Nutella Rugelach – Blättrige Hörnchen aus New York

Manche Dinge isst man weit weg von Zuhause und sucht dann lange nach dem richtigen Rezept. Es ist schwer, diesen Geschmack Zuhause so hinzubekommen. So ging es mir mit den großartigen Nutella Rugelach in New York.

*Werbung (unvergütet und umbeauftragt)  – Weil ich die Quelle des Rezepts nenne und im Rezept-Namen eine Marke genannt wird. 

Nutella Rugelach – diese blättrigen Hörnchen mit der verboten guten Füllung werden für mich immer mit meinem dreimonatigen New York-Aufenthalt ab Ende 2017 verbunden bleiben. Genau gesagt führte mich ein Freund tatsächlich am allerersten Tag meines Aufenthalts in ein süßes, kleines Café in der Nähe seiner Wohnung. Und dort gab es neben gutem Cappuccino eben diese Rugelach. Wahnsinnig sündig, wie beim Beißen die Nussnougat-Creme heraus quoll. Das hatte Suchtfaktor! „Nutella Rugelach – Blättrige Hörnchen aus New York“ weiterlesen

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Classic Choc Chip Cookies – Krümelmonster wäre stolz

Cookies23Seit ich 2008 als Austauschschülerin in den USA war, sind Chocolate Chip Cookies für mich Soulfood und absolute Liebe. Besonders meine Granny hat mich und meine Gastfamilie immer mit jeder Menge süßen Leckereien verwöhnt. Aber das Highlight war immer, wenn sie nach dem Essen sagte: „Kinder, ich hatte einfach keine Zeit, Nachtisch zu machen. Aber ich habe noch Cookies!“. Dann kam das riesige Cookie-Jar zum Einsatz. Allerbeste Cookies von Welt, kann ich euch sagen.

Seit dem Ende meiner Zeit in den Staaten habe ich diverse Anläufe gestartet, endlich wenigstens ähnliche Cookies zu backen. Natürlich habe ich das Rezept von damals mitgebracht. Trotzdem wollte die gleiche Umsetzung Zuhause einfach nicht gelingen. Das kann zum einen an der Erfahrung und dem Können von Grandma liegen, was es sicher teilweise auch tut. Andererseits ist aber auch in puncto Zutaten nicht alles vergleichbar. So verwenden die backenden Grandmas in den Staaten für Ihre Cookie ganz feinen Konditoren-Zucker. Und das dort allseits verwendete Baking Soda ist ebenfalls schwer zu bekommen. Also brauchte ich ein Rezept mit den altbewährten „deutschen“ Zutaten, das trotzdem funktioniert. Und, tadaaa: Hier ist endlich ein Versuch, mit dem ich zufrieden bin, auch, wenn er noch ausgebaut werden wird. cookies4275g Mehl
125g Stärke
1 TL Natron
1 TL Salz
250g weiche Butter
240g brauner Zucker
150g Zucker
2 Eier
2 TL Vanille
300g Zartbitterschokolade

Mehl, Stärke, Natron, Backpulver und Salz in eine Schüssel sieben. Mit dem Handmixer die Butter und die Zuckersorten einige Minuten schlagen, bis sie cremig werden. Die Eier und Vanille nacheinander zugeben. Mehl und Backpulvermischung auf reduzierter Geschwindigkeit einrühren. Nur so lange mischen, bis sich alles verbunden hat, ca. 10 Sekunden. Schokostückchen mit einem Holzlöffel unterziehen.

Die Schüssel mit Klarsichtfolie abdecken und ca. 15 Minuten in den Kühlschrank stellen. Ofen auf 180°C vorheizen. Auf ein mit Backpapier ausgelegten Backblech mit einem Esslöffel kleine Häufchen setzen. Backen, bis sie an den Rändern braun werden, auf keinen Fall aber zu lange! Je nach Größe ca. 12-15 Minuten. Cookies auf einem Metallgitter auskühlen.
CookiesDas Rezept ist übrigens ebenfalls aus Cynthia Barcomis „Let’s Bake“ und wurde nur leicht angepasst.

Eton Mess mit Granatapfel und rosa Wölkchen..äähhh, Baiser

Eton Mess3Auch auf die Gefahr, mich zu wiederholen: Dieses Dessert sieht aus und fühlt sich auf der Zunge an, wie ein paar süße, fluffige rosa Wölkchen. Wie Wolkengucken im Sommer, auf einer grünen Wiese liegend. Eine Limo in der Hand und eine Butterblume im Haar…okay, ich schweife ab. Ist ja auch schon eine Weile grauer, dunkler Winter, da ist es in Ordnung, mal vom Sommer zu träumen.

