Spinat-Laugen-Knödel auf Paprikasauce

Knödel sind ein Wohlfühlessen! Ich lasse heute dicke Laugenknödel in cremiger Paprikasauce baden. Und dazu gibt es noch viel mehr kreative Knödelrezepte…

Ich bin ja gebürtige Schleswig-Holsteinerin. Dementsprechend kann man nicht sagen, dass mir die Liebe für Knödel in die Wiege gelegt wurde. Bei uns gab es eher andere Beilagen. „Spinat-Laugen-Knödel auf Paprikasauce“ weiterlesen

{Rezension} Vegetarisch mit Liebe

Heute habe ich einen richtigen Buch-Schatz für euch! Aber lest einfach selbst… „{Rezension} Vegetarisch mit Liebe“ weiterlesen

Frühlingshafte Galettes bretonnes mit Bärlauch

Galettes bretonnes mit Baerlauch 5

Wer steht gerade nicht auf grün? Und auf leichte, frühlingsfrische Küche? Ich glaube, das gefällt uns allen. Und bevor der Barlauch, der Schlingel, sich schon wieder aus der Affäre stiehlt, habe ich mit ihm noch etwas angestellt. Ist ja jedes Jahr nur eine Kurzzeit-Romanze mit ihm. Aber er und ich, wir wissen beide: Ich freue mich zu sehr auf das, was da im Frühling und Sommer noch kommt, als dass ich ihn lange betrauern kann. Er kommt damit klar, hat er mir versichert. So lange ich ihm jedes Jahr für einige Wochen einen Sonderplatz in der Küche einräume und ihn zelebriere.  Und das tue ich. Achja, und auf den Blog möchte er bitteschön auch, der eitle Schönling. Aber auch diesen Gefallen tue ich ihm nur zu gern. „Frühlingshafte Galettes bretonnes mit Bärlauch“ weiterlesen

{Bye bye, Summer!} Frittata mit Ziegenkäse

Ziegenkäse-Frittata3

So, ihr müsst jetzt stark sein. Ein weiterer Sommer ist schon zu Ende. Dieses Jahr ging es besonders schnell, findet ihr nicht? Aber jede Jahreszeit hat ihr Gutes und macht Spaß, wenn man sich darauf einlässt, finde ich. Und jetzt kommt eben der Herbst, auch schön. Da die Zucchini-Schwemme nun langsam zu einem Ende kommt, möchte ich noch ein leckeres Sommergericht mit Zucchini hierlassen. Wir haben noch ein besonders großes Exemplar hier liegen, das kommt wohl morgen noch „unters Messer“. Ich denke da an eine Zucchini-Lasagne ohne Nudelplatten, dafür mich Zucchini-Schichten. Das Rezept habe ich in der letzten „Deli“ gefunden. Nun aber erst mal zur Frittata.

Ziegenkäse-Frittata2

Frittata habe ich im Restaurant das erste Mal vor einigen Monaten in New York gegessen. Nach einem Spaziergang durch die Wall Street und den Financial District haben wir uns ein Mittagessen im „Au Bon Pain“ schmecken lassen, das es als Kette in vielen Ländern gibt. Vom Lunch Menu entschieden meine Ma und ich uns beide für eine Frittata mit Erbsen an Salat und Sauerteigbrot. Sehr, sehr lecker, sag ich euch! Die Frittata war weich, saftig und ein Spitzen-Sommeressen. Seitdem habe ich Zuhause schon öfter Frittata in verschiedenen Varianten gemacht. Am liebsten mag ich diese hier mit Ziegenkäse. Beim Gemüse nehme ich das, was gerade da ist, oder wonach mir ist. Dieses mal eben Zucchini und Champignons. Richtig gut war auch eine Variante mit Süßkartoffel und Paprika! Aus dem „Bon Pain“ habe ich mir abgeschaut, dass ein dicker, cremiger Joghurt dazu vorzüglich als leichte Sauce schmeckt. Dazu noch ein kleiner Salat und das leichte Mittagessen ist perfekt.

Ziegenkäse-Frittata

And now in English:

Folks, you have to be strong now. Summer ist over. Already?! I know, it went by fast. But every seasons has it’s favorites and good sides, so let’s celebrate fall! …after this last summer recipe. With all the ripe zucchini lately I had to post this one zucchini recipe, which I like a lot. The inspiration was a frittata I had in May during my NYC visit. After a walt through Wall Street and Financial District my Mom and I stopped at „Au Bon Pain“ for lunch. We both took the frittata with peas, salad and sourdough bread from the lunch menu and loved it. So I had to make one at home. We had it several times by now and I especially like this version with goats cheese. You can take whichever veggies you have on hand. I liked a version with sweet potato and bell peppers, too. This time it was zucchini and mushrooms. From „Bon Pain“ I took the idea of serving it with some creamy yogurt instead of sauce. So good! 

