Rocky Road Bars – Vorsicht, konzentrierte Schokolade!

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Nachdem es in den letzten Tagen hier mehr herhafte Dinge zu sehen gab, wird es endlich mal wieder Zeit für etwas Süßes! Und wie…fudgige, klebrige, weiche, oberschokoladige Brownies! Rocky Road Brownies haben mich von der Idee her schon immer angesprochen. Zu verlockend die Möglichkeit von einem fetten Topping mit Fudge und allem, was der Schrank so her gibt! Als ich dieses Rezept gefunden habe, waren sie dann endlich mal fällig. Und ich kann euch sagen…das waren höchstwahrscheinlich die saftigsten Brownies die ich jemals gegessen habe. Wenn ihr euch die Zutatenliste anschaut, wisst ihr auch warum. Die Mengenangaben für Zucker und Butter sind KEIN Druckfehler, es ist wirklich so viel. Aber ich habe hier keinen Figurschmeichler versprochen. Trotzdem lohnt es sich absolut, auch, wenn man dafür vielleicht auf ein Nutella-Brot verzichtet 🙂 Ich würde mir sogar überlegen, das Rezept als mein Brownie-Grundrezept zu adaptieren, es muss ja nicht immer mit diesem (zugegeben wahnsinnig guten) Belag sein.

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Das Rezept aus Leila Lindholms „Noch ein Stück“ habe ich halbiert, da die Brownies wie erwartet schokoladig-schwer wurden, sodass auch die größten Brwonie-Fans beim besten Willen nur ein Stück schaffen. Außerdem habe ich einige kleine Änderungen vorgenommen.

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Für 1 kleines Brownie-Blech (12 Stück): 

240g Zucker
170g weiche Butter
60g ungesüßtes Kakaopulver
100ml Light Corn Syrup oder Zuckerrübensirup
1 Prs. Salz
90g Mehl
1/2 TL Vanilleextrakt

150ml Sahne
50ml Milch
50ml Light Corn Syrup oder Zuckerrübensirup
200g Zartbitterschokolade
optional: 2 EL Kaffelikör (z.B. Bailey’s) oder Rum

50g weiche Karamellbonbons
eine Handvoll gesalzene geschälte Pistazien
einige Schokoladenbrezeln
eine Handvoll Mini-Marschmallows
eine Handvoll Walnüsse

Ersatzweise: Erdnüsse, Schokolinsen, Mandeln, Gummibären…

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Butter und Zucker cremig rühren, dann Kakao, Light Corn Syrup, Mehl und Salz dazugeben. Die Eier nacheinander zum Teig geben. Den Teig in ein tiefes Brwonie-Backblech füllen und glatt streichen. Im vorgeheizten Backofen bei 175°C ca. 30-35 Minuten backen. Der Teig sollte beim Rausnehmen noch leicht klebrig sein. Komplett auskühlen lassen.

Für das Fudge die Sahne, Milch und Syrup aufkochen lassen, vom Herd nehmen und nur ein wenig abkühlen. Die Schokolade in Stückchen brechen und in der Sahnemasse schmelzen. Glatt rühren. Die Glasur auf die Brownies streichen und mit den verschiedenen Toppings bestreuen. Kalt stellen und fest werden lassen.

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Ich habe nicht das ganze Fudge auf die Brownies gestrichen. Den Rest habe ich in ein Schraubglas gefüllt und kann mir dafür eine ganze Menge leckere Verwendungen vorstellen…als Aufstrich, zu Pfannkuchen, in schnellen Blätterteigtaschen…mhhhm!

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Milchreiskuchen mit Apfel & Vanillesoße

Milchreis5Milchreis war schon immer eines meiner absoluten Lieblingsessen. Das hat sich seit meiner Kindheit nicht geändert. Im Kindergarten gab es ihn (nach meiner Erinnerung) mindestens einmal pro Woche und jeder mochte ihn. Es war einfach himmlisch, wenn der Geruch beim Kochen durch das ganze Haus zog. Das Fruchtkompott, dass es dazu gab, habe ich allerdings prinzipiell verschmäht, bäh! Dafür wurde mein Milchreis umso mehr mit Zimtzucker bedacht.

Auch seit ich mit meinem Freund zusammen wohne, essen wir alle paar Wochen Milchreis, wenn auch mittlerweile mit variierenden Beilagen. Nun dürfen es auch mal Kirschen, Apfelmus oder sogar Fruchtsaft sein. Milchreis hat einfach etwas tröstliches, beruhigendes, wenn man an einem Freitagabend erledigt nach Hause kommt. Menschen, die ihn nicht als vollständige Mahlzeit ansehen, sind mir suspekt. Gibt es eine bessere Soulfood-Mahlzeit?

