Italienische Gemüsesuppe mit Bohnen und Muschelnudeln

Wenn der Frühling auf sich warten lässt, dann hilft nur wärmendes Soulfood. Eine langsam und mit ganz viel Liebe gekochte Gemüsesuppe mit kleinen Nudeln ist da genau das richtige.

Sind wir nicht alle sowas von bereit für den Frühling? Für Sonnenschein, grüne Knospen, die erste Fahrradtour, Spargel und Rhabarber? Ich weiß. Heute hatte ich mich bei nasskalten 6 Grad das erste Mal nach meiner Rückkehr aus New York auf meinen Potsdamer Wochenmarkt gewagt. Da standen nur ein paar wenige Stände. Und dann hörte ich ein Gespräch mit, in dem ein Verkäufer einem Kunden versicherte: „Samstag sind wir wohl auch nicht hier, da sollen es noch mal -10°C werden!“. Ach du meine Güte! Was soll denn das jetzt?  „Italienische Gemüsesuppe mit Bohnen und Muschelnudeln“ weiterlesen

Würzige Kartoffel-Rucola-Crème mit Räucherlachs

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So, ihr Lieben, da bin ich wieder! Zwar gab es hier in den letzten Wochen unregelmäßige Posts, aber erschreckenderweise muss ich feststellen: Ich bin seit fast acht Wochen in Dresden und habe noch nicht ein Mal etwas neues für euch fotografiert. Aus Zeitgründen, Umzugsstress usw. musstet ihr in den letzten Wochen mit mehreren Beiträgen Vorlieb nehmen, die ich schon vor einiger Zeit auf Vorrat geknipst habe. Ich war echt im Stress. Aber jetzt! Seit Tagen juckt es mir in den Fingern. Ich habe euch vermisst, und ich habe den Blog vermisst, denn so lange war ich in seinen fast zwei Lebensjahren noch nie abstinent. Es wird weiterhin „Bloggen mit Hindernissen“ sein, denn leider hat mein Internetanbieter auch nach zwei Monaten noch keinen Fuß in meine Wohnung gesetzt, oder auch nur einen Termin angekündigt. Ich bin immer noch offline. Aber ich habe meine Möbel bekommen, die Wohnung ist bereits gemütlich geworden, und ich lasse mich von so einem Ärgernis jetzt nicht mehr aufhalten. Ich werde euch dann eben aus der Unibibliothek schreiben, wo ich auch jetzt gerade sitze. Satt und zufrieden, da mir diese cremige Suppe vorhin richtig gut geschmeckt hat. Los geht’s!

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Es gibt heute Kartoffel-Rucola-Crème mit meinem Liebling, dem Räucherlachs. Die Suppe benötigt nur wenige Zutaten, ist einfach und schnell gemacht. Der Rucola ist nicht so dominant, wie man denken könnte. Wer keinen Pommery-Senf bekommt, nimmt eine andere grobkörnige Senfsorte. Vegetarier verzichten auf den Lachs und könnten stattdessen zum Beispiel geröstete Pinienkerne oder auch Schwarzbrot-Croutons dazu servieren. Auch feine Streifen von roter Beete wären toll.

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Das Rezept ist aus einem Buch, das schon vor längerer Zeit bei mir einziehen durfte: „Einfach schnell genießen vom Kochhaus. Schon seit dem ersten Blättern wollte ich die Suppe mal nachkochen, aber ihr wisst ja, wie das ist…immerhin hat es jetzt endlich geklappt. Aus dem Buch habe ich schon mehrmals Rezepte nachgemacht, sie waren bislang alle sehr lecker und schnell gemacht.

Ich habe die Suppe als Hauptgericht mit einem Klecks saurer Sahne und eine Scheibe Schwarzbrot gegessen. Sie würde sich aber genauso gut als Vorspeise machen, oder als Süppchen zu einem Advents-Brunch. Das ist ganz euch überlassen! Lasst es euch schmecken und freut euch auf alles, was hier in nächster Zeit so passieren wird. Ich habe einiges geplant! Hoffentlich lässt das Fotolicht auch alles zu…

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Für 2 Personen:

2 Scheiben Räucherlachs
50g Rucola
15g Pommery-Senf
1 Brühwürfel (oder etwas körnige Brühe)
200g Sahne
2 mittelgroße bis große Kartoffeln
2 Schalotten
2 EL Olivenöl
Meersalz + Pfeffer

Kartoffeln schälen und in Würfel schneiden. Schalotten pellen und ebenfalls würfeln. In einem Topf das Olivenöl erhitzen und die Schalotten darin glasig dünsten. Kartoffelwürfel hinzugeben und mit Sahne und 300ml Wasser aufgießen. Brühwürfel oder körnige Brühe dazugeben und bei geringer Hitze 20 Minuten köcheln lassen. Rucola waschen und einige Blätter für die Deko behalten. Räucherlachs in Stücken schneiden.

