Rhabarber Bakewell Tart

Bakewell Tart ist ein süßer englischer Klassiker. Ich habe ihn mit saurem Rhabarber gepaart und habe einen tollen Frühlingskuchen bekommen. Wer von euch hat sich noch so auf den ersten Rhabarber des Jahres gefreut, wie ich?

„Bakewell Tart ist ein englisches süßes Backwerk aus einer Mürbeteig-Kruste unter Lagen von Marmelade, Frangipane und einem Belag auf gehobelten Mandeln“ – So beschreibt das englische Wikipedia den englischen Klassiker. Wie ihr mittlerweile wisst, habe ich eine Schwäche für Klassiker. Und da die Bakewell Tart vor allem durch ihre lockere, saftige Mandelcreme (Frangipane) besticht, und ich Mandeln liebe, stand eine Variation dieses Gebäcks schon länger auf meiner Liste zum Nachbacken. Da ich mir die Kombination aus Mürbeteig und Mandelcreme etwas schwer und vor allem nicht besonders frühlingshaft vorstellte, musste ein Gegengewicht her. Und was passte da besser, als Rhabarber, auf den ich mich seit Wochen gefreut habe? Das stellte sich als gute Idee heraus.  „Rhabarber Bakewell Tart“ weiterlesen

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{Five a month} Kleine Aprikosentarte mit Lavendel

Aprikosentarte mit Lavendel2

Ihr Lieben! Es ist mal wieder Zeit für Five a Month. Diesen Monat sind wir immer noch etwas verkleinert, Rebecca, Laura und ich wollten aber trotzdem mit Aprikosen, Lavendel und Vanille etwas Leckeres für euch backen. Da bei mir gerade recht viel los ist, wird das auch erst einmal meine letzte Runde sein. Sehr schade, denn unsere Aktion läuft jetzt bereits ein Jahr und ist mir sehr ans Herz gewachsen. Unten findet ihr noch mal die Zusammenfassung meiner bisherigen Beiträge.

Aprikosentarte mit Lavendel

Lavendel ist ja sehr speziell. Man mag es, oder eben nicht. Der Geschmack ist recht stark und wird schnell „seifig“, wenn man es übertreibt. Seid deshalb in diesem Rezept sparsam damit, dann schmeckt es ganz bestimmt. Die Saison für Aprikosen ist fast schon wieder vorbei, wie ihr auch bei Laura lesen könnt. Ich kann mir die Tarte ansonsten auch mit Nektarinen, Pfirsichen oder sogar Apfel vorstellen. Meine kleine Tarte ist genau die richtige Portion für zwei Personen, dafür habe ich diese kleine Tarteform gekauft. Ihr könnt auch eine Muffinform benutzen. Wenn ihr die doppelte Menge macht, sollte es für eine 18-20cm-Springform ausreichen.

Aprikosentarte mit Lavendel5

Und reicht unbedingt Sahne oder auch Joghurt dazu, das macht das Ganze noch mal besser! Mit einem Espresso und einem Klecks Sahne perfekt für eine kleine Pause am Nachmittag.

Aprikosentarte mit Lavendel3

And now in English:

Hey guys, it’s Five a Month time again! Rebecca, Laura an I are still without the other two girls and decided to bake with apricots, lavender and vanilla this month. Actually, this will be my last time participating for a while, because there is so much going on. I am a bit sad, because we are baking together for one whole year already and I had a lot of fun. 

Not everybody likes lavender, which is quite „special“. Too much of it ruins your cake quickly and makes it taste kind of soapy. So don’t overdo it here! Apricots are almost out of season now. If you can’t get them anymore, use peaches, nectarines or even apples! My small pan is just enough for two, that’s why I bought it. You could also bake the dough in muffin tins. If you double the recipe it will be enough for a 18-20cm pan. And don’t forget to serve the cake with some whipped cream or thick yogurt. With an espresso it is just perfect for an afternoon break.

Aprikosentarte mit Lavendel4

Für 1 Mini-Tarteform / for 1 small baking pan:

50g weiße Schokolade – 50g white chocolate
65g Butter – 65g butter
30g Zucker – 30g sugar
1 Pck. Bourbon Vanillezucker – 1 tbsp. bourbon vanilla sugar
1 Ei – 1 egg
50g Mehl – 50g flour
1/2 Tl Backpulver – 1/2 tsp. baking powder
30g gem. Mandeln – 30g grated almonds
1/2 TL Lavendel – 1/2 tsp. lavender
2-3 Aprikosen – 2-3 apricots
optional: 1 EL Amaretto – optional: 1 tbsp. amaretto

Die Schokolade schmelzen (Wasserbad) und leicht abkühlen lassen. In einer Schüssel Butter, Zucker, Vanillezucker und Salz cremig aufschlagen. Das Ei einrühren. Mehl, Backpulver, Mandeln und Lavendel vermischen und hinzugeben. Wenn gewünscht, den Amaretto ebenfalls hinzu geben. Aprikosen waschen und vierteln. Eine kleine Tarteform oder 4 Muffinförmchen fetten, bemehlen und den Teig hineingeben. Aprikosenviertel leicht in den Teig drücken. Bei 180°C ca. 20-25 Min. backen. Mit Puderzucker und einem Klecks Sahne servieren.

English Instructions:

Melt the chocolate and let it cool slightly. In a bowl cream butter, sugar, vanilla sugar and salt. Add the egg. In a small bowl mix flour, almonds, baking powder and lavender, then add to the dough. Wash almonds and cut into quarters. Grease a small baking pan or 4 muffin tins and dust with flour. Fill with the dough. Top with apricot quarters and bake at 180°C for 20-25 Min. Serve with powdered sugar and whipped cream.