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Milchreis ist also toll, halten wir fest, Punkt. Umso mehr habe ich mich gefreut, als die liebe Ina für ihre neue Aktion „Let`s cook together“ zur großen Milchreis-Kocherei aufgerufen hat. Ich hatte wirklich viele Ideen, was ich beisteuern könnte. Ganz spontan ist am Ende dieses Rezept entstanden, dass mich absolut begeistert. Milchreiskuchen habe ich vorher noch nie gebacken, kann ihn nun aber absolut empfehlen.

Für ein Brownieblech Milchreiskuchen:

200g Butter
120g Kristallzucker
65g brauner Zucker
1 Pck. Vanillezucker oder 1 TL Vanilleextrakt
200g Milchreis (fertig oder frisch gekocht)
1 Prise Salz
3 Eier
370g Mehl
1 Pck. Backpulver
1 EL Bailey’s oder Vanillelikör (optional)

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Die Butter mit dem Zucker, der Vanille und dem Salz cremig schlagen. Die Eier zugeben und verquirlen. Fertigen oder frisch gekochten Milchreis unterrühren. Das Mehl und Backpulver zunächst vermischen, dann kurz unterheben. Den Teig in eine gefettete und ausgemehlte Form (eckige Springform 24x24cm oder Brownieform) geben. Im vorgeheizten Ofen bei 175°C ca. 40 Minuten backen.

Für ein Schälchen Apfelkompott:

zwei säuerliche Äpfel
1 Vanilleschote
75g brauner Zucker
1 Zitrone
1 TL Speisestärke

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Die Äpfel schälen und klein würfeln. Den Zucker in einem Topf karamellisieren lassen. Die Äpfel dazugeben und vorsichtig rühren. Dann das Vanillemark und die ausgekrazte Schote zur Mischung geben. Mit dem Saft der Zitrone ablöschen und alles 5 Minuten köcheln lassen. Dabei gelegentlich umrühren. Die Speisestärke mit 1 TL Wasser verrühren und untermischen, dann noch eine Minute köcheln, bis das Kompott dickflüssiger wird. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

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Nun habe ich noch ein Päckchen „Vanillesoße ohne Kochen“ angerührt und kaltgestellt, bis der Kuchen fertig gebacken war. Eine andere Soße geht natürlich nach Belieben auch, aber ich sag’s euch, gute Vanillesoße dazu…!

Auf die Bilder bin ich diesmal auch ein wenig stolz, denn sie sind genauso geworden, wie ich wollte. Danke auch an F. fürs Soße-Gießen.

Nächsten Monat soll bei Ina „gewrappt“ werden. Ich habe da schon so eine Idee…

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Süßer Kirschauflauf – oder: Kuchen zum Mittag?

KirschauflaufMeine Lieben, heute habe ich etwas für kalte Tage für euch, an denen man nach Soulfood lechzt. Etwas Warmem, Süßem, in das man sich am liebsten reinlegen möchte. So ging es mir gestern, nachdem ich mit einer Freundin von Freitagsbasar zurückkam. Man mag es kaum glauben, aber wir haben hier seit ein paar Tagen Schnee und es ist wirklich sehr kalt. Wie ich von Zuhause höre, sogar kälter als in Deutschland. Ich war also ordentlich durchgefroren, nachdem ich mit meinen Errungenschaften aus der Innenstadt zurückkam. Aber gelohnt hat es sich allemal. Ich habe eine wunder-, wunderschöne Etagere erstanden, die ich schon länger im Auge hatte und euch bald auch an dieser Stelle zeigen werde.

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Auf jeden Fall brauchte ich zum Mittag jetzt etwas zum reinlegen und total dem Wochenend-Gefühl frönen. Und wann isst man in der Woche schonmal einen warmen Auflauf zum Mittag? Richtig, eigentlich nie. Das Rezept habe ich auf Inas Blog „What Ina loves“ gefunden und es hat mich sofort angesprochen.

Nachdem der Mann die Auflaufform inspiziert hatte, war sein Kommentar: „Kuchen zum Mittag?!“, woraufhin wir diskutiert haben, ob es auch süße Aufläufe geben kann. Er kann dieses Konzept nicht ganz verstehen, ist aber ohnehin keine Naschkatze wie ich. Ich finde, süße Aufläufe sind sogar ganz wunderbar und haben allemal ihre Daseinsberechtigung.