Ziegenkäse-Frittata1

Für zwei Personen / for two

3 Eier – 3 eggs 
100g Ziegenfrischkäse – 100g goat’s cream cheese
1 Schuss Milch – a dash of milk
2 kleine Zucchini – 2 small zucchini
1/2 Zwiebel – 1/2 onion
50g Champignons – 50g champignons
Rosmarin, Thymian, Pfeffer, Salz – rosemary, thyme, pepper, salt
1 EL Olivenöl – 1 tbsp. olive oil

Den Ofen auf 160°C vorheizen. Die Zucchini waschen, Pilze putzen und beides in Scheiben schneiden. Die Zwiebel in Ringe schneiden. Eier mit Ziegenfrischkäse verquirlen und etwas Milch zugeben. Großzügig mit Salz, Pfeffer, Rosmarin und Thymian würzen. In einer feuerfesten Pfanne das Öl erhitzen. Zwiebel, Zucchini und Pilze kurz anbraten. Eiermischung angießen und die Pfanne dann für 25 Minuten in den Backofen schieben. Dazu schmeckt ein mit Kräutern oder Ajvar angemachter Joghurt-Dip oder auch Kräuterquark.

English Instructions:

Pre-heat the oven to 160°C. Wash zucchini prepare mushrooms, slice both. Cut onion in rings. Mix eggs and goat’s cheese. Season with salt, pepper, rosemary and thyme. Heat the oil in an ovenproof pan. Add zucchini, mushrooms and onion, stir for a minute. Then pour egg mixture into the pan and put the pan into pre-heated oven for 25. minutes. I served the frittata with a yogurt dip (yogurt mixed with mediterranean herbs, try ajvar as well).

Ziegenkäse-Frittata4

Carina

{Summer Comfort Food} Crushed Potatoes mit Ofentomaten

Crushed Potatoes4

Huch, jetzt habt ihr plötzlich über eine Woche nichts von mir gehört! Der Grund war, ich hatte es ja schon kurz erwähnt, dass ich eine Woche spontan in die Heimat fliegen musste. Ich wusste schon, dass die Woche ganz schön vollgepackt sein würde, und habe daher auch nicht damit gerechnet, dass Zeit für den Blog bleibt. So war es dann auch. Immerhin habe ich es einmal an den heimischen Badesee geschafft und war mit meiner Mutter ein bisschen bummeln. Außerdem war ich nach Jahren mal wieder in der allerallerbesten Eisdiele mit dem besten Spaghettieis der Welt. Es ist immer noch einsame Spitze! Die Woche war also trotz vieler Erledigungen sehr schön. Wenn da nicht das Flugchaos gestern gewesen wäre…aus einem geplanten Abflug um 9.30 Uhr wurde dann letztendlich wegen technischer Probleme 15.15 Uhr – meine Güte, war ich froh, als es endlich los ging. Deswegen bin ich auch heute noch ein bisschen platt und zeige euch ein Rezept, das im Archiv schon länger auf die Veröffentlichung gewartet hat. Dabei ist es so gut und super einfach!
Crushed Potatoes

Die Rede ist von diesen leckeren Crushed Potatoes, vielleicht habt ihr so ein Rezept schon mal auf Pinterest oder so gesehen (ich glaube, es gibt sie auch als „Schwedische Kartoffeln“). Und nachdem mein neuer Header ja schon nicht mehr ganz so neu ist, hat sich der aufmerksame Leser vielleicht schon gefragt, aus welchem Rezept das rechte Bild stammt – hier ist es nun, reichlich verspätet, ähem. Zum Glück aber deswegen nicht weniger lecker. Und es ist ja gerade Tomaten-Zeit, also ran da!

Crushed Potatoes5Kartoffeln sind so ein richtiges Wohlfühlessen, finde ich. Wir essen sie nicht so oft, aber wenn doch, dann dürfen sie für mich auch gern die Hauptrolle spielen. Ihr könnt zu den Crushed Potatoes gern alles mögliche essen, aber ich mochte die Kombi aus cremigem Dip, süßen Ofentomaten, Avocado und Basilikum sehr gern.