Eton Mess ist ja im Moment in alles Munde (Jaaa, das ist ein Wortspiel..^^). Wie ich finde, zu recht. Es ist ein Hingucker auf einem Sweettable wie meinem oder als Dessert bei einem Essen mit Freunden. Außerdem ist es wirklich sehr schnell gemacht, wenn man die Baisers schon auf Vorrat gebacken hat oder vielleicht sogar lieber gleich gekaufte verwendet. Die Früchte kann man nach Geschmack variieren, die meisten Rezepte sind, glaube ich, mit Erbeeren. Aber ich fand eben, dass Granatapfel besser zur Jahreszeit passt. Meine Baisers sind ebenfalls selbstgemacht und damit es noch etwas schöner wird, habe ich sie rosa gefärbt.

Eton Mess

Für 1 Blech rosa Baiser:

3 frische Eiweiß (ca. 90g)
120g Zucker
1 TL rote Lebensmittelfarbe

Das Eiweiß sehr steif schlagen und dabei den Zucker einrieseln lassen. Der Einschnee sollte anfangen zu glänzen. Dann ca. ein Drittel des Schnees in einer kleinen Schlale mit der Speisefarbe vermischen und wieder unter den weißen Einschnee mischen. Ihr könnt ihn komplett zartrosa machen oder „Streifen“ hineinziehen. Mit einem Esslöffel oder einer Spritztülle Kleckse auf ein Backblech geben. Im vorgeheizten Ofen bei 130°C ca. 1 Stunde backen. Dann die Temperatur auf 80°C reduzieren und noch einmal zwei Stunden backen. Anschließend eins zerbröseln, um zu testen, ob sie durchgebacken sind.


Eton Mess4Für eine große Schüssel Eton Mess:

400g Sahne
2-3 Päckchen Vanillezucker
Kerne eines Granatapfels
ca. 10-15 rosa Baisers nach Geschmack
50g Mascarpone
1 Prise Salz

Die Sahne mit dem Salz aufschlagen und den Vanillezucker am Ende einrieseln lassen. Dann die Mascarpone vorsichtig unterrühren. In einer großen Schüssel eine Schicht Sahne, eine kleine Handvoll Granatapfelkerne und ein paar zerbröselte Baisers schichten. Das Ganze noch einmal wiederholen. Fertig!

Eton Mess2

Schokoladen-Macarons mit Weißer-Schoki-Füllung oder: Ein Träumchen.

MacaronAn die eigene Produktion von Macarons hatte ich mich bis letzte Woche noch nie gewagt. Eigentlich hat es mich auch nicht sonderlich gereizt, denn ich habe sie vorher etwa zwei Mal probiert und mochte sie nicht besonders. Aber Da man die kleinen Teilchen im Moment einfach überall sieht, und ich einfach eine ästhetische Ader habe, musste ich sie jetzt trotzdem mal ausprobieren. Insbesondere die vielen Kommentare und Berichte, dass die Eigenproduktion furchtbar schwer sein soll, haben mich dazu motiviert. Außerdem muss man einfach zugeben, dass sie supersüß und dekorativ aussehen – eben nach hoher Schule 🙂

Nach meinem ersten Versuch muss ich sagen: Es war überraschend einfach mit dem richtigen Rezept und ein paar Tricks, die man beachten sollte. Im Originalrezept, das ich von einer Freundin bekam, steht, dass man den Teig nach dem in Form Spritzen auf das Backpapier (oder für gut Ausgestattete: die Macaron-Matte) ca. 1 Stunde antrocknen lassen soll. Ich habe mein erstes Blech glatt erst einmal drei Stunden so halb vergessen, da ich für den Brunch Brötchen und andere Leckereien gebacken habe. Ich hatte schon Angst, dass die Schicht, die sich gebildet hatte, schon zu fest war. Nach dem Backen stellte sich heraus: Sie war perfekt. Das zweite Blech, dass ich genau nach Rezept 1 Stunde stehen ließ, wurde optisch nicht so schön und eben. Ich merke mir also: Je länger die kleinen Kerlchen trocknen, desto besser.

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Oft liest man außerdem, dass man das verwendete Eiweiß schon mehrere Tage vor dem Backen vom Eigelb trennen und im Kühlschrank stehen lassen soll. Das entzieht dem Eiweiß Feuchtigkeit und macht es später fluffiger. Ich habe das noch nicht probiert, habe es aber vor und werde anschließend über das Ergebnis Bericht erstatten.