Aprikosentarte mit Lavendel1

Hier findet ihr noch mal alle meine Five a Month Beiträge:

Juli: Joghurt Panna Cotta mit Kirschsauce
Juni: Erdbeer-Joghurt-Gugl
Mai: Semlor mit Rhabarberfüllung
April: Limetteneis mit Erdbeerswirl
Februar: Grapefruit Upside Down Cake
Januar: Mediterrane Schnecken
Dezember: Maronikuchen mit Nüssen und Ingwer
November: Blaubeer-Schichtdessert
Oktober: Pumpkin Cheesecake mit Honig-Zimt-Guss
September: Saftiger Marzipan-Rührkuchen

Carina

{Ich back’s mir} Kirschtarte mit Vanillecreme

Kirschtarte mit Vanillepudding2

Ihr Lieben, bevor die Kirschenzeit leider schon wieder zu Ende geht, gibt es hier noch eine wahre Kirsch-Rezepteflut! Ich liebe die kleinen Dinger ja, sie sind im Moment mein liebster Snack am Nachmittag. Eine ganze Schüssel praller, roter Kirschen ist dann in Null komma Nichts vernichtet. Und ward nicht wieder gesehen. Ich musste mich deswegen ganz schön zusammenreißen und brauchte mehrere Einkäufe, damit mal genug Kirschen für das Panna Cotta gestern und dieses Törtchen hier übrig blieben.

Kirschtarte mit Vanillepudding

Aber zum Glück ist es doch dazu gekommen, denn diese Tarte hat sich allemal gelohnt. In den Mürbeteig für den Boden gebe ich neuerdings auf den Rat einer Bekannten immer einen Anteil gemahlene Mandeln. Ich liebe den mandeligen Geschmack und er wird auch nicht ganz so mürbe und bröselig. Dass Vanillefüllung und Kirschen ein Traumduo sind, muss ich wohl niemandem mehr erklären. Also schnell noch ein paar Kirschen gekauft und los! Kauft am besten gleich eine große Portion, denn Tastesheriff Claretti hat zur großen Kirschenesserei (in gebackener Verpackung) aufgerufen. Ihr kennt sicher ihre Aktion „Ich back’s mir“. Bevor ihr dort die wunderbare Rezeptsammlung durchstöbert und den letzten Kirschen hinterhertrauert, deckt euch lieber gleich ordentlich ein!

Kirschtarte mit Vanillepudding1And now in English:

Hi folks, here is my second cherry recipe in a row and the third (I think…) this summer. Cherry time is almost over again. I am so sad because I love a good bowl of ripe red cherries as an afternoon snack. It’s gone in an instant and never seen again. That’s why I really had to be strong to leave some cherries for yesterday’s panna cotta with cherry sauce and this cherry tarte recipe. It took me several tries and grocery shoppings. But it was worth it, because this delicious cherry tarte, oh my…! I recently started to give some grated almonds to all my shortcrust doughs, because I like taste and it doesn’t get as dry and crumbly. And I don’t have to tell you that cherry and vanilla make a perfect match for this filling. So get the last couple kilos of cherries in the store, you will need them. First, try this recipe and then use the rest to do make some ideas from the July collection of Tastesherrif’s cherry theme. You should totally hop over!

Kirschtarte mit Vanillepudding3

Kirschtarte mit Vanillepudding5

Für eine 20cm-Springform / for a 20cm baking pan: 

180g Mehl – 180g flour
1 EL Zucker – 1 tbsp. sugar
100g Butter – 100g butter
20g gem. Mandeln – 20g grated almonds
eiskaltes Wasser nach Bedarf – ice-cold water as needed

1 Ei – 1 egg
50g Zucker – 50g sugar
1 Prs. Salz – 1 pinch of salt
1 Vanilleschote – 1 vanilla bean
100g Joghurt – 100g yogurt
150g Frischkäse – 150g cream cheese
25g Butter – 25g butter
1 Packung Vanillepuddingpulver – 1 package vanilla pudding powder

160g frische Kirschen, entsteint und halbiert – 160g fresh pitted cherries, cut in halves

Die ersten fünf Zutaten zu einem Mürbeteig verkneten. Nur so viel Wasser nehmen wie nötig, damit ein glatter Teig entsteht. In Folie wickeln und in den Kühlschrank legen. Den Ofen auf 200°C vorheizen. Das Ei mit dem Zucker und dem Salz cremig schlagen. Vanillemark auskratzen und hinzugeben. Dann Joghurt, Vanillepuddingpulver und Frischkäse einrühren. Butter schmelzen und ebenfalls hinzugeben. Den Mürbeteig in eine 20cm-Springform drücken, dabei einen Rand hochziehen. Pudding-Mischung hineingießen und die Kirschen auflegen. Im Ofen ca. 30 Minuten backen und danach einige Stunden oder über Nacht kalt stellen.

English Instructions: 

Knead the first five ingredients together for the shortcrust. You should only take enough water to get an even dough. Wrap the dough in foil and cool it in the fridge while working on the filling. Pre-heat the oven to 200 °C. Beat the egg with sugar and salt until creamy. Gradually add the vanilla pulp, yogurt, vanilla pudding powder and cream cheese. Melt the butter and stir it into the vanilla mix. Take shortcrust dough out of the fridge and press it into a 20cm baking pan, forming an edge. Pour in vanilla mixture and carefully add the cherries. Bake for 30 minutes and let it cool in the fridge for a couple hours, preferably over night.