Crushed Potatoes2

And now in English: 

Oops, I was away for a whole week and you haven’t heard of me one bit. As I briefly mentioned before, I went home for one week very spontaneously. I already knew the week would be packed and I wouldn’t have tome for blogging. But at least I went to the lake once, did some shopping with my Mum, and after years of absence in summer time I finally had icecream in the best place around again. It was a good week except the flight chaos yesterday…we were supposed to take off at 9.30am. Well, we had to wait until 3.15pm. So today I am still a bit tired and therefore I show you a recipe that’s been waiting in the blog archive for a while. These Crushed Potatoes were so good and easy that they’re worth waiting for! We don’t have potatoes very often, but when we do, I like them as a main dish rather than only as a side. You can serve them with whatever you like, but as we are fully in tomato season, I liked them a lot with sweet oven-roasted tomatoes, creamy dip, avocado and basil. So good and comforting!

Crushed Potatoes3

Für 2-3 Personen / for 2-3 persons: 

5 mittelgroße Kartoffeln – 5 medium-sized potatoes
100g cremiger Feta – 100g creamy feta
150g griechischer Joghurt – 150g Greek yogurt
1 EL saure Sahne – 1 tbsp. sour cream
2 TL gehackter Dill – 2 tsp. chopped dill
1 Avocado – 1 avocado
2-3 Tomatenrispen – 2 handful of cherry tomatoes
grober Senf – coarse mustard
Salz + Pfeffer – salt + pepper
frischer Basilikum – fresh basil

etwas Butter oder Olivenöl – a bit butter or olive oil

Den Ofen auf 180°C vorheizen. Die Kartoffeln ungeschält gut abwaschen und trocknen. Dann auf ein Blech setzen und 45 Min. backen. Den Ofen auf 140°C einstellen. Die Rispentomaten abwaschen, trocken tupfen und auf ein Blech setzen. Im Ofen 25-30 Min anrösten. Währenddessen die Kartoffeln mit einer schweren, glatten Oberfläche (z.B. der Unterseite eines Topfs) platt drücken. Den Feta mit Joghurt, Sahne und Dill cremig rühren. Mit Salz und Pfeffer würzen. Etwas Butter oder Öl in der Pfanne erhitzen und die Kartoffeln darin nacheinander knusprig anbraten. Auf Tellern mit dem Fetadip, den fertigen Tomaten, Avocado, Senf und Basilikim anrichten. Noch einmal gut salzen und pfeffern.

English Instructions:

Pre-heat the oven to 180°C. Without peeling the potatoes, wash and dry them well. Then set them on a baking tray and bake for 45 minutes. Reduce the temperature to 140°C. Wash and dry the tomatoes and roast them in the oven for 25-30 minutes. Meanwhile, crush the potatoes with an even surface (e.g. a heavy pan). Mix feta, yogurt, cream and dill until creamy. Heat some butter or oil in a pan and fry the potatoes one after another until a bit crispy. Serve them with the dip, roasted tomatoes, sliced avocado, mustard and basil. Season again with salt and pepper. 

Crushed Potatoes1

Carina

 

{Gesund in den Sommer} Quinoa-Taler mit Kräuterjoghurt + Giveaway

Quinoa-Taler2

Ihr Lieben, an solchen Tagen wie heute, da spürt man bereits, dass es bald endlich Sommer wird. Ich war heute mit dem Liebsten unterwegs und hätte die Sonnenbrille am liebsten den ganzen Tag nicht abgesetzt. Juchuu! Die ersten Sommersprossen lassen sich blicken und die Jacke kann im Auto bleiben.

Zwar muss das eine oder andere Eis im Moment unbedingt sein, denn verbieten mag ich mir das auf keinen Fall. Ansonsten versuche ich aber gerade, viel Gemüse zu essen und viel zu trinken. Das fällt mir eigentlich gar nicht schwer und die Bikinifigur soll ja zumindest ein bisschen vorzeigbar sein, trotz meiner Liebe zu Kuchen und Süßem.

Quinoa-Taler1

Dieses Gericht habe ich neulich zum Beispiel aus einer Idee heraus gekocht, die sich als sehr lecker herausgestellt hat. Es handelt sich um kleine Taler oder Puffer aus Quinoa, Süßkartoffel und, schön saisonal, Bärlauch. Mit gekräutertem Joghurt, Bärlauchpesto und etwas Salat ein wahnsinnig gutes, leichtes Sommeressen. So mag ich das!

Die Taler habe ich gleich für zwei Tage zubereitet. Man kann sie unproblematisch einfach kurz wieder aufwärmen und ich kann sie mir auch in anderen Kombinationen gut vorstellen, zum Beispiel als vegetarisches Burger-Pattie.