Wenn die Kartoffeln weich gekocht sind,den Rucola zur Suppe geben und alles pürieren. Senf einrühren und die Suppe mit Meersalz und frischem Pfeffer abschmecken. In einem tiefen Teller die Suppe anrichten und mit Lachsstückchen und etwas Rucola garnieren.

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Wie verbringt ihr die ersten richtigen Herbsttage?


Carina

{Für kalte Tage} Herzhafte Winter-Minestrone

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Ihr Lieben, nachdem wir nun ein paar Vitamine getankt haben, folgt ein bisschen herzhafte Winterküche. Etwas zum drauf freuen, dran wärmen und zuschlagen. Winterküche hat es mir in diesem Jahr richtig angetan. Seit Anfang November habe ich schon richtig Lust auf herzhafte Eintöpfe, warme Suppen und ähnliches. Wenn die Winterküche zunächst auch eher derb und wenig verlockend erscheint, so bringt sie doch ein paar ganz feine Dinge mit, die man ebenso genießen kann, wie die Gemüsevielfalt in Spätsommer und Herbst. Um diese zu entdecken, habe ich mir in diesem Jahr schon früh das Buch „Wohlig warme Winterküche“ von Caroline Hofberg gegönnt. Ein Buch, das mich richtig begeistert hat und zudem ich auch gern noch etwas schreiben möchte.

Minestrone

Mit als erstes sprach mich aus dem Buch die Winter-Minestrone an, die wirklich herrlich aussah. Seitdem ging sie mir nicht mehr ganz aus dem Kopf und auch wenn der Mann eigentlich nicht so gern Suppen isst, wurde sie dann schnellstens etwas abgewandelt nachgekocht. Immerhin ist das hier eine Suppe, in der viel bissfestes drin ist und sie hat auch noch Speck (!), die geht auch beim männlichen Publikum ohne weiteres durch. Natürlich kann man den Speck auch weglassen, das würde ich in einer sommerlichen Variante auf jeden Fall machen. Und hat sie auf jeden Fall beiden sehr gut geschmeckt. Das nächste Mal würde ich aber die Menge erst teilen, bevor ich die Nudeln mitkoche. Wenn man die Minestrone am nächsten Tag noch einmal essen möchte, sind die Spaghetti einfach nicht mehr so schön bissfest. Ist nicht total schlimm, aber ein Punkt den ich anders machen würde.

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Für einen großen Topf (ca. 4-5 Potionen):

1 Zucchino
1 Zwiebel
1 Möhre
1 Knoblauchzehe
1 Stück Landschinken (ca. 50g oder mehr nach Belieben)
2 kl. Pastinaken
1 Handvoll dicke Bohnen (z.B. TK)
1-2 gr. Kartoffeln, festkochend
1 Stange Porree
1 Liter Gemüsebrühe
1 Dose stückige Tomaten
Balsamicoessig
1 Handvoll Spaghetti
Olivenöl
Salz und Pfeffer, italienische Kräuter
Parmesankäse

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Knoblauch und Zwiebel fein würfeln. Schinken in feine Streifen schneiden. Das restliche Gemüse wenn nötig waschen, schälen und in Ringe oder Würfel schneiden. Das Öl in einem großen Topf erhitzen und Zwiebeln und Knoblauch darin anschwitzen. Den Schinken dazugeben. Nach 2 Minuten das Gemüse komplett dazugeben und einige Minuten unter häufigem Rühren anbraten. Dann die Tomaten und die Gemüsebrühe aufgießen und die Minestrone zugedeckt ca. 20 Minuten auf kleiner Flamme leicht köcheln lassen, bis das Gemüse gar ist. Anschließend die Spaghetti dazugeben und mit Gewürzen und Balsamico abschmecken. So lange weiterköcheln, bis die Spaghetti bissfest gegart sind. Vor dem Servieren großzügig Parmesan über jede Portion streuen. Wer mag, kann auch eine Parmesanrinde mitkochen und diese vor dem Servieren entfernen, das gibt extra Geschmack.