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Carina

 

{Stars and Stripes} Healthy berry tarte

Summer Healthy Berry Tarte

Als Einstimmung auf mein kleines USA-Reisespecial gibt es heute etwas ganz Feines: Eine gesunde Beerentarte im Flaggen-Outfit! So eine Tarte hatte ich die ganze Zeit schon im Sinn und wollte sie dann unbedingt auch verwirklichen. Allerdings verzichtet meine Ma, mit der ich die Reise gemacht habe, gerade auf Kuhmilch, und so wurde es nichts mit der geplanten Quark- oder Schmandfüllung. Wieder Zuhause habe ich also ein bisschen gebastelt und heraus kam eine Tarte mit Chia, Cashewkernen, Beeren und Sojajoghurt. Die hat super geschmeckt und kann ganz ohne Reue genossen werden. Da es nur darum ging, auf die Kuhmilch zu verzichten, habe ich ein Ei in die Kruste gegeben. Eine vegane Alternative habe ich euch aber unten auch aufgeschrieben.

In den nächsten Tagen möchte ich euch hier noch ein bisschen mehr über unsere gesamte Reise, den Stadtteil Williamsburg/ Brooklyn, NYC für Foodies und einen Foodmarket erzählen. Da es aber wirklich eine Menge Bilder sind, kommt das so peu à peu und zwischendurch auch andere Beiträge.

Achja, und noch eine kleine Neuerung erwartet euch: Da ich schon seit einiger Zeit Klicks aus dem englischsprachigen Raum bekomme, möchte ich zumindest mal testen, meine Rezepte auch auf Englisch zu verbloggen. Dies ist jetzt mal die Gelegenheit, damit anzufangen. Ob ich es beibehalte, weiß ich noch nicht. Über Feedback oder eure Erfahrungen zum fremdsprachlich englischen Bloggen würde ich mich freuen: Bloggt ihr auch zweisprachig? Wie aufwändig findet ihr es? Stört es euch beim lesen oder findet ihr es okay?

Summer Healthy Berry Tarte1

And now in English:

Recently I thought a lot about starting to blog in German AND English. As I am starting my little USA special today, this is just the right day to start! So for the beginning I brought a healthy berry tarte, dressed up as a flag. I had something like this on my mind for weeks, but my Mom tries to avoid cow’s milk at the moment and so it turned out totally different than I planned at first. The filling is from cashew nuts, chia, soy yogurt and berries. It’s delicious and almost completely guilt-free! There’s one egg in the crust, but I wrote down a fully vegan version, too. Stay tuned for the articles coming up in the next couple of days: I am going to show you everything about our trip, about the part of Williamsburg/ Brooklyn we lived in, New York as a foodie heaven and a very cute food market.

Summer Healthy Berry Tarte2

Rezept für eine 20-24cm Springform – recipe for a 20-24cm baking pan:

160g Dinkelmehl – 160g spelt flour
40g gemahlene Mandeln – 40g grated almonds
2 EL Dinkelvollkornmehl – 2 tblsp. dark spelt flour
80g (Soja-) Margarine – 80g (soy-) margarine or shortening
1 Ei – 1 egg

100g Cashewkerne – 100g cashew nuts
150g Sojajoghurt natur – 150g unsweetened soy yogurt
2 1/2 EL Zucker – 2 1/2 tblsp. sugar
Vanillemark – vanilla 
2 EL Chiasamen – 2 tblsp. chia
2 Handvoll frische Beeren nach Wahl – 2 hands full fresh berries of choice

200g Trockenerbsen o.ä. zum Blindbacken – 200g dried peas for crust baking

Die Cashewkerne mindestens 1 Stunde, aber bis zu 5 Stunden in Wasser einweichen. Je länger die Einweichzeit, desto glatter und sahniger die Creme.

Den Backofen auf 160°C vorheizen. Die trockenen Zutaten für die Kruste kurz vermischen und das Ei und die Margarine in Flöckchen unterkneten, bis ein glatter Teig entsteht. Für die vegane Version das Ei durch 20g mehr Margarine ersetzen. Den Teig auf etwas Mehl ausrollen, in die Springform drücken und einen Rand hochziehen. Den Rand eventuell begradigen. Eine Lage Backpapier auf den Teig drücken und mit getrockneten Erbsen oder Bohnen füllen. Im Ofen ca. 25 Minuten backen, dann Erbsen und Backpapier entfernen und noch einmal 5 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen und zur Seite stellen. Für die Cashewcreme die Kerne abgießen und in einem Multizerkleinerer sehr fein pürieren, bis sie zu einer Art Paste werden. Die Paste mit dem Sojajoghurt, Vanille und Zucker verrühren (statt des Zuckers kann auch Ahornsirup oder Honig verwendet werden). Chiasamen untermischen und 15 Minuten stehen lassen. Die Creme in die Piekruste löffeln und mit Beeren bedecken. Bis zum Verzehr kaltstellen.

English Instructions:

Soak the cashews for at least 1 hour.

Pre-heat the oven to 160°C. Mix dry crust ingredients and add the egg and margarine. For a vegan version skip the egg and add 20g margarine. Knead until the dough is smooth. Roll out the dough on a floured surface and place it into the baking pan. Straighten the edges, if necessary. Place a baking paper on the dough and fill it with dried peas for baking. Bake 25 minutes, then take away the peas and the paper and bake uncovered for additional 5 minutes. For the filling pour the cashew water into the sink. In a food processor, grate the cashews until it becomes a smooth paste. Add soy yoghurt, vanilla and sugar. (You could also use honey or maple syrup instead of sugar!). Then mix with chia seeds and let the mixture sit for 15 minutes. Spoon into the crust and top with berries. Keep cool until served.