Für ca. 15 Quinoa-Taler: 

50g weißer Quinoa oder Quinoa-Quick*
1 Süßkartoffel (ca. 200g)
120g Dinkelmehl
50g Bärlauch
1 kleines Ei
2 TL mediterrane Gewürzmischung, z.B. Petit Chef für Ratatouille*
4 TL rotes Palmöl* oder anderes Pflanzenöl zum Ausbacken

Den Quinoa in Wasser ca. 15 Minuten bissfest garen und dann das überschüssige Wasser sofort abgießen. Die Süßkartoffel entweder ebenfalls in Wasser kochen oder im Ofen weich garen. 200g Süßkartoffel mit einer Gabel zerstampfen und mit dem Quinoa vermischen. Den Bärlauch waschen und fein hacken, ebenfalls dazugeben. Dann das Ei, das mediterrane Gewürz und das Dinkelmehl untermischen. Das Öl in der Pfanne erhitzen und aus dem Teig ca. 15 flache Taler von jeder Seite etwa 3-4 Minuten ausbacken.

Als Sauce mag ich dazu eine Mischung aus 4-5 EL Joghurt mit je 1 kleinen Handvoll gehacktem Schnittlauch, Petersilie und Basilikum. Darauf kommt noch ein Klecks Bärlauchpesto! Schmeckt super mit frischem Salat. Wenn Bärlauch keine Saison mehr hat (leider sehr bald…) kann er durch die gleiche Menge frischen Blattspinat und eine Knoblauchzehe ersetzt werden.

Quinoa-Taler

Zu den Produkten: Ich besitze bereits Gewürzmischungen von Herbaria und mag sie sehr gern. Sie sind vielseitig einsetzbar und lecker. Das Quinoa-Quick gefällt mir, da ich Quinoa erst vor kurzem für mich entdeckt habe. In der Mischung sind weißer Quinoa, Möhrenstückchen und rote Linsen, die ich auch gern mag. Ich würde aber wohl die Bestandteile selbst eher einzeln kaufen, da der Quinoa dann auch für süße Gerichte eingesetzt werden kann. Palmöl enthält viel Vitamin A, Vitamin E, beta-Carotine und ungesättigte Fettsäuren. In anderen Gerichten hätte mich eventuell die orangefarbene Färbung gestört, für die Taler war das vollkommen in Ordnung. Zum Ausprobieren fand ich das Palmöl interessant und der Geschmack war in Ordnung. Ich würde es aber wegen der viel diskutierten Umweltaspekte eher nicht selbst kaufen.

So! Und jetzt seid ihr dran!

Juliana von den Nährstoffexperten bei nu3 hat mir freie Wahl gelassen und ich durfte für einen von euch ein tolles Naschpaket schnüren! Die Auswahl ist genau richtig für Naschkatzen wie mich, die zwar ein wenig auf ihre Figur achten möchten, aber niemals ganz auf’s Naschen verzichten könnten. Na, wer fühlt sich angesprochen? Lauter gute Sachen sind da drin. Ich finde ja, dass man ohnehin viel gemäßigter zugreift, wenn es sich um hochwertige und besondere Leckereien handelt.

nu3-GewinnUnd so könnt ihr gewinnen:

Hinterlasst einen Kommentar unter dem Beitrag, in dem ihr mit verratet, ob und wie ihr euch auf die Bikini-Saison vorbereitet. Kommentare können nur hier abgegeben werden, nicht auf Facebook oder Instagram. Es gibt keine zusätzlichen Lose, aber ich würde mich freuen, wenn ihr das Gewinnspiel teilt oder Raspberrysue und nu3 auf Facebook euren Like gebt. Das Gewinnspiel startet jetzt und läuft bis zum Sonntag, 10. Mai 2015 um 0.00 Uhr. Der Rechtsweg oder Barauszahlung sind ausgeschlossen. Damit ich euch im Falle eines Gewinns benachrichtigen kann, sollten Teilnehmer ohne Blog und ohne Hinterlassen einer Mailadresse unbedingt innerhalb von 3 Tagen nach Bekanntgabe hier auf dem Blog eine Mail an raspberrysue@gmx.de schreiben, sonst muss ich den Gewinn neu verlosen.

So, und jetzt ran an die Leckereien!

Carina

* Das Quinoa-Kochpaket wurde mir von nu3 kostenlos zum Ausprobieren zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür und für die nette Zusammenarbeit!

