Rezept werden neben der Zutatenliste auch noch die notwendigen Werkzeuge, Zubereitungs- und Backzeit und die Personenangabe gelistet. Zu vielen gibt es farblich hervorgehoben noch ein oder zwei Extratipps der Autorin. Aus meiner Sicht erfüllen die Rezepte, was das Buch verspricht: Ohne Verzicht vegan zu backen.

Der einzige Minuspunkt, den ich bisher anführen kann, ist ein Fehler in der Anleitung zum von mir ausprobierten Rezept. Dieser lässt sich jedoch leicht ausbügeln und hat zum Glück nicht dazu geführt, dass es schief ging.

Nachmach-Liste und ausprobierte Rezepte: 

Ausprobiert habe ich bislang die Apfel-Marzipan-Miniscones, die sehr lecker waren (Rezept kommt!). Es stehen definitiv noch einige Rezepte auf meiner Nachmach-Liste: Dinkel-Waffeln, Schokoladen-Minitörtchen mit Chili und Fleur de Sel, Pflaumenbrot mit Vollkorn, Verry Berry Pie mit Blaubeeren, Kürbis-Kokos-Tarte, Macadamia-Kirsch-Minitorte…auch einige herzhafte Quiche-Rezepte sehen gut aus! Auch einen veganen Käsekuchen würde ich eigentlich irgendwann einmal gern ausprobieren, denn ich kann mir Käsekuchen mit Tofu noch nicht so richtig vorstellen.

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Zusammenfassung und Wertung:

Ich wollte „La Veganista backt“ unbedingt testen, da ich mit veganem Backen bislang noch kaum Erfahrung hatte. Die ersten Versuche zeigen, dass es ein wenig mehr Planung erfordert, aber in vielen Fällen mit einfachem Ersatz richtig lecker wird. Die Rezeptvielfalt in dem Buch gefällt mir super, denn es gibt für jeden Anlass etwas Passendes. Einer der wichtigsten Faktoren für mich war vorab, dass die Zutaten gut zu besorgen sind und nicht ausschließlich teure Ersatzprodukte Anwendung finden. Diesen Test hat das Buch bestanden, denn der größte Teil der Rezepte kommt ohne ausgefallene Produkte aus (Sojajoghurt und -milch gibt es ja zum Glück mittlerweile fast überall).

Pluspunkte gibt’s für den ausführlichen Einführungsteil, die Gestaltung und die wertvollen Grundrezepte.

Ich liebe einfach klassisches Backen mit Eiern, Butter und auch Milchprodukten, das werde ich sicher nicht aufgeben. Trotzdem werde ich vielleicht in Zukunft auch gelegentlich vegan backen. Zumindest finde ich es sehr praktisch, nun zu wissen, wie man einige Produkte ersetzt, denn im Bekanntenkreis gibt es immer wieder Allergiker, die man beim gemütlichen Kaffeetrinken oder Kuchen-Ausgeben im Büro nicht ausschließen möchte.

Habt ihr schon mal vegan gebacken, und wenn ja, aus Überzeugung oder aus Neugier?

Carina

Nicole Just
La Veganista backt
Kuchen und mehr ganz ohne Tier
– Leckere Rezepte von süß bis herzhaft
192 Seiten mit Fotos
Format: 18,5 x 24,2 cm, Hardcover
16,99 € (D) / € 17,50 (A)
ISBN 978-3-8338-4000-5
Erscheinungstermin: September 2014

*Das Buch wurde mir vom GU-Verlag zur Verfügung gestellt. Vielen Dank! Meine Meinung wurde davon nicht beeinflusst.

{Neuerscheinung} Vegetarische Sommerküche

Es geht weiter mit meiner Neuerscheingungs-Reihe! Heute stelle ich euch „Vegetarische Sommerküche“** von Paul Ivic vor. Genau richtig, bevor endlich wieder die Zeit des Barfuss-Laufens und des Sommerspossen-Bräunungstrainings beginnt!

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Fakten und Äußerliches:

Paul Ivic ist Sternekoch in Wien und München und hat sich besonders der saisonalen und vegetarischen Küche verschrieben (obwohl er selbst kein Vegetarier ist!). Es handelt sich bei „Vegetarische Sommerküche“ um sein erstes Buch. Das Ziel des Buchs soll es sein, einfache, unkomplizierte und leicht nachkochbare Rezepte für den Sommer zu kreieren und zum Nachmachen zu animieren. Die Rezepte sollen abwechslungsreich und doch überraschend sein.

Das Buch ist im Brandstätter Verlag erschienen und kostet 25 Euro. Es macht einen sehr wertigen Eindruck. Die Einband-Gestaltung macht Lust auf Sommer und auf die tolle Rezeptvielfalt im Inneren. Das Format ist etwas kleiner als bei vielen Kochbüchern, was mir gut gefällt, da es sich so auf der Arbeitsplatte gut hinlegen lässt. Es ist im Januar 2015 erschienen und hat 176 Seiten.