Carina

 

Pastinaken-Nuss-Wähe und 5 Fakten über mich

Pastinakenwähe

Überall lese ich schon von der Lust auf Frühling. Ich habe heute nochmal ein richtiges Winteressen für euch. Aber vorher zu etwas anderem…

Einige von euch wissen bereits, dass ich Blogger Awards eher etwas kritisch betrachte. Viele davon sind für mich Kettenbriefchen, die immer wieder auftauchen. Wenn man etwas länger bloggt, dann wird man irgendwann ziemlich oft „nominiert“ und soll dann wieder andere Blogs nominieren, und so weiter. Ich freue mich dann zwar sehr, dass der Nominierende meinen Blog offenbar mag und dafür an mich denkt. Aber auf meinem Blog reiche ich die Awards nicht weiter, da ich euch auch nicht ständig Frage-Antwort-Spielchen zu meiner Person präsentieren möchte. Soviel zum „eigentlich“. Heute muss ich eine kleine Ausnahme machen, denn der liebe Michael hat mich nominiert für den „One Lovely Blog“-Award, und zwar für meine Fotografie! Vielen Dank dafür! Da das für mich ein Punkt ist, an dem ich in den letzten Monaten viel gearbeitet und gefeilt habe, habe ich mich über das Lob gefreut wie Bolle. Das konnte ich nicht so unbeantwortet stehen lassen. Und immerhin waren dieses Mal 5 Fakten gefragt. Die bekommt ihr also heute von mir zusätzlich zum Rezept, auch wenn ich nicht weiter nominieren möchte.

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1. Meine Fotografie: Dafür wurde ich von Michael nominiert und er hat anklingen lassen, dass ich dazu in meinem fünf Fakten auch etwas erzählen könnte…hmmm, also: Ich fotografiere seit einigen Jahren, auch vor meiner Blogger-Zeit, mit einer Canon Eos 1100d, eine sogenannte „Anfänger-Spiegelreflex“. Mit ihr bin ich immernoch sehr zufrieden und erst durch das Bloggen und regelmäßige Fotografieren habe ich angefangen, mich mit ihren manuellen Funktionen zu beschäftigen. Ich besitze dazu nur zwei Objektive, das 18-55mm-Standard-Objektiv und ein 50mm-Festbrennweitenobjektiv. Letzteres hat sich für die Food-Fotos wegen des besseren Lichteinfalls bewährt. Seit dem Workshop im Mai achte ich verstärkt auf meine Bilder und bin so langsam auch zufriedener damit. Trotzdem gibt es noch viel zu verbessern. Ich versuche, meine Shootings vorher ein wenig zu planen, merke aber immer wieder, dass ich spontan dann andere Ideen habe. Am allerwichtigsten, damit ich am Ende mit meinen Bildern zufrieden bin, sind diese Punkte: 1. Ich plane nach dem Zubereiten der Rezepte noch genug Zeit zum Knispsen ein, besonders im Winter. Wenn es um 15.00 Uhr dunkel wird, muss ich morgens gleich wissen, was ich machen will und loslegen. So ist auch noch genug Zeit für ein paar Foto-Variationen, falls mir die ersten Bilder nicht gefallen. 2. Ich überlege mir bereits beim Backen oder Kochen, welche Stimmung ich auf meinen Bildern vermitteln möchte und was bei euch ankommen soll. Ganz besonders wichtig sind dabei die Farben, die man für das Bild auswählt. Ich konzentriere mich meist auf ein bis zwei Farben, die vielleicht sogar im Gericht selbst zu finden sind (oder manchmal auch damit in Kontrast stehen!).

So viel zu meinem längsten Punkt. Wenn ihr dazu Fragen habt, immer raus damit. Dann noch ein paar andere kleine Fakten über mich.

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2. Meine Props: Ich drücke das mal vorsichtig aus…ich bin vollkommen Geschirr- und „Küchen-Tüdelü“-süchtig. Ich kann an keinem kleinen Lädchen vorbeigehen, in dem es etwas geben könnte, das ich noch nicht kenne oder habe. Aber auch Flohmärkte haben sich als sehr ergiebig erwiesen. In Zusammenarbeit mit meiner Ma, die ja mittlerweile für mich auch schon nach schönen Stücken die Augen offen hält, habe ich dort schon die tollsten Käufe für kleinstes Geld gemacht. Zum Beispiel diesen tollen alten Handrührer auf den Bildern. Meine Props nehmen mittlerweile eine kleine Kommode ein (und dazu gehört noch nicht das Geschirr im täglichen Gebrauch). Besonders liebe ich die Greengate Serie „Audrey Indigo“. 

3. Herzensstadt: Ich habe mein Herz an Berlin verloren. Auch als Norddeutsches Deern habe ich mich in Berlin vom ersten Tag an Zuhause gefühlt. Ich weiß, dass es mich auch irgendwann wieder für länger dorthin verschlägt. Bis dahin begnüge ich mich mit ein bis zwei Mini-Urlauben pro Jahr in der Stadt, die ich bereits so gut kenne.

4. Improvisation: Aufgrund der Auslandsaufenthalte und unterschiedlichen Verfügbarkeit von Lebensmitteln bin ich in den letzten Jahren beim Kochen wohl zu einem echten Improvisationstalent geworden. Das hilft besonders, wenn der Kühlschrank leer ist, und noch ein Essen auf den Tisch muss. Außerdem habe ich gelernt, dass nicht an jedem Ort auf der Erde einfach immer alles verfügbar ist. Da geht man nicht mit einem Einkaufszettel in den Supermarkt, sondern schaut erstmal, was da ist. Dann wird daraus hinterher kreativ ein Speiseplan gemacht.

5. Schlafrhytmus: Ich gestehe jetzt mal, ich bin eine riesige Schlafmütze. Meinen Schlaf brauchte ich schon immer und wenn ich müde bin, dann gibt es kein Aufschieben und keine Kompromisse. Mich Wachhalten ist nicht drin. Ich gehe früh ins Bett und schlafe lange, und das finde ich gar nicht schlimm, so! Mein Liebster hat zum Glück viel Verständnis dafür und bezeichnet Schlafen manchmal als mein liebstes Hobby. Ist es, aber erst nach dem Backen und Bloggen natürlich!