 

{Neuerscheinung} Vegetarische Sommerküche

Es geht weiter mit meiner Neuerscheingungs-Reihe! Heute stelle ich euch „Vegetarische Sommerküche“** von Paul Ivic vor. Genau richtig, bevor endlich wieder die Zeit des Barfuss-Laufens und des Sommerspossen-Bräunungstrainings beginnt!

Vegetarische Sommerküche1

Fakten und Äußerliches:

Paul Ivic ist Sternekoch in Wien und München und hat sich besonders der saisonalen und vegetarischen Küche verschrieben (obwohl er selbst kein Vegetarier ist!). Es handelt sich bei „Vegetarische Sommerküche“ um sein erstes Buch. Das Ziel des Buchs soll es sein, einfache, unkomplizierte und leicht nachkochbare Rezepte für den Sommer zu kreieren und zum Nachmachen zu animieren. Die Rezepte sollen abwechslungsreich und doch überraschend sein.

Das Buch ist im Brandstätter Verlag erschienen und kostet 25 Euro. Es macht einen sehr wertigen Eindruck. Die Einband-Gestaltung macht Lust auf Sommer und auf die tolle Rezeptvielfalt im Inneren. Das Format ist etwas kleiner als bei vielen Kochbüchern, was mir gut gefällt, da es sich so auf der Arbeitsplatte gut hinlegen lässt. Es ist im Januar 2015 erschienen und hat 176 Seiten.

Vegetarische Sommerküche5

Kategorien und Rezepte:

Es gibt fünf Kapitel: „Kleine Köstlichkeiten und Salate“, „Picknick“, „Grillen“, „Feste im Freien“, und „Süßer Sommer“. Diese Aufteilung gefällt mir besonders gut, denn sie beschreibt bereits, wie ein toller Sommer auszusehen hat. Wir wollen raus, grillen, picknicken, mit lieben Menschen jeden Sonnenstrahl genießen und trotzdem lecker essen. Dabei aber bitte nicht so viel Zeit mit der Zubereitung verbringen! Insgesamt finden sich in dem Buch über 100 Rezepte. Viele davon sind vegan, laktosefrei oder glutenfrei und gut sichtbar entsprechend gekennzeichnet. Die meisten Rezepte sind angenehm kurz fomuliert, aber trotzdem verständlich. Zu jedem Rezept gibt es eine Personenangabe. Sehr gelungen finde ich, dass fast immer am Ende des Rezepts noch ein kleiner Tipp zur Würzung, Abwandlungen, Beschaffung einiger Zutaten etc. bekommt. Für viele vegetarische Rezepte wird eine vegane Abwandlung angeboten.

Die Rezepte selbst sind wunderbar abwechslungsreich und wecken in mir das Gefühl, sofort den Picknickkorb packen zu wollen. Von leichten Salaten über Hauptgerichte, Appetizer, Saucen, Dips, Brot und Desserts ist alles vertreten. In jedem Kapitel habe ich bereits einige Favoriten gefunden.

Vegetarische Sommerküche

Design und Fotos:

Die Fotos sind natürlich sommerlich-mediterran gehalten. Der Stil ist farbenfroh, frisch und passt sehr schön zum gesamten Buch. Die Gerichte werden in den Mittelpunkt gestellt, es gibt nicht allzu viel Deko und Ablenkung. Nur allein das Durchblättern ist dadurch bereits sehr inspirierend. Leider gibt es nicht zu jedem Rezept ein Bild, aber zum Glück zu den allermeisten. Mir geht es immer so, dass ich erst einmal ein Bild vor Augen haben muss.

Zwischendrin gibt es die eine oder andere Trennseite, zwischen den Kapiteln und auch mal einfach so. Auf diesen sieht man sommerliche Schnappschüsse: ein Badesteg, ein Picknickkorb, Paul beim Grillen und Erdbeeren pulen. Insgesamt ist das sehr stimmig und im Gegensatz zu anderen Büchern wird hier die Darstellung des Kochs selbst zum Glück nicht übertrieben.

Das Design ist klar und unaufgeregt. Da die Bilder sehr farbenfroh sind, sind die klaren Schriften und wenigen Farben in der Rezeptbeschreibung ein guter Kontrast und alles ist angenehm zu lesen.

Vegetarische Sommerküche4

Nachmachliste und ausprobierte Rezepte:

Ich habe bereits die Kräuterfocaccias mit Birne ausprobiert, die mich vollkommen überzeugt haben. Die würde ich jederzeit wieder machen und auch Gästen bei einer Grill- oder Gartenparty servieren. Ebenfalls sehr lecker war das italienische Landbrot, das ich aber nicht verbloggt habe. Ein etwas rustikaleres Baguette, ich hatte noch einen Esslöffel einer Aglio-Olio-Gewürzmischung in den Teig gegeben. Das kann man sicher variieren.