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Kategorien und Rezepte:

Es gibt fünf Kapitel: „Kleine Köstlichkeiten und Salate“, „Picknick“, „Grillen“, „Feste im Freien“, und „Süßer Sommer“. Diese Aufteilung gefällt mir besonders gut, denn sie beschreibt bereits, wie ein toller Sommer auszusehen hat. Wir wollen raus, grillen, picknicken, mit lieben Menschen jeden Sonnenstrahl genießen und trotzdem lecker essen. Dabei aber bitte nicht so viel Zeit mit der Zubereitung verbringen! Insgesamt finden sich in dem Buch über 100 Rezepte. Viele davon sind vegan, laktosefrei oder glutenfrei und gut sichtbar entsprechend gekennzeichnet. Die meisten Rezepte sind angenehm kurz fomuliert, aber trotzdem verständlich. Zu jedem Rezept gibt es eine Personenangabe. Sehr gelungen finde ich, dass fast immer am Ende des Rezepts noch ein kleiner Tipp zur Würzung, Abwandlungen, Beschaffung einiger Zutaten etc. bekommt. Für viele vegetarische Rezepte wird eine vegane Abwandlung angeboten.

Die Rezepte selbst sind wunderbar abwechslungsreich und wecken in mir das Gefühl, sofort den Picknickkorb packen zu wollen. Von leichten Salaten über Hauptgerichte, Appetizer, Saucen, Dips, Brot und Desserts ist alles vertreten. In jedem Kapitel habe ich bereits einige Favoriten gefunden.

Vegetarische Sommerküche

Design und Fotos:

Die Fotos sind natürlich sommerlich-mediterran gehalten. Der Stil ist farbenfroh, frisch und passt sehr schön zum gesamten Buch. Die Gerichte werden in den Mittelpunkt gestellt, es gibt nicht allzu viel Deko und Ablenkung. Nur allein das Durchblättern ist dadurch bereits sehr inspirierend. Leider gibt es nicht zu jedem Rezept ein Bild, aber zum Glück zu den allermeisten. Mir geht es immer so, dass ich erst einmal ein Bild vor Augen haben muss.

Zwischendrin gibt es die eine oder andere Trennseite, zwischen den Kapiteln und auch mal einfach so. Auf diesen sieht man sommerliche Schnappschüsse: ein Badesteg, ein Picknickkorb, Paul beim Grillen und Erdbeeren pulen. Insgesamt ist das sehr stimmig und im Gegensatz zu anderen Büchern wird hier die Darstellung des Kochs selbst zum Glück nicht übertrieben.

Das Design ist klar und unaufgeregt. Da die Bilder sehr farbenfroh sind, sind die klaren Schriften und wenigen Farben in der Rezeptbeschreibung ein guter Kontrast und alles ist angenehm zu lesen.

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Nachmachliste und ausprobierte Rezepte:

Ich habe bereits die Kräuterfocaccias mit Birne ausprobiert, die mich vollkommen überzeugt haben. Die würde ich jederzeit wieder machen und auch Gästen bei einer Grill- oder Gartenparty servieren. Ebenfalls sehr lecker war das italienische Landbrot, das ich aber nicht verbloggt habe. Ein etwas rustikaleres Baguette, ich hatte noch einen Esslöffel einer Aglio-Olio-Gewürzmischung in den Teig gegeben. Das kann man sicher variieren.

Das Buch enthält viele Rezepte, die ich gern noch ausprobieren würde. Zum Beispiel die Polenta mit pochiertem Ei und Rucolabutter, das Mozarella-Sandwich mit Feigensenf, den Quinoasalat mit Erdbeeren und Ziegenfrischkäse, das Ananasrelish und den Olivenölkuchen.

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Zusammenfassung und Wertung:

Das Buch gefällt mir sehr gut und ich möchte jetzt am liebsten gleich Sommer! Ich werde es sicher noch oft zur Hand nehmen und darin stöbern. Viele Rezepte sprechen mich an und werden mal (eventuell leicht abgewandelt) nachgekocht. Allerdings werden das wohl Tage sein, an denen ich nur für mich oder für Freundinnen koche. Die meisten der Rezepte in dem Buch würden meinen Freund, den überzeugten Fleischesser, wohl nicht zufriedenstellen, höchstens als Beilage. Es ist eben Sommerküche und wäre vielen Männern wohl zu wenig deftig. Ein kleiner Minuspunkt ist aus meiner Sicht auch, dass einige Zutaten nicht so einfach zu bekommen sind. Damit meine ich zum Beispiel Canihua-Mehl, Flohsamenschalen oder eingelegte Vogelbeeren. Zum Glück betrifft das die Minderzahl der Rezepte. Das ist wohl der Tatsache geschuldet, dass Paul eigentlich aus der Sterneküche kommt.