Hoffentlich haben euch diese Fakten über mich ein wenig gefallen. Für alle, die schnell gescrollt haben, hier endlich das Rezept! Die Winter-Quiche ist mit ihrer Pastinaken-Füllung wunderbar saftig. Die Idee mit den Haselnüssen im Boden fand ich sehr interessant. Ich würde aber beim nächsten Mal etwas weniger Haselnüsse nehmen und durch normales Mehl ersetzen, da mir der Boden etwas zu sehr nach Nusskuchen minus Zucker schmeckte. Im Rezept findet ihr die von mir für diese Quiche verwendete Menge, reduziert sie einfach nach Bedarf oder probiert es mal aus! Den Schinken kann man hier getrost weglassen, denn die Pastinaken sind der Star des Gerichts in dieser etwas ungewöhnlichen Erscheinungsform.

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Für eine Pastinaken-Nuss-Wähe in der 26cm-Springform
(Rezept etwas abgewandelt aus dem Büchlein „Quiches – Ofenfrisch verführerisch“ von Tanja Dusy)

150g Weizenvollkornmehl
50g Weizenmehl
80g gem. Haselnüsse
100g weiche Butter
1 Ei
1/2 TL Salz
600g Pastinaken
1 grüner Apfel
1 Zwiebel
30g gewürfelter Schinken
etwas Zitronensaft
50g Emmentaler
2 Zweige Thymian
2 EL Butter
50ml Gemüsebrühe
3 Eier
150ml Milch
150ml Sahne
Salz + Pfeffer

Für den Boden aus den Mehlsorten, Haselnüssen, Butter, Ei und Salz einen homogenen Teig kneten. Eventuell einige Spritzer kaltes Wasser hinzugeben. Den Teig in Frischhaltefolie gewickelt 30 Min. im Kühlschrank lagern. Die Pastinaken komplett schälen und dann in feine Würfel schneiden. Dazu sofort etwas Zitronensaft geben und vermischen. Den Apfel ebenfalls schälen, entkernen, fein würfeln und mit den Pastinaken vermischen. Die Zwiebel schälen und fein hacken. Die Butter in einer Pfanne zerlassen und die Zwiebel andünsten. Den Schinken (falls gewünscht) ca. 2 Minuten anbraten und dann Pastinaken und Apfel hinzugeben. Gut salzen und Pfeffern, Gemüsebrühe angießen und den gewaschenen und zerzupften Thymian unterrühren. Offen bei mittlerer Hitze garen, bis die Flüssigkeit verdunstet ist. Die Pfanne vom Herd nehmen. Den Backofen auf 200°C vorheizen. Den Teig für den Quiche-Boden aus dem Kühlschrank nehmen, auf der bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und in die Springform drücken. Dabei einen Rand formen. Die Masse aus der Pfanne auf dem Boden verteilen. Aus Eiern, Sahne, Milch, Salz und Pfeffer den Guss verquirlen und gleichmäßig über die ganze Form verteilen. Den geriebenen Käse darüber streuen. Die Quiche im Ofen ca. 40-45 Min. backen. Sie hält sich etwa 2 Tage im Kühlschrank und lässt sich gut einfrieren.

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Guten Appetit!

Carina

Geschirrtuch grau: Greengate
Geschirrtuch weiß-rot: Ikea
Tortenplatte: Tchibo
Handrührer: Flohmarkt
alles andere: kleine Lädchen

 

{Schneeweißchen und Rosenrot} Mandeltarte mit Granatapfel und der erste Schnee

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Ihr Lieben, wisst ihr was? Als ich diese Tarte fertig dekoriert habe und gerade dem Fotoset mit ordentlich Puderzucker zu ein bisschen Winter verhelfen wollte – da fiel mein Blick aus dem Küchenfenster und ich sah Schneeflocken! Es hat bei uns tatsächlich einen Tag vor dem ersten Advent schon einmal kurz geschneit, und das hat so gut zu meiner weihnachtlichen Stimmung und dem ganzen Wochenende gepasst. Zwischen Adventskalender-Befüllen, Plätzchen backen und Deko noch ein bisschen Schnee, hätte es besser sein können?

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Diese Tarte hat mich außerdem beim Dekorieren sofort an das Märchen Schneeweißchen und Rosenrot erinnert. Märchen gehören für mich einfach zur dunklen Jahreszeit dazu! Die Kinderfilme, die um Weihnachten herum laufen, schaue ich total gern. Und es werden auch wieder eine Menge Hörspiele hervorgeholt. Darauf freue ich mich ganz besonders. Meine absoluten Favoriten sind jedes Jahr aber die alten Filme von Astrid Lindgren. Michel aus Lönneberga und die verschiedenen Pippi-Filme laufen wirklich immer irgendwann. Gibt es hier noch weitere Fans, die sich trauen, sich zu outen?

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Die fluffige Mandelcreme und die tiefroten Granatapfelkerne dieser Tarte zusammen sind ein absoluter Farb-Knaller! Und somit passt die Tarte natürlich auch super in ein weihnachtliches Farbschema 😉 Aber auch der Geschmack ist absolut top…sooooo mandelig, süß, säuerlich…Da sie außerdem schön knusprig und weihnachtlich lecker ist, wird die Tarte mein Beitrag zu Sarahs Knusper o‘ Clock Aktion! Auch sie feiert nämlich gerade mit einer Aktion ihren ersten Bloggeburtstag. Toll, dass es nach dem Aufruf im Sommer auch jetzt wieder so eine Rezeptesammlung gibt. Ich bin schon recht spät dran, aber ein paar Tage Zeit sind noch. Wer macht noch mit?