Das Buch enthält viele Rezepte, die ich gern noch ausprobieren würde. Zum Beispiel die Polenta mit pochiertem Ei und Rucolabutter, das Mozarella-Sandwich mit Feigensenf, den Quinoasalat mit Erdbeeren und Ziegenfrischkäse, das Ananasrelish und den Olivenölkuchen.

Birnen Focaccia5

Zusammenfassung und Wertung:

Das Buch gefällt mir sehr gut und ich möchte jetzt am liebsten gleich Sommer! Ich werde es sicher noch oft zur Hand nehmen und darin stöbern. Viele Rezepte sprechen mich an und werden mal (eventuell leicht abgewandelt) nachgekocht. Allerdings werden das wohl Tage sein, an denen ich nur für mich oder für Freundinnen koche. Die meisten der Rezepte in dem Buch würden meinen Freund, den überzeugten Fleischesser, wohl nicht zufriedenstellen, höchstens als Beilage. Es ist eben Sommerküche und wäre vielen Männern wohl zu wenig deftig. Ein kleiner Minuspunkt ist aus meiner Sicht auch, dass einige Zutaten nicht so einfach zu bekommen sind. Damit meine ich zum Beispiel Canihua-Mehl, Flohsamenschalen oder eingelegte Vogelbeeren. Zum Glück betrifft das die Minderzahl der Rezepte. Das ist wohl der Tatsache geschuldet, dass Paul eigentlich aus der Sterneküche kommt.

Sehr positiv finde ich, dass man in jedem Rezept merkt, dass der Autor sein Handwerk versteht und in jedem Rezept die Liebe zu guten, regionalen Lebensmitteln von Qualität erkennen lässt. Seine Leidenschaft für nachhaltige und biologische Landwirtschaft steckt an. Auch wenn ich bisher wenige Rezepte nachgekocht habe, bin ich mir ziemlich sicher, dass man in diesem Buch von einer 99%igen Gelinggarantie ausgehen kann! Das Ziel, nachkochbare Rezepte mit wenig Aufwand zu schaffen, ist hier fast immer gelungen. Insgesamt ist das Buch sehr stimmig und mit ein wenig Kocherfahrung können wohl auch fehlende Zutaten ersetzt werden. Viele Rezepte haben einen interessanten „Twist“ und stechen so aus der Menge der vegetarischen Rezepte durch Raffinesse heraus. Ich habe Lust bekommen, mehr davon zu probieren!

Carina

**Das Buch wurde mir vom Brandstätter Verlag kostenlos im Rahmen eines Gewinnspiels übersandt. Vielen Dank dafür!

{Healthy Kitchen} Eine Schüssel voller Vitamine zum Jahresbeginn

Veggie Bowl

Starten wir 2015 doch mit einem gesunden Rezept! Zwar habe ich keine großartigen Vorsätze gemacht – und aus Raspberrysue wird ganz bestimmt kein Gesundblog – aber nach all der Schlemmerei über die Feiertage hatte ich das Bedürfnis, mal richtig frisch und gesund zu kochen und ein paar Tage auf Süßes zu verzichten. Das geht wahrscheinlich auch vielen von euch so.

Außerdem merke ich seit Tagen, dass sich eine Erkältung einen Kampf mit meinen Abwehrkräften liefert. Damit sie nicht die Oberhand gewinnt, gebe ich meinem Immunsystem ein paar Helfer an die Hand. Außerdem esse ich aber auch einfach gern gesund und interessiere mich durch den Blog mehr und mehr für Inhaltsstoffe. Ab und an könnte es hier also in Zukunft auch mal ein gesundes (uns trotzdem oberleckeres) Rezept geben.

Veggie Bowl2

Diese Veggie Bowl besteht nur aus Zutaten, die ich persönlich auch einzeln super lecker finde. Das ist wichtig, da sie hier mal fast pur gegessen werden. Solltet ihr also eine Zutat gar nicht mögen, solltet ihr sie weglassen oder ersetzen. Man kann das Rezept auch ganz leicht komplett vegan machen, indem man den normalen Joghurt durch Sojajoghurt ersetzt.