IMG_5223Ich habe das Rezept ein bisschen meinen Vorräten angepasst, nämlich statt Milch die gleiche Menge Kokosmilch genommen und fertiges Zitronenaroma statt frischem Zitronenabrieb. Bio-Zitronen sind hier leider nicht zu bekommen und ich nehme daher ungern den gespritzten Zitronenabrieb. Außerdem habe ich die Zuckermenge ein kleines bisschen reduziert, was ich mit vielen Rezepten mache, und noch einen Spritzer Vanilleextrakt dazugegeben.

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Süßer Kirschauflauf (1 kleine Auflaufform):

350g Kirschen, 1 TL Vanillezucker, 80g weiche Butter, 90g Zucker, 120ml Kokosmilch, 2 Eier, 150g gemahlene Mandeln, 80g Mehl, etwas Zitronenaroma

Die Butter mit dem Zucker schaumig rühren und nach und nach Kokosmilch, Eier, Mandeln und Mehl unterrühren. Zum Schluss die Zitrone, den Vanillezucker und Vanilleextrakt dazugeben. Die Auflaufform fetten und mit Zucker oder Brotkrumen ausstreuen. Den Teig in der Form verteilen und die Kirschen darauf verteilen. Bei 200°C ca. 40-50 Minuten backen (die von Ina angegebene Backzeit hat bei mir leider nicht gereicht, das kommt wohl auf den Ofen an).
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Ich habe den Auflauf noch warm mit etwas Puderzucker und Kokosraspeln gegessen. Am liebsten hätte ich noch etwas Vanillesauce dazu gehabt. Nächstes Mal…der Geschmack der Mandeln kommt überraschend zum Tragen und ist sehr lecker. Das nächste Mal würde ich aber wohl mit Mandeln und Mehl zu gleichen Teilen backen und die Kirschen auch etwas unter den Teig rühren. Insgesamt hat mir der Auflauf aber sehr gut geschmeckt, er ist süß und sehr saftig. Wird ins Rezeptbuch aufgenommen! Und da noch einiges übrig war, haben wir den Auflauf heute morgen kalt zum Frühstück gehabt, auch das schmeckt klasse.

Meine Winterschätze – Wunderbare Bücherliste für kalte Tage

Bücher sind wunderbar. Punkt.

Bücher sind für mich Soulfood, sie lassen alles vergessen, bringen einen zum Lachen, zum Weinen, versetzen in fremde Welten, informieren. Seit ich denken kann finde ich es schön, mein ganzes Zimmer mit Bücherregalen vollzustellen. Und ich warte noch auf den Tag, an dem ich mal versehentlich in meinem Lieblingsbuchladen über Nacht eingeschlossen werde, hehe.

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Okay, genug geschwärmt. Jetzt, wo es wieder kalt wird, nehme ich mir endlich wieder öfter die Zeit für ein gutes Buch. Ein paar Seiten vor dem Schlafengehen oder eine Tasse Tee und eine Stunde am Nachmittag in meinem Lesesessel gehören zum Winter einfach dazu. Ich finde es immer super, von guten Freunden Tips zu bekommen, welche guten Bücher sie gerade lesen. Auf manche Titel würde man ansonsten nie kommen. Man weiß einfach, wer in etwa den selben Geschmack hat und gute Tips gibt. Der Star ist in dieser Sache für mich eh meine Mama, sie trifft eigentlich immer meinen Büchergeschmack.

Nachdem ich gerade meinen ab-und-zu-mal-Krimi beendet habe, habe ich gerade ein neues Buch angefangen. „Liberty“ von Jakob Ejersbo hat mich schon auf den ersten Seiten gefesselt. Kann sein, dass es mich später enttäuschen wird. Ich hoffe, dass es auch so weitergeht und bin sehr gespannt, ob dieser in Dänemark sehr gefeierte Autor hält, was seine Kritiken versprechen.

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Hier eine kleine Liste mit einigen meiner Lieblingsbücher aller Zeiten, und einigen, die ich erst vor Kurzem auf die zu-empfehlen-Liste gesetzt habe:

  • „Shantaram“ von Gregory David Roberts
  • „The Bookseller of Kabul“ von Asne Seierstad
  • „Mein Name ist Luz“ von Elsa Osorio
  • „Paris – Ein Fest fürs Leben“ von Ernest Hemigway
  • „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ von Thomas Mann
  • „Flug der Pelikane“ von Benjamin Lebert
  • „The Book Thief“ von Markus Zusak
  • „Der Medicus“ von Noah Gordon
  • „The Oracle of Stamboul“ von Michael David Lukas
  • „Of Mice and Men“ von John Steinbeck
  • „Die Physiker“ von Friedrich Dürrenmatt