Sehr positiv finde ich, dass man in jedem Rezept merkt, dass der Autor sein Handwerk versteht und in jedem Rezept die Liebe zu guten, regionalen Lebensmitteln von Qualität erkennen lässt. Seine Leidenschaft für nachhaltige und biologische Landwirtschaft steckt an. Auch wenn ich bisher wenige Rezepte nachgekocht habe, bin ich mir ziemlich sicher, dass man in diesem Buch von einer 99%igen Gelinggarantie ausgehen kann! Das Ziel, nachkochbare Rezepte mit wenig Aufwand zu schaffen, ist hier fast immer gelungen. Insgesamt ist das Buch sehr stimmig und mit ein wenig Kocherfahrung können wohl auch fehlende Zutaten ersetzt werden. Viele Rezepte haben einen interessanten „Twist“ und stechen so aus der Menge der vegetarischen Rezepte durch Raffinesse heraus. Ich habe Lust bekommen, mehr davon zu probieren!

Carina

**Das Buch wurde mir vom Brandstätter Verlag kostenlos im Rahmen eines Gewinnspiels übersandt. Vielen Dank dafür!

{Neuerscheinung} What Katie Ate At the Weekend

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Die Neuerscheinungen gehen in die zweite Runde! Nachdem ich euch vor einigen Wochen „Frühstücksglück“ von der lieben Jeanny vorgestellt habe, wird es jetzt mal international. Dass ich mir das zweite Buch von Katie Quinn Davis, „What Katie Ate at the Weekend“ zulegen muss, war gar keine Frage. Ihr erstes Buch „What Katie Ate“ habe ich auch bereits, und schon allein die wunderschönen Bilder daraus rechtfertigten für mich den Kauf des zweiten. Dieses habe ich jetzt mal etwas genauer unter die Lupe genommen. Es ist mit einem Erscheinungsdatum vom Oktober 2014 zwar nicht mehr ganz brandneu, aber geht bei mir noch als Neuerscheinung durch.

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Fakten und Äußerliches:

Wie gesagt, es handelt sich bei dem Buch um die zweite Veröffentlichung der bekannten Food Bloggerin und Fotografin Katie Quinn Davies aus Sydney. Das neue Buch soll hauptsächlich eine Inspirationsquelle mit vielen unterschiedlichen Rezeptarten für kleine Feiern, Familientreffen und Partys darstellen. Es ist daher vom Überthema ein wenig spezifischer als Katies erstes Buch. Auf insgesamt 314 Seiten kommen 100 neue Rezepte für jeden Anlass. Das Buch hat einen hochwertigen Hardcover-Umschlag und ist ziemlich großformatig (ca. 22x28cm). Es nimmt deshalb auf einer Arbeitsplatte recht viel Platz weg und auch das Gewicht ist nicht ohne. Sieben Kapitel enthalten Rezepte, daneben gibt es noch fünf Kapitel, in denen ausschließlich Fotos von verschiedenen Anlässen und Unternehmungen von Katie mit Freunden zu sehen sind. Diese nehmen ebenfalls jeweils einige Seiten ein. Das Buch ist im Neuen Umschau Verlag erschienen und kostet 24,95 Euro. Aus meiner Sicht sind Kochbücher für über 20 Euro schon ziemlich happig, aber wenn man Katie’s erstes Buch mochte, macht man für den Preis nichts falsch.

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Design und Fotos: 

Das Design spielt eine große Rolle in dem Buch. Alle Fotos sind in Katies bekannten Vintage-Stil mit hohem Wiedererkennungswert. Wer nur ein Buch möchte, in dem möglichst viele Rezepte dicht an dicht stehen, ist mit diesem Buch falsch bedient. Es werden vor allem diejenigen Freude daran haben, die sich neben den bloßen Rezepten gern von tollen Bildern und Farben inspirieren lassen, oder die sich gar für ihre eigene Fotografie ein wenig abgucken möchten. Dabei muss man immer bedenken, dass die Gerichte extrem gestylt sind und das eigene Ergebnis sich davon im Normalfall unterscheiden wird.

Das Cover gefällt mir besser als das vom ersten Buch, da es hell und fröhlich wirkt. Insgesamt ist mein Eindruck, dass das zweite Buch ein wenig heller und weniger „moody“ ist, als das erste. Alle Gerichte sind auf einem ganzseitigen Bild zu sehen und auf der Seite daneben befindet sich das Rezept.