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Knusprige Mandeltarte mit Granatapfel:
(Das Rezept reicht für vier kleine Tartes oder eine 24cm-Tarte)

100g gemahlene Mandeln
40g Zucker
80g Dinkelmehl oder Dinkelvollkornmehl
75g kalte Butter
2 Tropfen Bittermandelaroma
1 Ei

180g Mascarpone
80g Joghurt
120g Schlagsahne
1 EL Karamellcreme
40g Puderzucker
1 Pck. Bourbon Vanillezucker
etw. Zimt
1-2 EL Amaretto

1 Granatapfel

Aus den ersten sechs Zutaten einen Mürbeteig herstellen und diesen noch 15 Minuten in den Kühlschrank legen. Eine große oder vier kleine Tartes nehmen und den Teig ausrollen und hineindrücken. Auf die Tarte(s) jeweils ein Quadrat Backpapier legen und dieses mit Erbsen oder Linsen zum Blindbacken füllen. Im vorgeheizten Ofen bei 180°C ca. 18 Minuten backen. Dann auskühlen lassen.

Für die Creme die Sahne steif schlagen. Die Mascarpone und den Joghurt in einer anderen Schüssel verrühren. Karamell, Zuckersorten, Zimt und Amaretto untermischen und zum Schluss vorsichtig die Sahne unterheben. Die Creme in die Tarteletts füllen und  mit Granatapfelkernen belegen. Bis zum Servieren im Kühlschrank aufbewahren und vor dem Servieren für eine echte Winteroptik mit etwas Puderzucker bestreuen.

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{Herbstgenuss} Kürbis Spinat Quiche

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Ich liebe einfach die Vielfalt des Herbstes! Alles ist bunt, knackig und unglaublich lecker. Exotische Früchte können mich gerade längst nicht so locken wie Kürbis, Pastinaken, Äpfel. Besonders der Kürbis hat es mir angetan und so gab es gestern ein süßes Rezept damit, heute wird es herzhaft! Tastesherriff Claretti möchte diesen Monat Quiche-Rezepte sammeln und wie auch jedes Mal davor, bin ich gern dabei und backe ihr etwas. Denn Quiche ist eines meiner absoluten Lieblingsgerichte. So vielfältig und einfach für jeden Anlass perfekt: Als Work Lunch, für Gäste, zum Brunch, alles schnelles Essen nach der Arbeit, kalt für’s Picknick, und so weiter.

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Der Mann mag leider Kürbis gar nicht so gern. Wiiiiiie schaaaade, *zwinker*, mehr für mich! Die Quiche durfte ich also ganz allein essen. Und trotzdem war es das bestimmt noch nicht mit Kürbis in diesem Jahr. Da kommt noch so einiges…

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Die Quiche habe ich mit einem Boden mit Roggenmehl-Anteil gebacken, weil ich finde, das passt gut und bringt schön Biss. Zum Kürbis gesellen sich noch Spinat, Gemüsezwiebel und Porree. Eine große Portion Cheddar, etwas Pesto und schwarzer Pfeffer sorgen für die Würze. Und dann ist er auch schon fertig, der knusprige Herbst-Genuss.

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Weitere Quiches auf meinem Blog findet ihr übrigens hier: Süßkartoffel Quiche, Karotten-Feta-Quiche.

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Mürbeteig: 

150g Weizenmehl
100g Roggenmehl
1 TL Salz
120g kalte Butter
1 Ei
Kräuter (Basilikum, Thymian, Rosmarin)

Füllung: 

300g Kürbis (zB 1/2 Butternut)
100g frischer Blattspinat
1 Stange Porree
1 Gemüsezwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Ei
100ml Sahne
1 Schuss Milch
1 TL grünes Pesto
50g würziger Cheddar
Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer, Sumach

Die Mehle und das Salz vermischen. Die Kräuter ebenfalls untermischen. Die kalte Butter in Flöckchen und das Ei mit der Hand unterkneten. Wenn nötig, einige Tropfen Eiswasser dazutun. Wenn alles gut verkneten ist, den Teig in Frischhaltefolie wickeln und für 25 Min. in den Kühlschrank legen.

Den Kürbis halbieren, Schälen und 300g Kürbisfleisch fein würfeln. Den Spinat waschen und etwas zerzupfen. Die Zwiebel und den Porree kleinschneiden. Alles vermischen. Den Mürbeteig ausrollen und eine Quicheform oder längliche Tarteform damit auskleiden. Das Gemüse darauf verteilen. Das Ei mit der gepressten Knoblauchzehe, Sahne, etwas Milch, Pesto und Gewürzen verquirlen und über das Gemüse gießen. Großzügig mit Cheddar bestreuen. Im vorgeheizten Ofen bei 190°C ca. 35 Min. backen. Am besten lauwarm mit einem Glas Wein genießen.

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{Tarte aux Pommes} Im Französischen Apfelgarten

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Dieses Rezept liegt mir sehr am Herzen und ich wollte es euch schon lange zeigen. Da passte es ganz besonders gut, dass das Monatsthema bei  Clarettis „Ich back’s mir“ dieses Mal Tartes in alles Variationen sind. Das heutige Rezept ist für mich mit ganz vielen Erinnerungen an meine Zeit als Austauschschülerin in Frankreich verbunden. Besonders an den Herbst. Im Herbst warfen die Bäume meiner Gastmutter genug Äfpel ab, um eine Apfelmus-Industrieproduktion zu versorgen. Deswegen machten meine Gastschwestern und ich fast jeden Tag nach der Schule erst einmal Apfelcrumble. Noch leckerer fand ich aber, was meine Gastmutter an den Wochenenden zum Nachtisch daraus gemacht hat: Diese unglaublich einfache, aber oberleckere Tarte aux Pommes. Dieses Rezept ist seitdem für mich der Inbegriff französischen Lebensgefühls geworden und ich mache sie regelmäßig. Dauert ja auch kaum eine halbe Stunde. Es gibt noch nicht einmal ein genaues Rezept, aber ich wollte euch diesen Leckerbissen nicht vorenthalten. Deswegen kommt heute die Zubereitung in etwas anderer Form, als ihr es von hier kennt.