Nun aber zu diesem tollen Rezept für Schoko-Macarons mit weißer Schoki-Füllung.

Für ca. 2 Bleche Macarons (ca. 40 Stück):

90 g Eiweiß
30 g Kristallzucker
180 g Puderzucker
100 g gemahlene Mandeln
30 g Kakaopulver

Zunächst werden die gemahlenen Mandeln gesiebt, um sie noch etwas feiner zu machen. Ich habe sie dafür tatsächlich per Hand durch ein großes Sieb gestrichen. Ist etwas arbeitsintensiv, aber garantiert ein gutes Ergebnis. Die gröberen Stückchen sollen nicht in die Macarons, sondern nur das feine Mandelmehl. Das Eiweiß wird präzise mit der Küchenwaage abgemessen und mit einer kleinen Prise Salz steif schlagen. Den Zucker einrieseln lassen. Das Mandelmehl mit dem Kakao und dem Puderzucker mischen und das Eiweiß anschließend vorsichtig unterziehen. Alles gut vermischen, dabei das Eiweiß aber nicht mehr als nötig zerdrücken.

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Die Masse in einen Spritzbeutel füllen und kleine Kreise auf das Backblech setzen. Sie sollten eine glatte, abgeschlossene Oberfläche sein. Ich persönlich mag am liebsten sehr kleine Macarons. Das Blech danach nach meiner Erfahrung am besten etwa drei Stunden stehen lassen und die Macaronschalen etwas antrockenen lassen. Dann den Ofen auf 140°C vorheizen und die Schalen schließlich 15-20 Minuten backen. Vorsichtig vom Backpapier lösen und auskühlen lassen. Über Nacht in einer Dose in den Kühlschrank stellen, damit sie außen aushärten und innen weich bleiben

Für die weiße Ganache: 

100g weiße Schokolade
75g Sahne

Beide Zutaten zusammen über dem Wasserbad schmelzen und verrühren. Anschließend etwas abkühlen lassen und über Nacht in den Kühlschrank stellen. Am nächsten Tag die Macaronschalen mit der Ganache füllen.

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Ich muss sagen, nachdem ich mehrmals vorher Macarons probiert hatte und als hübsch, aber trocken und wenig lecker abgetan habe, hat sich das nun geändert. Die kleinen Teilchen waren superlecker. Außen knackig, innen saftig und in einer positiven Weise klebrig-schokoladig. Frei nach dem Motto: Reinbeißen und glücklich sein! Ich bin jetzt jedenfalls angefixt und plane schon die nächsten Kreationen. Seid gespannt!

Kleine Geschenke: Granatapfel-Pralinen

Es ist unschwer zu erkennen, dass der Granatapfel es mir angetan hat, nachdem ich ihn nun für mich entdeckt habe. Heute habe ich an ein paar kleinen Geschenken für Freunde und Kollegen gebastelt. Pralinen sind zwar immer etwas zeitaufwendig, aber sehen sie nicht hübsch aus?

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Und das ganz ohne Lebensmittelfarbe. Die schöne Farbe macht einzig und allein der Saft. Ich werde einige Sorten Pralinen und Plätzchen verschenken, die ich euch in den kommenden Tagen noch vorstellen werde. Kleine Aufmerksamkeiten, über die sich jeder freut. Bei uns im Büro ist Süßes sowieso immer gern gesehen und ratz fatz weg.

Die Idee für die Granatapfel-Pralinen kam mir bei diesem Post des Backbuben. Ich habe es etwas abgewandelt. Statt der Orange habe ich eben frischen Granatapfelsaft genommen.

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Ihr braucht für etwa 10 Stück:

Saft von einem Granatapfel, ein paar Tropfen Vanilleextrakt, 100g weiße Kuvertüre, 15g Butter, 50g Kokosrapel

Den Granatapfelsaft in einem kleinen Topf zu einer Reduktion köcheln lassen. Derweil die Kuvertüre raspeln und mit der weichen Butter und der Vanille in eine Schüssel geben. Anschließend die Granatapfel-Reduktion dazuschütten und vermengen. Die Mischung anschließend drei bis vier Stunden in den Kühlschrank stellen.

Mit zwei Löffeln kleine Kugeln aus der Masse formen und in Kokosraspeln wälzen. Noch einmal kühl stellen, bis sie gegessen oder verschenkt werden 🙂

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