Was die Zutaten angeht, so haben wir hier eine geballte Ladung Frische und Gesundheit! Feigen punkten vor allem mit Ballaststoffen, Eisen, Kalium und Calcium. Die Avocado ist bekannt für ihre guten ungesättigten Fettsäuren und wichtige Vitamine. Bulgur enthält B-Vitamine, Vitamin E, Magnesium und Calcium. Rote Beete schützen durch den enthaltenen Stoff Betanin unsere Zellen und Gefäße, sie enthalten außerdem Kalium, Eisen und Folsäure. Süßkartoffeln sind sehr nährstoffreich und sollen viele Antioxidatien enthalten. Kresse ist sehr eisen- und calciumreich, enthält Vitamin C und wird sogar als Naturheilmittel eingesetzt. Feldsalat hat unter den Salaten den höchsten Vitamingehalt und enthält außerdem auch Kalium, Phosphor und Eisen. Kurkuma ist eine Ingwerart und bekommt viele Heilwirkungen zugeschrieben, zum Beispiel soll es entzündungshemmend sein.

Veggie Bowl4

Das Rezept ist dieses Mal ein bisschen frei Hand, weil die Mengen variabel sind. Macht das einfach so, wie es euch schmeckt!

Für 2 Schüsseln:

1 Tasse Bulgur (+ 2 Tassen Wasser)
1 mittelgroße Süßkartoffel
1/2 Avocado
2 Handvoll Feldsalat
2 Kugeln vorgekochte Rote Beete
2 Feigen
1 Handvoll Pinienkerne
2 EL Joghurt (oder Sojajoghurt)
etwas Kresse
ein paar Spritzer Zitronen
Pfeffer, Sumach, Kurkuma
1 TL Kürbiskernöl

Die Süßkartoffel in etwas Wasser ca. 20-25 Minuten weich kochen und nach einer kurzen Abkühlzeit pellen und würfeln. Den Bulgur mit zwei Teilen Wasser erhitzen und ca. 7 Minuten weich köcheln lassen. Für die Joghurtsauce den Joghurt mit 1/4 zerdrückter Avocado glatt rühren, mit Zitronensaft, den Gewürzen und etwas Kürbiskernöl abschmecken. Die restliche Avocado und die Beete in Scheiben schneiden. Den Feldsalat und die Kresse waschen und trocken tupfen. Die Feigen ebenfalls waschen und vierteln. Alles zusammen in zwei Schüsseln anrichten und mit Joghurtsauce servieren.

Veggie Bowl3
So ihr Lieben, das war mal ein kleiner Exkurs. Auch ich esse nicht nur Kuchen, manchmal darf es auch bewusst eine Schüssel voller guter Dinge sein! Vielleicht geht es euch wie mir, und euch kommt so viel Gutes nach den Feiertagen gerade recht! Als nächstes geht es dann wieder mit etwas Süßem weiter…

Carina ❤

Signature

{Herbstgenuss} Kürbis Spinat Quiche

Kürbisquiche4

Ich liebe einfach die Vielfalt des Herbstes! Alles ist bunt, knackig und unglaublich lecker. Exotische Früchte können mich gerade längst nicht so locken wie Kürbis, Pastinaken, Äpfel. Besonders der Kürbis hat es mir angetan und so gab es gestern ein süßes Rezept damit, heute wird es herzhaft! Tastesherriff Claretti möchte diesen Monat Quiche-Rezepte sammeln und wie auch jedes Mal davor, bin ich gern dabei und backe ihr etwas. Denn Quiche ist eines meiner absoluten Lieblingsgerichte. So vielfältig und einfach für jeden Anlass perfekt: Als Work Lunch, für Gäste, zum Brunch, alles schnelles Essen nach der Arbeit, kalt für’s Picknick, und so weiter.

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Der Mann mag leider Kürbis gar nicht so gern. Wiiiiiie schaaaade, *zwinker*, mehr für mich! Die Quiche durfte ich also ganz allein essen. Und trotzdem war es das bestimmt noch nicht mit Kürbis in diesem Jahr. Da kommt noch so einiges…

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Die Quiche habe ich mit einem Boden mit Roggenmehl-Anteil gebacken, weil ich finde, das passt gut und bringt schön Biss. Zum Kürbis gesellen sich noch Spinat, Gemüsezwiebel und Porree. Eine große Portion Cheddar, etwas Pesto und schwarzer Pfeffer sorgen für die Würze. Und dann ist er auch schon fertig, der knusprige Herbst-Genuss.

Kürbisquiche3

Weitere Quiches auf meinem Blog findet ihr übrigens hier: Süßkartoffel Quiche, Karotten-Feta-Quiche.