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Zutaten: Das wichtigste sind gute Äpfel. Sie sollten süß-säuerlich und kein bisschen mehlig sein. Für diese Tarte braucht man je nach Größe 2 Äpfel. Dazu kommt dann eigentlich nur noch eine Rolle Blätterteig, etwas Zucker (3-4 TL) und Butter (ca. 25g). Ich habe das Rezept dieses Mal noch ein ganz kleines bisschen verändert. Ihr braucht also noch Doppelrahmfrischkäse (ca. 40g), Vanille und eventuell einen Schuss Rum, das war’s schon.

1. Der Blätterteig wird zu etwa 25cm-Durchmesser kreisförmig ausgeschnitten.

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2. Dann wird er mit dem Frischkäse bestrichen (wenn gewünscht: Den Frischkäse vorher mit einem EL Rum verrühren; im Herbst/Winter eignet sich dazu auch starker Chai-Tee). Dann wird der geschälte Apfel in dünne Spalten geschnitten und fächerförmig auf der gesamten Tarte platziert. Dabei 1cm Rand lassen.

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3. Anschließend die Ränder zuklappen. Meist mache ich die Tarte in einer normalen Tarteform, das geht natürlich auch. Dieses Mal hatte ich Lust auf einen rustikaleren Look. Dann wird die Tarte mit einigen Butterflöckchen bestreut (ca. 25g Butter) und mit 3-4 TL Zucker bestreut. Anschließend kommt noch etwas Vanille darauf (dazu eignet sich sehr gut eine Vanillemühle).

4. Nun kommt die Tarte nur so lange in den Ofen, bis der Zucker karamellisiert und der Blätterteig goldbraun geworden ist (15-20 Min.). Am besten noch warm mit einer Kugel Vanilleeis genießen.

Für das noch einfachere Originalrezept einfach Frischkäse, Vanille und Rum weglassen. Echt! Auch aus den verbliebenen vier Zutaten wird eine köstliche Tarte. Aber in der heutigen Variante wird sie noch einen Tick saftiger.

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In meiner Zeit in Frankreich habe ich übrigens wirklich sehr geschlemmt, das hat sich auch nach kurzer Zeit auf der Waage bemerkbar gemacht. Aber wenn erst nach dem eigentlichen Essen das gute Zeugs ausgepackt wird (der ganze leckere Käse…), muss ich eben noch mal zuschlagen. Hach! Eine schöne Zeit war das. Seitdem ist mein Lieblingskäse übrigens der Comté. Hier kostet ein kleines Stück ein S****geld, dort wird er auf dem Markt gleich im ganzen Leib gekauft. Und in wenigen Tagen aufgegessen.

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Also ihr, Lieben, vielleicht habt ihr Lust auf meine original-französische Lieblingstarte bekommen. Ich esse jetzt das letzte Stück (falls der Liebste was übrig gelassen hat, er liebt sie auch!) und klicke mich durch die anderen Monatsbeiträge auf Clarettis Seite.

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Kladdkaka mit Baiser und roter Grütze

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Mit Erschrecken stelle ich fest, dass mein Schokoladenkosum im Nahen Osten auf ein absolutes Minimum geschrumpft ist. So sehr, wie noch nie, seit ich allein entscheide, wieviel Süßes ich essen mag (die „Aber nur einen Keks!“- Zeiten sind ja zum Glück lange vorbei…). Das liegt daran, dass mir Schokolade hier einfach nicht schmeckt. Weder die einheimische, noch die importierte von Zuhause. Was einmal geschmolzen ist, ist bäh. Und hier schmilzt einfach alles, inklusive mir. Aber neulich überkam es mich und es musste trotz Hochsommer unbedingt Schokolade in dieses Süßmäulchen und diesen Süßigkeiten-verwöhnten Bauch. Schokolade, aber bitte mit Sommergeschmack. Daraus wurde ein Kuchen, zu dem man auch sagen könnte: Einmal mit Alles bitte!

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Kladdkaka ist mittlerweile für seinen köstlichen, schokoladigen Kern und seine samtige Klebrigkeit bekannt. Die Schweden können es einfach! Wenn man in diesen Kladdkaka beißt, begegnen einem aber dazu noch köstliche, kleine Knusprigkeiten in Form von Baiser-Tupfen. Als Krönung gibt es jede Menge grädde och röd gröt, wie der Schwede sagen würde (Ich möchte an dieser Stelle meine Lernkumpanen des Schwedisch I/II-Kurses 2006 in der VHS grüßen). Also Schlagsahne und rote Grütze.

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Was die Grütze angeht, habe ich es mir ganz einfach gemacht. Ich weiß, einige mögen jetzt über gekaufte rote Grütze die Nase rümpfen. Ich weiß auch, man kann sie sooo einfach selbst machen. Aber ich liebe diese eine rote Sauerkischgrütze (ich glaube von „Christiansgröd“) einfach so sehr, diese die im verschweißten Beutel daherkommt. Das ist eine absolute Kindheitserinnerung für mich. Da kommt das Gefühl hoch, wie es war, nach der Schule alles in die Ecke zu schmeißen, barfuss auf die Terasse zu tapsen und vor dem Freibad einen Teller rote Grütze mit Milch in mich reinzuschaufeln. Natürlich könnt ihr eure Grütze gern selbst machen. Ich bleibe bei meiner Lieblinsgsorte 😉

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Für eine 26cm-Springform:

3 Eier
250g Zucker
200g Butter
1/2 TL Salz
80g guter, dunkler Kakao
120g Mehl
1 Pck. Vanillezucker
2 TL Backpulver
6 kleine Baisers

1 Becher Sahne

200g rote Grütze (Sauerkirsch)

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Die Eier mit dem Zucker und Vanillezucker cremig aufschlagen. Die geschmolzene Butter unterrühren. Mehl, Backpulver, Salz und Kakao zunächst vermischen und dann zur Ei-Masse geben. Alles gut verrühren und in eine gefettete Springform füllen. Nun die Baiser-Tupfen grob zerbröseln und ein wenig unter den Schokoladenteig ziehen. Im vorgeheizten Ofen den Kladdkaka bei 170°C ca. 30 Minuten backen. Er sollte insbesondere in der Mitte nicht komplett durchgebacken sein, sondern noch etwas weich und klebrig.