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Kategorien und Rezepte:

Die sieben Rezeptkapitel gliedern sich in „Breakfast und Brunch“, „Salate und Suppen“, „Geflügel, Fisch und Fleisch“, „Gemüse“, „Pizza, Pasta und Brot“, „Party-Snacks und Drinks“ und „Süsses“. Dazwischen befinden sich die fünf Bilder-Kapitel, in denen man Katie zum Beispiel ein Wochenende nach Italien begleitet oder bei einem Wochenendlunch mit Freundinnen Mäuschen spielt. Bei den Rezepten gefällt mir dieses Mal sehr gut, wie vielfältig die Kapitel sind und das ich einen Frühstücksmuffin darin genauso finde, wie einen Cocktail und eine Knabberei für den Abend. Die Anzahl der Rezepte in den Kapiteln sind unterschiedlich. Zu den Rezepten gibt es zuerst eine kleine Anekdote, dann die Zutatenliste (die leider manchmal ein wenig unübersichtlich ist) und dann eine ausführliche Beschreibung. Die Anweisungen sind sehr präzise und deswegen auch etwas länger, sodass einfache Rezepte auf den ersten Blick etwas kompliziert wirken. Im Gegensatz zu Katie’s erstem Buch gibt es aber hier auch einige schnellere und einfachere Rezepte mit wenigen Zutaten. Viele Gerichte erfordern aber auch etwas Übung und Genauigkeit. Für Kochanfänger dürfte es etwas störend sein, dass in vielen Rezepten Zutaten vorkommen, die man nicht immer im Haus hat oder im nächsten Supermarkt bekommt. Ich habe zumindest auch als Hobby-Köchin keinen japanischen Reiswein, Cidre-Essig, Nori-Flocken oder Granatapfeldicksaft Zuhause. Solche Zutaten benötigt man zum Glück aber nicht in jedem Rezept. Nicht empfehlen würde ich das Buch für Vegetarier, denn Fleisch oder Fisch sind in sehr vielen Rezepten enthalten. Die Pasta-Rezepte sind dieses Mal leider überhaupt nicht nach meinem Geschmack, dafür finde ich aber die Brunch- und Süßkram-Ideen ganz toll.

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Nachmachliste und ausprobierte Rezepte:

Ich habe bereits die Mandarinen-Pistazien-Muffins mit Mohn und das Walnussbrot ausprobiert. Beides war sehr besonders im Geschmack. So ist das Walnussbrot im Gegensatz zu vielen anderen Rezepten mit Buchweizenmehl, Chiasamen und Weizenkeimen gemacht. Es war sehr saftig und ein paar Tage haltbar. Die Muffins waren eine tolle Abwechslung. Ich habe noch nie mit Mandarinen gebacken und die Kombination mit den Pistazien war sehr lecker. Als Frühstücksmuffins machen sie sich sehr gut.

Auf meiner To-Do-Liste sind derzeit ganz oben: Katies Müli mit Heidelbeerkompott und Joghurt, der Super-Smoothie, die Linsen-Kichererbsen-Suppe mit Schmortomaten, die Chorizo-Tomaten-Tarte, die Regenbogenforelle mit Zitronen-Champagner-Sauce und die Rosa-Grapefruit-Friands mit Estragon und Zimt. Das ist schon eine Menge, und ich könnte noch weitermachen. Da gibt es Brownies mit Kirschen und Salzkaramell…also lassen wir das! Ihr merkt, die Neugier ist geweckt und mit diesem Buch wird gelegentlich noch weiter ausprobiert, auch wenn es nichts für die schnelle Feierabendküche ist.

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Zusammenfassung und Wertung:

Das Buch ist definitiv ein wenig anspruchsvoller und man kann ohne einen Einkauf eher wenige Rezepte direkt umsetzen. Da es allerdings hauptsächlich darum geht, wie man fantasievoll liebe Gäste bewirtet, ist aus meiner Sicht wiederum in Ordnung, dass die Rezepte ein wenig Planung erfordern. Für Vegetarier ist das Buch nicht zu empfehlen. Für alle anderen, die gern Familie und Freunde bewirten und immer auf der Suche nach Inspiration sind, ist es dagegen genau richtig. Ich könnte allein aus diesem Buch ein ganz tolles Buffet zusammenstellen, auf dem alles zu finden ist, was zu einem Abend mit Freunden kulinarisch dazugehört. Die Gestaltung und die Rezeptauswahl gefallen mir noch besser als im ersten Buch. Ein kleiner Minuspunkt ist so manche ausgefallene Zutat, die auftaucht. Aber ich bin da ganz schmerzfrei und würde vielen einfach irgendwie ersetzen. Auf Kochneulinge könnten die Anforderungen ein wenig einschüchternd wirken und das Ergebnis (da weniger durchgestylt) optisch ab und zu etwas enttäuschend. Ein weiterer kleiner Minuspunkt sind für mich persönlich die doch sehr vielen Fotos zwischendurch, die mit den Rezepten nichts zutun haben. Das erinnert sehr an einen Bildband. Teilweise 10 Seiten am Stück von einem Wochenendausflug treiben die Sache ein wenig zu sehr auf die Spitze und man muss etwas blättern, bis wieder ein Rezept kommt. Das ist aber nur mein persönliches Empfinden. Das Buch ist für mich eine rundum gelungene Inspirationsquelle, aus der ich nicht immer alles haargenau wie beschrieben nachkochen werde. Wer es so sieht, wird damit viel Freude haben und dem kann ich den Kauf empfehlen.