Guten Appetit!

Carina ❤

Erinnerungen an Bangkok: Tom Kha Gai

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Im Jahr 2012 habe ich neun Monate lang in Bangkok gelebt und gearbeitet. Was als ein großes Abenteuer und Reise ins Ungewisse begann, wurde zu einer der besten Entscheidungen, die ich bis dahin getroffen hatte. Ich war vorher noch nie in Asien und es hatte mich auch nicht besonders angezogen. Eigentlich war bis kurz vor Abreise ein anderer Ort für die neun Monate geplant. Plötzlich musste ich innerhalb von wenigen Wochen komplett neu planen und entscheiden, ob ich mich ohne jegliche Kenntnisse oder Ahnung, was mich erwartet, nach Asien versetzen lasse. Zum Glück habe ich es gemacht! Nach neun Monaten bin ich ein riesiger Asien-Fan geworden und habe mehr erlebt, als ich je erwartet hätte.

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Bangkok haftet ein etwas verruchter und nicht immer guter Ruf an. Ob er sich bewahrheitet hat? Ja. Aber das ist ein Teil der Stadt, den man nicht täglich sieht und der einfach da ist. Was ich an „meinem“ Bangkok liebe, sind die vielen Gegensätze: Alte Tempel neben riesigen Wolkenkratzern, westliche Touristen und alte chinesische Familienclans, buddhistische Zeremonien und brodelndes Nachtleben, High Tea in teuren Hotels und köstliches Streetfood an jeder Ecke. Ich liebe die Möglichkeit, innerhalb weniger Stunden in ein ganz anderes Land in Asien zu verreisen (und zwar für sooo wenig Geld!). In meiner Bangkok-Zeit habe ich insgesamt sechs Länder der Region bereist: außer Thailand noch Kambodscha, Laos, Myanmar, Singapur und Vietnam.

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Selbst ich als Kochjunkie habe in Bangkok nur wenige Male in der Küche gestanden. Zu verlockend ist das Angebot, das draußen auf den geneigten Feinschmecker wartet. Ich habe fast alles probiert (außer vielleicht die Suppe mit Hühnerfüßen und die gerillten Mehlwürmer). Meine absoluten Lieblinge? Kokospfannkuchen. Chicken und Rice. Massaman Curry. Scharfer Papayasalat. Gedämpfter Chili-Fisch. Spicy Thai Basil Beef. Soll ich weitermachen?

Aber nichts, NICHTS, kam an dieses Gericht heran, dass sich zu meinem absoluten Lieblingsgericht entwickelte. Ich kann auch nach zwei Jahren kaum an einem Thai-Imbiss vorbeigehen, ohne Tom Kha Gai zu essen. Zum Glück weiß ich mittlerweile auch, wie man es Zuhause einfach und Gelingsicher nachmachen kann. Mhhhhm.

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Tom Kha Gai für 4 Personen (Hauptgericht): 

400ml Kokosmilch
2 Zitronengras-Stiele (längs geschlitzt)
5 cm Galangal, ersatzweise normaler Ingwer
2 Schalotten
10 schwarze Pfefferkörner
425 g Hühnchenfilet
2 TL Fischsauce
2 TL Honig oder brauner Zucker
150 g Champignons (oder zB auch Austernpilze)
3 TL Zitronensaft
2-3 Kaffir Limettenblätter
2-3 kleine rote Chilis, zB Bird’s Eye
eine Handvoll Kirschtomaten
Korianderblätter zum Ganieren

(ca. 300 g Reis)

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Die Kokosmilch mit den Zitronengras-Stängeln, dem Galangal.Ingwer, den Pfefferkörnern und den jeweils halbierten Schalotten zum Kochen bringen.  Das Hühnchen dazugeben, dann die Fischsauce und den Honig oder Zucker. Für 4-5 Minuten kochen lassen und gelegentlich rühren, bis das Hünchen gar ist. Die Pilze putzen, vierteln und in den Topf geben. Zitronensaft, Limettenblätter und Chilis nun ebenfalls dazugeben. Dann abschmecken. Die Suppe soll etwas säuerlich sein, bei Bedarf noch Zitronensaft zufügen. Zwei Minuten kochen und schließlich noch kurz die halbierten Tomaten dazugeben. Nur kurz mitkochen, sodass sie nicht ihre Form verlieren.

