{For lazy days} Tortano mit Feta, Tomaten und Spinat

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Also irgendwie tritt hier so langsam zutage, dass ich eine Liebhaberin herzhafter Brote mit allerlei Extras bin. Das war mir selbst nicht so bewusst, bis ich die Bilder für diesen Beitrag bearbeitet habe. Da fiel mir auf, dass ich schon ein paar Beiträge in der Richtung gezeigt habe. Da wäre der ulta-leckere Pesto-Zopf, dann kam noch der Gugl mit Haselnüssen und Speck. Und nun kommt ein mediterran gefülltes Tortano.

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Diese Vorliebe könnte vor allem daran liegen, dass ich zur Zeit sehr oft Brot backe und es mir mit ein paar „normalen“ Rezepten schnell langweilig wird. Das führt dazu, dass ich mir immer wieder spannend klingende Rezepte heraussuche, die mal super schmecken und mal in kleinen Katastrophen enden. So wie neulich, als ich ein Standard-Rezept unbedingt mit Bier und Röstzwiebeln abändern wollte. Wirklich, das soll angeblich ganz toll schmecken…Bier im Brot ist ja nicht neu. Nur bei mir wollte es überhaupt nicht funtionieren. Gerochen hat das Ergebnis noch sehr gut. Beim Schneiden fiel es dann aber elendig auseinander. Das führte dazu, dass wir nur Scheiben von mindestens 2cm Dicke schneiden konnten, und das Brot war auch noch trocken. Pustekuchen!

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Naja, Versuch macht klug, oder? Mit diesem Tortano verhält es sich zum Glück ganz anders. Es ist knusprig, saftig und herzhaft. Auch wichtig: Es lässt sich super schneiden 😉 Ich hatte es gemacht, als wir an einem faulen Wochenende Gäste hatten. Wir vier haben herumgelegen, gequatscht, ein bisschen Big Bang Theory geguckt und sonst nur entspannt. Da war das Tortano super, denn jeder konnte, wenn der Hunger kam, einfach zum Teller gehen und sich eine Scheibe abschneiden. Das war unser Mittagessen, dazu gab es nur einen kleinen Dip. Total gut! Aber auch für ein Picknick oder einen Ausflug ist ein Tortano sehr praktisch, da werde ich das nächste Mal auf jeden Fall dran denken, wenn wir so etwas planen.

Dieses Tortano wurde mal wieder abgeleitet von einem Leila-Lindholm-Rezept. Allerdings habe ich nicht nur Weizenmehl, sondern auch etwas Vollkorn verwendet. Den Teig habe ich etwas abgewandelt und die Füllung ist eine Eigenkreation. Leila schlägt zwar einige Varianten vor, aber die waren alle nicht perfekt nach meinem Geschmack. Also habe ich alles zusammengeworfen, was zusammen gut schmeckt: Blattspinat, Feta, Rosmarin und getrocknete Tomaten! Mhhhhhmmm!

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Für ein großes Tortano:

7g Trockenhefe
300ml lauwarmes Wasser
2 EL Olivenöl
1 EL Honig
2 TL Meersalz
210g Weizenmehl
70g Weizenvollkornmehl
170g Hartweizenmehl

150g Feta
1/2 Glas getrocknete Tomaten in Öl
1 große Hand voll Blattspinat
1 Zweig Rosmarin
Salz, Pfeffer, italienische Kräuter

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Die Hefe mit Wasser, Olivenöl, Salz und Honig in einer großen Schüsel kurz verrühren, dann 5 Minuten stehen lassen, bis die Flüssigkeit an der Oberfläche Blasen schlägt. Dann zunächst das Hartweizenmehl mit der Küchenmaschine/ dem Handrührer einarbeiten, anschließend das Vollkorn- und Weizenmehl. Es sollte ein elastischer Teig entstehen. Die Schüssel mit einem leicht feuchten Küchentuch abdecken und an einem warmen Ort ca. 40 Minuten auf die doppelte Größe aufgehen lassen.

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Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem etwa 1 cm dicken Rechteck ausrollen. Nicht zu sehr drücken und ziehen, damit der Teig seine Lockerheit nicht verliert. Für die Füllung den Feta klein würfeln. Die Tomaten mit einem Kuchenkrepp vom Öl befreien und ebenfalls würfeln. Den Rosmarin klein hacken und den Spinat etwas zerzupfen. Alles kurz vermischen und dann mittig des Teigrechtecks einmal längs verteilen. Dann das Rechteckt an den langen Seiten mit etwas Wasser bestreichen und von dort aufrollen und zu einem Kranz formen. Den Ring mit ein wenig Mehl bestäuben, auf ein Backblech legen und noch einmal 30 Minuten zugedeckt gehen lassen. Den Ofen derweil auf 250°C vorheizen. Das Tortano in die Mitte des Ofens schieben und die Temperatur sofort auf 200°C reduzieren. Etwa 35 Minuten backen lassen. Vor dem Servieren ein wenig auskühlen lassen oder kalt essen.

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Habt ihr schon einmal ein Tortano gebacken? Und welche Füllung habt ihr dafür genommen?  

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Asiatische Spinat-Erdnuss-Pasta – schnell und saulecker

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Heute habe ich mal wieder etwas herzhaftes aus der Sparte „Feierabendquickie“ für euch. Diese Pasta ist in 15 Minuten auf dem Teller. Sie ist wunderbar cremig-nussig und ich habe mich gleich verliebt. Bitte entschuldigt das Bier ist Bild…das hat sich da so reingemogelt. Aber auch, wenn ich damit rein gar nichts Zutun habe, kann ich euch aus meiner Thailand-Zeit sagen, dass ein kühles Bier einfach das allerbeste zu asiatischem Essen ist! Oder natürlich alternativ ein kalter Ananasshake, nom nom.

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Lasst es euch schmecken! Bei den lauen Temperaturen derzeit am besten auf der Terasse oder dem Balkon. Ich gehe jetzt joggen, denn das schöne Wetter muss ausgenutzt werden!

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Spinat-Erdnuss-Pasta:

1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1cm frischer Ingwer
200g Asia-Nudeln (Eiernudeln)
200g frischer Blattspinat
100ml Kokosmilch
100ml Gemüsebrühe
2 gehäufte EL Erdnussbutter (crunchy)
ein paar Spritzer Sriracha (oder andere Chilisauce)
Zitronensaft von 1/4 Zitrone
2 EL gesalzene Erdnüsse
Salz + Pfeffer

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Die gehackte Zwiebel, den klein gehackten Ingwer und die gepresste Knoblauchzehe in etwas Öl in einer großen Pfanne andünsten. Derweil die Eiernudeln nach Packungsanweisung garen. Den Blattspinat waschen und dann 2 Minuten mitdünsten, bis er komplett zusammengefallen ist. Mit Gemüsebrühe und Kokosmilch ablöschen, dann die Erdnussbutter unterrühren. Mit scharfer Sauce, Salz und Pfeffer würzen und mit den Eiernudeln  und mit Ernusskernen bestreut servieren.

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