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Übrigens: Ab heute gibt es für euch auch eine kleine Übersicht über alle bisherigen Rezensionen. Dafür geht ihr im Menü auf den Punkt „Rezensionen„.

Und, was sagt ihr zu dem Buch? Wer hat dieses, wer hat Katies erstes Buch im Regal?


Carina

{Neuerscheinung} Jeanny’s Frühstücksglück und ein Laugenzopf

Ihr Lieben, im Januar habe ich euch schon darauf vorbereitet, dass hier auf dem Blog ein paar Neuerungen kommen werden. Das habe ich teilweise mit dem neuen Header, Design und neuen Kategorien schon umgesetzt. Darüber hinaus wollte ich aber auch inhaltlich ein bisschen was verändern. Deswegen habe ich mir ein paar neue kleine Reihen überlegt, die nicht regelmäßig erscheinen werden, aber euch hoffentlich Freude bereiten. Dazu gehört zum einen, dass es mehr Rezensionen geben wird, und damit fangen wir heute an. Ganz besonders möchte ich mich den vielen tollen Neuerscheinungen auf dem Kochbuch-Markt widmen…das mache ich auch ganz bestimmt nicht nur, um eine Entschuldigung habe, mir die neuen Bücher alle zuzulegen…öhhhhm. Es ist eine Sucht. Jetzt aber erst mal zu einer anderen Sucht!

Frühstücksglück

Ich bin Laugen-süchtig. Egal ob Brezel, Stange oder Brötchen – mein Laugenkonsum war schon mal bei mindestens einem Stück täglich. Ich hätte ohne Weiteres eine Laufenbrezel jedem Stück Kuchen vorgezogen, tu‘ ich immernoch. Laugen sind tatsächlich eines der Dinge, die ich außerhalb von Deutschland nun am meisten vermisse. Immer im Urlaub Zuhause fahre ich dann den Konsum wieder drastisch hoch.

Es war also klar, was ich als erstes backen muss, als Jeanny’s  heiß ersehntes neues Buch „Frühstücksglück“ bei mir eingetroffen ist. Was gibt es besseres, als mir meinen Suchtstoff nun endlich selbst backen zu können? Der Verzicht hat ein Ende! Ein Laugenzopf muss her! Erst einmal möchte ich euch aber das Buch näher vorstellen!

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Fakten und Äußerliches:

Bei „Frühstücksglück handelt es sich um das dritte Buch von Virginia „Jeanny“ Horstmann. Ihr erstes besitze ich ebenfalls und mag es sehr gern. Auf „Frühstücksglück“ war ich aber allein wegen des Themas unglaublich gespannt. Das Buch ist im Hölker Verlag erschienen  und kommt mit einem hochwertigen Hardcover Umschlag. Es fasst sich sehr angenehm an und das Cover selbst gefällt mir sehr gut und macht neugierig. Auf 112 Seiten werden 45 Rezepte präsentiert, die alle eine Doppelseite einnehmen. Vor jedem Kapitel gibt es ein zusammenfassendes Verzeichnis und am Ende ein übersichtliches Register. Der Preis von 19,95 Euro ist aus meiner Sicht vollkommen in Ordnung für das, was man dafür bekommt.

Design & Fotos:

Wie das Cover gefällt mir auch das Design im Inneren des Buchs sehr gut. Die Fotos der Gerichte sind ganzseitig und vom Stil natürlich typisch Jeanny, nämlich wunderbar und liebevoll in Szene gesetzt. Ein Highlight sind auch die süßen Illustrationen, die man im ganzen Buch findet.

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Kategorien und Rezepte: 

Das Buch hat sieben thematisch eingeteilte Kapitel für jede Art von Frühstücksgelüsten: ‚Bagels, Brot & Brötchen‘, ‚Pfannkuchenträume‘, ‚Sandwiches & Aufstriche‘, ‚Das Gelbe vom Ei‘, ‚Müsli, Obst & Joghurt‘, ‚Süße Morgenbäckerei‘, ‚Smoothies & Wachmacher‘. In jedem Kapitel finden sich zwischen sechs und sieben ganz unterschiedlichen Rezepten. Wie immer an Jeannys Rezepten gefällt mir, dass die meisten eine überschaubare Anzahl an Zutaten brauchen und man eigentlich alles in einem normalen Supermarkt finden dürfte. Die Anleitungen sind sehr genau und leicht verständlich, auch für Koch-Neulinge. Zubereitungs- und Backzeiten werden bereits angegeben. Sehr schön finde ich, dass Jeanny zu jedem Rezept oben noch etwas schreibt. Manchmal sind das sehr süße persönliche Anekdoten, wie auch zu dem Laugenzopf. Ab und zu gibt es Extra-Tipps zum Thema Zutaten ersetzen oder ähnlichem.