Entweder als Suppe servieren, oder als Hauptgericht zu Reis, wie ein Curry. Mit ein paar Korianderblättern garnieren. Die Limettenblätter, Zitronengras-Stängel und den Galangal-Ingwer sollte man nicht mitessen, sie dienen der Würze. Entweder fischt ihr diese Teile vor dem Servieren mit einer Schaumkelle aus dem Topf, oder sagt euren Mitessern, was sie beiseite legen sollten. Etwas umständlich, aber es lohnt sich!

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Ich weiß, das war viel Erinnerungsduselei. Aber Respekt, wenn du alles gelesen hast 😉

Da ich in Asien auch viel fotografiert habe, plane ich bereits einen kleinen Beitrag mit den besten Bildern, die ich auf meinen Reisen gemacht habe. Sobald ich ein bisschen Zeit habe, wird er kommen!

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Wärmende Möhren-Ingwer-Suppe und pikanter Erdbeer-Salat

Ihr Lieben, ja ihr seid auf der richtigen Seite 😉 Ich habe das Wochenende genutzt und ein bisschen gebastelt, da ich ein neues Blog Theme und einige kleine Veränderungen wollte. Es ist auch noch einiges in Arbeit, aber zunächst bin ich ganz zufrieden. Das ist hier absolutes learning by doing! Unter anderem bin ich recht glücklich mit meinem kleinen Sidebar-Banner und außerdem könnt ihr jetzt auch auf Instagram und Pinterest bei mir vorbeischauen.

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Möhrensuppe mit Ingwer ist fast schon ein Klassiker. Sie wärmt, macht satt und zufrieden. Lecker, lecker! Und da der Winter (zum Glück) bald vorbei ist, nutze ich noch schnell das schlechte Wetter für eine schöne, warme Suppe. Dazu passt wunderbar der frische Salat mit Rucola und Erdbeeren.

Ich habe diese Suppe gemacht, als wir Besuch bekommen haben. Die Gäste kamen zur späten Mittagszeit und wollten zu Kaffee und Kuchen bleiben. Deswegen sollte es zwar etwas Herzhaftes, aber nicht zu Schweres geben. Das hat bestens geklappt und der Salat dazu war eine gute Ergänzung, denn nur Suppe empfinden manche als zu wenig.

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Für die Möhren-Ingwer-Suppe:

5 Möhren
1/2 rote Paprika
2 Schalotten
1 mittelgroße Kartoffel
1 EL Öl
ca. 400ml Gemüsebrühe
100ml Kokosmilch
Salz, Pfeffer, Paprikagewürz, Thymian
1 TL Honig
1 EL Ziegenfrischkäse
einige Basilikum- oder Feldsalatblätter

Das Gemüse waschen, schälen und klein würfeln. Die Schalottenwürfelchen in dem Öl in einem mittelgroßen Topf glasig dünsten. Dann Parika, Möhren und die Kartoffel dazugeben. Etwa 5 Minuten mitdünsten. Dann mit der Gemüsebrühe und Kokosmilch ablöschen und weich köcheln. Mit einem Pürierstab gut durchmixen und mit dem Gewürzen abschmecken. Vor dem Servieren in jeden Teller einen Klecks Ziegenfrischkäse geben und mit den Basilikumblättern und etwas frisch gemahlenem Pfeffer anrichten.

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Für den Erdbeer-Mozzarella-Salat:

1/2 Kugel Mozzarella
10 gelbe Kirschtomaten
5-6 Erdbeeren
zwei Handvoll Rucola
ein paar Basilikumblätter
einige Spritzer Balsamico-Creme
1 EL Walnussöl
Salz + Pfeffer

Rucola, Tomaten und Erdbeeren waschen und trocken tupfen. Rucola in einem Schälchen anrichten. Die Tomaten nach Belieben halbieren und dazugeben. Darauf die in Scheiben geschnittenen Erdbeeren und den gewürfelten Mozzarella anrichten. Den Salat mit dem Walnussöl und etwas Balsamico-Creme beträufeln und mit einigen zerrupften Basilikumblättern toppen. Salzen und pfeffern.

Mhhhhhm!

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