Den Kuchen nach Belieben lauwarm oder komplett ausgekühlt mit der Schlagsahne und der roten Grütze servieren.

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P.S.: Der Tee im Hintergund ist mein derzeitiger Lieblings-Sommertee „Rhubarb Spritzer“ von Tafelgut. Wenn ihr wie ich auch im Sommer nicht auf Tee verzichten könnt, müsst ihr in unbedingt mal ausprobieren, so lecker! Ich habe nur eine kleine Probierdose gekauft, muss ihn aber unbedingt nochmal in groß haben. (Ich wurde nicht gesponsert, sondern wollte einfach diese leckere Entdeckung mit euch teilen 😉 )

 

Birnen-Mandel-Torte mit Sirup

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Diese Birnentarte war ein Geschenk, dass letzte ich zu einer Party mitgebracht habe. Sie war ratz-fatz weg. Sie erscheint zuerst etwas weihnachtlich, aber ich kann euch versichern, das ist sie nicht. Die Gewürze kommen nur ein wenig durch und machen den Sirup, mit dem der Kuchen getränkt wird, so lecker. Die Birnen sind weich und ein wenig süffig vom Rum. Der Teig ist lecker nussig und durch die Kombination mit dem Obst genau richtig. So mag ich das!

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Das Rezept ist von einer Tarte im britischen Foodie-Magazin delicious. inspiriert. Das kam mir vor Kurzem in einer etwas älteren Ausgabe in die Finger und das Rezept sprach mich sofort an. Allerdings war mir das Original etwas zu zeitaufwändig und kompliziert. Weil ich nach der Arbeit nur noch wenig Zeit zum Backen hatte, bevor es zur Party ging, habe ich mir den Mürbeteig gespart und durch einen fertigen Blätterteig ersetzt.

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Das Rezept habe ich trotzdem komplett aufgeschrieben, vielleicht mögt ihr ja lieber den Teig selbst machen. Das Blindbacken aus dem Originalrezept habe ich mir auch gespart und es tat keinen Abbruch. Außerdem habe ich die Kochzeit des Sirups von mehreren Stunden auf ca. eine halbe Stunde verkürzt. Wer steht schon gern 4 Stunden am Herd für eine einzige ZUTAT der eigentlichen Tarte?  Richtig, ich nicht. Außerdem habe ich den Amaretto, der eigentlich in den Sirup sollte, durch Rum und die Hälfte der Mandeln durch Haselnüsse ersetzt.

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Mit diesen Veränderungen hat uns die Tarte richtig gut geschmeckt und wurde komplett leer. Einzig mit dem Sirup würde ich beim nächsten Mal noch großzügiger umgehen. Ich habe die Tarte damit nur ein bisschen bestrichen. Für einen zweiten Versuch würde ich sie wahrscheinlich komplett damit begießen oder im Stil eines amerikanischen Poke Cakes vorher mit kleinen Löchern spicken und die Flüssigkeit einsickern lassen. Hat zwei Vorteile: Man hat nicht so viel Sirup über, der nicht verwendet wird UND man hat am Ende eine absolut dekadente, saftige Tarte. Traut euch!

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Für den Boden:

100g Butter
200g Mehl
Schale einer Zitrone
2-3 TL Vodka oder Wasser

oder: 1 Packung fertiger Blätterteig

Für den Mürbeteig in einer Schüssel die Butter in das Mehl reiben, bis es krümelig ist. Die Zitronenschale, das Salz und den Vodka dazugeben. Der Alkohol soll beim Backen leicht verdunsten und einen knusprigen Teig hinterlassen. Den Mürbeteig gut verkneten, zu einem Klumpen formen, in Frischhaltefolie wickeln und für 30 Minuten in den Kühlschrank legen.

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Für die Birnen:

300 g Zucker
200ml Rum
1 Zimtstange
1 Sternanis-Kapsel
2 reife, feste Birnen

Für die Füllung:

100g Zucker
100g weiche Butter
2 Eier
50g Mehl
50g gemahlene Mandeln
50g gemahlene Haselnüsse
1 TL Backpulver

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Für die Birnen in Sirup den Zucker mit Rum, Gewürzen und 1 Liter Wasser in einem Herd zum Kochen bringen. Rühren, bis der Zucker sich aufgelöst hat. Köcheln lassen und die Birnen schälen und achteln. Nach 15 Minuten die Birnen zugeben und ca. 10 Minuten mitkochen. Danach die Achtel auf einen Teller legen und den Sirup weiterköcheln.

Den Ofen auf 180°C vorheizen. Für die Füllung den Zucker und die Butter cremig schlagen. Dann die Eier nacheinander dazugeben. Anschließend das Mehl, Backpulver, Salz und die gemahlenen Nüsse unterschlagen. Den Mürbeteig aus dem Kühlschrank holen und auf einer bemehlten Fläche ausrollen. In eine große Tarte-Form drücken. (Alternativ: Die Form mit dem fertigen Blätterteig auskleiden.) Die Füllung daraufgeben und mit den Birnen belegen. Großzügig die Oberfläche mit Sirup bestreichen. Den Rest zunächst beiseite Stellen. Die Tarte ca. 45 Minuten backen. Noch einmal mit Sirup bestreichen und abkühlen lassen.

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Fertig! Lasst es euch schmecken!