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Nachmach-Liste und ausprobierte Rezepte: 

Die Liste der Haben-Wollen-Rezepte aus dem Buch ist lang! Meine absoluten Favoriten, die bald auf den Teller müssen sind aber das Einfache Buttermilchbrot, die Polenta-Pfannküchlein mit Erdbeerherz (vielleicht am Valentinstag?), die gebackenen Eier in Avocado, die Süßkartoffel-Frittata und das Möhren-Bichermüsli. Bereits ausprobiert habe ich den Laugenzopf und die Marmorwaffeln. Bei dem Zopf hatte ich als Laugen-Feinschmecker so meine Zweifel, ob die eigene Herstellung zu meiner Zufriedenheit klappen würde. Hinterher muss ich sagen: Warum habe ich das nicht vorher gemacht? Das Brot wird unheimlich fluffig und der Geschmack und Geruch ist wirklich 1A, ganz klasse! Wir konnten davon gar nicht genug bekommen. Laugen sind allerdings mit etwas mehr Arbeit verbunden, als die meisten anderen Rezepte aus dem Buch. Das einzige, was gar nicht klappen wollte, war den kompletten Zopf nach dem Natron-Bad wieder in einem Stück aus dem Topf zu bekommen. Dafür braucht man gute Schöpflöffel und etwas Übung…ich werde beim nächsten Mal wohl Brezeln oder Brötchen formen. Zöpfe sehen natürlich toller aus. Die Marmorwaffeln haben zwar gut geschmeckt, aber den Liebsten und mich nicht umgehauen. Wir sind, zugegeben, bei Waffeln auch recht anspruchsvoll. Das Rezept würde ich aber beim nächsten Mal ein wenig verändern. Vor allem war es mir als Naschkatze zu wenig süß und schokoladig. Trotzdem eine schöne Idee.

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Zusammenfassung und Wertung:

Das Buch hat voll meinen Nerv getroffen, ich liebe es. Der Liebste war auch sehr angetan und neugierig, einige Ideen auszuprobieren. Wer das Frühstück gern mit seiner Familie zelebriert, ist mit dem Buch genau richtig bedient! Es ist etwas für Anfänger und Fortgeschrittene und jeder findet darin das, was ihm schmeckt. Viele Ideen sind interessant und nicht bereits Standard-Repertoire. Man findet immer ein Rezept, für das gerade alles im Haus ist, oder das man in kurzer Zeit umsetzen kann. Genauso gibt es besondere Rezepte für einen tollen Brunch. Einziger kleiner Minuspunkt ist für mich, dass einige Rezepte auch bereits auf Jeannys Blog sind und ich sie schon kannte. Ansonsten ist das hier eine absolute Kaufempfehlung!

Jetzt möchte ich euch noch das Rezept für diesen unglaublichen Laugenzopf mitgeben. Vielleicht ist das ja was für euer Wochenende?

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Für zwei große Laugenzöpfe: 

350ml warmes Wasser
1 EL Zucker
2 TL Salz
1 Pck. Trockenhefe
550g Mehl
60g Butter, geschmolzen
200g Natron
1 Eigelb, mit erwas Wasser verqirlt
Fleur de Sel

Das warme Wasser in einer Schüssel mit Zucker, Salz und Hefe mischen und kurz stehen lassen, bis die Oberfläche kleine Bläschen schlägt. Mehl und flüssige Butter dazugeben und alles verkneten. Der Teig sollte sich vom Schüsselrand lösen, kann aber noch ein wenig klebrig sein. Eventuell noch ein kleines bisschen Mehl hinzufügen.

Den Teig in eine mit Öl ausgepinselte Schüssel geben und abgedeckt an einem warmen Ort mindestens 1 Stunde gehen lassen, bis sich das Volumen etwa verdoppelt hat. Dann den Teig kurz einboxen, halbieren und noch einmal jede Hälfte in drei Stränge teilen. Diese dann zu ca. 30cm langen Würten formen und miteinander zu zwei Zöpfen flechten. Die Zöpfe auf ein geöltes Backblech legen. Den Ofen auf 210°C Ober- und Unterhitze vorheizen. In einem großen Topf 2,5 Liter Wasser mit dem Natron vermischen und zum Kochen bringen. (Ich hatte nur etwa 100g Natron im Haus, das hat trotzdem super funktioniert). Die Zöpfe nacheinander etwa 30 Sekunden in dem Natron-Wasser tauchen lassen. Dann vorsichtig herausheben, leicht abtropfen und wieder aufs Backblech geben (lasst euch dabei von eurem Schatz helfen!). Die Zöpfe dann mit verquirltem Eigelb bestreichen und mit Fleur de Sel oder grobkörnigem Meersalz bestreuen. Im Ofen 20 Minuten backen. Dann die Temperatur auf 190°C runtersetzen und noch einmal 10 Minuten zuende backen.