Kürbisquiche

Mürbeteig: 

150g Weizenmehl
100g Roggenmehl
1 TL Salz
120g kalte Butter
1 Ei
Kräuter (Basilikum, Thymian, Rosmarin)

Füllung: 

300g Kürbis (zB 1/2 Butternut)
100g frischer Blattspinat
1 Stange Porree
1 Gemüsezwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Ei
100ml Sahne
1 Schuss Milch
1 TL grünes Pesto
50g würziger Cheddar
Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer, Sumach

Die Mehle und das Salz vermischen. Die Kräuter ebenfalls untermischen. Die kalte Butter in Flöckchen und das Ei mit der Hand unterkneten. Wenn nötig, einige Tropfen Eiswasser dazutun. Wenn alles gut verkneten ist, den Teig in Frischhaltefolie wickeln und für 25 Min. in den Kühlschrank legen.

Den Kürbis halbieren, Schälen und 300g Kürbisfleisch fein würfeln. Den Spinat waschen und etwas zerzupfen. Die Zwiebel und den Porree kleinschneiden. Alles vermischen. Den Mürbeteig ausrollen und eine Quicheform oder längliche Tarteform damit auskleiden. Das Gemüse darauf verteilen. Das Ei mit der gepressten Knoblauchzehe, Sahne, etwas Milch, Pesto und Gewürzen verquirlen und über das Gemüse gießen. Großzügig mit Cheddar bestreuen. Im vorgeheizten Ofen bei 190°C ca. 35 Min. backen. Am besten lauwarm mit einem Glas Wein genießen.

Kürbisquiche1

Mhmmm…Ofenspinat und meine neue Gusseisen-Pfanne

Ofenspinat

Zu diesem Essen wollte ich eigentlich gar nichts verbloggen. Dann habe ich es mir anders überlegt, weil mir das Gericht spontan so gut gefallen hat. Also müsst ihr euch heute mit ein paar eilig geschossenen Fotos begnügen 😉 Ich habe ja hier bereits verraten, dass ich mich auf den amerikanischen Blogs, denen ich folge, Hals über Kopf in die Optik dieser Cast Iron Pans verguckt habe. Daraufhin habe ich ganz lange eine auf meiner Wunschliste gehabt und habe schließlich zugeschlagen. Nach einigem Herumprobieren mit dem „Pfännchen“ (bei mehreren Kilo Gewicht nur ein wenig untertrieben…) wollte ich euch noch einmal Feedback geben. Der Beitrag soll also weniger ein Rezept sein, als euch ein bisschen Inspiration und eine kleine Empfehlung zu geben. Mittlerweile kann ich sagen, dass mir nicht nur die Optik, sondern auch die vielen Möglichkeiten gefallen. Die Pfanne ist super für herzhafte Gerichte, aber auch für allerlei Süßkrams, zum Beispiel den Ofenpfannkuchen mit Beeren.

Dieses Mal wollte ich ein schnelles Abendbrot zaubern, das trotzdem richtig lecker und ein bisschen besonders ist (Da es nicht wirklich ein Rezept, sondern nur eine Anregung ist, gibt’s das Rezept hier nur als kleine Beschreibung).

Dazu habe ich einfach etwas Knoblauch und Zwiebeln mit einer großen Handvoll Spinat in Olivenöl in der Pfanne angedünstet. Dazu kommen zwei große Tomaten, in Stücke geschnitten. Schließlich kommen noch vier Eier dazu. Ob ihr sie ein bisschen verrühren oder lieber das Eigelb ganz lassen möchtet, ist euch natürlich selbst überlassen. Dann wird das Ganze noch richtig gut mit Salz, Pfeffer und allem, was euch gefällt, gewürzt und in den vorgeheizten Ofen gegeben. Bei 160°C nur so lange backen, bis das Ei vollständig gestockt ist. Mit ein paar Scheiben gutem Brot, Parmesan und eventuell einem Dip servieren.

Ofenspinat1

So schnell ist ein leichtes und gesundes Abendessen fertig. Das Gemüse kann natürlich variiert werden. Und ich habe schon wieder tausend neue Ideen, was ich mit dem neuen Spielzeug anstellen kann. Meine Pfanne habe ich übrigens von Amazon, aber das Modell wird dort nicht mehr verkauft. Man findet aber eine ganze Menge Angebote, wenn man etwas sucht. Man muss sie ein bisschen pflegen, zum Beispiel sollte sie von Hand abgewaschen und immer gleich sorgfältig getrocknet werden. Aber das lohnt sich 😉