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Uns haben die Zöpfe am besten mit Frischkäse und Lachs oder süßem Senf und Salami geschmeckt. Mhmmm! Habt ihr das Buch schon? Findet ihr es auch so toll?

Ich hoffe, die Vorstellung von Neuerscheinungen interessiert euch, denn ich habe bereits ein weiteres tolles Buch im Auge!

Carina ❤

Geschirr: mein geliebste Audrey Indigo von Greengate
gestreiftes Handtuch: House Doctor
rundes Brett: Ib Laursen

 

{Hello Fall!} Neue Bücher und das Rezept für die perfekte Karamellsauce

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Es ist Herbst. Was gehört dazu, außer viel Kürbis, Apfelkuchen und Co.? Bei mir dicke Socken und Strickjacken. Viel Tee. Entspannte, dunkle Samstagnachmittage unter der Decke mit einem guten Buch und einer kleinen Leckerei. Und deshalb habe ich heute den perfekten Herbst-Mix für euch mitgebracht. Ein paar kleine Empfehlungen für Bücher, die solche dunklen Tage füllen. Und ein Rezept für eine absolut gelingsichere, perfekte Karamellsauce, die mit einer Schale Eis oder auf einem Stück Apfelkuchen den Tag versüßen.

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Karamellsauce und ich, das passte bisher einfach nicht zusammen. Jedes Mal frustrierend und am Ende für den Mülleimer. Aber jetzt! Ich wollte eine Torte backen, für die Karamellsauce benötigt wird. Nach einem erneuten missglückten Versuch habe ich frustriert das Laptop angemacht und – wie es manchmal so ist – in meinem Bloglovin-Feed sprang mich dieser Artikel vom tollen Blog „Completely Delicious“ an. Passt wie die Faust aufs Auge! Der Ehrgeiz war erneut geweckt und es hat sich gelohnt. Die Anleitung ist wirklich absolut perfekt und meine Karamellsauce ebenso. Einziger Nachteil: Die klebrigen Hände, nachdem man spontan den Topf auslecken musste.

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Gaaar nicht mein Ding, das mit dem Topf. Eigentlich. Aber…es ist Karamell!! Weiches, klebriges, vanilliges Karamell, hach! Das Rezept schreibe ich nicht noch einmal auf, dafür ist Annalises Anleitung zu perfekt. Aber ich kann empfehlen, die Karamellsauce im letzten Schritt noch mit etwas Vanillemark, einer Prise Salz und 1-2 EL mildem Rum zu versetzen. Traumhaft! Auch wenn das erste Glas Karamell für die Torte drauf ging, habe ich schon nachproduziert. Denn ich habe schon drölfzig Ideen, was ich damit tun werde: auf Vanilleeis essen, in Cupcakes füllen, auf Tartes tröpfeln, Frosting damit machen…eine weitere Idee mit dem Karamell stelle ich euch ganz bald vor. Achja, und diese Woche habe ich es auch schon als Brotaufstrich auf Graubrot gegessen…lecker sag ich euch!

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Der Kusmi-Tee auf dem Bild oben ist übrigens mein momentaner absoluter Lieblinsgtee. Der macht sogar meiner Kaffeesucht Konkurrenz und ich trinke jetzt morgens machmal Tee. Eigentlich mochte ich bisher gar keinen Schwarztee. Aber ich Verpackungsopfer fand die Dosen einfach so schön, dass ich einen ausprobieren musste. Die Sorte „Prince Vladimir“ hat mich mit der Zitrus- und Vanillenote gleich überzeugt und er riecht herrlich! (Nebenbei hat die Dose meine Lieblingsfarbe, türkis, öhmmmm….). Ich werde demnächst noch andere Sorten probieren müssen, fürchte ich…im Herbst kann man nie genug Tee haben!

Um das Herbstglück perfekt zu machen, hier in aller Kürze meine neuesten Entdeckungen für dunkle Nachmittage:

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„Breaking News“ von Frank Schätzing – Wie man es von Schätzing kennt, kann man das neue Werk vor allem in drei Worten beschreiben: dick, nervenaufreibend, verworren. Auf knapp 1000 Seiten vereint er dieses Mal einen spannenden Agententhriller mit den wichtigsten Entwicklungen der Krisenherde unserer Zeit. Hauptschauplatz ist Isreal und die Palästinensergebiete. Durch geschickte Rückblenden bekommt der Leser den wohl besten Abriss des gesamten Nahostkonflikts, den ich je gelesen habe – geschichtlich und was die Hauptkonfliktpunkte angibt. Keine leichte Kost, aber ein spannender Roman mit viel Stoff zum Nachdenken. Mein Favorit für die dunkle Jahreszeit!

„Blut“ – von Patricia Cornwall – Die Meisterin des Nervenkitzels hat mal wieder ihrem Ruf alle Ehre gemacht. Dieses mal ermittelt die forensische Pathologin Dr. Kay Scarpetta auf eigene Faust in einem Frauengefängnis. Eine verurteilte Mörderin hat sie um einen Besuch gebeten und ganz schnell ist sie tief in den Fall verstrickt. Fesselnd!

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„Der König“ von Kader Abdollah – Ein historischer Roman über den Schah des persischen Reichs um 1900. Hin- und hergerissen zwischen den Reformbestrebungen der europäischen Königreiche und der eigenen Tradition muss der Schah mit Hofintrigen und Aufständen fertig werden. Gleichzeitig märchenhaft und kulturell lehrreich.

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„Kirgistan gibt es nicht“ von Jan Sprenger – Eine Reisegeschichte über einen Backpacker, der durch das wenig touristisch erschlossene Kirgistan reist. Dort lernt er eine verschlossene Russin kennen und ist sogleich von ihr fasziniert. Melancholisch und kurzweilig.

„Damaskus im Herzen und Deutschland im Blick“ von Rafik Schami – Der Autor, der in Syrien aufgewachsen ist und seit vielen Jahren in Deutschland lebt, vergleicht die Kulturen seiner beiden Heimatländer. Manchmal muss man schmunzeln, manchmal lässt man sich mitreißen in die farbenfrohen Gassen des Damaskus von vor vielen Jahren, seiner Gerüche und Menschen. Ich bin mit dem Buch noch nicht ganz durch, aber es hat mich schon begeistert. Insbesondere angesichts des derzeitigen Konflikts ist eine Beschreibung des alten Syriens, seiner Kultur und seiner Bräuche wertvoll und lesenwert.

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„Ein Kopf macht noch keine Leiche“ von Colin Cotterill – In einem Thailändischen Provinzdorf wird am Strand ein Kopf gefunden. Die gelangweilte und abenteuerhungrige Kriminalreporterin Jim fängt an zu ermitteln und wird dabei von ihrer ganzen Familie begleitet. Lustig und liebenswert!

Vielleicht ist ja auch was für euch dabei. Oder habt ihr noch einen guten Buchtipp für mich? Wie ihr seht, ziehen mich vor allem Romane mit kulturellem oder historischem Hintergrund an, gern ein bisschen märchenhaft. Ab und an muss es auch mal ein Thriller sein. Ich freue mich auf die dunkle Jahreszeit und ganz viele Bücher! ❤

Ich habe auch bereits hier und hier ein paar Buchempfehlungen gegeben.

Meine Winterschätze – Wunderbare Bücherliste für kalte Tage

Bücher sind wunderbar. Punkt.

Bücher sind für mich Soulfood, sie lassen alles vergessen, bringen einen zum Lachen, zum Weinen, versetzen in fremde Welten, informieren. Seit ich denken kann finde ich es schön, mein ganzes Zimmer mit Bücherregalen vollzustellen. Und ich warte noch auf den Tag, an dem ich mal versehentlich in meinem Lieblingsbuchladen über Nacht eingeschlossen werde, hehe.

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Okay, genug geschwärmt. Jetzt, wo es wieder kalt wird, nehme ich mir endlich wieder öfter die Zeit für ein gutes Buch. Ein paar Seiten vor dem Schlafengehen oder eine Tasse Tee und eine Stunde am Nachmittag in meinem Lesesessel gehören zum Winter einfach dazu. Ich finde es immer super, von guten Freunden Tips zu bekommen, welche guten Bücher sie gerade lesen. Auf manche Titel würde man ansonsten nie kommen. Man weiß einfach, wer in etwa den selben Geschmack hat und gute Tips gibt. Der Star ist in dieser Sache für mich eh meine Mama, sie trifft eigentlich immer meinen Büchergeschmack.

Nachdem ich gerade meinen ab-und-zu-mal-Krimi beendet habe, habe ich gerade ein neues Buch angefangen. „Liberty“ von Jakob Ejersbo hat mich schon auf den ersten Seiten gefesselt. Kann sein, dass es mich später enttäuschen wird. Ich hoffe, dass es auch so weitergeht und bin sehr gespannt, ob dieser in Dänemark sehr gefeierte Autor hält, was seine Kritiken versprechen.

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Hier eine kleine Liste mit einigen meiner Lieblingsbücher aller Zeiten, und einigen, die ich erst vor Kurzem auf die zu-empfehlen-Liste gesetzt habe:

  • „Shantaram“ von Gregory David Roberts
  • „The Bookseller of Kabul“ von Asne Seierstad
  • „Mein Name ist Luz“ von Elsa Osorio
  • „Paris – Ein Fest fürs Leben“ von Ernest Hemigway
  • „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ von Thomas Mann
  • „Flug der Pelikane“ von Benjamin Lebert
  • „The Book Thief“ von Markus Zusak
  • „Der Medicus“ von Noah Gordon
  • „The Oracle of Stamboul“ von Michael David Lukas
  • „Of Mice and Men“ von John Steinbeck
  • „Die Physiker“ von Friedrich Dürrenmatt